Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reich werden als Arzt in Deutschland
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Relaxometrie
04.11.2006, 18:39
Als Assistent hat man einen Ausbildungsanspruch, nur leider interessiert das in D niemanden, am wenigsten die Chefs. :-meinung
Das ist RICHTIG!!!
Aber jetzt müssen wir uns lästigerweise fragen, wie wir nach dem PJ an eine gute Ausbildung kommen.
In welchem Land ist es wahrscheinlicher, eine solche zu bekommen? Lohnt es sich tatsächlich, für eine (vermeintlich) bessere Ausbildung auszuwandern? Bereit dazu wäre ich ja. Aber es kann einem auch passieren, daß die Reibungsverluste (neue Sprache, neues System u.s.w.) so groß sind, daß man eine letztlich entsprechende Ausbildung dann doch in Deutschland hätte haben können.
Was meint Ihr?
Das ist RICHTIG!!!
Aber jetzt müssen wir uns lästigerweise fragen, wie wir nach dem PJ an eine gute Ausbildung kommen.
In welchem Land ist es wahrscheinlicher, eine solche zu bekommen? Lohnt es sich tatsächlich, für eine (vermeintlich) bessere Ausbildung auszuwandern? Bereit dazu wäre ich ja. Aber es kann einem auch passieren, daß die Reibungsverluste (neue Sprache, neues System u.s.w.) so groß sind, daß man eine letztlich entsprechende Ausbildung dann doch in Deutschland hätte haben können.
Was meint Ihr?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Ausbildung in den USA zur Zeit die am besten strukturierte ist. Gab neulich auch nen ganz guten Artikel im aerzteblatt dazu.
Bin mir persönlich allerdings noch nicht sicher, ob ich wirklich auswandern will. :-nix
Wenn man den Thread nochmal durchliest kommt man zu dem Schluß, daß es einfach nicht möglich ist bei solch sensiblen Themen wie übertarifliche Bezahlung (nichts anderes ist die Privatliquidation) zu einem Konsens zu kommen.
Eins möchte ich doch noch sagen, speziell PnaCa gerichtet. Allgemein gilt, daß die Chefarztgehälter in der Bevölkerung unterschätzt werden, was den Chefs natürlich Recht ist, ich halte es aber für ein Gerücht, daß die Bezüge die anhand der Verträge der letzten 10 Jahre ausgehandelt wurden um 80 bis 90% gefallen sind.
Ein Beispiel: CA Büchler war vor Heidelberg OA in Bern, ich glaube nicht, daß er von dort mit 15000€ brutto wegzulocken gewesen wäre...
Wie schon vorher erwähnt, war Büchler vorher Chef in Bern. Der wird sicher einen guten Vertrag in HD bekommen haben, weil HD ihn wollte. Aber selbst wenn er z.B. 50.000 EUR im Monat macht, ist das noch lange kein siebenstelliger Betrag im Jahr.
Privatliquidation ist keine übertarifliche Bezahlung, da es für diesen Bereich - also die Bezahlung der Chefs - eben keinen festgelegten Tarif gibt.
Stimme Dir zu, dass es schwierig ist, genau herauszufinden, was ein Chef tatsächlich verdient, weil wir nicht in die Verträge oder Kontoauszüge schauen können. Doch ebenso wie die Gehälter von der Allgemeinbevölkerung unterschätzt werden, so werden sie auch überschätzt. Ich zähle mich im übrigen innerhalb dieser Diskussion nicht zur Allgemeinbevölkerung!
Die Gehälter der Chefs in Heidelberg werden zwischen 120.000 und 500.000 EUR im Jahr liegen. Gewinnträchtige Fächer wie Radio, Anästhesie und große operative Fächer werden mehr bringen. Mancher Chef mag mit altem Vertrag vielleicht noch im moderaten siebenstelligen Bereich verdienen, dies ist aber sicher nicht mehr die Regel.
In der Schweiz und in den USA verdient ein Unichef im übrigen nicht mehr, so um die 300.000 $ im Jahr. Allerdings werden dort die OA auch besser bezahlt.
arbeiter79
28.11.2014, 20:34
Als Assistenzarzt im bald 2. WBJ verdiene ich mit Diensten im Schnitt gut 3700 € im Monat. Meine Frau wird demnächst ihr Studium beenden und wahrscheinlich eine ähnliche Summe verdienen.
Konservativ kalkuliert bekommen wir beide 4500 € im Monat die nächsten 15 Jahre. Im Moment leben wir mit unserer kleine Tochter sehr gut von meinem Gehalt und da bleiben immer noch weit mehr als 1000 Euro pro Monat übrig, heisst wenn wir so weiter machen bleiben pro Monat knapp 6000 minimum über sobald auch meine Frau arbeitet, macht im Jahr 70000. In 14 Jahren wäre wir dann (selfmade:-D) Millionäre.
