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Thomas24
01.01.2015, 21:51
Tja, wie hieß es früher so schön? "Wer hat uns verraten?" "Sozialdemokraten!"
Schön, dass die einstige angebliche Partei der kleinen Leute, das Streikrecht zugunsten der Großgewerkschaften einschränken will. Sind halt Genossen der Bosse-

arbeiter79
24.01.2015, 21:00
Vllt kommt mit verdi auch der AIP zurück:-))

Brutus
24.01.2015, 21:15
Na sicher. Und damit es passt: BAT! :-))

mainzer
24.01.2015, 21:41
Hab mir gerade mal den Referentenentwurf den ich als PDF gefunden habe runtergeladen, wahrscheinlich hast du leider Recht... :-?

sag doch grad mal wo....dann hab ich morgen im BD was zu lesen ;-)

Thomas24
25.01.2015, 20:18
Na sicher. Und damit es passt: BAT! :-))

Na, der damalige Verdi Vorschlag zur Einführung von arztspezifischen Tarifverträgen war ja: Nein. Bitte TVÖD für alle- warum Extrawürstchen für Mediziner, die sowieso nicht bei Verdi organisiert sind...

Shizr
25.01.2015, 21:20
Bitte TVÖD für alle
Der TVöD war eh ein Witz.


Ich hab als Rettungssanitäter nen BAT-Vertrag (Entgeltgruppe VIII) gehabt.
Später als Rettungsassistent nen TVöD-Vertrag (Entgeltgruppe 5).
Bruttolohn... identisch.

So was muss man erst mal aushandeln.


Insofern ist natürlich klar, dass die Arbeitgeber das Tarifeinheitsgesetz wiederhaben möchten.
ver.di ist viel, viel braver und rückgratloser als so bösartige Konfliktgewerkschaften wie der Marburger Bund und Cockpit. Unverschämt, dass die es wagen, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten, man muss doch schließlich auf das große Ganze gucken.
(Nämlich die Vorstandsgehälter.)

Ulle
28.01.2015, 19:01
Ich finde es gut, wenn die Pflege und andere Kollegen in den Krankenhäusern von der Schlagkraft der Ärzte profitieren. Was ich nicht verstehe ist, warum der MB sich nicht für andere Gesundheitsberufe öffnet - könnte mir gut vorstellen, dass der MB dadurch stärkste Partei im Gesundheitswesen werden kann - allein schon durch schmale Verwaltung und geringe Mitgliedsbeiträge.

Wenn ich mir die Abläufe bei Lufthansa und Bahn anschaue, kann ich das Gesetz auch sehr gut nachvollziehen. Wenn man es nur aus der eigenen Sicht sieht, ist es für die Ärzte sicherlich schwierig, gerade weil wir von den Spartengesellschaften noch sehr verantwortungsvoll gehandelt haben. Aber im Prinzip finde ich es auch wichtig, dass man in einem Betrieb als Arbeitnehmerschaft gemeinsam für bessere Bedingungen kämpft. Vor allem, wenn man dann anschließend noch einen AT-Vertrag diktiert... ;)

Kackbratze
28.01.2015, 21:32
Solange es noch Parallelgesellschaften mit Kirche und öffentlichen Arbeitgebern gibt, wird VER.DI weiter sich reindrängen und den MB versuchen auszustechen.
Bei uns im kirchlichen Haus ist VER.DI maximal aktiv bei minimalem Outcome, aber dadurch, dass der MB nicht mal als Tarifoption antritt, sind alle die ich frage "Pseudo-Ver.di" ohne zu verstehen, was für ein Sauhaufen das ist.

arbeiter79
06.02.2015, 20:30
Mich wundert es trotzdem, dass noch niemand um die Ecke gekommen ist, der das Grundgehalt ohne viele Dienste als "unmenschlich niedrig" oder wenigstens "kaum besser als Studentenbude" einstuft. Wahrscheinlich sind diese Leute mittlerweile oft genug ausgelacht worden, z.B. von ihren Ingenieursfreunden, die ständig auf Dienstreise sind und nicht annähernd so viel verdienen können. Aber vielleicht kenne ich nur die falschen Ingenieure...

Ich hab ja auch gedacht das Ärzte heute ganz gut verdienen, dann habe ich aber mal Google bemüht und das Durchschnittseinkommen in Deutschland rausgesucht:

http://de.statista.com/themen/293/durchschnittseinkommen/

Ich hab letztes Jahr 4080 Euro Grundgehalt (AA 1. WBJ) bekommen, Bruttostundenlohn war irgendwo bei 25 Euro.

Macht ca. 49000 Euro Brutto Jahresgehalt vs. 41000 im Durchschnitt in Deutschland. Als Facharzt dürften es dann 65.000 Euro sein in etwa.

Das ist meiner Meinung nach maximal "Ok". Das ist der Durchschnitt für ganz Deutschland. KH-Ärzte verdienen überall das gleiche egal ob Ost oder West, richtig? Heist also das man in wenn man am Flaschen Ort wohnt als AA ganz schnell mal unterdurchschnittlich verdient. Das ist ganz sicher nicht fair, denn die Ausbildung die wir absolvieren müssen ist sicher überdurchschnittlich fordernd genauso wie unser Beruf ansich. Was meint ihr?

Ps.: Klar mit (vielen!) Diensten kann man schon als AA ein Spitzenverdiener sein ich hab in meinem ersten Jahr über 70.000 Euro brutto ausgezahlt bekommen, aber die müssen auch erstmal gemacht werden.

kartoffelbrei
07.02.2015, 10:08
In deinem Link steht aber, dass das Durchschnittseinkommen bei 31.000 Euro liegt. Ein Facharzt verdient also doppelt soviel wie der Durchschnitt und du hast Angst zu verarmen?! Ich sag jetzt nichts mehr, sonst werde ich ausfällig...

