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Muriel
07.02.2015, 16:42
Eieiei...

Feuerblick
07.02.2015, 16:44
Wow... das Existenzminimum... nee, is klar...

dkv22
07.02.2015, 18:10
Das Existenzminimum bezog der Poster aber auf andere Länder. Und von Kollegen, die beispielsweise aus osteuropäischen Ländern eingewandert sind, höre ich regelmäßig, dass in ihren Ländern das Gehalt eines Arztes eben wirklich am (dortigen) Existenzminimum lag und entweder durch Zweitjobs oder (teilweise eben auch) Bestechungsgelder aufgebessert werden musste. Für die Situation in Deutschland ist das natürlich nur bedingt relevant.

Im Allgemeinen muss man doch sagen, dass das Grundhalt des Assistenzarztes gar nicht so schlecht ist. Inzwischen fast 4200€ Monatsgehalt für eine 40-Stundenwoche gibt es für kaum einen anderen Berufseinsteiger. Im internationalen Vergleich ist die Zeit als Assistenzarzt zudem häufig schlechter vergütet. Natürlich gibt es einige (ähnlich gesuchte) Berufsgruppen, die zum Einstieg mehr verdienen, beispielsweise der Rechtsanwalt bei einer Großkanzlei mit 9000€ Monatsgehalt plus jährlichem Bonus. Diese Gehälter sind aber dann auch für eine 70-Stundenwoche mit Arbeit wenn nötig auch nachts und am Wochenende. Mit Diensten und (vergüteteten) Überstunden steigt das Gehalt des Assistenzarztes ja auch noch mal an.

Wer im Vergleich zu anderen (ähnlich gefragten) Berufsgruppen (mit ähnlicher Verantwortung und Ausbildung) und auch im Vergleich mit anderen Ländern gehaltstechnisch eher den Kürzeren zieht sind die Fachärzte, Oberärzte und ein Teil der Niedergelassenen. Mit einer gut gehenden Hausarztpraxis wird man zum Beispiel nie das Gehalt eines gut gehenden Elektroinstallationsbetriebes oder Steuerberaters erreichen. Selbiges gilt genauso für einen Facharzt oder Oberarzt in einer großen Klinik im Vergleich mit beispielsweise einem Associate einer großen Anwaltskanzlei.

Das alles heißt natürlich nicht, dass man als Arzt schlecht verdient. Persönlich denke ich aber schon, dass zum Beispiel ein Niedergelassener mit gut gehender Hausarztpraxis durchaus so viel verdienen dürfen sollte, wie zum Beispiel der Elektromeister mit gut gehendem Betrieb oder der Steuerberater/Anwalt mit gut gehender Kanzlei.

Kackbratze
07.02.2015, 18:26
Wir retten Leben, wir sollten besser als Profifussballer bezahlt werden! Die turnen nur vor dem Pöbel zu Unterhaltung. Wir sorgen dafür, dass überhaupt jemand da ist der läuft, oder der unterhalten werden will!!!!

Thomas24
07.02.2015, 18:38
Du rettest vielleicht Leben, die Internisten "wursteln" nur...;-) Also sollte die Bezahlung sich auch am Tarif für Fleischereifachverkäufer orientieren...:-wow

Kackbratze
07.02.2015, 19:38
Die der Internisten? Ja, sicher! Wir, also die Chirurgien, die in der Kammer hinter der Fleischereifachverkäuferin stehen und die Wunder vollbringen, die die Dame vorne versucht in kleinen Tüten überteuert zu verticken, wir VERDIENEN es einfach viel zu verdienen!

Ich hab das schonmal gepostet und ich bleibe dabei! WIR Augenärzte, Pädiater und Chirurgen SCHAFFEN Deutschland! Wir schützen die Kinder, das Sehen und das Leben! WIR VERDIENEN ES viel zu verdienen!

Der Rest sind doch bloss Zuarbeiter! Das was wir mehr bekommen kann dort gespart werden!

arbeiter79
08.02.2015, 08:35
War der falsche Link, sorry:
Darum wollen wir von gut bezahlten und motivierten Fachkräften behandelt werden und nicht von Hilfskräften am Existenzminimum, tätig in einem Beruf den jeder der etwas Grips hat schon nicht mehr machen möchte, ein paar Idealisten ausgenommen. (Ist nicht auf unsere Situation in Deutschland bezogen, uns geht es natürlich besser) .


