Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FAQ - Berufseinstieg als Assistenzarzt
[truba][;2251921']In Berlin 6 Monate, es sei denn du bist nicht wählerisch was Ort (=Fahrweg) oder preis\Leistung betrifft
Okay, also demnach auch als Arzt nicht so einfach.
Endoplasmatisches Reticulum
22.01.2023, 23:01
Ich hoffe, im weitesten Sinne passend zum Thema Berufseinstieg als Assistenzarzt: Wie würdet ihr es einschätzen, wie viel Zeit man einplanen sollte, um in beliebten und teuren Städten wie München, Berlin, Heidelberg oder Freiburg eine Wohnung zu finden, die man sich als Assistenzarzt gut leisten kann (sprich Warmmiete etwa ein Drittel des Nettogehalts)?
Das kann schon echt knapp kalkuliert sein. Als AiW Stufe 1 verdienst du je nach Tarif erstmal einen Grundlohn von 2.800 - 3.000 € netto, das wäre also eine Wohnung die warm 900 - 1.000 € im Monat kostet, also kalt vlt. 600 - 700 €. Das ist in vielen Großstädten schon eher am unteren Spektrum des Möglichen. Ich denke, viele müssen in den sauren Apfel beißen und einen größeren Gehaltsanteil in die Wohnung stecken. Gerade wenn dann noch Ansprüche an Qualität und Lage hinzu kommen ... und wenn mit dem Job ein Standwortwechsel verbunden ist, hat man den Luxus wegen Zeitdruck ohnehin nicht.
Das kann schon echt knapp kalkuliert sein. Als AiW Stufe 1 verdienst du je nach Tarif erstmal einen Grundlohn von 2.800 - 3.000 € netto, das wäre also eine Wohnung die warm 900 - 1.000 € im Monat kostet, also kalt vlt. 600 - 700 €. Das ist in vielen Großstädten schon eher am unteren Spektrum des Möglichen. Ich denke, viele müssen in den sauren Apfel beißen und einen größeren Gehaltsanteil in die Wohnung stecken. Gerade wenn dann noch Ansprüche an Qualität und Lage hinzu kommen ... und wenn mit dem Job ein Standwortwechsel verbunden ist, hat man den Luxus wegen Zeitdruck ohnehin nicht.
Ja, fürchte, da hast du wohl recht :(
Mir ist natürlich bewusst, dass man das nicht pauschal beantworten kann. Aber sind die befristeten Assistenzarztverträge der Unikliniken mitunter ein Hindernis bei der Wohnungssuche? Wie sind da eure Erfahrungen?
Endoplasmatisches Reticulum
24.01.2023, 22:31
Klar. Kommt aber immer drauf an. Eine 5jährige Befristung stört sicher nicht so sehr. Wenn es ein Jahresvertrag ist, am besten noch mit ausgedachter Elternzeit als Grund, schon eher. Als Berufseinsteiger oder Wechsler macht die Probezeit auch nichts besser, wie in jeder anderen Branche auch. Umgekehrt hat man als Arzt oft doch einen gewissen Rufbonus. Eigentlich mag ich die Arztkarte nicht spielen. Wohnungssuche ist eine der wenigen Ausnahmen. Letztlich ist das wie Online Dating - ein Nummernspiel.
Wie ist es denn mit dem WissZeitVG wenn man die stelle an einer Uniklinik als Assistenzarzt wechselt und noch keinen Doktor hat?
Darf man nur insgesamt ich glaube es sind 6 Jahre an einer Uniklinik beschäftigt sein oder beginnen die 6 Jahre bei einem Fachwechsel wieder von vorn?
Die Zeit zählt auch beim Fachwechsel weiter.
Dayolina
13.10.2024, 12:06
Hey, ich bin frischgebackener Assistenzarzt auf Stellensuche und habe ein ziemlich interessantes Angebot, aber mit einem "Haken"- die Weiterbildungsermächtigung liegt aktuell noch nicht vor/wird erst beantragt, laut CA würde dies aber zügig gehen. Ich bin etwas skeptisch - hat jemand von euch Erfahrungen, wie lange das dauern kann bis die WBE da ist ? Werden die Zeiten bis dahin im Nachhinein anerkannt, wenn die WBE erteilt wurde ? Bin ich zu Unrecht skeptisch und das geht problemlos über die Bühne oder kann ich damit rechnen,ein halbes Jahr ohne Anerkennung für die WB zu arbeiten ?
