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loki
17.10.2008, 12:08
@Pauker

Vor euch (Ober)Lehrern ist man ja nirgedwo sicher, nichtmal in einem Medizinerforum...man man man :-stud. Dachte, wäre euch los seit 8 Jahren, aber wie es aussieht verfolgt ihr mich noch als Forentrolle....

(Nicht ganz so ernst nehmen ;-) )

Viele Grüße

alley_cat75
17.10.2008, 12:10
Da hast Du Recht. Die Noten sagen nichts darüber aus, ob man als Arzt in der Klinik gut oder schlecht ist, sondern darüber, wie effektiv man sich auf die speziellen Hammerexamenfragen vorbereitet hat und wie einem das Kreuzen liegt.

Das Lieblingsargument der mittelmäßig begabten Absolventen. Sorry, aber es gibt soviele, die sehr gute und gute Ergebnisse in den Examina erreichen und von denen kannst Du wohl kaum behaupten, dass sie allein zum Auswendiglernen taugen und Du mit Sicherheit der bessere Arzt sein wirst. Klar, das IMPP bewertet keine Menschlichkeit, aber umfangreiches Wissen ist nun mal die Basisausrüstung eines jeden guten Mediziners. Wenn Du das nicht hast, kannst Du noch so lieb sein - der Patient stirbt trotzdem, wenn Du keine Ahnung hast. :peace:

Pauker
17.10.2008, 12:12
@Pauker

. Dachte, wäre euch los seit 8 Jahren, aber wie es aussieht verfolgt ihr mich noch als Forentrolle....

(Nicht ganz so ernst nehmen ;-) )

Viele GrüßeHallo loki, ich bin aber meistens ein ganz friedlicher Troll.;-)

Grüße an alle Hex-Prüflinge und viel Erfolg beim Mündlichen :-)

loki
17.10.2008, 12:14
Aber im späteren Beruf sind halt nicht alle Patienten Standard. Und wenn Du diese Sachen nicht kannst, wirst Du blass aussehen. Und nein, Du wirst als Stations- oder Notaufnahmearzt keine Zeit haben, mal schnell etwas nachzulesen.
Hmm ich glaube fast jeder von uns hat gewusst, dass es bei Asbestexposition ein Mesotheliom geben kann, darum geht es doch nicht. Es geht darum, dass ein Fall kommt, bei dem ich mir z.B. gedacht hab, oh nett Mesotheliom, da weisst Du ja was drüber, aber alles was ich dazu wusste eben schon im Fall oder in den Fragestellungen beschrieben wurde, und so ging es mir bei einigen Fällen.

Nun tja einfach mehr lernen schliesse ich daraus. War auf ne 3 gefasst und war 15 % schlechter als in den zuvor gekreuzten Altexamina. Ja ich weiss, das eigene Examen ist das schwierigste.

wildcoyote
17.10.2008, 12:17
Das Lieblingsargument der mittelmäßig begabten Absolventen. Sorry, aber es gibt soviele, die sehr gute und gute Ergebnisse in den Examina erreichen und von denen kannst Du wohl kaum behaupten, dass sie allein zum Auswendiglernen taugen und Du mit Sicherheit der bessere Arzt sein wirst. Klar, das IMPP bewertet keine Menschlichkeit, aber umfangreiches Wissen ist nun mal die Basisausrüstung eines jeden guten Mediziners. Wenn Du das nicht hast, kannst Du noch so lieb sein - der Patient stirbt trotzdem, wenn Du keine Ahnung hast. :peace:

sry, ist jetzt aber nicht ernst gemeint, oder ??? bis du den patienten umbringen "darfst" muss erst ein facharzt her, alles andere ist pille palle. und ob ein patient daran stirbt dass man nicht weiss an welchem chromosom bechterew kodiert ist wage ich zu bezweifeln :-nix

alley_cat75
17.10.2008, 12:23
Gut, ich frage mal gaaaaaannnnnnnnz laaaaaaaaaaangsam: der Patient mit Bechterew möchte wissen, woher er die Krankheit hat. Und Du zwinkerst ihm zu und sagst, musst Du erstmal in Deinem Innere Buch nachschlagen. Sehr professionel. Natürlich kannst Du auch ein mittelmäßiger Kollege werden und dem Patienten sagen, dass Du keine Ahnung hast. Der Patient kommt bestimmt wieder. :-top Ehrlich, ich kann es nicht ausstehen, wenn man sich bei Nichtwissen derart herausredet. Habt Ihr kein A.... in der Hose, um zuzugeben: ja, war super schwer. Ich habe wohl nicht alles gegeben. Beim nächsten Mal muss es besser werden bzw. c`est la vie.

