PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Masterplan 2020



Seiten : 1 2 3 4 [5] 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

pillango
23.01.2017, 21:47
Zitat aus 1/3:
"Der Gegenstandskatalog des zweiten, schriftlichen Abschnitts der Staatsprüfung wird das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) gemeinsam mit dem Medizinischen Fakultätentag überarbeiten.

Ausgangsbasis könne der Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog Medizin (NKLM) sein. Die abschließende Prüfung beinhaltet weiter die Prüfung am Patientenbett und wird zusätzlich um Fragestellungen ausschließlich zu Innerer Medizin, Chirurgie und Allgemeinmedizin sowie einem Wahlfach ergänzt."

Heißt das jetzt, Allgemeinmedizin wird einfach oben drauf gepackt??

davo
23.01.2017, 22:02
Man hat ja schon jetzt vier Fächer. Nur wird das vierte halt (in der Regel) gelost.

So schnell können sie es gar nicht ändern, weil die PJ-Umstellung einigen Vorlauf brauchen wird. Wenn ich tippen müsste würde ich sagen: die, die im WS 2015/16 oder später angefangen haben, werden betroffen sein. Aber das ist nur ein völlig unqualifiziertes Raten :-p

pillango
23.01.2017, 22:10
Stimmt, mein Fehler. Danke!

Ich finde es wirklich eigenartig, dass so gar nichts zur Zeitplanung gesagt wird. Das muss doch einen Grund haben.

davo
23.01.2017, 22:19
Ich glaub der Grund ist einfach, dass sie es noch nicht wissen. Man kann glaube ich alles schnell umstellen, nur die PJ-Quartalisierung wird langwierig sein.

pillango
23.01.2017, 23:02
Kann ich mir nicht vorstellen.

http://www.aerzte-fuer-sachsen.de/service/aktuelles/2017-01-20_EinigungMasterplanMedizinstudium_.php

Zitat: "Der Kompromiss steht: Die Staatssekretäre der Gesundheits-, Wissenschafts- und Kultusminister der Länder haben sich auf Reformen des Medizinstudiums geeinigt. Wie das Bundesgesundheitsministerium erklärte, soll das Paket Mitte März endgültig auf Ministerebene beschlossen werden."

Da muss es doch einen Zeitplan geben.

davo
23.01.2017, 23:37
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/927728/medizinstudium-hausaerzte-fordern-tempo-masterplan.html klingt für mich nicht sehr definitiv. Außerdem sehe ich gar keinen Grund, warum man einen existierenden Zeitplan verheimlichen sollte. Man kann ja ohnehin nicht beeinflussen, wie weit man im Studium schon ist. Man wird, genau wie allen bisherigen Änderungen, einfach der Politik ausgeliefert sein.

pillango
24.01.2017, 11:19
Mich hatte nur diese Aussage etwas verunsichert:
30443

Ist aus einem Papier des Ministeriums vom Sommer 2016.

davo
24.01.2017, 15:03
Politik halt. Fiktive Milestones, damit es seriös wirkt :-p Das wäre dann ja schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung veraltet gewesen :-))

OhDaeSu
24.01.2017, 15:30
Wir leben in Deutschland in der selbstverständlich empfundenen Luxussituation, dass wir studieren können was wir wollen und die Gesellschaft nicht nur das Studium bezahlt sondern auch einen erheblichen Teil zum Lebensunterhalt während der Ausbildungszeit beisteuert und das ohne jede gesellschaftliche Rückverpflichtung. Ich kann alles nehmen, muss aber nichts zurück geben. Sich nach dem Medizinstudium seine Villa im Grunewald / in Bogenhausen zu bauen und tagsüber gelangweilten Frauen dicke Brüste und kleine Nasen zu operieren ist aus meiner Sicht zu Unrecht straffrei! Vor dem Hintergrund finde es es durchaus verständlich wenn gesagt wird "wenn wir Dir das alles bezahlen musst Du im Gegenzug auch was an die Gesellschaft zurückgeben".Medizin hat im Gegensatz zu Mediendesign oder frühgotischer Ägyptologie durchaus eine gesellschaftliche Daseinsrelevanz, d. h. der Bedarf muss zwingend gedeckt werden.

Bitte versuch dich zukünftig nicht wieder in billiger Polemik. Welchen Straftatbestand soll denn eine Niederlassung in einer einträglichen Privatpraxis erfüllen? Keinen. Zurückgeben musst du, solange du dich DE aufhältst auch was. Steuern.
Ist das der "Hintergrund", den du in deiner Argumentation bemühst? Cool.

Man muss den Arztberuf nicht mystifizieren. Er ist eine Möglichkeit zum Broterwerb wie jeder andere Beruf und mit der Immatrikulation gibt man weder sein Recht auf vernünftige Entscheidungen noch seine persönliche Freiheit auf. Deine Forderung offenbart ein eklig-kollektivistisches Gesellschaftsverständnis, das die Daseinsrelevanz von geisteswissenschaftlichen Fächern überdeutlich macht.

