Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aktion gegen IMPP bundesweit!!!!
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hassenichgesehn
17.10.2008, 18:53
Und: lasst Euch nicht provozieren, oder auf den Arm nehmen.
Jo, nennt sich Morbus Trollus. Bitte nicht füttern.
Kriebelmücke
17.10.2008, 23:27
Hauptproblem des Frusts vieler Leute ist eigentlich das letze HEX. Das war leichter als die vorherigen, auch leichter als die alten STEX - sieht man auch klar am "Histogramm der Punktzahlen". Die Kurve ist ganz deutlich weiter rechts als sonst.
Entsprechend durften sich die meisten von uns vorher Sprüche anhören - "hey kein Problem, die meisten die ich kenne haben im Examen x% mehr gekreuzt als in der Vorbereitung" . Die Hoffung war, daß die Examen einfacher werden. Aber das letze HEX war demnach nur ein Ausrutscher.
Warten wir das Histogramm ab. Bestehensgrenze und Umfragen im Forum sagen bisjetzt wenig.
Keenacat
18.10.2008, 00:13
da viele von uns die fragen
unangemessen, speziell und schwer fanden.
der hauptpunkt von alley_cat, feuerblick und einigen anderen ist also immer noch nicht durchgedrungen. ;-)
JEDES semester finden JEDES mal wieder VIELE die fragen unangemessen, speziell und schwer. jedes semester das gleiche geheule, sei es physikum oder hex. jedes semester hier im forum die gleichen aufrufe wahlweise zur briefflut ans impp, zur sammelklage oder auf welche absurden ideen die jeweiligen prüflinge halt so kommen. und jedes semester stellt sich hinterher raus, das alles beim alten ist bei der notenverteilung. :-keks
junge, du bist nicht der erste mit diesem anliegen. the circle of life und so. man neigt immer dazu, die eigenen problemchen als exklusiv zu betrachten, aber das sind sie nicht. und andere haben auch überlebt. also, um himmels willen, entspann dich.
wenn du so weitermachst, hast du mit 30 ein stressbedingtes magenulcus.
[....]JEDES semester finden JEDES mal wieder VIELE die fragen unangemessen, speziell und schwer. jedes semester das gleiche geheule, sei es physikum oder hex. jedes semester hier im forum die gleichen aufrufe wahlweise zur briefflut ans impp, zur sammelklage oder auf welche absurden ideen die jeweiligen prüflinge halt so kommen. und jedes semester stellt sich hinterher raus, das alles beim alten ist bei der notenverteilung. [....] Auf Gymnasien übertragen heißt das:
Bei und nach jeder Klausur finden mehr oder weniger viele Schüler die Aufgaben zu umfangreich und zu schwer. Nach jeder Klausur veranstalten einige das gleiche Geheule und rufen zu Protestaktionen auf. Und nach jeder Klausur stellt sich wieder heraus, dass alles beim Alten ist bei der Notenverteilung.
Der Unterschied zwischen dem IMPP und den Gymnasien besteht dabei lediglich darin, dass die Mitarbeiter des IMPP diesem Gezeter nur virtuell ausgesetzt sind, während es an Schulen im real life stattfindet.
der hauptpunkt von alley_cat, feuerblick und einigen anderen ist also immer noch nicht durchgedrungen. ;-)
JEDES semester finden JEDES mal wieder VIELE die fragen unangemessen, speziell und schwer. jedes semester das gleiche geheule, sei es physikum oder hex. jedes semester hier im forum die gleichen aufrufe wahlweise zur briefflut ans impp, zur sammelklage oder auf welche absurden ideen die jeweiligen prüflinge halt so kommen. und jedes semester stellt sich hinterher raus, das alles beim alten ist bei der notenverteilung. :-keks
junge, du bist nicht der erste mit diesem anliegen. the circle of life und so. man neigt immer dazu, die eigenen problemchen als exklusiv zu betrachten, aber das sind sie nicht. und andere haben auch überlebt. also, um himmels willen, entspann dich.
wenn du so weitermachst, hast du mit 30 ein stressbedingtes magenulcus.
Ach so?! Nein! Kinder....!! Also, dass konnte ja keiner ahnen!
Und ich dachte immer, dass HEX H08 sei das Erste seiner Art...!!
