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Evil
06.11.2009, 21:22
diesen quecksilberunfug hätte ich jetzt nicht von dir erwartet, das kannste dir glatt kiloweise in der form innen arm schiessen, das weisst du auch.
Ich mir schon, bei Schwangeren und Kleinkindern würd ich das deutlich enger sehen.



die darreichungsform als solche ist wohl üblich, die packungsgrösse hingegen diskutierbar, aber das ist dann eine nachher-diskussion nach dem motto, wir wären aber schlauer gewesen. wobei die rechnung ja nicht ganz aufgeht, man spart eine nachimpfung bei vergleichsweise immer noch höherer immunisierung, also das ist noch nicht ausgerechnet.
Die Darreichungsform ist nun wieder herkömmlich und eben nicht pandemiegerecht, insofern wurde das einfach verpennt.
Und nach Studienlage bringt eine zweimalige Impfung eben doch eine bessere Serokonversion, auch wenn GSK auf Basis dürftiger Datenlage anderslautende Informationen verbreitet.


@ Muriel: So ist das nunmal, wenn 2 Exil-Westfalen miteinander diskutieren.
Du weißt ja, es gibt für westfälische Neugeborene eigene Kopfumfangsperzentilen :-D

Irgendwie hab ich aber tatsächlich das Gefühl, daß es derzeit wenig Standpunktbewegung gibt :-))
Setzen wir die Diskussion fort, sobald sich die Lage ändert... in welche Richtung auch immer...

airmaria
07.11.2009, 19:52
...das quecksilberhaltige Konservierungsmittel


diesen quecksilberunfug hätte ich jetzt nicht von dir erwartet, das kannste dir glatt kiloweise in der form innen arm schiessen


Ich mir schon, bei Schwangeren und Kleinkindern würd ich das deutlich enger sehen.


das squalen ist seit 1997 im einsatz, zig-millionenfach verimpft, auch unter entsprechender studienbegleitung bei kleinkindern und neugeborenen:
keine evidenz irgendwelcher sicherheitsbedenken!
airmaria

Evil
07.11.2009, 20:41
das squalen ist seit 1997 im einsatz, zig-millionenfach verimpft, auch unter entsprechender studienbegleitung bei kleinkindern und neugeborenen:
keine evidenz irgendwelcher sicherheitsbedenken!
airmaria
Ähm, was möchtest Du mir mit Squalen sagen? Du scheinst da ein bißchen was durcheinanderzubringen... ;-)


Squalen ist eine ungesättigte organische Verbindung, deren Verwendung als Adjuvans nicht ganz unproblematisch sein soll:

Hingegen ist die Verwendung von injizierter Sqalen-Emulsion als Adjuvans nicht unproblematisch. Eine Studie, die im Jahr 2000 im American Journal of Pathology veröffentlicht wurde, wies darauf hin, dass eine einzige Injektion des in Impfstoffen als Verstärkersubstanz (Adjuvans) verwendeten Squalens bei für Arthritis empfängliche Ratten eine chronische, immunvermittelte Entzündung bzw. eine rheumatoide Arthritis auslösen konnte.[10] Noch nicht geklärt ist das Risiko, Autoimmunerkrankungen auszulösen: ... caution should be exercised in the use of oil adjuvants in human and veterinary vaccines. ... their use may be complicated by autoimmunity




Der quecksilberhaltige Konservierungsstoff in Pandemrix ist Thiomersal, der recht lang im Verdacht stand, bei Kleinkindern neurologische Erkrankungen auszulösen.
Das hat sich zwar nicht bestätigt, nichtsdestoweniger halte ich die Verwendung von Quecksilber in Medikamenten für nicht mehr zeitgemäß.

airmaria
07.11.2009, 20:49
Ähm, was möchtest Du mir mit Squalen sagen? Du scheinst da ein bißchen was durcheinanderzubringen... ;-)

Der quecksilberhaltige Konservierungsstoff in Pandemrix ist Thiomersal, der recht lang im Verdacht stand, bei Kleinkindern neurologische Erkrankungen auszulösen.

in der tat habe ich das jetzt vermixt... aber ist doch letztlich das gleiche in grün: setze 1999 statt 1997
airmaria

