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pillango
28.01.2017, 15:27
"Aber es wird in Summe noch etwas schwerer für gute Abiturienten werden, das ist klar. "

Darauf wollte ich hinaus, Davo. Habe nur versucht das 'Zahlenwerk' etwas übersichtlicher zu halten. ;)

davo
28.01.2017, 15:34
Ja, aber deine Tabelle hat mehrere Fehler :-p Sie wurde anscheinend nicht richtig hochgeladen (ich kenne sie deshalb nur aus der Benachrichtung), sie hat keinerlei Erklärungen, was die einzelnen Prozentzahlen bedeuten sollen (man muss deshalb erst mal mühsam Exegese betreiben, was bedeutet, dass die meisten User sie einfach links liegen lassen werden, selbst wenn sie sie sehen würden), und außerdem hast du mehrfach falsch gerechnet ;-) U.a. führt die Gleichsetzung von 1% Vorabquote = 1% normale Quote zu einem großen Rechenfehler.

pillango
28.01.2017, 15:47
Sorry, war so nicht gedacht. Leider kam ich mit der Übertragung einfach nicht zurecht. :(

Dass da noch ein Haufen Unbekannte sind, ist mir bewusst.
Ich finde diese Landarztquote einfach schlecht. Statt an den Ursachen was zu ändern, versuchen sie die Leute vertraglich zu zwingen. Das kann kein gutes Ende nehmen.
Habe heute gerade eine Abhandlung aus Bayern gelesen (12/2016), in der die Rede von einer medizinischen Hochschule war, in der man Allgemeinmediziner, Psychologen, Physiotherapeuten, ... gemeinsam ausbilden könnte. Da wäre die Ausbildung kürzer und braucht keine Uni.

davo
28.01.2017, 15:54
Es wäre auch praktisch, wenn du deine Quellen angeben würdest... dann könnte man nämlich sinnvoller drüber reden :-p

Die medizinischen Fachbereiche sind ja schon heute recht separat vom Rest der Uni. Den Biologie-Unterricht machen bei uns die Anatomen, den Biochemie-Unterricht die Biochemiker vom Fachbereich Medizin, den Psychologie-Unterricht die Medizinischen Psychologen vom Fachbereich Medizin - nur Chemie und Physik werden extern beigesteuert. Sehr universitär ist die Medizinerausbildung also eh nicht.

Die MHB bietet Medizin und Psychologie an. Warum ist auch klar - weil man mit beidem gut Geld machen kann.

In Deutschland gibts immer wieder Diskussionen, die Mediziner gemeinsam mit Pflegepersonal usw. auszubilden - aber den Mehrwert halte ich für eher gering. Das klingt zwar gut, und kommt in den Medien und der Allgemeinbevölkerung gut an, aber fachlich wird es kaum was bringen. Im Studium lernt man fast nur Theorie - alles, wo tatsächliche Zusammenarbeit eine Rolle spielt, kommt erst in der AA-Zeit - und da muss man dann sowieso mit dem Pflegepersonal usw. zusammenarbeiten :-p Außerdem sind solche Ideen in Ländern wie den USA (wo diese Idee ja auch herkommt, wie fast jede Sau, die bei uns durchs Dorf getrieben wird) deutlich sinnvoller, da dort die Pflegeausbildung schon seit jeher an den Hochschulen stattfindet. In Deutschland wäre das relativ sinnlos, da es bei uns nur dem Akademisierungswahn geschuldete Studiengänge wie Pflegewissenschaften an den Hochschulen gibt, aber nichts, was mit der Krankenpflege per se zu tun hat.

pillango
28.01.2017, 16:34
Ist wieder so ein Pdf-Ding :

[PDF]können Sie sich das Ideenpapier zur HAM ... - Steffen Vogel
www.steffen-vogel.com/wp-content/uploads/2017/01/Ideenpapier-für-GPA.pdf
zur Gründung einer bayerischen. „Hochschule für angewandte Medizin“(HAM) mit dem Ziel der Sicherstellung einer ausreichenden. Ausbildung von Ärztinnen ...

davo
28.01.2017, 16:48
Ja... Naja. Ideenpapiere von einzelnen Politikern gibts viele. Das hat keine höhere Umsetzungswahrscheinlichkeit als irgendein Kommentar in einer Tageszeitung.

pillango
28.01.2017, 16:52
Wollen wir's hoffen!

pillango
01.02.2017, 09:59
Zitat:
"... Auf der Agenda werde nach der Bundestagswahl noch die Umsetzung des Masterplans für die Reform des Medizinstudiums bleiben, ebenso die Generalistik in der Pflegeausbildung, sagte Prüfer-Storcks. "

aus:
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/928667/buergerversicherung-tag-drei-schulz-spd-setzt-gesundheit.html

Julia_
01.02.2017, 11:49
Vielleicht hab ich es überlesen, dann entschuldigt bitte die frage. Ab wann gilt der Masterplan jetzt eigentlich? ich will da eigentlich nicht rein rutschen. Mir gefällt es so wie es ist...

davo
01.02.2017, 14:14
Das weiß eben noch niemand. Wenn er aber anscheinend erst frühestens Ende 2017 beschlossen wird, wird es auf jeden Fall mal länger dauern, als die DEGAM bisher immer gefordert hat ;-) Nachdem man die ganze PJ-Gestaltung ändern müsste, UND die Hausarztfamulatur streichen, würde ich mal tippen, dass er frühestens jene Studenten treffen wird, die zum Zeitpunkt des Beschlusses mit dem klinischen Studienabschnitt anfangen.

