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Famulatur im Urlaubsparadies

Allgemein- und Gefäßchirurgie in Honolulu

Stefanie Vedecnik

Papierkram, der leider sein muß
3.3. Medizinische Unterlagen
Verlangt wird eine aktuelle ärztliche Untersuchung (recorded medical history and physical exam ), das Ergebnis eines Tuberkulin- Tests (PPD skin test), Impfunterlagen über Röteln und Hepatitis B. Wenn man eine Doktorarbeit in der Uniklinik macht, werden diese Tests im Rahmen der jährlichen Routineuntersuchung ohne zusätzliche Gebühr in der Arbeitsmedizin gemacht. Wir haben die Briefe selber auf englisch geschrieben, so daß diese nur noch von einem Arzt unterschrieben werden mußten.

3.4. Unterlagen der eigenen Universität
Ein Brief vom Dekan, der bestätigt, daß man Medizinstudent an seiner Heimatuniversität ist, und eine Angabe über die bisher belegten Kurse wird verlangt. Meistens ist es kein Problem, dieses Standardschreiben im Dekanat nach Einreichung vom Zeugnissen, Immatrikulationsbescheinigung etc. zu bekommen. Des weiteren braucht man eine Erste- Hilfe- Bescheinigung (CPR certification). Hier haben wir einfach unseren Notfallschein übersetzt und vom Anästhesieprofessor unterschreiben lassen. Zum Schluß muß der Dekan noch ein Agreement for provision of elective training to non- affiliated medical students and residents unterschreiben, was eine zusätzliche juristische Absicherung seitens der Klinik bezüglich malpractice and misbehavior ist. Falls einige Passagen vom Dekan nicht unterschrieben werden wollen, können diese nach telefonischer Absprache mit der amerikanischen Klinik entsprechend geändert werden.

3.5. Studiengebühren
Es wurden keine Studiengebühren erhoben.
 
4. REISEVORBEREITUNG

4.1. Flugbuchung
Einen Flug ließen wir schon im Februar unverbindlich reservieren und da gab es nur noch wenige erschwingliche Plätze für Studenten. Glücklicherweise zeigte sich das Reisebüro kooperativ und wir konnten die Reservierung lange halten. Eine endgültige telefonische Zusage des Krankenhauses erhielten wir aber erst im April. Verbilligte Tarife bieten Studentenreisebüros an, unser Flug (Frankfurt, NY, San Francisco, Honolulu und zurück) hat komplett 1700,- DM (Delta Airlines Studententarif) gekostet. Es empfiehlt sich, eine Mitgliedskarte bei der Fluggesellschaft zu beantragen, um Meilen sammeln zu können. Allerdings muß diese Karte vor Flug (Kundennummer bei Buchung angeben) beantragt werden, damit die verbrauchten Meilen zählen!

4.2. Unterkunft
Das Krankenhaus bietete keine Unterbringung an. Ein annehmbares Doppelzimmer haben wir unter s.u. 6. gefunden. 130 $ / Woche für ein 7m2 Doppelzimmer mit Klimaanlage in einer 4er WG mit echten Hawaiianer ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber verglichen zu den übrigen Preisen auf Hawaii ein echter Glücksgriff. Fünf Minuten mit dem Fahrrad zur Klinik, zehn Minuten nach Downtown, zehn Minuten nach Waikiki. Was will man mehr?

4.3. Vorbereitungskurse
Die Universitäten bieten Englischkurse für Mediziner an, was ziemlich hilfreich sein kann. Wenn man nach Amerika kommt, erwarten die Leute, daß man sich der Sprache anpaßt, da die Mehrheit der weißen Bevölkerung keine andere Sprache neben Englisch beherrscht. Wie schon erwähnt, das Buch „Medical English“ vom Thieme Verlag ist ein absolutes Muß.

4.4. Stipendien
Der dfa vergibt für Honolulu einen Fahrtkostenzuschuß von 500,- DM. Anmeldeschluß ist der 1. Februar oder der 1. Oktober. Die Zusagen der Gastkrankenhäuser kann man nachreichen. Rechtzeitig alle Unterlagen besorgen!
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