Dann hast du zwischendurch aber keine Rolex gekauft, fährst keinen Cayenne + 5er BMW und 2 teure Urlaube pro Jahr haben auch nicht stattgefunden - Eigentum ala Haus oder Wohnung haste auch nicht. Mit dem Einkommen steigen auch die Ansprüche... Und deine Tochter wird im Laufe der Zeit auch teurer. Aber wenn du es so durchziehst: haste ne Mille aufm Konto, aber gelebt wie n Student :D
Als Assistenzarzt im bald 2. WBJ verdiene ich mit Diensten im Schnitt gut 3700 € im Monat. Meine Frau wird demnächst ihr Studium beenden und wahrscheinlich eine ähnliche Summe verdienen.
Konservativ kalkuliert bekommen wir beide 4500 € im Monat die nächsten 15 Jahre. Im Moment leben wir mit unserer kleine Tochter sehr gut von meinem Gehalt und da bleiben immer noch weit mehr als 1000 Euro pro Monat übrig, heisst wenn wir so weiter machen bleiben pro Monat knapp 6000 minimum über sobald auch meine Frau arbeitet, macht im Jahr 70000. In 14 Jahren wäre wir dann (selfmade:-D) Millionäre.So ne Scheidung kann dann ganz schön teuer werden :D Also gibs lieber für Dinge aus für die sich deine Frau nicht interessiert :D
Ist natürlich nur ein Gag, wobei in jedem Witz auch ein Fünkchen Wahrheit steckt ;)
DrSkywalker
29.11.2014, 07:23
Als Assistenzarzt im bald 2. WBJ verdiene ich mit Diensten im Schnitt gut 3700 € im Monat. Meine Frau wird demnächst ihr Studium beenden und wahrscheinlich eine ähnliche Summe verdienen.
Konservativ kalkuliert bekommen wir beide 4500 € im Monat die nächsten 15 Jahre. Im Moment leben wir mit unserer kleine Tochter sehr gut von meinem Gehalt und da bleiben immer noch weit mehr als 1000 Euro pro Monat übrig, heisst wenn wir so weiter machen bleiben pro Monat knapp 6000 minimum über sobald auch meine Frau arbeitet, macht im Jahr 70000. In 14 Jahren wäre wir dann (selfmade:-D) Millionäre.
. Für 3700 netto in der Klinik im 2. Jahr muss man viele Dienste Knechten. Kennt deine Tochter dich eigentlich? Und deine Frau wird auch nicht voll einsteigen können. Und dann braucht ihr autos und irgendwann mal ein Eigenheim. Ich würde euch wünschen, dass ihr in 14 JAhren eine Million rumliegen habt, realistisch ist es leider nicht.
Trotzdem kann mal als Arzt sehr sehr ordentlich verdienen, mit etwas Geschick im Auftuen neuer, unkonventioneller Geldquellen besonders gut... auch schon als Assi! ;-)
smanpodg
29.11.2014, 07:53
Trotzdem kann mal als Arzt sehr sehr ordentlich verdienen, mit etwas Geschick im Auftuen neuer, unkonventioneller Geldquellen besonders gut... auch schon als Assi! ;-)
Das soll stimmen. Ein Freund fährt dann und wann Notarzt, macht KV Dienste und schreibt diese Rehabescheinigungen.
Das bringt ihm so 1300 zusätzlich im Monat. Dazu waren aber die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und die für die Rehasache nötig.
Als Assistenzarzt im bald 2. WBJ verdiene ich mit Diensten im Schnitt gut 3700 € im Monat.
Was machst du denn? Ich bin im 4. WBJahr, 42,5h Regelarbeitszeit (und dann die 20-30h freiwillige Pflichtveranstaltungen und früher kommen zusätzlich, die wir nicht aufschreiben, da ja "freiwillig") und dann noch mehrere 24h-Dienste und Rufdienste (komplett in Klinik). Und ich komme auf nicht mal 3000€. Ist halt Uniklinik. Reich wird man damit nicht, es sei denn man wohnt in einer WG und kauft nur bei Aldi..
Vielleicht hat er derzeit einfach nur Steuerklasse 3 mit Kinderfreibetrag.
Vielleicht hat er derzeit einfach nur Steuerklasse 3 mit Kinderfreibetrag.
Jo denke auch mit Frau, die nicht arbeitet und einem Kind sind die Abzüge halt nicht so hoch. ;-) Sobald deine Frau voll arbeitet werden die Abzüge steigen. :-nix Als Single mit SK 1 muß man für 3700 netto schon brutto eher auf ca. 7000-7400 oder so kommen. Da müßte man wirklich sehr viele Dienste machen um das im 2. Jahr zu schaffen. Dürfte kaum noch ARbeitszeitgesetz konform sein.
