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Absolute Arrhythmie
07.06.2015, 10:09
Ich arbeite als Springer auf verschiedenen Stationen, das ist schon ganz interessant. Und nach mehreren Wochen am Schreibtisch bin ich auch zwischendurch mal ganz froh, einfach arbeiten zu können und nicht so viel denken zu müssen.
Aber klar, wer nicht arbeiten muss hat den Luxus mehr Freizeit zu haben.
Was ich ausdrücken möchte : man kann auch in der Vorklinik sehr gut nebenbei arbeiten und es trotzdem in Regelstudienzeit schaffen.
xenopus laevis
07.06.2015, 10:26
Hat auch keiner abgestritten. Das arbeiten sehr gut möglich ist sehe ich an meinen Freunden. Ich werde auch arbeiten gehen, obwohl ich meine Freizeit mehr zu schätzen weiß. So arbeite ich zurzeit nur 100h im Monat.
Es hat durchaus Vorteile auf verschiedenen Stationen zu arbeiten. Man bleibt flexibel, es entsteht weniger Routine und so weiter. Aber ich arbeite gerne in einem festen Team und habe seit Ausbildungsende Stationsdienst im KH vermieden. Mal sehen wo ich ab Oktober arbeite. :-))
Arrhytmicin
07.06.2015, 14:59
Naja, mein Freund verdient auch nicht wenig - ich möchte allerdings nicht auf jemandes Tasche liegen, solange ich es vermeiden kann. Und sooo dramatisch ist die Vorklinik auch nicht. Mit ein bisschen Sitzfleisch und Zeitmanagement echt alles machbar.
Und ich persönlich möchte auch mal Shoppen und in Urlaub fahren, deshalb: Arbeit. Erweitert auch den Horizont, wenn man mal vom Schreibtisch wegkommt :-))
*edit: soll natürlich jeder machen wie er will ;-) ich find nur Es würde ehrlicher klingen einfach zu sagen, dass man halt nicht arbeiten will. Fertig aus. Der Rest klingt nach ausrede :-))
Na das kann ich leider so nicht stehen lassen ;) nix Ausrede! Hast du schon mal längere Zeit im OP gearbeitet? Dann wüsstest du, dass es durchaus nicht so easy ist, Notfalldienste zu leisten, wenn man die Strukturen des Hauses nicht kennt. Es fängt mit den banalsten Sachen an...dass du nicht weist, was wo in den tausend Schränken zu finden ist und hört damit auf, dass du die Vorlieben des Operateurs nicht kennst oder keine Aussage dazu machen kannst, auf welchem Sieb sich welche Instrumente oder Systeme befinden. Das mag im Tagesdienst gehen, am WE oder nachts haste mitunter keine Zeit, dir zeigen zu lassen, was du wo findest echt. pp. Da muss alles laufen wie am Schnürchen.
Kenne wie gesagt keine Haus, dass Studenten im OP für die Bereitschaftsdienste einplant.
Und ja, es ist nicht mein oberstes Anliegen, der Nebenjob. Priorität hat, zumindest bis zum Physikum, das Studium. Einfach aus dem Grunde, dass ich alles gut meistern will. Und nicht weil ich zu faul zum arbeiten bin oder so.
Sollte sich doch nebenjobmässig was Gutes ergeben, mit dem ich gut zurecht komme, dann freu ich mich natürlich.
und mit dem auf der Tasche liegen..: ist doch ganz normal in einer festen Partnerschaft. Wenn einer (deutlich) mehr verdient, als der andere, trägt er ihn zu einem gewissen Teil natürlich mit, wenn beide zusammen wohnen. Das heißt ja nicht, dass er mir Klamotten kauft oder einen Urlaub bezahlt. Aber anteilig mehr Miete und Nebenkosten und so etwas. Wenn es andersrum wäre, würde ich es ganz genauso machen.
Absolute Arrhythmie
07.06.2015, 15:10
Hä? Hab ich irgendwo behauptet es wäre ganz easy sonstwie im OP zu arbeiten? Ich glaube du verwechselst mich gerade, passt auch null zu dem was zu zitiert hast.
Und dein Einkommen hast du ja zum teil selbst in der Hand. Ich verdiene mit meinem Gehalt quasi unseren gemeinsamen Jahresurlaub, das macht natürlich was aus im Nettohaushaltseinkommen.
aber wie gesagt, du kannst das natürlich machen wie du willst, es klang nur so als würdest du denken man könnte die Vorklinik kaum schaffen wenn man arbeitet (erstmal reinkommen, etc). Es IST möglich und viele Leute müssen 450€ oder sogar 25 oder 50%-Stellen arbeiten und kommen trotzdem in Regelstudienzeit zum physikum. Wenn du keine Lust hast zu arbeiten und dir das leisten kannst, dann ist das doch eine schöne Sache für dich.