Danke für eure Erfahrungen und Tipps und sorry dass ich es quasi doppelt gepostet habe ich weiß nicht ob's in der Assistenzarztecke oder hier richtiger ist
Doppelt gepostet von dir, ich antworte jetzt mal hier: die anderen haben ja schon geschrieben, dass es sich hinziehen kann. Wichtig ist, die WBE gilt ab Bewilligung, nicht ab Antrag. Das hat mich ca. ein halbes Jahr gekostet. Darauf, dass aus diesem 1 Jahr ca.1 Jahr nach Erteilung ein 2. Jahr wird, hab ich mich dann nicht mehr eingelassen und so war es auch, wurde abgelehnt. Bei mir war es aber so, dass der OA die WBE beantragen musste (und wollte) und vom neuen CA gebremst wurde, dass es ja nicht nötig sei. CA hatte halt Ortho/Unfall, aber ich brauchte Reha-Medizin. Als ich dann gedroht hab, dass ich dann auch ganz schnell wieder weg bin, durfte der OA dann seine WBE beantragen und sie galt dann eben tatsächlich erst ab Antrag. Hat ca. 6 Monate gedauert, wobei ich nicht weiß, wieviel davor halt noch Diskussion darüber war, ob sie es überhaupt machen.
Hallo ihr Lieben, blickt jemand durch mit der Rentenversicherung/ Ärzteversorgung?
Meines Wissens nach war es eigentlich so, dass bei Arbeitsbeginn eine Mitgliedschaft in der Ärzteversorgung Pflicht ist und die Befreiung von der Rentenversicherung erfolgen kann. Nun meinte aber heute meine Hausärztin zu mir ich solle das auf keinen Fall machen sondern in der RV bleiben weil das wesentlich günstiger wäre bzgl der Abschläge bei früherem Renteneintritt. Dann meinte ich das wäre doch Pflicht und sie meinte dann eigentlich nicht, oder ich solle ansonsten freiwillig in die RV einzahlen. Ich habe online irgendwie nichts brauchbares gefunden diesbezüglich, hat jemand von Euch Ahnung?
Du kannst zusätzlich freiwillig in die gesetzliche Rente einzahlen
Du kannst zusätzlich freiwillig in die gesetzliche Rente einzahlen
OK, aber ist das zu empfehlen? Weil eine allzu hohe Summe noch zusätzlich da einzahlen finde ich schon schwierig
Mindestbeitrag sind ca 100 Euro im Monat, das wären nach 5 Jahren für die KVdR ca 6000 Euro Risiko, um ggf im Alter Krankenkasse zu sparen
Mindestbeitrag sind ca 100 Euro im Monat, das wären nach 5 Jahren für die KVdR ca 6000 Euro Risiko, um ggf im Alter Krankenkasse zu sparen
Kannst du das genauer erklären
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/freiwillig_rentenversichert_ihre_vorteile.pdf?__bl ob=publicationFile&v=6
Hier gibt's Infos zur freiwilligen Versicherung bei der DRV, wenn du dich befreien hast lassen.
Der Gedanke ist, dass man eine Altersrente von der DRV bezieht (entweder durch Vorversicherungszeiten aus Tätigkeit im Rettungsdienst oder so oder eben durch freiwillige Versicherung) und dadurch in die Krankenversicherung der Rentner wechseln kann.
Dann sollte man (wenn man im Berufsleben lange genug in der GKV war) wohl nur auf die Rente der DRV und Ärzteversorgung Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen und nicht auf alle Erträge "wirtschaftliche Leistungsfähigkeit" (inkl Kapital, Vermietung).
Info der Bayerischen Ärzteversorgung zB hier:
https://www.bayerische-aerzteversorgung.de/Themen/Krankenversicherung-der-Rentner
ffmmediziner
24.12.2024, 12:23
Hallo,
Habt ihr Tipps um Weiterbildungsstellen zu finden? Am besten in Berlin/ München oder Umgebung?
Am liebsten in der Augenheilkunde?
Und worauf wird bei Bewerbungen am meisten Wert gelegt?
Auslandserfahrung? Examensnoten? Stipendien? Extrakurrikulare Aktivitäten?
Du erkundigst dich einfach, welche Abteilungen in den für dich in Frage kommenden Städten eine umfangreiche Weiterbildungsberechtigung haben - und an denen bewirbst du dich dann.
Und nachdem Berlin und München ja doch sehr unterschiedliche Städte sind, ist es sinnvoll, auch da noch etwas in sich zu gehen.
Dass extrakurrikulare Aktivitäten irgendjemanden interessieren, hab ich bis jetzt noch nicht erlebt. Ein bekanntes Stipendium ist natürlich ein gewisses Plus, und Ausland kann ein interessantes Gesprächsthema sein, aber da kommt es wahrscheinlich auch drauf an, ob man den Auslandsaufenthalt eher als Urlaub oder eher als tatsächlich medizinisch-fachlich motiviert erlebt.
Ich bin tatsächlich davon überzeugt, dass die meisten Stellen aufgrund sehr basaler Kriterien vergeben werden - ob die Noten ausreichend gut sind, ob die Bewerbung und das Anschreiben ausreichend gut sind, ob man den Eindruck hat, dass sich der Bewerber tatsächlich für das Fach interessiert, ob man den Eindruck hat, dass der Bewerber versteht, was für eine Art von Abteilung das ist (z.B. hinsichtlich Größe, Schwerpunkt, usw.), ob der Bewerber eine gewisse Vorstellung davon hat, was er nach dem Facharzt machen will, ob man den Eindruck hat, dass der Bewerber menschlich und fachlich OK wirkt, ob man den Eindruck hat, dass der Bewerber auch wirklich an der Abteilung arbeiten will...
