Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Masterplan 2020
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Ein interessanter Bericht. Bereits seit Mittwoch kursiert ja in den Medien, dass die Länder die Zulassung mit einem neuen Staatsvertrag regeln wollen - ich sehe das bisher skeptisch. Der Grundgedanke der Entscheidung des Gerichts war ja, für eine einheitliche Regelung zu sorgen. Ob das nun geschehen wird - man wird es sehen.
pillango
02.03.2018, 09:19
Ein Lösungsvorschlag:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/196511/Studienplatzvergabe-Quo-vadis-Numerus-clausus
Kackbratze
02.03.2018, 10:04
...und die Leute mit dem Lebenstraum, die einfach mal schlecht abgeschnitten haben? Die werden weiterhin diskriminiert!
...und die Leute mit dem Lebenstraum, die einfach mal schlecht abgeschnitten haben? Die werden weiterhin diskriminiert!
Genauso wie Menschen ohne Abitur und mehrfach durch eine Prüfung gefallene Studenten "diskriminiert" werden. Ganz dolle Wollen ist keine Qualifikation und kein Verteilungskriterium.
Luffy123
15.03.2018, 07:30
Ich hoffe, dass mein PJ nicht in Quartale gesplittet wird, wenn ich es 2020 antrete. Allgemeinmedizin würde mich ziemlich ankotzen :/
Gibt es Neues zu einer möglichen Übergangsregelung, in der man die älteren Wartesemester (ab Abi-Jahr 2011/12) auch noch mitberücksichtigt?
Allgemeinmedizin wird eh nicht Pflicht. Nur ein Ambulanz-Quartal. Dafür würde dann auch die HA-Famulatur wegfallen also win-win wenn man da kein Interesse dran hat ;-)
belanglosigkeiten
15.03.2018, 17:07
Aber eben laut Beschlusstext leider im vertragsärztlichen Bereich. Ambulant als einziges Kriterium fände ich gut auszuhalten. Dann gäb es ja echt Millionen Möglichkeiten, sich sein PJ zu basteln (natürlich vorausgesetzt man kriegt seine Wunschplätze).
Was die zeitliche Umsetzung der PJ-Änderungen betrifft, sind noch keine Details bekannt, oder?
Allgemeinmedizin als Fach im M3 hingegen finde ich schwer in Ordnung. Wir werden seit Tag 1 damit nonstop berieselt, viel dankbarer könnte vermutlich kein zugelostes Fach werden.
Erstmal abwarten wie es dann konkret wirklich aussieht. Erstmal muss ja überhaupt der Entwurf zur Änderung der Approbationsordunung fertig werden und dann ist er noch nicht mal beschlossen... Also dauert sicher noch was ;-)
Ich finde vor allem auch ein festes viertes Fach sehr gut. Ist ja doch ein Unterschied ob man jetzt Strahlenmedizin oder Pädiatrie zugelost bekommt...
Philip_MHH
02.04.2018, 12:24
ich finde Allgemeinmedizin im StEx ja quatsch...das ist doch inhaltlich nicht groß was anderes als Innere...wo ist da der Mehrwert, außer, dass die Gesellschaft für Allgemeinmedizin ihren Willen durchboxt um ihr Fach aufzuwerten....Wodurch am ende aber auch nicht einer mehr Hausarzt wird...
Das sehe ich genauso. Mehr Zwang führt nur dazu, dass die Allgemeinmediziner als verzweifelt und unsympathisch wahrgenommen werden.
Viel sinnvoller fände ich, wenn die Allgemeinmedizin, und auch die ambulante Medizin ganz allgemein, in der gesamten Lehre viel stärker einfließen würde. Derzeit orientieren sich ja alle Vorlesungen, ganz egal ob Augenheilkunde oder Gynäkologie, nur am Alltag in einem Klinikum der Maximalversorgung. Was in einer Praxis geschieht, was dort möglich ist, wie dort Stufendiagnostik geschieht, lernt man nie.
Und das vierte Fach kann man IMHO ruhig komplett streichen. Nach allem was ich bisher gehört habe ist die Prüfung im vierten Fach meist ohnehin nur eine Alibihandlung.
Das sehe ich genauso. Mehr Zwang führt nur dazu, dass die Allgemeinmediziner als verzweifelt und unsympathisch wahrgenommen werden.
