Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Masterplan 2020
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[QUOTE=Hämatopoesie;2086921]Bin mal gespannt, wie das in der Zukunft wird - was ist, wenn der Landarzt heiratet und der Partner in einer ganz anderen Ecke arbeitet? Kann man den Arzt dann zwingen, eine Fernbeziehung zu führen? Soweit ich weiß, ist das bei anderen Berufen eben nicht im Vertrag geregelt, sondern ergibt sich wenn dann so auf freiwilliger Basis oder wie man das auch immer ausdrücken mag...
Hey, ich kann dir nicht ganz folgen.
Der Zugang zum Studienplatz erfolgt unter der Bedingung, in einer bestimmten Region für eine bestimmte Zeit zu arbeiten. Wüsste nicht was die individuelle Verpartnerung damit zu tun hat.
Wenn man mal Bundesbeamte oder Soldaten als Beispiel heranzieht, sieht man recht schnell das so etwas ( arbeiten in X, Partner wohnt/arbeitet in Y) durchaus funktioniert. Dort ist dann das gesamte Gebiet der BRD der mögliche Einsatzort.
pillango
06.02.2019, 09:20
Ein weiterer Schritt :
https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2019/pressemitteilung.781602.php
https://www.eichsfelder-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=249631
Relaxometrie
07.02.2019, 10:51
Danke für die beiden Links, pillango.
Ich habe mich schon lange nicht mehr mit dem Vergabeverfahren für Medizinstudienplätze beschäftigt, aber daß es mit der Wartezeit immer extremer wurde, habe ich natürlich mitbekommen und fand diese Variante, an einen Studienplatz zu bekommen, im Laufe der Zeit immer schlechter. Denn da wurden Lebensentwürfe jahrelang nur darauf aufgebaut, daß man das, was man aktuell macht (im Zweifel eine Ausbildung nach der anderen) eigentlich gar nicht möchte, weil man ja auf das Medizinstudium wartet.
Das fand ich sowohl für den Bewerber selbst, als auch für alle an seinen diversen Ausbildungen beteiligten Personen nicht sonderlich zielführend.
Insofern begrüße ich die Abschaffung der Wartezeitquote sehr.
Inwieweit die "Eignungsquote" und das "hochschuleigene Auswahlverfahren" letztlich abgewandelte Wartezeitquoten sind, kann ich nicht beurteilen, weil ich nicht weiß, wie oft man sich für jedes der Verfahren bewerben darf.
Gleichzeitig begrüße ich die beiden letztgenannten Verfahren, gerade eben weil Studienplatzbewerber eine Chance bekommen, deren Abitur (dessen Eignung als Zulassungskriterium ja nicht sooo toll ist) nicht so gut war.
Daß ein Verfahren eingeführt werden soll, welches die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung länderübergreifend vergleichbar machen soll, klingt zwar gut.....aber ob das wirklich suffizient umgesetzt werden kann/ wird?
letzendlich wird es nichts daran ändern, dass es zu wenig Studienplätze für die ganzen Bewerber gibt. Finde es aber dennoch gut so wie es geplant ist. Wirkt auf mich zunächst mal fairer. Mal sehen wie es jetzt mit der Umsetzung funktionieren wird.
pillango
09.02.2019, 09:10
Zusätzliche Studienplätze Medizin:
https://www.forschung-und-lehre.de/lehre/hannover-bekommt-mehr-studienplaetze-fuer-medizin-1485/
https://www.bayreuther-tagblatt.de/medizin-in-bayreuth-abiturienten-koennen-sich-jetzt-bewerben/
https://www.hna.de/lokales/goettingen/goettingen-ort28741/medizin-studium-mehr-studienplaetze-in-goettingen-ab-2020-9773508.html
http://www.studium-blog.com/posts/bayern-schafft-ab-dem-wintersemester-2019-2010-weitere-medizinstudienplatze-modellstudiengang-humanmedizin
https://www.operation-karriere.de/karriereweg/medizinstudium/uni-wittenherdecke-verdoppelt-jaehrliche-medizin-studienplaetze.html
https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/ausbildung/article/974704/humanmedizin-baden-wuerttemberg-plant-150-zusaetzliche-studienplaetze.html
https://www.uni-marburg.de/de/aktuelles/news/mehr-klinische-medizinstudienplaetze
Die Liste ist sicher nicht vollständig. Kennt jemand von euch eine Gesamtübersicht?