:-keks
Okay! Demokratie, Meinungsfreiheit... Aber wäre es nicht schön mal wieder in einem Staat zu leben in dem jeder seine Klappe hält und alle alles so hinnehmen, wie es ist??
bevor der Bogen absolut überspannt ist:
Es ist absolut legitim und von Nöten, dass sich in diesem Forum überlegt wird, welche Fragen zu monieren sind, ob das Examen insgesamt zu schwer war, ob man etwas dagegen machen kann etc. Dafür ist dieses Forum da!
DU kannst den Circle of life nämlich aktiv verändern und nicht nur daneben sitzen... Aber jeder so, wie sie es mag und umgekehrt...
Erholt Euch!
(... und das sage ich, obwohl ich ganz gute Ergebnisse erzielt habe.)
Die Fragen waren vielfach auf Facharztniveau oder vielleicht auch darüber (zB Genort von HLA B27 oder ähnliche Frechheiten). Außerdem hatten sie oft keine klinische Relevanz, mit der sich das IMPP ja grade brüstet.
Zudem waren die Fragen oft unnötig lange formuliert und voller sinnloser Informationen, die einen in der Prüfung nur Zeit und Nerv kosten.
:-dagegen
Habe mich auch sehr darüber geärgert!
Wenn also jemand eine Unterschriftenaktion oder sowas macht, dann bin ich dabei!
Grüße
Katha
PS: Leute, die immer erklären, man sei ja machtlos und könne eh nichts ändern tragen dazu bei, dass es genauso bleibt! :-wow :-oopss :-peng
.... welche Fragen zu monieren sind....
Für konstruktive Kritik an einzelnen Fragen gibt es diesen Thread: :-stud
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=47750
Für konstruktive Kritik an einzelnen Fragen gibt es diesen Thread: :-stud
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=47750
Habe gleich mal meinen Beitrag geleistet und werde auch weiterhin am Ball bleiben... ;-)
Keenacat
18.10.2008, 10:17
DU kannst den Circle of life nämlich aktiv verändern und nicht nur daneben sitzen... Aber jeder so, wie sie es mag und umgekehrt...
dafür sollte man allerdings auch ein sinnvolles ziel vorweisen können. formulier das doch bitte mal einer. und nein, damit meine ich nicht "die fragen sollen leichter und allgemeiner werden", sondern wo diese änderung HINFÜHREN soll.
sollen alle das hex/physikum mit ner zwei bestehen? das wär vielleicht für alle ganz angenehm, aber der sinn einer prüfung ist dann vollständig verloren gegangen (trennschärfe und so). da kann man auch anfangen, einfach alle ohne weitergehende prüfung durchzuwinken.
und zu dem ad hominen nach dem motto, wir tun wenigstens was, während du faule socke zuhause rumhängst und alles über dich ergehen lässt:
ich veränder aktiv was, arbeite im gegensatz zu vielen anderen ehrenamtlich und leiste meinen eigenen beitrag, bestimmte teile des circle of life zu verändern (die, die dringendst einer veränderung bedürfen). ich hab aber massig probleme, nachwuchs für mein team zu kriegen. wenn es drum geht, dem impp auf die nase zu hauen, sind alle begeistert dabei. aber wo sind die leute, die ihre energie in wirklich sinnvolles investieren?
das frisst mich an.
also spart euch sowas. nur weil man das impp nicht für "teh evil" hält, ist man nicht automatisch jemand, der "seine klappe hält und alles so hinnimmt, wie es ist".
Feuerblick
18.10.2008, 10:52
*grins* Es sagt keiner, dass ihr euch nicht beim IMPP beschweren sollt. Kernaussage inzwischen EINIGER Beiträge war (und nun liste ichs mal auf, weil es anscheinend sonst glatt überlesen wird):
1. zu schwer, nicht praxisrelevant und unzumutbar = keine Argumente.
2. wenn schon, dann sachlich argumentieren: "Frage XXX konnte mit normaler studentischer Literatur nicht gelöst werden, weil..."
3. oder auch: "Krankheitsbild ZZZ kommt in dafür spezialisierten Häusern 7x pro Jahr vor. Die Praxisrelevanz der gestellten Fragen dürfte für damit nicht befasste Fachrichtungen somit zweifelhaft sein."