Colourful
07.02.2015, 10:29
In deinem Link steht aber, dass das Durchschnittseinkommen bei 31.000 Euro liegt. Ein Facharzt verdient also doppelt soviel wie der Durchschnitt und du hast Angst zu verarmen?! Ich sag jetzt nichts mehr, sonst werde ich ausfällig...

Ja, ich auch. Dafür steckt dann zuviel Arbeiterkind in mir.

Muriel
07.02.2015, 11:16
Und wenn das Durchschnittseinkommen bei 60000€ läge, wären unsere Gehälter (gleiche Kaufkraft vorausgesetzt) dennoch gut. Warum meinen so viele Ärzte, sie müssten zwingend mehr verdienen als der Rest der Bevölkerung? Das ist doch Schwachsinn. Gute Freunde von uns haben beide nicht studiert, er hat eine duale Ausbildung gemacht und verdient weit über 100000€, sie hatte mir ihrer Vollzeitstelle vor den Kindern mit Hauptschulabschluss und kaufmännischer Lehre 80000€. Ja und? Soll ich jetzt aus Neid die Freundschaft kündigen?

Feuerblick
07.02.2015, 11:23
Nee...Approbation und Abi zurückgeben und ne duale Ausbildung machen :-)) :-))

Muriel
07.02.2015, 11:32
*patsch* ja klar! Hätte ich auch selber drauf kommen können!

Feuerblick
07.02.2015, 11:33
Wenn du mich nicht hättest, Frau Demnächst-dann-wohl-Ex-Kollegin :-))

Thomas24
07.02.2015, 11:41
Wie wäre es denn mit dem Job?

http://www.bbc.com/news/world-31110113

Nur die Groupies sind etwas störend, aber irgendwas ist ja immer ;)

WackenDoc
07.02.2015, 12:30
Gibt noch so ne amerikanische Söldnerfirma. Wenn ich mich recht entsinne, zahlen die 500.000$ für ein Jahr, wenn man so viele wie möglich ISIS-Kämpfer umbringt.
Ich glaub, der Haken an der Sache ist aber ,dass man das Jahr überleben muss.
Aber irgendwas ist ja immer.

Heerestorte
07.02.2015, 15:03
Gibt noch so ne amerikanische Söldnerfirma. Wenn ich mich recht entsinne, zahlen die 500.000$ für ein Jahr, wenn man so viele wie möglich ISIS-Kämpfer umbringt.
Ich glaub, der Haken an der Sache ist aber ,dass man das Jahr überleben muss.
Aber irgendwas ist ja immer.

Academi?

arbeiter79
07.02.2015, 16:31
In deinem Link steht aber, dass das Durchschnittseinkommen bei 31.000 Euro liegt. Ein Facharzt verdient also doppelt soviel wie der Durchschnitt und du hast Angst zu verarmen?! Ich sag jetzt nichts mehr, sonst werde ich ausfällig...


Ja, ich auch. Dafür steckt dann zuviel Arbeiterkind in mir.

War der falsche Link, sorry:
http://blog.lecturio.de/durchschnittsgehalt-deutschland/

41.000 sind der Durchschnitt, ein Facharzt verdient also bei weitem nicht doppelt soviel.

Von "verarmen" hatte ich übrigens nichts gesagt, da hast du jetzt versucht mir etwas in den Mund zu legen. Und "ausfallend" braucht hier auch niemand zu werden, aber gut, als "Arbeiterkind" hat man ja vllt. nicht die ganz so gute Kinderstube.... -nur Spaß, das musste jetzt sein :-)


Und wenn das Durchschnittseinkommen bei 60000€ läge, wären unsere Gehälter (gleiche Kaufkraft vorausgesetzt) dennoch gut. Warum meinen so viele Ärzte, sie müssten zwingend mehr verdienen als der Rest der Bevölkerung? Das ist doch Schwachsinn. Gute Freunde von uns haben beide nicht studiert, er hat eine duale Ausbildung gemacht und verdient weit über 100000€, sie hatte mir ihrer Vollzeitstelle vor den Kindern mit Hauptschulabschluss und kaufmännischer Lehre 80000€. Ja und? Soll ich jetzt aus Neid die Freundschaft kündigen?

Ärzte müssen gut verdienen weil uns allen unsere Gesundheit sehr viel Wert ist, im Grunde mehr Wert als alles Vermögen das wir jemals besitzen werden. Das wird spätestens dann klar wenn man mal richtig Krank wird. Darum wollen wir von gut bezahlten und motivierten Fachkräften behandelt werden und nicht von Hilfskräften am Existenzminimum, tätig in einem Beruf den jeder der etwas Grips hat schon nicht mehr machen möchte, ein paar Idealisten ausgenommen. (Ist nicht auf unsere Situation in Deutschland bezogen, uns geht es natürlich besser) Ohne ausreichenden finanziellen Anreiz würden das Niveau der medizinischen Versorgung dramatisch sinken. Da ist allein deshalb schon nötig damit schlecht bezahlte Ärzte auf dumme Gedanken kommen und versuchen Geld auf gewisse andere, unmoralische Art und Weise zu verdienen.

Also das Ärzte mehr verdienen der Durchschnittsangestellte macht schon sehr viel Sinn, grade aus Patientensicht, und das wird früher oder später fast jeder einmal.

Absolute Arrhythmie
07.02.2015, 16:33
Existenzminimum. Lol! aber gut, dass du ja nicht denkst dass das irgendeinen Arzt in Deutschland betreffen würde.