pillango
27.02.2019, 07:07
M3:
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/neue-pruefung-fuer-junge-aerzte--167115830.html
Medizinstudium mit Vertrag:
https://www.operation-karriere.de/karriereweg/medizinstudium/landarztquote-nrw-auswahlverfahren-fuer-studienplaetze-startet-im-maerz.html
pillango
14.03.2019, 08:47
HamNat: Letzte Chance 2019? - Berlin, Hamburg, Magdeburg
https://ivua.org/zulassung2020/
Feuerprinzessin
06.06.2019, 08:26
Hallo,
ich habe mir bisschen Gedanken gemacht & wollt nun schauen, ob es logisch ist.
Die Bestenquote soll von 20% auf 30% erhöht werden. Dadurch sollte der NC ein wenig sinken. Sprich, er sollte nicht krass bei 1.0 liegen, sondern 1.1 und 1.2 wäre an einigen Unis doch logisch?
Wenn diese 1.1er und 1.2er ihren Platz schon bei der Bestenquote bekommen, müssen sie nicht am AdH teilnehmen. Damit wäre doch ein bisschen mehr Platz für die anderen, die - wahrscheinlich wie ich - manchmal ganz knapp scheitern.
Oder ist das eher Wunschdenken? xD
Ich bin halt wahnsinnig gespannt, was die Unis ändern werden & man Glück hat. Die Talentquote, die die Uni Mainz (?) plant, ist ja nichts anderes als ne TMS-Quote mit WS...
Halte ich mit 1,9-2,0 für Wunschdenken. Es gibt außerdem einfach sehr viele 1,0er - ich glaube nicht, dass sich die Grenzwerte stark verschieben werden.
derTiger
19.06.2019, 13:41
Meint ihr das M3 ab 2020 bzw. 2021 schon anders sein wird?
Bonnerin
19.06.2019, 13:56
Ich persönlich habe meine M3 im nächsten Mai/Juni und glaube (hoffe), dass es noch das alte Format ist. Bei der Vorlaufzeit für OSCE-Neuplanungen und vor allem die Terminfindung (da ist ja nix mehr mit über 1,5 Monate verteilt) ist das auch realistisch.
Mit Blick darauf, dass fürs Jahr 2020 ein gesonderter PJ-Terminplan rausgebracht wurde, der auch noch Tertiale enthält würde ich spekulieren, dass auch die M3 2021 "safe" sein wird.
Die Umstellung wird vermutlich erfolgen, wenn die Quartalisierung abgeschlossen ist (also für die Kohorten mit PJ-Beginn 2021 eventuell), da sich damit ja auch gewissermaßen das althergebrachte Format mit zugelostem Fach ändert. Zumindest wäre das meines Erachtens nach der sinnvollste Zeitpunkt um dann auch direkt den anderen Teil der Prüfung mit zu ändern.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das so schnell was wird. Man müsste die Approbationsordnung ändern, man müsste die PJ-Struktur ändern, inkl. der ganzen PJ-Bürokratie mit Tertialdaten usw. - das braucht Zeit.
2021 eventuell, wenn alles glatt läuft - aber 2020 halte ich für unrealistisch.
belanglosigkeiten
19.06.2019, 14:25
Aber sollte nicht mit der Quartalisierung des PJs auch das Blockpraktikum Allgemeinmedizin geändert/abgeschafft werden, sodass die Änderung den kompletten klinischen Abschnitt betreffen würde? Das ist momentan so mein ziemlich dünner Stohhalm, an den ich mich klammere... Ich will diesen Müll nicht mitmachen!
Grundsätzlich ja, aber niemand sagt, dass alle Änderungen zeitgleich umgesetzt werden. Insbesondere könnte man, um das neue M3-System schneller einzuführen, die Quartalisierung problemlos auch für Studenten einführen, die noch ein Pflicht-Blockpraktikum Allgemeinmedizin absolvieren mussten.
Da werden IMHO eher andere Faktoren zu Verzögerungen führen - z.B. die Rekrutierung einer ausreichenden Anzahl an Lehrpraxen.