Existenzminimum. Lol! aber gut, dass du ja nicht denkst dass das irgendeinen Arzt in Deutschland betreffen würde.


Wow... das Existenzminimum... nee, is klar...

Man Leute da schreibt man es dahinter das ich nicht uns hier in Deutschland meine, und dann stürzt ihr euch auf diese Aussage und wollt sie mir im Mundumdrehen. So ist eine Diskussion nicht möglich, aber das wollt ihr es denke ich auch nicht wenn man das so liest.
In jedem Fall ist es bei weitem nicht die Kernaussage des Textes, aber wiederum alles was ihr dazu zu sagen habt. Vor allem die zweite Aussage ist die eines Trolles. Und ihr seid hier Moderatoren und Admins:-((




Das Existenzminimum bezog der Poster aber auf andere Länder. Und von Kollegen, die beispielsweise aus osteuropäischen Ländern eingewandert sind, höre ich regelmäßig, dass in ihren Ländern das Gehalt eines Arztes eben wirklich am (dortigen) Existenzminimum lag und entweder durch Zweitjobs oder (teilweise eben auch) Bestechungsgelder aufgebessert werden musste. Für die Situation in Deutschland ist das natürlich nur bedingt relevant.


Dankee. Genau so habe ich esgemeint. Die die restlichen, hier nicht zitierten Aussagen kann ich so unterschreiben, guter Post.

Muriel
08.02.2015, 08:57
Der Thread hier bezieht sich auf die Situation in Deutschland (s. Titel). Und da muss sicherlich kein Arzt am Rande des Existenzminimums leben,Deswegen weiß ich auch nicht, was da Beispiele aus nicht mal genannten Ländern hier zu suchen haben.

LasseReinböng
08.02.2015, 09:01
Du rettest vielleicht Leben, die Internisten "wursteln" nur...;-) Also sollte die Bezahlung sich auch am Tarif für Fleischereifachverkäufer orientieren...:-wow

"Wursteln" ist doch die ureigenste Beschäftigung des Bauchchirurgen. Er ist darüberhinaus auch Stammkunde am 3-Meter-Bratwurststand. Der Internist wäre sich für so etwas viel zu fein.

DrSkywalker
08.02.2015, 09:09
Das beste am Arztdasein ist doch, dass man sich gut selbständig machen kann oder "sein Ding" durchziehen kann. Sei es als Honorararzt, Klinikleiter, Notarzt oder Praxisinhaber. So gut geht das in kaum einem anderen JOb...

Absolute Arrhythmie
08.02.2015, 11:58
Hast du gelesen was ich geschrieben hab, arbeiter79?
Ich hab dein Post wohl verstanden, empfinde so eine Provokation allerdings als hanebüchene Bild-zeitungs-niveau-Aktion, die keine ernsthafte Reaktion verdient hat.

Und es wird jawohl niemand gezwungen für sooooo wenig Geld als Arzt zu arbeiten. Steht jedem frei BWL zu studieren und sofort ohne auch viel zu arbeiten suuuuuuperreich zu werden. Komisch dass das nicht alle machen?

Solara
08.02.2015, 12:06
Na, man kann mit nem BWL-Abschluss (FH) schon genauso gut wie als Arzt verdienen, ohne jetzt WE oder nachts etc arbeiten zu müssen - und die Mörderverantwortung hat jetzt die entsprechende Person auch nicht.
Klar hätte ich auch machen können, war mir zu langweilig.

Von einem Ausbildungsberuf gesehen ist der Verdienst natürlich gut, aber keinesfalls (angesichts der Arbeitsbedingungen und Verantwortung) nicht steigerbar.

davo
08.02.2015, 12:08
Na, man kann mit nem BWL-Abschluss (FH) schon genauso gut wie als Arzt verdienen, ohne jetzt WE oder nachts etc arbeiten zu müssen

Das wage ich zu bezweifeln. Selbst mit einem Uni-Abschluss in BWL steigt man maximal gleich hoch ein - und man hat nicht diese Garantie wie bei Medizin, dass man später ganz automatisch deutlich mehr verdient. Wer in BWL viel verdienen will muss SEHR viel arbeiten - und hat einen deutlich unsichereren Job als als Mediziner.

