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Unbedingt Medizin?

Es muss Medizin sein!

MEDI-LEARN Redaktion

 

Jeder Mensch ist ein Individuum. Mit eigenen Interessen und Fähigkeiten. Mit einem eigenen Lebensweg. Dennoch finden sich immer wieder Schnittpunkte zwischen den einzelnen. Gemeinsame Interessen führen Lebenswege zusammen. Ein solches gemeinsames Interesse kann die Medizin sein, die viele Menschen fasziniert. So auch die Personen, die MEDI-LEARN ein Interview gaben. Sie wollen unbedingt Medizin studieren oder studieren bereits und erzählen von ihrer Motivation und dem, was sie rund um das Warten auf den Studienplatz bewegt. Dabei kommen sie aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands und Österreichs, haben verschiedene Hintergründe und Lebenswege. Aber eine Ansicht eint sie: Unbedingt Medizin!
Während einige ihr Interesse bereits in der frühen Kindheit entdeckten, kam bei anderen erst spät der Gedanke an ein Medizinstudium auf. „In den Sommerferien zwischen der 9. und 10. Klasse habe ich ein zweiwöchiges Praktikum im Krankenhaus gemacht. Eigentlich nur deshalb, weil meine Mutter mich dazugedrängt hat“, erzählt eine unserer Gesprächspartnerinnen, „doch die Arbeit dort hat mir so viel Freude gemacht, dass ich beschlossen habe, Ärztin zu werden.“ Sie begründet ihr Interesse weiter: „ Die Verbindung zwischen sozialer, praktischer und technischer Arbeit gefällt mit besonders gut“.

Andere haben erst einen Beruf erlernt und sich spät entschlossen, die Herausforderungen eines Medizinstudiums anzunehmen. „Mit zunehmendem Alter und Berufserfahrung bin ich mir immer sicherer geworden, dass es für mich wichtig ist, etwas Sinnvolles zu tun.“ Dass eine große Portion Leidenschaft im Spiel ist, wird deutlich, wenn unsere Interviewpartnerin ausführt, dass ihre jetzige Beschäftigung lukrativer sei als eine Tätigkeit als Arzt, sie aber bereit sei, diese für die Medizin aufzugeben.

Für manch einen war der Weg über den Beruf von Anfang an nur eine Zwischenstation. Sehr oft liegen die erlernten Berufe dann im medizinischen Bereich, sind die angehenden Studenten Rettungsassistenten oder Gesundheits- und Krankenpfleger. Manchmal ist es auch der Beruf, der das Studium ermöglicht. Eine Interviewpartnerin strebt ohne Abitur ein Studium an. Sie hat eine Immaturenprüfung abgelegt und wartet nun auf eine Studienplatzzusage.

Zwischen dem Weg über eine Immaturenprüfung und dem klassischen Weg zum Abitur gibt es die Abendschulvariante. „Schon während der Schulzeit war ich darauf angewiesen, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen, sodass ich das Gymnasium ohne Abitur verließ, um meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können,“ sagt eine Antwortgeberin. Die Medizin sei dann der Grund gewesen an die Abendschule zu gehen. Ihre Leistungskurse hatte sie in Hinblick auf das Medizinstudium gewählt: „Ich erhoffte mir Grundlagen und Werkzeuge für die Vorklinik.“ Allerdings ist sie nicht sicher, ob ihre Wahl optimal war: „Manchmal ärgere ich mich, dass ich nicht Deutsch und Geschichte als LK genommen habe. Das wäre mit Sicherheit die Zehntelnote gewesen, die mir gefehlt hat. Die Kurswahl war leider sehr eingeschränkt und nicht alle Kombinationen möglich. Physik habe ich wegen der Vorklinik gewählt, Mathe als Werkzeug.“
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