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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviel Miete zahlt ihr als Assistenzarzt?



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origamifalter
13.09.2022, 05:50
In anderen Metroplen (New York, Paris etc.) wohnen auch Gutverdiener in WGs oder 20qm-Einzimmerappartements. Da ist in deutschen Großstädten noch Luft nach oben.


ich hoffe dasss uns das in DE/AUT/CH erspart bleibt

Holthusen
13.09.2022, 08:53
Was den sozialen Wohnungsbau angeht, gab es den ja durchaus, der wurde nur der Profitgier der Regierenden von Stadt und Freistaat geopfert, auch und gerade von grünen und roten Poitikern.
Von den üblichen Deals der schwarzen Granden brauchen wir hier gar nicht anfangen, der Freistaat hat auch sein Säckel auf Kosten der Ärmeren gefüllt.


Wahrscheinlich die Staatspartei, die schon immer an der Macht ist in Bayern. Gibt's keinen Bauminister, den Söder aus dem Hut zaubern kann. Ein neue Aufgabe für den Andy Scheuer^^.


Prinzipiell sollte die Frage lauten, wie man die Urbanisierung etwas eindämmen kann. Bebauungspläne so zu verändern, daß Einfamilienhäuser gar nicht mehr möglich sind, halte ich für den falschen Weg.


Oder schau dir Städte wie Los Angelos an. Endlose Weite mit Einfamilienhäusern, der amerikanische Traum. Dafür hat man öde Stadtzentren und braucht ewig von A nach B. Dann sind wir uns ja einig, dass man die Urbanisierung eindämmen sollte, nur das wie und wo ist strittig. Natürlich habe ich überspitzte Beispiele gewählt.



Insgesamt müsste massiv neuer, bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, Ansätze hierzu gibt es ja auch, siehe z B Aubing, aber solange man in dieser Stadt überspitzt formuliert jedes Dixieklo für 400 Euro kalt vermietet kriegt, ist da nicht genug Anreiz da.


Da sind wir uns mal einig. Bauvorschriften müssten vereinfacht werden und rechtliche Mittel gegen verhaltensoriginelle Eigentümer und Spekulanten müssten schneller und effektiver greifen. Jetzt gerade sieht man wieder solche Auswüchse bei der Adler Group und über meist ältere und "verhaltensoriginelle" Grundstückseigentümern. Heißt es nicht Eigentum verpflichtet im Grundgesetz?


ich hoffe dasss uns das in DE/AUT/CH erspart bleibt
Es gibt auch viele Nachteile für internationales Publikum in deutschsprachigen Ländereien z.B. die schwierige Sprache, fremde Kultur, komplexe und hohe Steuern, inzwischen sind die Lebenshaltungskosten hier auch nicht mehr niedriger als anderswo.
Ich denke uns bleiben Mega-Metropolen wie Paris, London, New York "erspart".

Feuerblick
13.09.2022, 09:49
Ihr Lieben, ihr seid meilenweit vom eigentlichen Threadthema entfernt. Also bitte: Back to topic!

Kaas
13.09.2022, 10:02
"Ostdeutsche Metropole" und hippe Großstadt, 2 Zimmer, 60 qm, 390 Euro kalt. Ist aber auch hier längst nicht mehr normal. Trotzdem dürften die Mietpreise, so hoffe ich, nicht mehr lange steigen auf Grund fehlender Kaufkraft der allgemeinen Bevölkerung. Insgesamt kann man hier noch günstig zur Miete wohnen, Preise für schöne Eigentumswohnungen sind aber auch hier langsam astronomisch.

Holthusen
13.09.2022, 11:03
In Ostdeutschland ist je nach Stadt noch gewaltig Wohnraumreserve vorhanden dank Erichs Plattenbauten. Wenn man sich Mühe gibt, kann man auch daraus was machen.

Christoph_A
13.09.2022, 11:51
Wer gerne in nem DDR Silo wohnen will, kann das natürlich tun. Die allermeisten Menschen sind da jetzt aber nur so peripher von begeistert. Zumal diese Trabantenstädte nun auch wirklich monumental scheußlich aussehen.
Was den Eigentum verpflichtet Grundsatz angeht, heißt das mitnichten, daß man da nach Gutdünken enteignen darf, auch wenn das der feuchte Traum einiger Alt- und Jungsozialisten (siehe Klein Kevin) ist. Prinzipiell kann ich schon mit meinem Eigentum machen was ich will, der einzige Punkt, der hier Spielräume eröffnen würde, wäre das vorsätzliche Zurückhalten von Bauflächen zu Spekulationsgrünenden durch Großinvestoren, was allerdings ein rechtlicher Graubereich ist und wahrscheinlich jahrelange Rechtsstreitigkeiten bis nach Karlsruhe nach sich ziehen würde.
Zumal durch Enteignungen per se der Wunsch nach Investition in Wohnraum bei Privatpersonen/Firmen in der betreffenden Stadt aufgrund der fehlenden Planungssicherheit gegen 0 tendieren dürfte. Und wie der Staat solche Ausfälle auffangen will, wäre interessant zu sehen.
Generell wird es, auch durch den zu erwartenden massiven Anstieg der Bauzinsen schwierig werden, dem Wohnungsbedarf in unseren Ballungszentren Herr zu werden, denke, da wird sich zunehmend eine Abwanderung in die Speckgürtel und noch darüber hinaus entwickeln, einfach, weil das die Wohnraumrealität widerspiegelt. Sozialpolitisch bedenklich, aber wohl nicht mehr anders lösbar.