0815doc
17.10.2008, 12:25
hilfts dem patienten, wenn ich ihm den Genlocus angebe?! ;-)

priapismus
17.10.2008, 12:28
Also ich sehe einfach eine schlechte Entwicklung beim Impp.
Das hammerexamen wurde ja unter anderem geschaffen um wieder praxisorientiert und klinisch zu fragen . Ich denke dass ist ihnen in den letzten staatsexamen gelungen aber jetzt gehts doch wieder zurück zu, zweiten stex.
Hauptsache spezielle sachen fragen. Ich finde ein guter student muss nicht all die fragen können , die die gestellt haben. Man kommt nachhause und will seine fehler nachlesen und stellt fest , dass diese noch nichteinmal in den Büchern drin stehen.
Das ist was mich extrem stört. Und die extreme schwankung in den staatsexamen auch. In dem stex frühling 2008 kreuzt man lockere 5-10 prozent besser. das kann es ja eigentlich nicht sein

hypnose-kroete.de
17.10.2008, 12:31
[QUOTE=wildcoyote]sry, ist jetzt aber nicht ernst gemeint, oder ??? bis du den patienten umbringen "darfst" muss erst ein facharzt her, alles andere ist pille palle./QUOTE]

Nee, das ist Pille-Palle.
Kleines Haus, Du Nachtdienst, OA Hintergrund braucht 15 Minuten bis er bei Dir ist.

Das können 15 sehr lange Minuten sein....


@coyote
Das mit dem Chromosom ist ein denkbar schlechtes Beispiel...
Dem Bechterew-Patienten könnte man auch einfach nur sagen: "Es ist eine Ekrankung unter anderem auch genetisch verursacht wird und diese genetische Veränderung haben wir bei ihnen nachgewiesen."

Um das Chromosom kommt man als recht gut herum.
Ist denke ich sogar der bessere Weg: Keep it stupid and simple.

Wenn der Patient nicht gerade selber Biologe oder so ist, wird es ihn vermutlich nicht interessieren.

Lava
17.10.2008, 12:32
Ich würde diese Entwicklung auch der Veröffentlichung der Examensfragen zuschreiben. Ich meine: die müssen sich jedes Jahr 640 Fragen ausdenken. Wie oft kann man da was zu Diabetes, Radiusfraktur und Pneumonie fragen??? Irgendwann ist das nun mal abgegrast und ausgelatscht und wenn sie jedes mal das Gleiche fragen, wird es eben wieder zu einfach :-nix

hassenichgesehn
17.10.2008, 12:32
Ehrlich, ich kann es nicht ausstehen, wenn man sich bei Nichtwissen derart herausredet. [/I].

Ich würde mal an Deiner Stelle den Ball flach halten, wenn Du die Fragen nicht kennst, über die hier geredet wird. Ich habe noch in keinem Lehrbuch das mikroskopische Bild einer Asbestfaser gesehen und wüßte auch nicht, wie ich mir das Bild irgendwie herleiten könnte. Ob HLA-B27 nun auf Chromosom 2, 4, 6, 8 oder 10 liegt, dürfte klinisch ziemlich schnurz sein. Oder soll man alle Genloci aller Krankheiten auswendig lernen, um auf solche Fragen vorbereitet zu sein?

loki
17.10.2008, 12:32
Hmm ich denke, die wissen langsam nicht mehr, was sie fragen sollen, im Endeffekt werden die Examina auch immer schwerer werden.

