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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviel Miete zahlt ihr als Assistenzarzt?



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Lava
27.12.2016, 08:25
Kaufen bindet einen halt langfristig an eine Gegend. Das konnte ich mir bisher nicht vorstellen. Bin schon dreimal quer durch die ganze Republik gezogen. :-nix

Kaas
27.12.2016, 09:42
Wieso? Man kann ja einfach wieder verkaufen, auch lange bevor alles abbezahlt ist. In halbwegs attraktiven Gegenden überhaupt kein Problem.

Lava
27.12.2016, 09:56
Hm.... das war mir nicht so klar. Aber bisher war ich einmal 5 und einmal nicht ganz 3 Jahre in einer Gegend. Finde ich schon ein bisschen kurz, um was zu bauen/kaufen.

jijichu
27.12.2016, 13:09
Wieso? Man kann ja einfach wieder verkaufen, auch lange bevor alles abbezahlt ist. In halbwegs attraktiven Gegenden überhaupt kein Problem.

Klar kann man. Aber es ist mit viel Aufwand verbunden und man riskiert schon, einen ggg. größeren Verlust zu machen.

LostSoul
27.12.2016, 17:38
Man verliert auf jeden Fall die Grunderwerbsteuer und die Notarkosten. Aber die Preise sind in den letzten 5 Jahren so drastisch gestiegen, dass man trotzdem eher Gewinn gemacht hätte.

geisterhome
28.12.2016, 11:52
Also wenn man weiß das man 5 bis 6 Jahre (sprich bis zum fa) wo bleibt zahlt man, wenn ich mir die Mieten hier so anschaue, schon sicher 50000 bis 60000 euro, eventuell mehr, da kann man schon mit viel Verlust verkaufen und immer noch plus machen gegenüber Mieten oder sehe ich was falsch?

Beare1990
28.12.2016, 15:14
Ich wohne in Berlin in einer WG, da das das einzige bezahlbare war das ich auf die Schnelle gefunden habe. Wir wohnen zu 3 und ich musste zum Glück nichts für Küche,Bad oder Möbel bezahlen weil ich das Zimmer über eine Firma gebucht habe, deren Verlinkung einen Verstoß gegen die Forenregeln darstellt. Das ganzue kostet mich im 400€ im Monat das wars.

BlackVelvet
28.12.2016, 15:24
Du musst halt bedenken, dass die Frage grundsätzlich selbst auf Lebenszeit nicht so einfach zu beantworten ist.

Ein paar wichtige Beispiele für einen Vergleich:
- die Häuserpreise sind in den meisten Städten stärker als die Mietpreise gestiegen
- du trägst als Besitzer Risiken, die du als Vermieter nicht trägst, sofern du keinen Neubau kaufst (kaputte Heizung, neue Fenster, Fassade usw.)
- es kommt vor allem darauf an, zu welcher Rendite du das Geld, was du an Eigenkapital in die Wohnung stecken würdest, sonst anlegen würdest, dann wird nämlich fix eine Milchmädchenrechnung aus dem Kaufen statt Mieten
- du zahlst Grunderwerbssteuer, Notarkosten und Courtage, die auf jeden Fall weg sind
- du zahlst Zinsen auf den Fremdfinanzierten Teil die genauso auf jeden Fall weg sind, sofern du das Darlehen nicht schnell ablösen könntest, stehst du in Zukunft unter dem Zinsänderungsrisiko
- brauchst du die Wohnung nicht mehr, könnte es sein, dass du sie mit Verlust verkaufst
- ein Großteil deiner Liquidität ist in der Immobilie gebunden, solltest du, aus welchem Grund auch, schnell Geld brauchen, lässt sich eine Alternativanlage am Geldmarkt oder in Wertpapieren viel schneller wieder einlösen

die Liste lässt sich noch weiter Fortsetzen. Ich würd jedem, der mit mit einem Gedanken an den Immobilienkauf spielt, zu einem entsprechenden rational geschriebenem Buch über kaufen vs. Mieten raten.

Liebe Grüße
BlackVelvet, der neben Medizin auch BWL studiert hat und aus ökonomischen Gründen lieber mietet.

BlackVelvet
28.12.2016, 15:24
Du musst halt bedenken, dass die Frage grundsätzlich selbst auf Lebenszeit nicht so einfach zu beantworten ist.