Absolute Arrhythmie
08.02.2015, 12:11
Eben - kann man machen, da hält einen niemand von ab.
Und Verantwortung hin oder her, es gibt Berufe in denen man für echte Scheißarbeit real in Deutschland am Existenzminimum lebt. Da sollte man sich als besserverdiener vllt ab und zu dran erinnern.
Aber ich möchte das Thema eigentlich nicht schon wieder totdiskutieren.
Ich persönlich finde die Vorstellung von meinem Einstiegsgehalt nach dem Studium sehr erhebend.

Solara
08.02.2015, 12:13
Ich spreche hier von Leuten, die ich lange und gut kenne - im Gegensatz zu mir übrigens auch mit unbefristetem Vertrag ;-). Es mag in deiner Umgebung Menschen geben, die sehr viel dafür arbeiten müssen, Unsicherheiten haben etc.
Bei den mir bekannten Fällen trifft das nicht zu. Und das ohne Uniabschluss, sondern FH.
Okay, Uniabsolventen kenne ich auch, da ist die Lage schlechter ;-).

Klar, aus studentischer Sicht ist das Gehalt super.
Aber es muss doch eine Diskussion möglich sein, ohne dass einem Maßlosigkeit etc vorgeworfen wird. Dass x Beruf deutlichst unterbezahlt sind kann doch nicht dazu führen, dass man selbst auch nicht wagt, mehr Gehalt für gute Arbeit anzustreben.

Absolute Arrhythmie
08.02.2015, 12:15
Ein unbefristeter Vertrag bedeutet in der Wirtschaft nicht, dass du nicht morgen deinen Job verlieren könntest.
Und ich rede nicht aus Studentensicht, sondern gerade aus acht-Jahre-Krankenpflege-mit-1600-netto-und-Schichtdienst-Sicht.

Solara
08.02.2015, 12:16
Naja, befristet ist so viel besser?!?

davo
08.02.2015, 12:20
Uni-Absolventen verdienen im Durchschnitt mehr als FH-Absolventen. Das nur am Rande.

Bei BWL gibt es eben eine sehr hohe Streuung. Es ist unsinnig von ein paar Glücksfällen auszugehen, und zu sagen, dass das jeder schafft. Versuch mal mit einem 3,0-Abschluss in BWL _irgendeinen_ Job zu finden. Viel Spaß!

Ich habe vorher Wiwi (Uni) studiert, und auch abgeschlossen, mit einem Schnitt von 1,1, weiß also ziemlich gut wovon ich rede. Es gibt kein anderes Fach, in dem der Arbeitsmarkt für den durchschnittlichen Absolventen (!) so günstig ist wie in Medizin. Außer Zahnmedizin :-))

Solara
08.02.2015, 12:27
Ich kann dir nur erzählen, was der Freundeskreis in genau dieser Sparte so verdient und wieviel die arbeiten. Und die waren notenmässig nicht dein Niveau ;-). Noch haben sie hervorragende Beziehungen oder sonstwas. Verdienen aber trotzdem vergleichbar. Klar haben die bei Berufseinstieg intensiver gesucht, allerdings auch max nur ein paar Monate.

Okay, von der Uni kenne ich nur eine BWLerin, und die verdient nicht so gut ;-), hat sich auch schwerer getan als die FHler.

Absolute Arrhythmie
08.02.2015, 12:31
Naja, befristet ist so viel besser?!?
Wieviele Arbeitslose Ärzte gibt es denn in Deutschland? Musst man als Arzt in Deutschland Angst davor haben dass die Waschmaschine kaputt geht, weil man nicht weiß wie man die Miete bezahlen soll, wenn man eine neue kauft, und das trotz eines Vollzeitjobs?

Wie ist das denn mit der Bereitschaft für Verbesserungen zu kämpfen? Also ich bin seit meinem ersten Tag als Studentin Mitglied beim Marburger Bund, davor War ich seit Beginn meiner Ausbildung Mitglied bei einem großen Berufsverband. Und ich war auch mehrfach für bessere Bedingungen auf der Straße. Ich hab nichts gegen den Kampf für bessere Bedingungen und bessere Bezahlung.
Was mich gelinde gesagt ankotzt ist, dass es Leute gibt die behaupten man würde als Arzt SCHLECHT verdienen.
Du kannst gerne sagen dass die Arbeitsbedingungen mies sind, dass Bereitschaftsdienst nicht angemessen bezahlt wird, dass das Arbeitszeitgesetz nicht eingehalten wird. Aber bitte nicht so tun als würden Mediziner am Hungertuch nagen und als wäre es in anderen Branchen alles viel leichter. Das ist unsäglich arrogant.