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Famulatur im Urlaubsparadies

Allgemein- und Gefäßchirurgie in Honolulu

Stefanie Vedecnik

 

ALLGEMEIN
 

1. Kurzinfo

Famulatur in der Allgemein- und Gefäßchirurgie
Honolulu, Hawaii, USA
4. August bis 4. September, 2000
1.1. Vorwort

Die Organisation einer solchen Famulatur ist extrem zeitraubend und kostenintensiv (ca. 4500 DM). Es lohnt sich, das Internet zu benutzen, da alle wichtigen Informationen daraus zu bekommen sind.

Obwohl wir mehrmals die Kommunikation via E-Mail angeboten haben, wurde per konventionellen Briefverkehr kommuniziert. Alle Briefe sollten via Airmail geschickt werden, da der Transport 1-2 Wochen dauert. Der Zeitunterschied beträgt 12h zurück, günstige Telefonanbieter findet man unter s.u. 6. Wir empfehlen anzurufen und zu überprüfen, ob die Unterlagen vollständig angekommen sind. Bei Sprachproblemen ist das Buch „Medical English“ vom Thieme Verlag ein absolutes Muß.
 

2. BEWERBUNG
 

2.1. Adresse in Honolulu
Adressen aller amerikanischen Krankenhäuser finden sich unter s.u. 6. Der Ansprechpartner ist der Direktor der entsprechenden Abteilung (z.B. Director of the Departement of General Surgery) oder das Medical Educational Office. Wenn man sich blind bewirbt, sollte darauf geachtet werden, daß das Krankenhaus groß genug ist. Kleine, private Krankenhäuser nehmen selten ausländische Studenten. Von 38 Briefbewerbungen haben wir 2 Emailabsagen, 7 Briefabsagen und 3 Zusagen erhalten. Erst im Nachhinein haben wir diese Adresse erfahren:

Ellen Sakai, C.M.S.R.
Physician Recruitment Program (#30)
Straub Clinic & Hospital, Inc.
888 South King Street
Honolulu, Hawaii 96813
USA

2.2. Zeitraum
Man sollte sich mindestens 6 Monate vorher bewerben, aber auch nicht viel früher, da die Unterlagen nicht vorher bearbeitet werden. Wir hatten uns im Dezember 1999 beworben und waren anfangs sehr frustriert, 3 Monate gar keine positive Antwort zu bekommen. Von den 38 Krankenhäuser waren nur 3 bereit, ausländische Studenten für eine Famulatur zu nehmen. Der erste Brief kam aus Hawaii im März, dann einer aus New York im April, einer aus San Francisco im Juli (Bearbeitungsgebühr: $500), die aus Harvard zählen wir nicht dazu, da die Aufnahmekosten für einen Monat $2500 betrugen.

2.3. Bewerbungsfomular
Unser Bewerbungsbrief beinhaltete einen einseitigen Kurzbrief (Personenvorstellung, Motivation) und einen einseitigen Lebenslauf. Empfehlenswert ist es, den Brief von einem Amerikaner durchsehen zulassen. Amerikanisches Format beachten. Wenn man bedenkt, wie viele Leute sich bewerben, sollte man seine Unterlagen so professionell wie möglich erstellen. Jeder Lebenslauf von uns war mit einem eingescannten Paßfoto versehen. Die Qualität des Druckes und des Papiers können das Bewerbungsformular entscheidend verbessern. Amerika ist ein verschwenderisches High- Tech Land: Kein Ökopapier! Seit der Einführung der Word- Rechtschreibeprüfung haben Amerikaner kein Verständnis für Rechtschreibfehler. 


3. FORMALITÄTEN


3.1. Visum
Famulanten benötigen ein B1- Visum. Da man offiziell im Krankenhaus gemeldet ist und mit verschiedenen Behörden in Kontakt steht, haben wir uns entschlossen, das Visum zu beantragen, obwohl die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden relativ gering ist. Anmeldeformular und Adresse gibt es unter s.u. 6. Ausgefüllte Formulare und Paß 8 Wochen vorher zur Botschaft schicken. Kosten: 100,- DM.

3.2. Versicherung
Man benötigt eine Haftpflichtversicherung (malpractice liability insurance), die man kostengünstig beim MLP erwerben kann. Vorsicht, die wollen einem alles mögliche andrehen. Adresse s.u. 6. (Kosten: 30,- DM). Eine Auslandkrankenversicherung (personal health coverage), sofern man nicht privatversichert ist, ist Pflicht. Die UKV kostet 16,- DM im Jahr und ist bei jeder Sparkassenfiliale problemlos abzuschließen.


 

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