Ein paar wichtige Beispiele für einen Vergleich:
- die Häuserpreise sind in den meisten Städten stärker als die Mietpreise gestiegen
- du trägst als Besitzer Risiken, die du als Vermieter nicht trägst, sofern du keinen Neubau kaufst (kaputte Heizung, neue Fenster, Fassade usw.)
- es kommt vor allem darauf an, zu welcher Rendite du das Geld, was du an Eigenkapital in die Wohnung stecken würdest, sonst anlegen würdest, dann wird nämlich fix eine Milchmädchenrechnung aus dem Kaufen statt Mieten
- du zahlst Grunderwerbssteuer, Notarkosten und Courtage, die auf jeden Fall weg sind
- du zahlst Zinsen auf den Fremdfinanzierten Teil die genauso auf jeden Fall weg sind, sofern du das Darlehen nicht schnell ablösen könntest, stehst du in Zukunft unter dem Zinsänderungsrisiko
- brauchst du die Wohnung nicht mehr, könnte es sein, dass du sie mit Verlust verkaufst
- ein Großteil deiner Liquidität ist in der Immobilie gebunden, solltest du, aus welchem Grund auch, schnell Geld brauchen, lässt sich eine Alternativanlage am Geldmarkt oder in Wertpapieren viel schneller wieder einlösen

die Liste lässt sich noch weiter Fortsetzen. Ich würd jedem, der mit mit einem Gedanken an den Immobilienkauf spielt, zu einem entsprechenden rational geschriebenem Buch über kaufen vs. Mieten raten.

Liebe Grüße
BlackVelvet, der neben Medizin auch BWL studiert hat und aus ökonomischen Gründen lieber mietet.

Heerestorte
28.12.2016, 17:19
BlackVelvet, der neben Medizin auch BWL studiert hat und aus ökonomischen Gründen lieber mietet.

Das habe ich schon öfters gehört, dass Mieten oft sinnvoller ist als kaufen.
Auch in dem Zshg., dass wohlhabende Leute eher zur Miete wohnen als in ihren eigenen Immobilien,
selbst wenn sie ihr Vermögen mit Immobilien gemacht haben.
Eben deshalb, weil man sich als Mieter um nichts kümmern muss und das alles der Vermieter machen muss.

epeline
28.12.2016, 17:52
Also wenn man weiß das man 5 bis 6 Jahre (sprich bis zum fa) wo bleibt zahlt man, wenn ich mir die Mieten hier so anschaue, schon sicher 50000 bis 60000 euro, eventuell mehr, da kann man schon mit viel Verlust verkaufen und immer noch plus machen gegenüber Mieten oder sehe ich was falsch?

Du darfst aber nur die Kaltmiete rechnen

OhDaeSu
28.12.2016, 19:00
Auch in dem Zshg., dass wohlhabende Leute eher zur Miete wohnen als in ihren eigenen Immobilien,
selbst wenn sie ihr Vermögen mit Immobilien gemacht haben.
Eben deshalb, weil man sich als Mieter um nichts kümmern muss und das alles der Vermieter machen muss.

Vermutlich eher weil Vermietung die selbstgenutzte Immobilie aus steuerlicher Sicht aussticht.

Herbstblume90
08.01.2017, 19:30
Es passt zwar nicht 100% in den Thread, aber es ging hier ja auch etwas allgemein um Wohnen... Wohnt von euch jemand im Erdgeschoss in einer Stadt und mag Erfahrungen teilen?

Heerestorte
07.02.2021, 11:16
Ich hole den Thread hier mal hervor...
Habe ja jahrelang in WGs gewohnt (eigentlich immer) und möchte nun das Nest verlassen.
Bin am grüblen ob mir 1100 warm nicht zu viel sind (bei 95qm), leisten könnte ich es mir aber eigentlich schon. Ist ne super schöne Wohnung und bevor ich für 60qm 900€ warm zahle, lege ich lieber was drauf und habe mehr Platz.

Wie ist bei euch anderen alleine lebenden Assis gerade so die Miethöhe?

davo
07.02.2021, 11:20
Ich zahl ähnlich viel wie du bei deiner Wunschwohnung zahlen würdest.

Dafür ist meine Wohnung groß und schön, in einer sehr guten Gegend, sehr gute Verkehrsanbindung, sehr schnell zu Fuß im Zentrum, sehr schnell im Krankenhaus, sehr ruhig trotz vieler Einkaufsmöglichkeiten in der unmittelbaren Umgebung, etc.

Ich hab es keine Sekunde lang bereut. Sich zuhause wohlzufühlen ist immens wichtig.