Feuerblick
07.11.2009, 20:55
Interessant, dass das Zeug gespritzt werden darf, während es als Konservierung für Augentropfen schon länger aus dem Handel ist, weil es noch mehr allergische Reaktionen machte als das gute alte Benzalkonium...

airmaria
07.11.2009, 21:05
Interessant, dass das Zeug gespritzt werden darf, während es als Konservierung für Augentropfen schon länger aus dem Handel ist, weil es noch mehr allergische Reaktionen machte als das gute alte Benzalkonium...

die immunreaktion der körberoberfläche ist von intrakorporalen reaktionen deutlich zu unterscheiden: patienten mit nickelallergie z.b. reagieren in der regel nicht auf nickelhaltige endoprothesen.
airmaria

Feuerblick
07.11.2009, 21:07
Mag ja sein... es ist trotzdem verwunderlich...

airmaria
07.11.2009, 23:08
dann will ich mal die quecksilberdaten näher beleuchten:

im pandemrix sind wohl 5 mikrogramm vom ethylquecksilber, das entspricht

0,005mg

unten dran findet ihr mal einen kleinen auszug der quecksilberbelastung von hier in der gegend geprüftem importfisch (aus http://www.baselland.ch/fileadmin/baselland/files/docs/vsd/labor/aktuell/kamp/jan_fisch.pdf):

o.k., lassen wir mal diese extravaganten risikoteile , wie hai und schwertfisch etc., weg, nehmen wir vielleicht thunfisch, von mir aus auch diverse (median):

thun: 0,44 mg/kg
div: 0,17 mg/kg

nun gut, wir futtern kaum nen kilo fisch zum mittag, rechnen wir also mit 100g, das entspräche dann eine ration/mahlzeit von:

thun: 0,044 mg
div: 0,017 mg

jetzt wird das aber nicht übelst in den arm gespritz, sondern lediglich gefuttert. wir wissen, dass unsere bakterienflora recht ordentliche reaktorleistungen vollbringen, so dass letztendlich von einer resorptionsrate von 95% als methyl-quecksilber ausgegangen werden kann. verbleibt also:

thun: 0,042 mg
div: 0,016mg

...für je eine aufgenommene mahlzeit thunschnitzel oder div. fischfilet.

zwischendrin können wir noch eine kleine grenzwertbetrachtung machen:
nach JECFA beträgt die "vorübergehend tolerierbare wöchentliche Aufnahme" 1,6 mikrogramm / kgKG, gemäss NRC sogar nur noch 0,7 mikrogramm / kgKG.
also nehmen wir mal die 0,7, achtung, das bezieht sich jetzt aber auf das körpergewicht des endverbrauchers, legen wir also mal die durchschnittlichen 75kg zugrunde:

grenzwert NRC (otto 75): 52,5 mikrogramm, umgerechnet auf milligramm:

gw: 0,053

puhh, schwein gehabt, da liegen wir mit dem thun grad noch drin (im gegensatz zu anderen quellen, die für 2008 z.b. einen wert von 96 mikrogramm quecksilberaufnahme für einen durchschnittlichen europäer berechnen); man gut, dass wir nicht am hai oder schwert genascht haben!
vegleichen wir das mal prozentual zur aufnahme per pandemrix:


11% zur aufgenommenen menge per thun
29% zur aufgenommenen menge diverser
9% vom grenzwert!


nun stehe ich vor der wahl: haue ich mir ca. 10 pandemrix in den arm, oder futter ich nen stückchen vom thun ausm teich?
ich werde wohl beides nicht tun, denn ich mag keinen fisch :-))

in anbetracht der tatsache, dass im kreislauf der ungeborenen eine ca. 30% höhere quecksilberkonzentration gemessen werden kann, als bei den schwangeren, verwundert jedenfalls letztendlich nicht, dass von einigen instituten eine fischesswarnung für schwangere ausgesprochen wurde!
airmaria


ps: wer rechenfehler findet, darf sie behalten!
pps: wer die rechnung für die 12,4 mikrogramm (von 25mg thiomersalanteil) machen will, darf das selbst tun

Evil
08.11.2009, 20:54
Ach Mary, Du kannst hier soviele Nebelkerzen zünden und Dich in Detailfinseleien verlieren wie Du willst, es bleibt dabei:
- zweitklassiger (wenn Dir "experimentell" nicht gefällt) Impfstoff
- (zu) teurer Impfstoff
- nicht genügend vorhandener Impfstoff

Die Gefährlichkeit der Neuen Grippe mag das nach Deiner Einschätzung (die ich respektiere) relativieren und den Einsatz von Pandemrix rechtfertigen, ich seh das anders.