*edit: ich verdiene übrigens durchschnittlich 340€ im Monat (im letzten Bewilligungszeitraum ), damit habe ich inkl Bafög einen Anteil von etwa 15% an unserem Nettohaushaltseinkommen. Ich finde schon dass sich das lohnt, allein schon, um sich selber mal was gönnen zu können. 4000€ (bis 4880,ab 2016 sogar noch mehr) muss man erstmal haben ^^
Arrhytmicin
07.06.2015, 15:28
Doch, finde schon, dass das gepasst hat. Du wirfst mir vor, meine Erläuterungen klingen nach Ausrede und ich hätte keine Lust zu arbeiten. Und das stimmt einfach nicht. Und da wollte ich nochmal erklären, was für Umstände es so schwer machen, mal eben so "nebenbei" im OP zu arbeiten.
Mir wurde von ein paar Leuten (die ich nicht so einschätze, als hätten sie arge Probleme mit dem Lernen) gesagt, dass nebenher Arbeiten in der VK zwar möglich ist, es aber erschwert. Und diese Leute studieren da, wo ich höchstwahrscheinlich zugelassen werde. Sie würden eher davon abraten. und Warum soll ich es mir schwerer machen, als es eh schon sein wird?
Absolute Arrhythmie
07.06.2015, 15:32
Wie schon mehrfach gesagt: du kannst es so halten wie du willst, es ist mir persönlich total egal, ob du arbeitest oder nicht. Aber dies ist ein öffentliches Forum, daher für die Allgemeinheit der Hinweis, das Arbeiten und gute Leistungen in der Vorklinik ohne große Einschränkung der Lebensqualität vereinbar sind.
Ich lerne nämlich nicht mehr als durchschnittlich 40 Stunden pro Woche, meistens sogar deutlich weniger. Und gehen eine 40 bis 50 Stunden Woche hab ich jetzt mit Blick auf die Berufsjahre davor nichts einzuwenden.
Arrhytmicin
07.06.2015, 15:49
sind in diese 40 Stunden schon die Zeiten an der Uni eingerechnet oder meinst du damit die Zeit, die du zusätzlich zu Hause am Schreibtisch oder in der Bib verbringst?
Absolute Arrhythmie
07.06.2015, 16:00
40 Stunden inklusive Pflichtveranstaltungen. Im dritten Semester (Präpkurs) hatte ich teilweise mehr, eben weil ich nebenbei noch gearbeitet habe. Hab bisher alle Klausuren im ersten Anlauf geschafft, und in meinem Freundeskreis gehen die meisten arbeiten und kommen trotzdem gut klar. wenn bei euch der Präpkurs im ersten Semester ist, dann würde ich mir das auch nochmal überlegen (wenn man es sich eben leisten kann nicht zu arbeiten).
Was mich viel Zeit kostet ist die Pendelei (45 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln pro Weg), das kommt halt auf die Unizeit noch drauf. Also wenn man nah an der Uni wohnt, hat man noch mehr Zeit für alles mögliche ;-)
Uni ist wirklich nicht schlimmer als Arbeiten, im Gegenteil. In machen Semestern reichen 25 Stunden Aufwand pro Woche, in anderen brauch man halt mal 50 Stunden. Aber es hält sich echt die Waage und dann hat man ja auch noch vier Monate (!!!) Semesterferien pro Jahr. Wenn man kein KPP machen muss kann man da durchaus mal sein zulässiges Einkommen verdienen. Hast da ja sonst nix zu tun.
Man sollte halt nicht vergessen, dass das sehr stark von Person zu Person variiert. Ich hätte im 1. Semester definitiv nicht arbeiten können - und die meisten meiner Kommilitonen ebenfalls nicht. Ich halte es deshalb grundsätzlich für eine gute Idee, anfangs mal nichts zu arbeiten (sofern man sich das leisten kann natürlich). Sobald man weiß, wieviel Aufwand das Studium für einen erfordert, kann man das ja dann ändern.
Und auch das mit den Semesterferien ist so eine Sache: wenn man nämlich ein größeres Nachtestat oder eine größere Nachklausur hat, sind vier Wochen seeehr schnell weg.
Absolute Arrhythmie
07.06.2015, 16:07
Davo, du hast ja aber vorher (also vor dem Studium) auch nicht Jahrelang Vollzeit gearbeitet, oder? Also da ist man schon ein bisschen was gewöhnt *gg*
Und in Giessen habt ihr doch auch Makro ab dem ersten Semester, das hab ich ja schon geschrieben, dass ich mir das in dem Fall auch überlegen würde.