Noten können, wenn es viele Bewerber gibt, natürlich ein einfaches Kriterium zur Vorauswahl sein, aber ich glaub wie gesagt, dass es bei der Besetzung der meisten Stellen eher um weiche Faktoren geht.
Wenn du dich an einer Uniklinik bewirbst, können Forschungserfahrung, Forschungsaufenthalt im Ausland, Doktorarbeit und Publikationen natürlich vorteilhaft sein.
Aber sobald du mal im Bewerbungsgespräch bist, kommt es zu 90% nicht mehr drauf an, was in deinem Lebenslauf steht (wenn der nicht gepasst hätte, würdest du nicht dort sitzen), sondern fast nur noch darauf, was und wie du über die Dinge, die in deinem Lebenslauf stehen, redest, wie du rüberkommst, ob du so wirkst, als würdest du ins Team passen.
Deshalb eben meine Empfehlung: einfach bewerben, und dann weiterschauen.
ffmmediziner
24.12.2024, 13:26
Du erkundigst dich einfach, welche Abteilungen in den für dich in Frage kommenden Städten eine umfangreiche Weiterbildungsberechtigung haben - und an denen bewirbst du dich dann.
Und nachdem Berlin und München ja doch sehr unterschiedliche Städte sind, ist es sinnvoll, auch da noch etwas in sich zu gehen.
Dass extrakurrikulare Aktivitäten irgendjemanden interessieren, hab ich bis jetzt noch nicht erlebt. Ein bekanntes Stipendium ist natürlich ein gewisses Plus, und Ausland kann ein interessantes Gesprächsthema sein, aber da kommt es wahrscheinlich auch drauf an, ob man den Auslandsaufenthalt eher als Urlaub oder eher als tatsächlich medizinisch-fachlich motiviert erlebt.
Ich bin tatsächlich davon überzeugt, dass die meisten Stellen aufgrund sehr basaler Kriterien vergeben werden - ob die Noten ausreichend gut sind, ob die Bewerbung und das Anschreiben ausreichend gut sind, ob man den Eindruck hat, dass sich der Bewerber tatsächlich für das Fach interessiert, ob man den Eindruck hat, dass der Bewerber versteht, was für eine Art von Abteilung das ist (z.B. hinsichtlich Größe, Schwerpunkt, usw.), ob der Bewerber eine gewisse Vorstellung davon hat, was er nach dem Facharzt machen will, ob man den Eindruck hat, dass der Bewerber menschlich und fachlich OK wirkt, ob man den Eindruck hat, dass der Bewerber auch wirklich an der Abteilung arbeiten will...
Noten können, wenn es viele Bewerber gibt, natürlich ein einfaches Kriterium zur Vorauswahl sein, aber ich glaub wie gesagt, dass es bei der Besetzung der meisten Stellen eher um weiche Faktoren geht.
Wenn du dich an einer Uniklinik bewirbst, können Forschungserfahrung, Forschungsaufenthalt im Ausland, Doktorarbeit und Publikationen natürlich vorteilhaft sein.
Aber sobald du mal im Bewerbungsgespräch bist, kommt es zu 90% nicht mehr drauf an, was in deinem Lebenslauf steht (wenn der nicht gepasst hätte, würdest du nicht dort sitzen), sondern fast nur noch darauf, was und wie du über die Dinge, die in deinem Lebenslauf stehen, redest, wie du rüberkommst, ob du so wirkst, als würdest du ins Team passen.
Deshalb eben meine Empfehlung: einfach bewerben, und dann weiterschauen.
Danke dir!
Weisst du, ob es eine Seite wie PJ Ranking für Weiterbildungsstellen gibt?
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/freiwillig_rentenversichert_ihre_vorteile.pdf?__bl ob=publicationFile&v=6
Hier gibt's Infos zur freiwilligen Versicherung bei der DRV, wenn du dich befreien hast lassen.
Der Gedanke ist, dass man eine Altersrente von der DRV bezieht (entweder durch Vorversicherungszeiten aus Tätigkeit im Rettungsdienst oder so oder eben durch freiwillige Versicherung) und dadurch in die Krankenversicherung der Rentner wechseln kann.
Dann sollte man (wenn man im Berufsleben lange genug in der GKV war) wohl nur auf die Rente der DRV und Ärzteversorgung Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen und nicht auf alle Erträge "wirtschaftliche Leistungsfähigkeit" (inkl Kapital, Vermietung).
Info der Bayerischen Ärzteversorgung zB hier:
https://www.bayerische-aerzteversorgung.de/Themen/Krankenversicherung-der-Rentner
Ist das denn zu empfehlen?
Also klappt das? Oder macht man es am Ende umsonst
Keine Ahnung, ich habe es bis jetzt nicht gemacht, sind zwar "nur" 6k, aber auch die werden im Verlauf der Jahre ja einiges.
Ob es 2066 noch eine DRV und eine KVdR für schmarotzende Gutverdiener-Ärzte gibt, ist ja aber eh fraglich, finde ich.
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