So ähnlich könnt ihr eure Argumentationen aufbauen. Alles andere klingt nach Kindergartenkind, das auf die Frage, warum es seine Erzieherin nicht mag einfach nur "Darum" antwortet. :-D
dafür sollte man allerdings auch ein sinnvolles ziel vorweisen können. formulier das doch bitte mal einer. und nein, damit meine ich nicht "die fragen sollen leichter und allgemeiner werden", sondern wo diese änderung HINFÜHREN soll.
sollen alle das hex/physikum mit ner zwei bestehen? das wär vielleicht für alle ganz angenehm, aber der sinn einer prüfung ist dann vollständig verloren gegangen (trennschärfe und so). da kann man auch anfangen, einfach alle ohne weitergehende prüfung durchzuwinken.
und zu dem ad hominen nach dem motto, wir tun wenigstens was, während du faule socke zuhause rumhängst und alles über dich ergehen lässt:
ich veränder aktiv was, arbeite im gegensatz zu vielen anderen ehrenamtlich und leiste meinen eigenen beitrag, bestimmte teile des circle of life zu verändern (die, die dringendst einer veränderung bedürfen). ich hab aber massig probleme, nachwuchs für mein team zu kriegen. wenn es drum geht, dem impp auf die nase zu hauen, sind alle begeistert dabei. aber wo sind die leute, die ihre energie in wirklich sinnvolles investieren?
das frisst mich an.
also spart euch sowas. nur weil man das impp nicht für "teh evil" hält, ist man nicht automatisch jemand, der "seine klappe hält und alles so hinnimmt, wie es ist".
Hmmm, ich denke, dass Du meine Äußerung falsch interpretiert hast. Reine Frotzelei...
:-meinung Ich finde es super, dass Du Dich generell "da draußen" engagierst, weiter so! Mache ich übrigens auch - derzeit etwas weniger (aus bekannten Gründen), aber das wird wieder mehr. Du solltest Dich ja eigentlich auch nicht angesprochen fühlen...
Worüber ich mich ärgere:
Du reparierst irgendwas (Deinen Fahrradschlauch) und neben Dir steht jemand (Dein Nachbar), der permanent versucht Dir zu sagen, was alles besser zu tun sei, obwohl er selber keinen Finger rührt. Aber Du machst ja gerade genau das... Verstehste?
Also habe ich die Diskussionen eine Weile beobachtet, kommentiert und dann an der Diskussion über anzweifelbare Fragen aktiv teilgenommen.
Noch Fragen? :-)
Übrigens: Das IMPP macht, meiner Meinung nach, einen schweren, aber guten Job. Allerdings darf man den auch kritisieren. So, wie Du mich kritisierst, oder ich Dich.
Stand der Dinge:
Das Studium soll praktisch orientiert sein. Das STEX soll praktisch orientiert sein. Neue AppO wird gebastelt. Neues HEX wird gebastelt. Alle Rühmen sich jetzt praktisch orientiert zu sein...
Stimmt das? Kann hier irgendjemand behaupten (außer die Neu-Reformierten mit interdisziplinären Fächern in der Vorklinik), dass das Studium praxisbezogener geworden ist? Ich kenne niemanden, der das behauptet!
Die äußere Form des HEX hat sich, im Vergleich zum STEX, verändert. Der Inhalt nicht! Und damit meine ich nicht ein verklärtes "alles wird leichter".
Mal ehrlich:
Tag 2, Gruppe A, Frage 43:
Ein HNO-Arzt guckt in die Nase, wenn ein Kind mit übel riechender, einseitiger Triefnase zu ihm in die Praxis kommt. Er wird der Mutter nie sagen: "weil ihr Kind geistig behindert ist, kann es sich dabei nur um einen Fremdkörper in der Nase des Kindes handeln".
Wo ist der Sinn?
Tag 2, Gruppe A, Frage 59:
Du meldest einen Patienten mit Tuberkulose beim Gesundheitsamt. Ist es nicht egal, ob Du weißt, dass Du den Namen sagen musst, wenn Du dort anrufts?
Du sitzt doch eh mit den Patientendaten neben dem Telefon... Dann kannst Du fragen, ob sie den Namen benötigen....