Colourful
07.02.2021, 11:22
Kannst du dir leisten, einer Freundin von mir in deiner Situation ist das aber auf die Dauer einfach zuviel Geld. Und ich frage mich ehrlich - wad machst du allein auf 100m2? Das muss ja auch alles geputzt und geheizt werden... Ich habe mit meiner kleinen Tochter auf 55m2 gewohnt und fand das auch absolut ausreichend, war gut geschnitten, alles drin. Aber ich persönlich bin auch eher minimalistisch (mein Mann nicht).

davo
07.02.2021, 11:27
Ich kann Torte total verstehen. Platz ist schön.

Heerestorte
07.02.2021, 12:06
Kannst du dir leisten, einer Freundin von mir in deiner Situation ist das aber auf die Dauer einfach zuviel Geld. Und ich frage mich ehrlich - wad machst du allein auf 100m2? Das muss ja auch alles geputzt und geheizt werden... Ich habe mit meiner kleinen Tochter auf 55m2 gewohnt und fand das auch absolut ausreichend, war gut geschnitten, alles drin. Aber ich persönlich bin auch eher minimalistisch (mein Mann nicht).


Also 2 Zimmer würden schon gehen, wenn sie gut geschnitten sind.
Zur WG ist alles platztechnisch ne Verbesserung.
Wenn 2 Zimmer halt schlecht geschnitten sind, steht der Schreibtisch halt entweder doof im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer rum und das ist beides suboptimal.
Am besten wären 2,5 Zimmer mit ner Nische für den Schreibtisch :-))
Objekt der Begierde hätte großes schönes Wohnzimmer, Essbereich, Schlafzimmer und ein Arbeitszimmer. In letzteres könnte man dann Sportgerät und Schreibtisch unterbringen.
Ob ich das wirklich brauche ist die andere Frage, vermutlich nicht, geil ist es sicherlich :D

ninakatharina
07.02.2021, 12:46
Ich hole den Thread hier mal hervor...
Habe ja jahrelang in WGs gewohnt (eigentlich immer) und möchte nun das Nest verlassen.
Bin am grüblen ob mir 1100 warm nicht zu viel sind (bei 95qm), leisten könnte ich es mir aber eigentlich schon. Ist ne super schöne Wohnung und bevor ich für 60qm 900€ warm zahle, lege ich lieber was drauf und habe mehr Platz.

Wie ist bei euch anderen alleine lebenden Assis gerade so die Miethöhe?
95 m2 haben wir zu dritt bzw bald zu viert... Allerdings für etwas mehr (knapp 1300 Euro warm). Platzmässig kommen wir damit eigentlich gut zurecht. Wir wohnen aber auch in einem sehr beliebten Viertel in der Grossstadt und sind damit noch eher günstig mit unserer Wohnung.
Mir wären 1100 Euro und eine so große Wohnung als Assistentin im 1. Jahr zuviel gewesen, ich hab mein Geld lieber gespart und für Reisen ausgegeben (geht im Moment natürlich auch nicht wirklich....).

Meine erste eigene Wohnung (2 Zimmer, wunderschöner Altbau mit Dielen.. Aber nicht saniert und ohne Balkon) hat 350 Euro gekostet und damit genauso viel wie mein Studenten-WG Zimmer in Österreich :D

Schlussendlich ist es absolut Typsache, wenn die Wohnung dich total begeistert und du es dir leisten kannst... Why not...gibt's denn noch Alternativen?

Relaxometrie
07.02.2021, 13:03
Ich sehe riesengroße Wohnungen für Alleinwohnende auch eher kritisch. Es muss (wenigstens ansatzweise :-)) ) geputzt und vorallem geheizt werden. Da muss jeder für sich überlegen, ob er die Ressourcen dafür ver(sch)wendet, für sich alleine eine zu große Wohnfläche zu heizen. Abgesehen vom finanziellen Aspekt sollte man auch überlegen, dass immer mehr Fläche zugebaut wird, wenn jeder Einzelne eine immer größere Wohnfläche für sich beansprucht.
Ich wohne im Moment alleine und habe 65qm, was ich schon fast zu viel Fläche finde. Na klar ist es schön, nicht zu beengt zu wohnen, aber eine größere Wohnung wird es -wenn ich wieder umziehen sollte- definitiv nicht. Eher kleiner.
Allerdings habe ich mit meiner jetzigen Wohnung Glück; sie hat nämlich tatsächlich die 2,5 Zimmer. In dem halben Zimmer ist ausreichend Platz für einen Schreibtisch und Regale für Medizinkram und "wichtige Unterlagen". Das Wohnzimmer ist also komplett frei von diesem dort doch eher ungemütlich wirkenden Kram.