Vincenco
24.01.2017, 16:52
Wobei ich die Quarternalisiserung des Pjs gut finde. Ich hatte ja selber schon Quartale. Innere, Chirurgie und Wahlfach bleiben. Zusätzlich kann man noch in ein viertes Fach reinschnuppern oder sein Wahlfach nochmal vertiefen. Bei uns konnte man jede Ambulanz ( von ganz normal Ortho, Chirurgie, HNO, Auge, Kinderchirurgie, aber auch Strahlentherapie, Schmerzambulanz...) an der Uni wählen, oder auch zu ausgewählten Lehrpraxen. Ich war selber in der HNo weil ich die Leute da kannte. Kollegen waren in der Kinderchirugie, einer in einem plastischen Chirurgie Zentrum, manche bei den Internisten und und und.

pillango
25.01.2017, 11:11
https://medizin-aspekte.de/91697-mft-fordert-klaerung-der-finanzierung-fuer-masterplan-medizinstudium-2020/

davo
25.01.2017, 11:30
Dann wird man eben die Hochschulambulanzen nutzen. Ob dort jetzt noch ein zusätzlicher Student danebensitzt, dem nichts erklärt wird, spielt auch keine Rolle mehr - und kostet keinen Cent :-)) :-p

Und für die Anfahrt wird einem z.B. in Gießen schon heute nichts gezahlt - gibt im klinischen Studienabschnitt mehrere Pflichttermine, die zum Teil auswärts stattfinden, und bei denen man keinen Cent für die Anfahrt bekommt. Als Student hat man keine Stimme.

Miss_H
25.01.2017, 17:11
Bei uns konnte man jede Ambulanz ( von ganz normal Ortho, Chirurgie, HNO, Auge, Kinderchirurgie, aber auch Strahlentherapie, Schmerzambulanz...) an der Uni wählen, oder auch zu ausgewählten Lehrpraxen. Ich war selber in der HNo weil ich die Leute da kannte. Kollegen waren in der Kinderchirugie, einer in einem plastischen Chirurgie Zentrum, manche bei den Internisten und und und.
Wobei ja nach wie vor das Problem ist, dass manche Bereiche super beliebt sind und man dann einfach in einen anderen Bereich gesteckt wird.

Vincenco
25.01.2017, 17:54
Wobei ja nach wie vor das Problem ist, dass manche Bereiche super beliebt sind und man dann einfach in einen anderen Bereich gesteckt wird.

Ich hab jetzt nicht nachgezählt, aber die Anzahl der Wahlmöglichkeiten war schon ziemlich groß. Ich habe bei uns von keinen Problemen gehört. Aber theoretisch kann das natürlich sein, das stimmt. Ist aber ja jetzt auch nicht anders.

Miss_H
25.01.2017, 18:43
Hast du in MA studiert? Ich kenne einige Leute, die nicht ihren Wunschplatz bekommen haben.

Vincenco
25.01.2017, 21:07
Hast du in MA studiert? Ich kenne einige Leute, die nicht ihren Wunschplatz bekommen haben.

Jo, ok, kann halt Zufall sein wen man kennt ^^

pillango
28.01.2017, 14:44
.....

pillango
28.01.2017, 14:57
30455

pillango
28.01.2017, 15:02
Zusammengefasst:
Abibestenquote und AdH verlieren dann ab Einführung der Landarztquote Studienplätze.
Die Wartezeitquote geht mit plusminus 0 raus, da ja aus dieser Quote die Landärzte abgehen.

davo
28.01.2017, 15:09
Angeblich gibt es bisher "knapp 12 Prozent" an Vorabquoten, siehe http://www.t-online.de/ratgeber/finanzen/bildung/id_77932670/bewerbung-fuer-medizinstudium-zum-wintersemester-tipps.html Wenn man mit 11,8% rechnet, ergeben sich bisher 0,2 x (1-0,118) = 17,64% für die Abibestenquote, 17,64% für die Wartezeitquote und 0,6 x (1-0,118) = 52,92% für das AdH. Mit einer zusätzlichen Vorabquote von bis zu 5% sähe die Situation im Extremfall wie folgt aus: 16,8% für die Vorabquoten und 0,2 x (1-0,168) = 16,64% für die Abibestenquote, 16,64% für die Wartezeitquote und 0,6 x (1-0,168) = 49,92% für das AdH. Es gäbe also in den drei "normalen" Quoten jeweils bis zu 5,67% weniger Studienplätze.

Wenn man tatsächlich davon ausgeht, dass die Landarztquote nur für "schlechtere Abiturienten" relevant ist (da sich alle anderen die Wahlfreiheit beibehalten möchten), gäbe es dann nach dem neuen System sogar bis zu (16,64+5,00)/17,64 = 22,68% mehr Studienplätze für schlechtere Abiturienten, auf Kosten der besseren Abiturienten. Aber das ist eine ziemlich gewagte Annahme. Außerdem hat die Rechnung den großen Haken, dass noch niemand weiß, welche Länder die maximal möglichen 5% wie stark ausschöpfen werden. Kombiniert mit der Tatsache, dass unterschiedliche Länder auch unterschiedliche Abiturnotenverteilungen haben (und unterschiedliche Anteile an ländlichen Abiturienten, und unterschiedliche Anteile an Abiturienten, die gerne im eigenen Bundesland bleiben würden, etc.), wird eine Vorhersage dann praktisch unmöglich ;-) Aber es wird in Summe noch etwas schwerer für gute Abiturienten werden, das ist klar.