Viel wichtiger ist doch, dass Du dort anrufst, oder?
Warum werden "Fall Schulküche_Histamin" seltene Case-Reports von 2005 verbraten?
http://www.bfr.bund.de/cm/232/hista...chbouletten.pdf
Warum gibt es zum Case-Report "Karotiden-Diss während der Stillzeit" Fragen?
http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_...2003-24-560.PDF
und so weiter....
Es geht nicht darum, ob man die Frage richtig/falsch (gewußt? geraten?)beantwortet hat, sondern ob das Niveau der Fragen okay ist.
Ich stelle mir unter einer allgemeinmedizinischen und praxisorientierten (so wird es ja von offizieller Seite immer als bereits existent propagiert) Prüfung etwas anderes vor!
Gerade vor dem Hintergrund, dass alle jammern (Politik, Medien, Gesellschaft, KOLLEGEN!) es gebe zu wenig Ärzte in Deutschland/alle würden ins Ausland gehen...
Beste Grüße!
*grins* Es sagt keiner, dass ihr euch nicht beim IMPP beschweren sollt. Kernaussage inzwischen EINIGER Beiträge war (und nun liste ichs mal auf, weil es anscheinend sonst glatt überlesen wird):
1. zu schwer, nicht praxisrelevant und unzumutbar = keine Argumente.
2. wenn schon, dann sachlich argumentieren: "Frage XXX konnte mit normaler studentischer Literatur nicht gelöst werden, weil..."
3. oder auch: "Krankheitsbild ZZZ kommt in dafür spezialisierten Häusern 7x pro Jahr vor. Die Praxisrelevanz der gestellten Fragen dürfte für damit nicht befasste Fachrichtungen somit zweifelhaft sein."
So ähnlich könnt ihr eure Argumentationen aufbauen. Alles andere klingt nach Kindergartenkind, das auf die Frage, warum es seine Erzieherin nicht mag einfach nur "Darum" antwortet. :-D
Ich war zu langsam! :-meinung :-)
Es geht nicht darum, ob man die Frage richtig/falsch (gewußt? geraten?)beantwortet hat, sondern ob das Niveau der Fragen okay ist.
Ich stelle mir unter einer allgemeinmedizinischen und praxisorientierten (so wird es ja von offizieller Seite immer als bereits existent propagiert) Prüfung etwas anderes vor!
Wie schon erwähnt: man kann halt immer und immer wieder die gleichen 640 Fragen im Jahr stellen. Das wird mehr oder weniger in der mündlichen Prüfung getan, die ja 50% der Note ausmacht.
Und die von dir zitierten Fragen mögen auf seltene Fälle zurück gehen, aber das sind eben auch nur einzelne Fragen, die du da herausgegriffen hast. Wenn man mal die Mehrheit der Fragen analysiert, wirst du feststellen, dass man die durchaus mit gängiger Literatur beantworten können wird. Sogar mit dem Exaplan müsste es möglich sein, eine 4 oder eine 3 zu kreuzen. Wie willst du denn sonst eine Grenze ziehen zwischen normal, gut und sehr gut? Es müssen halt immer ein paar Fragen dabei sein, die nur ganz wenige beantworten können.
Ihr leidet hier alle am Zeigarnik Effekt: ihr erinnert euch hauptsächlich an die Fragen, die euch Kopfzerbrechen bereitet haben und vergesst die, die ihr beantworten konntest. So kommt es euch vor, als bestünde das ganze Examen nur aus fiesen Fragen.
sebastianfrohboese
18.10.2008, 12:28
Alleine die Tatsache, dass das IMPP es nicht schafft halbjährlich eine Klausur zu erschaffen, die den Vergleich zwischen den einzelnen Jahrgängen erlaubt bedeutet, dass das IMPP keine gute Arbeit leistet.
In den USA z.B. mit dem USMLE bekommt man keine Punkte / Note sondern einen Score, der über Jahrzehnte (prospektiv und retrospektiv) Studentische Leistungen vergleichbar macht.
Und von allem, was man so liest schaffen die das sehr gut.
