Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungen und Tips im Studium von Ex-Wartern
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PrinzessinAmygdala
26.09.2014, 16:43
Überheblich finde ich sie jetzt nicht. Sie soll ja um Gottes Willen nicht ausdrücken, dass das Studium ein Klacks sei. Das ist es ganz bestimmt nicht. Es sollte viel mehr überspitzt ausdrücken, dass es manchmal doch echt frustrierend ist 7 Jahre zu warten und trotzdem nicht aufzugeben.
Absolute Arrhythmie
26.09.2014, 16:45
Klingt schon ein bisschen so ;-) kommt so überzeugt rüber, obwohl du das ja gar nicht wissen kannst.
PrinzessinAmygdala
26.09.2014, 16:48
Nächstes Jahr muss ich mir eh ne neue Signatur machen :D Dann ist auch meine Schnecke weg. So langsam war sie eigentlich gar nicht. :D
Könnte es ja ersetzen mit " Die größte Hürde am ganzen Studium ist die Vorklinik" :rock:
Ich glaube man empfindet eh oft das am schlimmsten, worin man sich gerade befindet.
Ich präzisiere: mir ist schon klar dass die Signatur wohl auch ironisch gemeint ist, und ich hatte nie den Eindruck, dass DU überheblich wärst. Aber ohne Kontext, nur für sich genommen, würde ich die Signatur als etwas überheblich bezeichnen :-p
Ich persönlich finde ja - sofern man über die Wartezeitquote einen Platz erhalten möchte/muss - das die Zulassung wirklich das Schwierigste am gesamten Studium ist :).
Denn 6-7 Jahre darauf zu warten endlich studieren zu dürfen und in dieser Zeit Dinge zu tun (Ausbildung, Job, oder sonstiger Überbrückungskram), hinter denen man nicht unbedingt zu 100% steht und die einen auch nicht wirklich erfüllen, ist anstrengend, ätzend und frustrierend.
Solche nervenaufreibenden Phasen hatte ich während des gesamten Studiums bisher noch nie.
Auf die Zulassungskriterien für das Studium habe ich ab einem gewissen Punkt keinen Einfluss mehr, hier kann ich irgendwann nur noch zuschauen und die Ergebnisse des Auswahlverfahrens über mich ergehen lassen. Der Erfolg des Studiums hingegen hängt allein von mir und meinem Handeln ab. Ich selbst hab es in der Hand, ob ich es schaffe, oder nicht.
Ein Selbstläufer ist das Studium natürlich nicht. Klar es gibt schönere Zeiten als die Vorklinik, das Physikum war ätzend und auch die nächste Examenszeit wird sicherlich sehr unschön, aber dafür mache ich auch endlich das, was ich schon immer tun wollte und worauf ich jahrelang hingearbeitet habe - endlich studieren.
Finde die Signatur daher sehr passend!
xenopus laevis
30.09.2014, 12:06
Besser hätte PRIND es nicht ausdrücken können. Ich bereue es, dass ich die 7 Jahre nicht dazu benutzt habe etwas zu erlernen, was mir wenigstens etwas Spaß macht. Das positive an der GuK Ausbildung, man spart sich das KPP. :-heul
PrinzessinAmygdala
30.09.2014, 13:49
Ist es bei dir so schlimm? Dabei ist die Pflege dem Arztberuf noch mit am nächsten. Wollte zuerst eine Ausbildung zur MTLA machen und bin froh, dass ich mich umentschieden habe. So hab ich wenigstens von Anfang an Geld verdient und auch schon in viele Bereiche reinschnuppern können.
xenopus laevis
30.09.2014, 20:50
Bei meinem letzten Job habe ich irgendwann angefangen meine Oberärzte zu fragen, welches Nahtmaterial sie eigentlich in den Händen halten. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, das ich einen neuen Job mit neuen Aufgaben brauchte. Ich bin masochistisch veranlagt und suche regelrecht nach Stress und Herausforderung.
Ich hätte auch sehr gerne MTLA oder CTA (chemisch techn....) gelernt.
Arrhytmicin
01.10.2014, 17:17
Ach xenopus, solche Phasen hab ich nur noch selten! ^^ Mittlerweile langweile ich mich oft einfach nur noch auf Arbeit und zerdrücke Fettzellen auf meinem instrumentiertisch oder zähle die fließen an den Wänden! :-))
Den geistigen Input hole ich mir dann in meiner Freizeit!
xenopus laevis
01.10.2014, 21:08
Ja meine liebgewonnenen Fettzellen. Die habe ich auch gerne mit der Bipo-Pinzette bearbeitet, wenn unsere Jungs stundenlang an den paraaortalen LK rumhantierten. Und wenn ich nicht zum Mittag abgelöst wurde, dann mussten meine Kollegen mit einer Tupfer-Invasion rechnen. :-love
Das waren noch Zeiten. :-party
xenopus laevis
01.10.2014, 21:10
Ja ich habe meine Stunden drastisch reduziert. Spiele in jeder freien Minute auf dem Spielfeld und verbessere meine Sprachkünste.
