Als grundsätzliche Tendenzen stellten die HIS-Mitarbeiter fest, dass Abiturnote und Berufsaussichten wichtige Kriterien sind, sich für ein Studium zu entscheiden. Die Entscheidung fällt besonders leicht, wenn die Abiturnoten und die Berufsaussichten gut sind. Aber auch diejenigen, für die wissenschaftliches Interesse und Selbstverwirklichung einen hohen Stellenwert haben, entscheiden sich oft für ein Studium. Ein bisschen komplexer wird es, wenn Geld ins Spiel kommt. Genauer gesagt, die erwarteten Kosten.
Denn der häufigste Grund gegen ein Studium ist die Frage der Finanzierbarkeit. Ein Studium dauert in der Regel länger als eine Ausbildung und wird nicht bezahlt. Häufig entscheiden sich Abiturienten gegen ein Studium, wenn sie keine Ersparnisse dafür haben. Die meisten wollen auch keine Schulden anhäufen, beispielsweise durch einen Studienkredit. Daher verzichten sie lieber auf den Universitätsbesuch. In dieser Gruppe finden sich sehr viele Frauen und Abiturienten mit Eltern ohne Hochschulabschluss. Über die Ursachen dafür kann nur spekuliert werden.
Vom HIS wird in der Studie darauf hingewiesen, dass ein Studium neben den materiellen Vorteilen zugleich immaterielle Vorteile mit sich bringt. Zu den materiellen Vorteilen gehört die geringe Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventen. Oder anders herum ausgedrückt: Mit einem Uni-Abschluss sind die Chancen größer, einen Arbeitsplatz zu finden. Zudem ist der Lohn höher. Zu den immateriellen Vorteilen gehören die stärkere Teilnahme am sozialen und politischen Leben. Diese Vorteile müssten auf der Pro-und-Kontra-Liste vor der Entscheidung bedacht werden.
Geld ist also oftmals der entscheidende Faktor, dazu kommt die Kenntnis der weiteren Vorteile, die ein Universitätsbesuch mittelbar mit sich bringt. Wer über wenig Geld verfügt und nicht weiß, welche (unerwarteten) gesellschaftlichen Vorteile ein Studium mit sich bringt, wird sich wahrscheinlich dagegen entscheiden. Wenn dich diese oder andere HIS-Studien näher interessieren, kannst du sie nachlesen auf:
www.his.de