@AlleyCat75 paar schlechte PJler gehabt auf Station dieses Jahr ? Oder so gute, dass sie Deine Station schmeissen, damit Du im Internet surfen kannst ? :)

0815doc
17.10.2008, 12:32
das sind gute Punkte die Du da nennst...
selbst mit "ich lerne ausm Berchtold und ausm Renz-Polster" waren diese Fragen nicht zu beantworten (Bechterew teilwesie und Mesotheliom recht viel!).
Bei der Pneumokokkenimpfung, der Basaliom und noch einigen anderen Dingen wurde nicht die 1.-Line-Therapie gefragt, die jeder können muss/sollte - sondern irgendwelcher Mist, der im gegebenen Spezialfall dann wirklich nachgelesen werden kann.
"If you can't save your patients life - find s.o. who can" - geht leider im Examen nicht...
Aber muss man unbedingt ein Pleuramesotheliom fragen? Und dessen Chemotherapie?
Tuts nicht nen Schilddrüsen-Ca oder was am Magen?

Liebes IMPP - da habt ihr wirklich daneben gelangt...
In diesem Fall war das Hufgetrappel kein Pferd und auch kein Zebra sondern ein ... öööhm... Karibu oder so :-))

chbr
17.10.2008, 12:34
Gut, ich frage mal gaaaaaannnnnnnnz laaaaaaaaaaangsam: der Patient mit Bechterew möchte wissen, woher er die Krankheit hat. Und Du zwinkerst ihm zu und sagst, musst Du erstmal in Deinem Innere Buch nachschlagen. Sehr professionel. Natürlich kannst Du auch ein mittelmäßiger Kollege werden und dem Patienten sagen, dass Du keine Ahnung hast. Der Patient kommt bestimmt wieder. :-top Ehrlich, ich kann es nicht ausstehen, wenn man sich bei Nichtwissen derart herausredet. Habt Ihr kein A.... in der Hose, um zuzugeben: ja, war super schwer. Ich habe wohl nicht alles gegeben. Beim nächsten Mal muss es besser werden bzw. c`est la vie.


...mit deinen Ausführungen hast du dir sicher auch in Schule und Studium viele Freunde gemacht...

loki
17.10.2008, 12:36
In diesem Fall war das Hufgetrappel kein Pferd und auch kein Zebra sondern ein ... öööhm... Karibu oder so :-))

Mit 2 Schwarzen und einem braunen Streifen links und rechts einem beschlagenem Huf...

seabass
17.10.2008, 12:36
sry, ist jetzt aber nicht ernst gemeint, oder ??? bis du den patienten umbringen "darfst" muss erst ein facharzt her, alles andere ist pille palle. und ob ein patient daran stirbt dass man nicht weiss an welchem chromosom bechterew kodiert ist wage ich zu bezweifeln :-nix


hmm hab hier bisher immer bloß 4-5 Fragen zitiert gehört, natürlich brauchst du nicht wissen wo HLA27 steckt kannst dennoch ne 1 Schaffen. Würd mich mal interessieren was für ne Note raus kommt wenn man sämtliches Facharzt Wissen herausfilter.

Antracis
17.10.2008, 12:43
Naja, wie gesagt orientiert sich das IMPP an statistischen Zielen der Normalverteilung. Ob sie die Aufgaben gut oder weniger gut ausgewählt haben, lässt sich aus meiner Sicht ganz gut daran bewerten, ob viel oder wenig bei den Notengrenzen nachkorrigiert werden muß.

Das Grundübel, und darüber sind ja die Kritiker hier meist einig, ist das Prüfungssystem und die Fragenveröffentlichung, womit es sehr schwer für das IMPP ist, die Normalverteilung zu treffen, ohne exotischste Fragenbereiche auszuwählen, oder Fragen durch gezielte Formulierung künstlich zu erschweren.

Ziel des Medizinstudiums ist bekanntlich der gut informierte Allgemeinarzt.
Man sollte also einfach mal eine repräsentative Stichprobe, also randomisiert ausgewählte Fachärzte für Allgemeinmedizin in ausreichender Stückzahl hernehmen, und sie ein Examen kreuzen lassen. Es würde mich wundern, wenn die nicht weit an der Normalverteilung im negativen Sinne vorbeirauschen würden.

Abgesehen von diesem Problem halte ich das Hex für durchaus kalkulierbar und lernbar. Nur bedingt die eigentliche Examensvorbereitung nicht unbedingt eine günstige Vorbereitung für die spätere praktische Tätigkeit.
Sprich: Man kann das Examen ganz gut vorbereiten, aber das ist leider nicht sehr kongruent mit einer guten Vorbereitung für die Stationsarbeit.