PrinzessinAmygdala
02.10.2014, 15:45
Oder einfach mal den Arbeitsplatz wechseln. Dann gibts auch wieder neuen Input und man erweitert den Erfahrungsbereich.
xenopus laevis
02.10.2014, 17:09
Habe ich gleichzeitig mit der Stundenreduzierung gemacht. Nach diesem Jahr sollte ich ein Genie im anlegen vom 12 Kanal EKG und Blutabnahme sein. :-top
Wenn ich etwas aus dem OP mitgenommen habe, dann ist es "stressresistent". Und was mich auch sehr wundert, wie höflich alle meine neuen Kollegen sind. Damit kann ich gar nicht umgehen. :-wow
PrinzessinAmygdala
02.10.2014, 17:23
Du hast also auch schon Erfahrung mit dem schroffen OP-Umgangston gemacht :D
xenopus laevis
02.10.2014, 17:37
Und wie!!!! Mein Lieblingsoberarzt war gerade der Meinung "auszuflippen" und warf ein "scharfes" Instrument auf meinem Tisch, was dann noch auf dem Boden landete. Nein ich war nicht der Grund dafür. Blöd nur das ich PMS hatte und zurück brüllte. Er wurde ganz leise und reagierte nur noch mit "Hast du bitte.." usw. :-))
Es war echt eine tolle Gruppe. OP hat schon einen sehr scharfen Umgangston. Introvertierte Persönlichkeiten sind freiwillig gegangen oder litten später an Größenwahn.
Kommst du auch aus dem OP?
PrinzessinAmygdala
02.10.2014, 17:53
Nee als OP-Schwester noch nicht ;-) Hab nur ne postoperative Normalstation, Intensiv und Dialyse auf meinem Konto :-)
Arrhytmicin
03.10.2014, 11:51
Jaja, der Umgangston im OP ist schon ne Sache für sich! Erst gestern hab ich mich wieder mal mit dem Anästhesisten angelegt, weil meine Kollegin und ich, nachdem wir 8 Stunden pausenlos im Saal standen, mal kurz was essen wollten, bevor dann die nächtlichen Notfall-OPs laufen sollten. Er hat in unserer (kurzen!) Abwesenheit trotzdem schon die Chirurgen bestellt, obwohl noch nix aufgebaut war und sich noch darüber beschwert, dass es ja nicht sein kann, dass man im spätdienst so ne wechselweisen hat! (Wir müssen um die Zeit selber putzen, dann noch Schrauben auffüllen, die nächste op vorbereiten, dokumentieren, Saal umbauen, Geräte rausschieben....usw usw!). Da ist mir dann echt mal die Hutschnur geplatzt...:mad: dafür hat er mir dann am Ende des Dienstes ganz freundlich n schönen Feierabend gewünscht :-))
xenopus laevis
03.10.2014, 13:12
Ihr müsst selber putzen? wtf!!????!!! Ja die liebe Anästhesie, aber sowas durften sie bei uns nicht abziehen und meistens wussten sie eh nicht wer kommt.
Eine OÄ der Anästhesie wollte mir mal befehlen, dass ich doch gefälligst schon lagern und abwaschen kann. (Es war kein Notfall. Nur die Chirugen ließen sich unendlich viel Zeit.) Ich meinte dann auch zu ihr, dass es weder ihre noch meine Aufgabe sei und sie die Hände von meinen Tisch lassen soll ... Ihr Gesicht unbezahlbar. Da hat man das Gefühl, das sie alle Narrenfreiheit hätten.
Da sind Sprüche wie "Ich bin der Oberarzt und ich befehle dir...!" (Ja, solche Sätze kamen oft vor) in einem Ohr rein und in das andere raus.
:-dance
Ihr seid dermaßen offtopic mit euren OP-Geschichten, das *gefaelltmirnicht*
;-)
Stephan0815
03.10.2014, 14:33
Ihr müsst selber putzen? wtf!!????!!! Ja die liebe Anästhesie, aber sowas durften sie bei uns nicht abziehen und meistens wussten sie eh nicht wer kommt.
Eine OÄ der Anästhesie wollte mir mal befehlen, dass ich doch gefälligst schon lagern und abwaschen kann. (Es war kein Notfall. Nur die Chirugen ließen sich unendlich viel Zeit.) Ich meinte dann auch zu ihr, dass es weder ihre noch meine Aufgabe sei und sie die Hände von meinen Tisch lassen soll ... Ihr Gesicht unbezahlbar. Da hat man das Gefühl, das sie alle Narrenfreiheit hätten.
Da sind Sprüche wie "Ich bin der Oberarzt und ich befehle dir...!" (Ja, solche Sätze kamen oft vor) in einem Ohr rein und in das andere raus.
:-dance
Ich finde das eigentlich recht interessant gerade. Wie ist das denn so bei euch geregelt? Wer ist dir denn dann eigentlich gegenüber weisungsbefugt und wem kannst du zB. Anweisungen zum Umlagern usw. erteilen? Habt ihr PJ und wie ist das mit denen?
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