Viel sinnvoller fände ich, wenn die Allgemeinmedizin, und auch die ambulante Medizin ganz allgemein, in der gesamten Lehre viel stärker einfließen würde. Derzeit orientieren sich ja alle Vorlesungen, ganz egal ob Augenheilkunde oder Gynäkologie, nur am Alltag in einem Klinikum der Maximalversorgung. Was in einer Praxis geschieht, was dort möglich ist, wie dort Stufendiagnostik geschieht, lernt man nie.
Und das vierte Fach kann man IMHO ruhig komplett streichen. Nach allem was ich bisher gehört habe ist die Prüfung im vierten Fach meist ohnehin nur eine Alibihandlung.
Bin auch dafür die ambulante Medizin zu stärken. Aber wie soll man das machen? An den Unikliniken ist das Personal wohl noch niemals in einer Praxis gewesen. Die haben also gar keine Ahnung was man in einer Praxis braucht. Ärzte aus der Praxis haben keine Lust auf Lehre bzw. sind einfach nicht mehr angebunden. Das funktioniert so nicht.
Das ambulante Quartal (wie es an meiner Ex-Uni gibt) findet in großen Teilen auch am Uniklinikum selbst statt. Und zwar in dessen Hochschulambulanzen. Das finde ich auch einen sinnvollen Ansatz. Allerdings hat es nicht so richtig viel mit dem echten ambulanten Alltag zu tun. Aber einfach jede Praxis für die ambulante Medizin zu zulassen ist auch nicht sinnvoll. Dann sinkt Niveau ins bodenlose (so wie beim Hausarzt-Blockpraktikum). Trotzdem bin ich für das ambulante Quartal.
@viertes Prüfungsfach: Erstmal das Examen ablegen und dann darüber urteilen. Mein 4. Fach wurde geprüft. Und genau so wie ich mir ein viertes Fach vorstelle. Es wurden fast nur Themen geprüft, die mich später auch noch im Berufsleben treffen werden plus ein bisschen Theorie hinter den Themen. War einfach super.
Das sehe ich genauso. Mehr Zwang führt nur dazu, dass die Allgemeinmediziner als verzweifelt und unsympathisch wahrgenommen werden.
Das sah man ja auch in der Diskussion um das Pflichtquartal Allgemeinmedizin.
Die Allgemeinmediziner waren da nämlich (inhaltlich nicht mal ernsthaft zu Unrecht) die von ihrer eigenen Wichtigkeit besoffenen Profilneurotiker, denen alles egal ist, Hauptsache, IHR FACH ist das Wichtigste von allen.
War da nicht irgendein verbandsvorsitzender intellektueller Osterhase so dämlich, in aller Öffentlichkeit zu behaupten, die Allgemeinmedizin wäre eh das einzige Fach, das ein Recht darauf hätte, Pflichtfach im PJ zu sein?
Cadherine
05.04.2018, 22:26
Ich muss auch sagen dass die Allgemeinmedizin sehr unsympatisch rüberkommt, teilweise wie ein schreiendes trotziges Kleinkind dass: " ich wil ich will ich will" schreit das Bild hab ich immer vor Augen ,wenn ich lese was die DEGAM als nächstes fordert.
Ich wollte zwar nie Allgemeinmedizin machen aber nach der Zwangsfamulatur und dem Zwangsblockpraktikum (in dem ich sogar ne ganz gute Praxis erwischt hatte) noch viel weniger ,der Praxisalltag hat mich echt abgeschreckt.
Ich denke man könnte viel mehr Leute in die Allgemeinmedizin und auf's Land bekommen mit (finanziellen oder anderen ) Anreizen anstatt mit irgendwelchen Pflichtveranstaltungen im Studium.
Mal davon abgesehen würden überhaupt nicht genug zugelassene Lehrpraxen zur Verfügung stehen wenn jeder in die Allgemeinmedizin müsste.
Bin gerade mit dem PJ fertig von daher betrifft es mich nicht, aber ein ambulantes Tertial fände ich okay wenn man sich die Fachrichtung aussuchen darf (dann wäre es ja quasi noch ein Wahltertial) wobei ich da auch Probleme bei der Qualitätsicherung der Lehre sehe bzw mir vorstellen könnte dass man quasi nur zugucken darf und dann eine glorifizierte 4-monatige Famulatur macht.