Bonnerin
19.06.2019, 15:32
@belanglosigkeiten:
Leider muss ich davo da zustimmen. Das Blockpraktikum Allgemeinmedizin wird da keinen von irgendwas aufhalten. Mit den geplanten Änderungen habe ich etwa diesen Plan im Kopf, allerdings ohne exakte timeline:
- Umstellung der M3 für die erste Kohorte mit Quartalen
- Einführung der verpflichtenden Extra-OSCE vor PJ-Beginn
- Änderung des Lehrplans Vorklinik sowie der beiden klinisch-theoretischen Semester
- Einführung des "neuen" Physikums, schriftlich nach dem 4. vorklinischen, mündlich nach dem 2. klinischen
- Änderung der Klinik mit Anpassung von Seminaren und den Blöcken, Verstärkung von Statistik, Epidemiologie, ect.
Das alles würde ich mal für die nächsten 5-8 Jahre ansetzen. Bei der Umstellung auf die ÄApprO 2012 haben die ja auch an strategischen Studienpunkten die Leute in die neue ApprO gepackt, selbst wenn sie mit der alten ApprO angefangen haben, z.B. nach dem Physikum.
Und wenn das gelaufen ist wird denke ich mal der Punkt kommen, an dem man nur noch den Namen ändert von Staatsexamen auf einen konskutiven Bachelor/Master-Studiengang. Mit der Struktur 6 Semester ("präklinisch") und 4 Semester ("klinisch") ist sie ja äquivalent zum Bachelor/Master-Design.
belanglosigkeiten
19.06.2019, 15:44
Danke für die Infos euch... dann bleibt nur die schwache Hoffnung, dass sich das Rekrutieren von PJ-Lehrpraxen als schwierig genug erweisen wird oder sonst irgendwas diese Pläne noch ein bisschen verzögert. (In einer Stadt, in der schon die Hausarztfamulaturplatzsuche Mord und Totschlag ist, kann es doch nicht allzu leicht sein, jährlich knapp 400 Studierende für drei Monate in Praxen zu parken?)
Chamomilla10
19.06.2019, 21:10
Ich kann mir das in meiner Uni-Stadt momentan auch überhaupt nicht vorstellen, wie die jemals genügend Lehrpraxen zusammenbekommen sollen.. Könnte mir vorstellen, dass die Quartalisierung evtl. alle betreffen könnte, die ab 2020 in den klinischen Studienabschnitt starten..? Bin jedenfalls gespannt, selbst das finde ich sportlich gedacht.
Habe ich was verpasst? Es ging doch immer nur um ein AMBULANTES Quartal, nicht zwingend Hausarzt.
belanglosigkeiten
20.06.2019, 07:25
Mir ist letztens irgendwo ein Artikel begegnet (den ich auf die Schnelle gerade nicht wieder finden konnte), wo genau das angesprochen wurde - das scheint noch nicht fest zu sein. Es hatte sich in dem Text jemand von der DEGAM geärgert, dass das Quartal u.U. doch "nur" ambulant werden könnte (was ich absolut okay fände und was von den Plätzen her wohl auch entspannt realisierbar wäre - jedes KH hat ja irgendeine Notaufnahme, in die eh oft schon PJler rotieren).
Ambulant-Vertragsärztlich war soweit ich weiß aber das, was zunächst geplant war, und die DEGAM möchte es konkreter auf Allgemeinmedizin beschränken. (Hat aber irgendwo selbst einen Artikel veröffentlicht, dass die Plätze nicht allzu zahlreich sind...)
Bonnerin
20.06.2019, 07:37
Migole hat das richtig erfasst. Auch, wenn Allgemeinmedizin Pflicht in der Prüfung wird hält einen ja nix davon ab, ein gastroenterologisches, orthopädisches, neurlogisches ect. Wahlquartal zu machen. Damit wäre auch die Platzproblematik für Allgemeinmedizin entschärft.
Bei uns gibt es auch im Umland einige Lehrpraxen, ich glaube, wenn die da weiter rekrutieren wird das zumindest in NRW machbar mit der Umsetzung. Schwieriger wird es da eher im Bereich Hamburg oder Berlin, denke ich.
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