Gruß
Anti

bumale
17.10.2008, 12:46
Das Lieblingsargument der mittelmäßig begabten Absolventen. Sorry, aber es gibt soviele, die sehr gute und gute Ergebnisse in den Examina erreichen und von denen kannst Du wohl kaum behaupten, dass sie allein zum Auswendiglernen taugen und Du mit Sicherheit der bessere Arzt sein wirst. Klar, das IMPP bewertet keine Menschlichkeit, aber umfangreiches Wissen ist nun mal die Basisausrüstung eines jeden guten Mediziners. Wenn Du das nicht hast, kannst Du noch so lieb sein - der Patient stirbt trotzdem, wenn Du keine Ahnung hast. :peace:

Sorry, wenn ich Dich hier mal kurz bremsen möchte - Dein Argument ist sicher nicht verkehrt, auch ich denke, dass ein guter Mediziner gutes Wissen als Grundwerkzeug benötigt.
Davon dass die Vorbereitung auf und das gute oder sehr gute Bestehen eines solchen Examens das vermitteln bzw. hiervon zeugen, bin ich allerdings nicht überzeugt.
Auch aus klinisch relevanten Fakten lassen sich Einser- und Zweierfragen machen - ich halte die HEx unter diesem Aspekt betrachtet für besser als das 2. StEx aber nicht für gelungen.
Außerdem - und das sollte man ganz eindeutig nicht vergessen - die Voraussetzungen für das Studium sind nicht die gleichen für jeden Studenten! Ich kenne Leute, die in ihrem Studium z.B. viel arbeiten mussten, weil sie keinerlei Unterstützung hatten - die schreiben jetzt vielleicht aus Zeitmangel ein schlechteres Examen - aber deswegen sind die nicht dümmer oder "unbegabter" als andere.
Und ist die Doppel-/Dreifachbelastung weg, werden die mit Sicherheit sehr viel in sehr kurzer Zeit nachholen - und sind dann auch gute Ärzte - obwohl sie ein schlechtes Examen hatten.
Dass wir unterschiedlich begabt sind, ist denke ich jedem irgendwo klar. Aber differenzieren muss man halt - auch hier.

0815doc
17.10.2008, 12:46
auch das darf man glaub so nicht sagen...
IM GROSSEN UND GANZEN würde eine Heerschar Docs das gut machen...
mit klinische Erfahrung kann man da viel "am ehesten" und "am ehesten nicht" beantworten...

aber ich bin mir recht sicher, dass ein Fall wie das Mesotheliom keine Normalverteilung unter "normalen Docs" erreichen würde...
bestenfalls unter Onkologen

0815doc
17.10.2008, 12:48
Sorry, wenn ich Dich hier mal kurz bremsen möchte - Dein Argument ist sicher nicht verkehrt, auch ich denke, dass ein guter Mediziner gutes Wissen als Grundwerkzeug benötigt.
Davon dass die Vorbereitung auf und das gute oder sehr gute Bestehen eines solchen Examens das vermitteln bzw. hiervon zeugen, bin ich allerdings nicht überzeugt.
Auch aus klinisch relevanten Fakten lassen sich Einser- und Zweierfragen machen - ich halte die HEx unter diesem Aspekt betrachtet für besser als das 2. StEx aber nicht für gelungen.
Außerdem - und das sollte man ganz eindeutig nicht vergessen - die Voraussetzungen für das Studium sind nicht die gleichen für jeden Studenten! Ich kenne Leute, die in ihrem Studium z.B. viel arbeiten mussten, weil sie keinerlei Unterstützung hatten - die schreiben jetzt vielleicht aus Zeitmangel ein schlechteres Examen - aber deswegen sind die nicht dümmer oder "unbegabter" als andere.
Und ist die Doppel-/Dreifachbelastung weg, werden die mit Sicherheit sehr viel in sehr kurzer Zeit nachholen - und sind dann auch gute Ärzte - obwohl sie ein schlechtes Examen hatten.
Dass wir unterschiedlich begabt sind, ist denke ich jedem irgendwo klar. Aber differenzieren muss man halt - auch hier.

"life is a mountain - not a beach"
Auch sorry - aber in nem Examen wird die Leistung im Fach bewertet und nicht im Leben...
is übel - aber is halt so...
und anders gehts auch nicht