Wenn man zusätzlich tatsächlich auch noch das Physikum aufteilen will (schriftlich nach dem 4., mündlich nach dem 6. Semester), wird es noch komplizierter. Aber auch das ließe sich mit einer 3-Jahres-Timeline gut machen.

Migole
01.02.2017, 15:45
Also ich würde mich ja sehr freuen, wenn ich das neue PJ machen könnte. Erst recht wenn dafür die sch*** Hausarztfamulatur wegfällt :-bee Das aufgeteilte Physikum würde ich nicht wollen, aber das wird mir dann ja auch höchstwahrscheinlich erspart bleiben.

pillango
02.03.2017, 16:53
Da scheint jemand schon mehr zu wissen:
(betrifft Wartezeitquote)

"Zum Wintersemester 2018/19 wird das Vergabeverfahren in dieser Quote geändert: Es zählen nicht mehr die Semester, die seit Erwerb des Abiturs vergangen sind, sondern die Zahl der Bewerbungssemester. Bei einer Bewerbung z. B. für den Studiengang Humanmedizin wird daher nur gezählt, wie oft man sich bei Hochschulstart schon für diesen Studiengang beworben hat. Da pro Semester nur eine Bewerbung für einen Studiengang möglich ist, kann beispielsweise mit einer Humanmedizin-Bewerbung kein Bewerbungssemester für einen anderen Studiengang, z. B. Zahnmedizin, gesammelt werden.

Diese Neuregelung kann wegen des Vertrauensschutzes in die bisherige Regelung nur mit einer Übergangsregelung eingeführt werden: Bei einer Bewerbung innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Neuregelung, also im Wintersemester 2018/19, Sommersemester 2019, Wintersemester 2019/20 und Sommersemester 2020, werden die seit 2008 gesammelten Wartesemester als Bewerbungssemester auf den Studiengang angerechnet, für den die Bewerbung erfolgt.

Hintergrund der Neuregelung sind die beim Bundesverfassungsgericht anhängigen Verfahren wegen der Verfassungswidrigkeit der überlangen Wartezeit. Ob die Neuregelung tatsächlich zur angestrebten Verringerung der Wartezeit bis zur Zulassung führt, bleibt abzuwarten. "

aus: https://studienplatz-klage.de/alles-zum-hochschulstart/wartezeitzulassung/

Migole
02.03.2017, 18:22
Das ist aber schon länger bekannt. Die entsprechende Erklärung wurde vor ein paar Monaten auch schon mal hier gepostet :-)

pillango
02.03.2017, 18:37
Sorry, dann hab ich das übersehen.
Na vielleicht freuen sich diejenigen, die nicht so weit zurückblättern wollen.
Diesen Monat soll er ja endlich beschlossen werden, der große Masterplan. Bin gespannt ...

Migole
02.03.2017, 21:13
Alles gut, wollte dir auch keinen Vorwurf machen ;-)
Ja, das bin ich auch... Besonders welche Veränderungen ab wann in Kraft treten (Stichwort PJ/Wahlfamulatur).

pillango
10.03.2017, 08:59
Am 16.03. soll der Masterplan verabschiedet werden:

https://www.jmwiarda.de/2017/03/08/so-soll-das-medizinstudium-der-zukunft-aussehen/

davo
10.03.2017, 13:05
Spannend. Ich hoffe, dass ich mein PJ nicht umplanen muss :-))

Matzexc1
10.03.2017, 22:48
Spannend. Ich hoffe, dass ich mein PJ nicht umplanen muss :-))

Ich glaube uns 2 betrifft das noch nicht, so hoffe ich zumindest. Politker:luigi:

Bonnerin
11.03.2017, 07:21
Das sind ja nicht nur die Politiker, sondern dann auch die Unis, die das umsetzen.

Ich habe mal in die Studiengangsordnungen von Bonn reingeschaut und bei der letzten großen Änderung gab es Übergangslösungen, die allein davon abhängig waren, wann man das Physikum gemacht hat. In der Vorklinik beim Wechsel? Physikum im alten System, dann das neue. In der Klinik? Studium zu Ende im alten System. Studien- oder Klinikbeginn? Neues System.

Da auch der klinische Teil Änderungen bekommen soll/wird, tippe ich darauf, dass vllt. das Physikum F2017 oder am wahrscheinlichsten H2017 den Cut darstellen wird. Auf das PJ selbst bezogen wird es sicher auch dauern, bis Allgemeinmedizin für alle kommen wird, einfach deshalb, weil gar nicht ausreichend Praxen verfügbar sein werden.

davo
11.03.2017, 07:34
Es soll jetzt ja nicht mehr Allgemeinmedizin für alle im PJ werden, sondern ein ambulantes Quartal im PJ für alle - und Allgemeinmedizin als einheitliches viertes M3-Fach. Das könnte man dann schon relativ schnell ändern. Ich glaube aber trotzdem nicht, dass es uns betreffen wird, da solche Änderungen, wie du völlig richtig sagst, (zum Glück :-p) immer recht langsam durchgeführt werden. Auch ich halte das Physikum H17 für den wahrscheinlichsten Cutoff. Aber eine gewisse Restunsicherheit bleibt doch :-p

(Interessantes Detail am Rande: Für Studenten, die einen Teil des PJ in den USA machen wollen, wird es in Zukunft deutlich einfacher, da es dort meist ein 12-Wochen-Maximum gibt.)