Feuerblick
13.09.2022, 12:18
Welcher Teil von „Back to topic“ ist unverständlich? Führt eure philosophischen Diskussionen über Wohnungsmärkte und Eigentum bitte woanders weiter.Ende der Durchsage!Feuerblick MediLearn-Moderatorin

Mometasonfuroat
13.09.2022, 20:44
Meine Prognose (und die sind mehr als schwierig zur Zeit zu treffen): mieten werden weiter steigen allein aufgrund der Inflation, die Kaufpreise auf lange Sicht auch und nur derzeit in manchen Regionen leicht nachgeben (einstelliger %Bereich)

Holthusen
13.09.2022, 23:08
Also als Assi muss man irgendeinen Kompromiss finden. Es sollte günstig sein, aber auch Qualität bieten. Nach der langen Arbeit will man nicht in irgendein Loch kommen. Und dann ist dann auch die Frage, ob man was dauerhaftes sucht oder eher was temporäres. Ein Großteil der Assis wechselt ja doch immer mal wieder den Job oder die Stadt. Es gibt aber auch die Leute, die ihr ganzes Leben in der selben Region und derselben Klinik bleiben.



Meine Prognose (und die sind mehr als schwierig zur Zeit zu treffen): mieten werden weiter steigen allein aufgrund der Inflation, die Kaufpreise auf lange Sicht auch und nur derzeit in manchen Regionen leicht nachgeben (einstelliger %Bereich)

Bei den aktuellen Zinsen fallen die ganzen Kapitalanleger als Käufer von Wohnungen momentan raus. Die anderen müssen jetzt dreimal durchrechnen, ob sie sich den Kredit leisten können. Ergo gibt's insgesamt weniger Käufer. Für die "alten" Preise, an denen manche Verkäufer noch hängen, womöglich garkeine Käufer mehr. Manche Immobilienmakler träumen ja schon davon, dass 2023 und 2024 die Zinsen wieder auf 0 gehen und die alten Zeiten zurückkehren. Der Markt hat auch noch nicht so wirklich seinen Boden gefunden. Demographische Veränderungen werden erst Ende des Jahrzehnts voll durchschlagen. Finde auch Prognosen schwierig. Mieten werden steigen, aber eher mit der Lohnentwicklung statt Inflation.


Wer gerne in nem DDR Silo wohnen will, kann das natürlich tun. Die allermeisten Menschen sind da jetzt aber nur so peripher von begeistert. Zumal diese Trabantenstädte nun auch wirklich monumental scheußlich aussehen.


Natürlich nicht. Mega häßlich WB70. Macht aber keinen Sinn alles abzureißen. Wer jetzt nicht so begütert ist, wird auch das nehmen und dankbar sein, was bezahlbares zu haben. Es gibt interessante Architektonische Konzepte, was aus den häßlichen Blöcken zu machen ist und die Monotonie aus der Architektur rauszunehmen ( z.B. oberste Geschosse teilweise wegnehmen, bessere Farben, interessante Balkone anbauen, Vorgärten anlegen). Von der Bausubstanz sind die immerhin sehr massiv.



Was den Eigentum verpflichtet Grundsatz angeht, heißt das mitnichten, daß man da nach Gutdünken enteignen darf...
Generell wird es, auch durch den zu erwartenden massiven Anstieg der Bauzinsen schwierig werden, dem Wohnungsbedarf in unseren Ballungszentren Herr zu werden, denke, da wird sich zunehmend eine Abwanderung in die Speckgürtel


Natürlich nicht. Aber du hast ja selbst erkannt, dass irgendwo der Spaß mit der Spekulation ein Ende hat. Eine Folge der steigenden Zinsen ist, das Bauland demnächst günstiger werden sollte. Brachliegendes zu teures Bauland braucht niemand. Unbezahlbare Wohnungen auch nicht.

Feuerblick
14.09.2022, 07:58
Okay, es reicht. Da Back to topic für manche Leute offenbar zu schwer ist, wird hier passager ein Schlösschen drangehängt. Ende.