Ich will doch bloß sagen, dass man prinzipiell in der Vorklinik durchaus arbeiten gehen kann, und nicht per se die ganze Vorklinik aussetzen muss, weil man es sonst nicht schaffen kann. Das ist wirklich alles ;-)
Doch doch, habe ich - aber erstens nicht im Krankenhaus, und zweitens ist Arbeit IMHO doch etwas ganz anderes als Studium. Arbeit ist viel passiver, erfordert viel weniger Disziplin, viel weniger Selbstorganisation, usw.
Man KANN sicher. Aber nicht für jeden ist es auch die beste Entscheidung. Deshalb ist es durchaus eine gute Entscheidung, im ersten Semester mal die Lage zu sondieren, bevor man gleich am Anfang des Studiums mit Nachklausuren usw. zu kämpfen hat.
Absolute Arrhythmie
07.06.2015, 16:18
Ohne Selbstdisziplin wird man es mit oder ohne Arbeiten inder Vorklinik schwer haben. Wenn ich immer dann nicht lernen würde, wenn ich gerade keine Lust hätte oder mich das Thema nicht interessiert, dann würde ich gar nicht lernen.
Ich hab aber vorher auch schon neben dem Vollzeit-Job studiert und fand das angenehm, vllt bin ich einfach ein komischer Vogel :-P
Und nein, mein Job war niemals passiv ^^
Arrhytmicin
07.06.2015, 16:48
40 Stunden inklusive Pflichtveranstaltungen. Im dritten Semester (Präpkurs) hatte ich teilweise mehr, eben weil ich nebenbei noch gearbeitet habe. Hab bisher alle Klausuren im ersten Anlauf geschafft, und in meinem Freundeskreis gehen die meisten arbeiten und kommen trotzdem gut klar. wenn bei euch der Präpkurs im ersten Semester ist, dann würde ich mir das auch nochmal überlegen (wenn man es sich eben leisten kann nicht zu arbeiten).
Was mich viel Zeit kostet ist die Pendelei (45 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln pro Weg), das kommt halt auf die Unizeit noch drauf. Also wenn man nah an der Uni wohnt, hat man noch mehr Zeit für alles mögliche ;-)
Uni ist wirklich nicht schlimmer als Arbeiten, im Gegenteil. In machen Semestern reichen 25 Stunden Aufwand pro Woche, in anderen brauch man halt mal 50 Stunden. Aber es hält sich echt die Waage und dann hat man ja auch noch vier Monate (!!!) Semesterferien pro Jahr. Wenn man kein KPP machen muss kann man da durchaus mal sein zulässiges Einkommen verdienen. Hast da ja sonst nix zu tun.
Der präpkurs kommt erst im 2ten und mein Weg zur Uni beträgt mit'm Rad auch nur 20 min :) leider muss ich ja als OTA KPP machen (wobei ich da beim LPA mal einen Antrag stellen will, diese Regelung zu ändern...immerhin müssen Rettungsassis auch nicht), dafür geht dann also evtl. Zeit drauf.
Ich denke aber schon, dass ich merklich mehr Zeit für andere Dinge haben werde....jetzt arbeite ich, je nachdem wie die Rufdienste ausgelastet sind, manchmal bis zu 60 Std die Woche.
Absolute Arrhythmie
07.06.2015, 16:54
Dann genieß es :-)
davo, hast du in der anästhesie gejobbt? also MEIN op-job war (ist) ebenfalls kein bisschen passiv... :-oopss
@arrhytmicin: wie jetzt, ich kenn keine(n) einzige(n) ota, der offiziell kpp machen musste... geh doch einfach mal zur pdl und frag nach nem bestätigungs-wisch... ;-)
Arrhytmicin
07.06.2015, 18:07
Haben ne neue PDL und die ist leider Mega bescheuert und unfreundlich....steht auch grad auf Kriegsfuß mit der OP-Pflege und arbeitet eigentlich nur gegen uns...Glaube kaum, dass die mir den Wisch unterschreibt...leider :/
Figueira
07.06.2015, 19:58
Das ist natürlich ärgerlich.
Die OTAs, die ich kenne, haben alle recht ausgedehnte Einsätze auf Station und in der Notaufnahme gehabt. War das bei dir auch so? Also, würdest du grob auf deine drei Monate "Pflege" kommen?
Arrhytmicin
07.06.2015, 21:20
Klar, ich hab ja sogar vor der Ausbildung ein Jahr lang in der Pflege gearbeitet (FSJ)...aber fürs Sächsische LPA darf der letzte "Pflege-Einsatz" nicht länger als 2 Jahre her sein -.-
ich würd trotzdem mal zur pdl gehen... vielleicht hat sie ja einsicht und/oder nen guten tag ;-)
Hallo ihr Lieben!
Ich habe am Samstag alle meine Unterlagen zur Post gebracht...und nu streiken die :-o
Vielleicht habe ich Glück, dass es Montag noch nach Dortmund gegangen ist...wisst ihr wie hss das handhabt?
LG
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