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Carle Foundation University of Illinois - Fachabteilung Chirurgie

Ein fancy PJ - oder was man alles bei den Amis als PJ darf

Peter Enns

Meine ersten praktischen Erfahrungen während meiner Famulaturen in der Bundesrepublik waren nicht so besonders gut, was Lerneffekt und Arbeitsklima angeht. Deshalb machte ich schon meine 3. und 4. Famulatur in England. Das war grundsätzlich anders. Anstatt genervter Ärzte gab es dort Kollegen die sich nahezu ausnahmslos verpflichtet fühlten dem Studenten etwas beizubringen (theoretisch und praktisch).

Wenn man bei uns in manchen Häusern im OP "Hacken und Schnauze" halten muß, dann wurde auf der "Insel" schon vor der OP das Vorgehen und die Problematik oftmals mit dem Studenten diskutiert (auch wenn der Anästhesist und Schwestern etwas warten mußten). Nicht nur nähen durfte man. Schon dann habe ich meine ersten Löcher im Knochen bohren dürfen.. Eins war klar: im PJ wollte ich nicht "Hackenhalter" auch nicht "Hol und Bringedienst" spielen.

Deshalb kümmerte ich mich schon früh um Auslandsstellen. 2 Terziale wollte ich gerne im Ausland machen und 1 an der Uniklinik, damit ich zumindest einen Prüfer im 3. Staatsexamen kenne. Deshalb bewarb ich mich in der Schweiz und gleichzeitig in 3 Kliniken in Canada (hier versuchte ich es einmal blind - nie eine Antwort bekommen, und 2. mal in Stellen wo ich mich auf jemanden beziehen konnte / z.B. ein Arzt bei dem ich famuliert habe, der dort mal arbeitete/ - von dort gab es Antworten). Leider aber nur ein Angebot aus Toronto und nur für 8. Wochen. Da unser LPA NRW (wie auch manche andere LPA‘s) mindestens 12 Wochen in einem Stück fordert, konnte ich diese gute Gelegenheit nicht wahrnehmen.

 

Doch dann hatte es geklappt: dank einer Beziehung durfte ich für 12 Wochen ein Platz im Carle Foundation Hospital (http://www.carle.com/default.shtml) der University of Illionois at Chicago / College of Medicine at Urbana-Champaign (http://www.med.uiuc.edu) bekommen. Trotz der Beziehung, die vieles einfacher machte, gab es jede Menge an herumtelefonieren, -mailen und -faxen. Meine Zeitvorstellungen mußten mit den fixen Rotationsterminen an der Medical School vor Ort abgestimmt werden.

Gelauscht (Foren)

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