Mit einer Poolbeteiligung müsste das doch auch gehen oder?
Nein. Das, was man für dieses Monatsgehalt als Pool bekommen müsste, ist eher als Jahreszahlung realistisch.
Skalpella
30.11.2014, 10:42
Hier mit vielen Diensten im Laufe des Sommers tatsächlich so gewesen. Steuerklasse 4, 6900€ brutto, 3700€ netto. ca 2200€ durch Dienste generiert. Man ist nicht viel zuhause. . .
facialis
30.11.2014, 12:21
wird man als niedergelassener reich?
flopipop
30.11.2014, 12:23
Was machst du denn? Ich bin im 4. WBJahr, 42,5h Regelarbeitszeit (und dann die 20-30h freiwillige Pflichtveranstaltungen und früher kommen zusätzlich, die wir nicht aufschreiben, da ja "freiwillig") und dann noch mehrere 24h-Dienste und Rufdienste (komplett in Klinik). Und ich komme auf nicht mal 3000€. Ist halt Uniklinik. Reich wird man damit nicht, es sei denn man wohnt in einer WG und kauft nur bei Aldi..
Das riecht tatsächlich nach Unterbezahlung.
wird man als niedergelassener reich?
Ja, grundsätzlich. :-)
Was machst du denn? Ich bin im 4. WBJahr, 42,5h Regelarbeitszeit (und dann die 20-30h freiwillige Pflichtveranstaltungen und früher kommen zusätzlich, die wir nicht aufschreiben, da ja "freiwillig") und dann noch mehrere 24h-Dienste und Rufdienste (komplett in Klinik). Und ich komme auf nicht mal 3000€. Ist halt Uniklinik. Reich wird man damit nicht, es sei denn man wohnt in einer WG und kauft nur bei Aldi..
Was soll denn das mit der Uniklinik heißen? Der Unitarif ist der beste in D. Und irgendwas stimmt da bei Dir nicht.
Ich würde mir die Abrechnungen mal ganz genau angucken!
Wenn man mal guckt:
Monatsbeträge
Grundgehalt: 4925.74 € [Arzt im 4. Jahr ]
Lohnsteuer: - 1081.41 € (Klasse I)
Solidaritätszuschlag: - 59.47 €
Krankenversicherung: - 332.10 € (Satz: 15.5%)
Pflegeversicherung: - 51.64 €
Rentenversicherung: - 465.48 €
Arbeitslosenvers.: - 73.89 €
Abzüge gesamt: - 2063.99 € (Anteil: 41.9%)
Monats-Brutto: 4925.74 €
netto bleiben: 2861.75 € (Steuerjahr 2014)
Und das ist wohlgemerkt ohne Dienste! Bei 3-4 Anwesenheitsdiensten (und die macht wohl jeder) dürftest Du dann deutlich über der 3000€ Netto liegen. ;-)
Und da sind die Rufdienste noch gar nicht mit drin.
Und zu dem:
(und dann die 20-30h freiwillige Pflichtveranstaltungen und früher kommen zusätzlich, die wir nicht aufschreiben, da ja "freiwillig")
schreibe ich jetzt mal nix. Wer sich HEUTE noch so verarschen lässt (und selbst wenn es die Uni ist), gehört eigentlich mit dem Paddel bearbeitet, zumindest aber darf er / sie nicht heulen, wenn es um die Abrechnung geht...
In diesem Sinne:
www.youtube.com/watch?v=ROSUWwD62zs
Edit:
BTW: Wenn man PKV versichert ist, dann liegt das Netto schon deutlich über 3000€:
Monatsbeträge
Grundgehalt: 4925.74 € [Arzt im 4. Jahr ]
Lohnsteuer: - 1081.41 € (Klasse I)
Solidaritätszuschlag: - 59.47 €
Krankenversicherung: - 0.00 € (Satz: 0.0%)
Pflegeversicherung: - 0.00 €
Rentenversicherung: - 465.48 €
Arbeitslosenvers.: - 73.89 €
Abzüge gesamt: - 1680.25 € (Anteil: 34.1%)
Monats-Brutto: 4925.74 €
netto bleiben: 3245.49 € (Steuerjahr 2014)
.Jordan.
30.11.2014, 14:56
Es ist nicht besonders schlau, beim Versuch reich zu werden auf ein Medizinstudium zu setzen. Da sind andere Wege viel wahrscheinlicher.
Was heißt denn für euch reich?
Ich habe auch so Freunde, die sich ausnutzen lassen... Wenn man dann mal sagt, dass sie das nicht mit sich machen lassen sollen, sagen sie, dass man sonst ja keine Stelle kriegen würde, es überall so wäre, etc... Völliger Schwachsinn. Besonders bei Innere im Ruhrgebiet.
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