(ist aber kompliziert. Es werden keine Fragen veröffentlicht, so dass man genug statistische daten über die einzelnen Fragen hat. Fragen mit schlechter Trennschärfe fliegen raus und nicht jede Frage ist gleich viel wert. Jede wird Frage im nachhinein mit einem korrekturfaktor in die Rechnung eingeht, um am ende das studentische Bild perfekt auf eine Normverteilung anzupassen... hin oder her, sie machen eine bessere Arbeit als unser IMPP. Leichte Fragen wenig wert, faire schwere halt mehr.)
Bei uns hingegen soll sich keiner was auf seine zwei aus F08 einbilden. Genausowenig sollte jemand in depressionen wegen einer vier im H08 verfallen.
Nur wissen das die Chefs auch?
Die denken wirklich, dieses Jahr bewerben sich nur die volldeppen....
hassenichgesehn
18.10.2008, 12:31
Interessant, daß einige es noch immer nicht begriffen haben! Wenn ich bei einer Frage nach den Nebenwirkungen von Pyrazinamid nicht mehr genau weiß, ob Hypokaliämie oder Hyperurikämie zutrifft, dann weiß ich trotzdem: hey! das ist klinisch relevant, hast Du Dir auch schon mal angeguckt, das solltest Du eigentlich wissen und hast keinen Grund, Dich zu beschweren, wenn Du es nicht weißt. Hingegen habe ich jeden Grund mich zu beschweren, wenn nach der neuesten Therapie des Pleuramesothelioms gefragt wird, die auch in den Standardwerken der Inneren Medizin noch nicht aufgeführt wird oder diffizil danach gefragt wird, welcher Strahlentyp in der second-line-therapie des Basalioms eingesetzt wird. Auf solche Fragen kann sich angesichts der Fülle des Wissensgebietes niemand vernünftig vorbereiten und solches Wissen geht auch an der klinischen Realität vorbei, wie jeder weiß, der sein PJ hinter sich hat (sowas wird nachgeschlagen und mit dem Oberarzt beredet, ist also Facharztwissen). Sowas gehört in gar kein Stex hinein und in unserem waren sehr viel mehr solcher Fragen vorhanden als im letzten Examen und meines Erachtens auch mehr als in den Examina davor (aber das wird die statistische Analyse ja zeigen). Und noch eine Bitte an alle, die die Fragen nicht kennen: bitte spart euch eure neunmalklugen Kommentare. Habt ihr auch Eure Freunde und angehenden Kollegen so begrüßt, die gerade frisch aus der Prüfung kamen? Heul nich rum, hätts Du mal besser gelernt, ist doch immer so. Lächerlich.
Der Praktikant
18.10.2008, 14:21
Alleine die Tatsache, dass das IMPP es nicht schafft halbjährlich eine Klausur zu erschaffen, die den Vergleich zwischen den einzelnen Jahrgängen erlaubt bedeutet, dass das IMPP keine gute Arbeit leistet.
In den USA z.B. mit dem USMLE bekommt man keine Punkte / Note sondern einen Score, der über Jahrzehnte (prospektiv und retrospektiv) Studentische Leistungen vergleichbar macht.
Und von allem, was man so liest schaffen die das sehr gut.
(ist aber kompliziert. Es werden keine Fragen veröffentlicht, so dass man genug statistische daten über die einzelnen Fragen hat. Fragen mit schlechter Trennschärfe fliegen raus und nicht jede Frage ist gleich viel wert. Jede wird Frage im nachhinein mit einem korrekturfaktor in die Rechnung eingeht, um am ende das studentische Bild perfekt auf eine Normverteilung anzupassen... hin oder her, sie machen eine bessere Arbeit als unser IMPP. Leichte Fragen wenig wert, faire schwere halt mehr.)
Bei uns hingegen soll sich keiner was auf seine zwei aus F08 einbilden. Genausowenig sollte jemand in depressionen wegen einer vier im H08 verfallen.
Nur wissen das die Chefs auch?
Die denken wirklich, dieses Jahr bewerben sich nur die volldeppen....
Signed :-dafür Und ich hab schon befürchtet, ich sei der einzige, der exakt das denkt!