Des Weiteren wüsste ich auch nicht wie das dann mit der PJ-Vergütung gehen sollte, der Praxisinhaber wird sich ja bedanken da nen Studenten rumhängen zu haben und den auch noch bezahlen zu müssen ( oder übernimmt dass dann alles die KV ?) denke mal in der Praxis kann man dem Arzt wesentlich weniger Arbeit abnehmen als im Krankenhaus und der will dich auch nicht unbedingt als neuen Mitarbeiter gewinnen also weniger Anreiz dich "gut" zu bezahlen im Vergleich zu den Krankenhäusern.
Warum nicht ein Auswahltest für alle (kein Psychotest wie TMS, sondern medizinisches Grundlagenwissen, da kann sich dann auch jeder selbst prüfen, ob ihm das liegt)? Dann hat jeder die gleichen Chancen und die Abinoten- und Wartenzeitdiskussion hat ein Ende.
Außerdem könnte man das eigentliche Studium locker auf 4 Jahre Vollzeitstudium zusammenkürzen. 6 Jahre rumstudieren sind doch auch nicht mehr zeitgemäß.
Warum nicht ein Auswahltest für alle (kein Psychotest wie TMS, sondern medizinisches Grundlagenwissen, da kann sich dann auch jeder selbst prüfen, ob ihm das liegt)? Dann hat jeder die gleichen Chancen und die Abinoten- und Wartenzeitdiskussion hat ein Ende.
Außerdem könnte man das eigentliche Studium locker auf 4 Jahre Vollzeitstudium zusammenkürzen. 6 Jahre rumstudieren sind doch auch nicht mehr zeitgemäß.
Man kann ja einfach das Physikum als Auswahltest schreiben. Damit verkürzt sich das Studium dann auch automatisch auf vier Jahre
Ist aber ineffizient, da z.B. der Präpkurs sehr teuer ist.
Das Medizinstudium auf vier Jahre zu verkürzen geht leider nicht - die EU sieht eine Mindestgesamtdauer von fünf Jahren vor. Es auf fünf Jahre zu verkürzen wäre aber tatsächlich möglich und würde ich auch für sehr sinnvoll halten.
AlexStudent
07.04.2018, 15:21
Ok, teilweise gibt es ja an verschiedenen Unis ein Freisemester, bspw. hier in HD, für Forschung / Doktorarbeit / Urlaub / Arbeiten / Familienplanung oder was weiß ich. Aber ich finde die verdichtete restliche klinische Semester schon ziemlich happig, insbesondere wenn hier die Famulaturen rufen. Jetzt nochmal ein Semester raus holen? Woher würdest Du das nehmen? Weniger Semesterferien, dafür weniger Famulaturen? PJ verkürzen? Welche Möglichkeiten siehst Du da?
Ist aber ineffizient, da z.B. der Präpkurs sehr teuer ist.
Das Medizinstudium auf vier Jahre zu verkürzen geht leider nicht - die EU sieht eine Mindestgesamtdauer von fünf Jahren vor. Es auf fünf Jahre zu verkürzen wäre aber tatsächlich möglich und würde ich auch für sehr sinnvoll halten.
Wieso ist das ineffizient? Den Präpkurs spart man sich ja dann.
@Kandra: Es wäre ineffizient, da ja erst nach dem Physikum selektiert würde, somit man den Präpkurs auch für viele, die nie Arzt werden, finanzieren müsste. Außer du hast es so gemeint, dass man wirklich nur isoliert das Physikum schreiben würde, ohne die Vorklinik durchlaufen zu haben. Aber ob das sinnvoll wäre?
@AlexStudent: Man könnte die Vorklinik um ein Semester straffen, man könnte die Klinik um 1-2 Semester straffen, man könnte das PJ auf die Hälfte verkürzen... Möglichkeiten gäbe es IMHO viele. Das Medizinstudium ist IMHO nicht so kompakt, wie es manchmal dargestellt wird.
@Kandra: Es wäre ineffizient, da ja erst nach dem Physikum selektiert würde, somit man den Präpkurs auch für viele, die nie Arzt werden, finanzieren müsste. Außer du hast es so gemeint, dass man wirklich nur isoliert das Physikum schreiben würde, ohne die Vorklinik durchlaufen zu haben. Aber ob das sinnvoll wäre?
Genau so habe ich es gemeint, als Reaktion auf Milz' hoffentlich auch nicht ganz ernst gemeinten Beitrag ;)
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