Christoph_A
18.10.2008, 17:01
Ich geb ja selten mal Alley recht, aber hier trifft sie den Nagel auf den Kopf-es ist wirklich jedes Examen dasselbe und das war es auch schon, als ich Physikum und die Stexe gemacht hab und wahrscheinlich seit Beginn der Prüfungen-es wird immer rumgenörgelt, daß alles zu schwer war, daß alles auf Facharztniveau war, daß das letzte Examen dagegen ein Witz gewesen ist und was ist die Konsequenz? Die Notenverteilung am Ende ist komischerweise auch fast immer im selben Rahmen, die Ergebnisse der Referenzgruppe werden sogar tendenziell leicht besser, wenn man die letzten Jahre sachlich betrachtet.
Und es sind auch immer die Gleichen, mehr oder weniger verständlicherweise Unzufriedenen, die dann losmaulen. Wenn manche Leute mit dem selben Aufwand gelernt hätten, mit dem sie hier rummosern, dann kann ich mir nicht vorstellen, daß sie keine bessere Note erzielt hätten, außer, sie haben nach sechs Jahren Studium immer noch nicht gerafft, wie ne MC Prüfung funktioniert.
Und in letzter Konsequenz werden dann auch immer diejenigen, die gute Leistungen abgeliefert haben, angefeindet und der unheimlich haltbare Satz aufgestellt, daß ja die, die gut in der Uni waren, ohnehin keine guten Ärzte werden können, da es ihnen ja an Sozialkompetenz/Menschlichkeit/Empathie fehlen würde.
Naja, wems hilft.......
Kriebelmücke
18.10.2008, 17:11
Zur angeblichen Konstanz der IMPP-Prüfungen habe ich
an anderer Stelle folgendes geposted:
Wenn man sich z.B. die Teilnehmer mit
über 270 Punkten anssieht, dann waren das
F 2007 : 3,4 %
H 2007: 8%
F 2008: 17,4 %
Das sind ganz enorme Schwankungen.
Schaut man sich die Leute >290 Punkte an,
also in etwa die Einser-Kandidaten, sah es so aus:
F 2007: 0,1%
H 2007: 0,4 %
F 2008: 1,6 %
Es dürfte F 2008 etwa 5-6 mal so viele Einser gegeben haben
wie in den Exmina der Vorjahre. Das Examen war leichter.
Wie unser Examen einzuordnen ist, bleibt abzuwarten. Ich denke,
F 08 war die Ausnahme, unser Examen (und die davor) die Regel.
Die meisten haben eben in der Vorbereitung besser gekreuzt als
im Examen. Das war die Jahre zuvor nicht so. Und das ist
frustran.
Dr. Sziget
18.10.2008, 17:24
abgesehen vom aktuellen Examen und dem Schweregrad den ich auch unkommentiert lassen will, ist es ja wohl dennoch offensichtlich, dass der Faktor Glück in der neuen Form des Staatsexamens deutlich mehr Gewicht hat als früher. Zum einen sind es nur noch 320 Fragen und zum anderen sind davon 180 Fragen auf Fälle verteilt die mehr oder minder zufällig ausgewählt werden.
In keinem alten Staatsexamen gabs 15 Fragen zu nur einem Themenkomplex und wenn in dieser neuen Form auch nur 4 Fälle gewählt werden, die einem nicht liegen und die schon im Einleitungstext die relevanten Informationen zum Krankheitsbild enthalten nur um dann speziellste Fragen zur genauen Diagnostik zu stellen (siehe Szintigraphie, siehe Chromosomenlokalisation...) dann lässt man schon mal gleich gut und gerne 20 Punkte liegen, was dem Bereich einer Note entspricht. Ich denke auch, dass man mit solider Vorbereitung bei jedem Fall 10 Fragen richtig lösen kann - jedoch geht man dennoch nach solch einer Klausur nach Hause und fragt sich, was man falsch gemacht hat. Vielleicht kommen ja im nächsten Jahr je 15 Fragen zur Flussblindheit, zur nekrotisierenden Fasziitis oder zum Berufschutz von Kanalarbeitern...das Examen sollte doch darauf angelegt sein, das medizinische Verständnis zu prüfen und gerne auch komplexe Sachverhalte abfragen aber diesem Anspruch wird das Hammerexamen in seiner jetzigen Form beileibe nicht gerecht.
Es ist es doch nur legitim den Sinn und die Vergleichbarkeit einer solchen Prüfung in Frage zu stellen.
Liebe Grüße
Dr.Sziget
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