Ob Du wiederum meine Ansicht respektierst, ist mir relativ schnurz ;-)
Solltest Du neue Argumente finden, kannst Du gerne einen weiteren Versuch starten, mich zu überzeugen :-D

airmaria
08.11.2009, 21:37
Ob Du wiederum meine Ansicht respektierst, ist mir relativ schnurz...
ich gestehe dir zu, dich an die meinung deines chefs anzulehnen (wenn es auch genügend hochrangige infektiologen im hiesigen raum gibt, die es anders sehen) und fehlende argumente habe ich breits an früherer stelle beim hinweis auf meine orthopädische tätigkreit registriert ;-).
btw: dass auf eurer klinikseite das thema völlig ignoriert wird, ist schon recht verwunderlich.
airmaria

yanmed
08.11.2009, 23:10
Habe mich letzten Mittwoch impfen lassen. Nur leichte Schmerzen im Delt. gehabt, sonst nicht. Ebenso bei allen anderen Bekannten. Hoffentlich überstehe ich damit den 11.11. ;)

horsedoc
09.11.2009, 19:06
Hier steht seit heute die Security vor der Kinderklinik und verteilt Mundschutz wg. Schweinegrippe-ist das sinnvoll? Oder nur Absicherung von Rhön/Reaktion auf die aktuelle Presse? Was meint ihr? :-nix

papiertiger
09.11.2009, 19:49
Ist bei uns auch so.

Ungeimpfte Mitarbeiter (und Besucher sowieso) dürfen Notaufnahme/Intensiv/Onko/Kinderlinik nur noch mit Mundschutz betreten.

Eine Freundin, deren Schnelltest positiv war darf nun eine Woche ihre Wohnung nicht verlassen/ihr Mitbewohner sollte sich sofort impfen lassen (versteh ich nicht, was das bringen soll - bis ein Schutz da ist dauert das doch länger als ne Woche, und bis dahin ist sie wohl auch wieder gesund), soll jetzt 10 Tage prophylaktisch Tamiflu schlucken und hat Arbeitsverbot bis nächsten Montag weil Kontakt zu sicher infizierter Person.


Persönlich find ich das alles ziemlich grotesk, aber nuja, am Ende werden wir Ungeimpften dann wohl doch alle dahingerafft, und dann ist es an den anderen zu lachen. whatever ;-)

Evil
09.11.2009, 20:01
btw: dass auf eurer klinikseite das thema völlig ignoriert wird, ist schon recht verwunderlich.
Einerseits ist hier wie ich bereits schrieb die Grippewelle bereits in vollem Gange, und zwar schon seit 2 Wochen, zum anderen wird das Thema hier lokal derartig breitgetreten mit diversen lokalen Infoveranstaltungen, daß es auf der Klinikseite nicht auch noch so gebracht werden muß.
Die ersten Fortbildungen diesbezüglich (auch für die Niedergelassenen in der Umgebung) gab es hier schon Anfang September.

epeline
09.11.2009, 20:11
ob meine einwöchige erkältung neulich auch die schweinegrippe war?
:D :D :D
dann hab ich wohl das halbe semester "immunisiert"

Summbine
11.11.2009, 17:22
Eine Freundin, deren Schnelltest positiv war darf nun eine Woche ihre Wohnung nicht verlassen

Mal ne Frage so am Rande: Wer kontrolliert das in der Praxis? Wie sieht das denn eigentlich rechtsmäßig aus?

Eine Frage in Punkto Schnelltest: Wenn ich mir jetzt in den nächsten Tagen, wo ich ja als frisch Geimpfte gegen die Schweinegrippe noch nicht die vollständige Immunität erreicht haben kann, einen Infekt "einfange", der von den Symptomen her ganz ähnlich verläuft: Wie kann ich dann testen, ob ich dann die Schweinegrippe habe oder nur einen grippalen Infekt? Denn der Test dürfte wohl in jedem Fall, da ich ja geimpft bin, positiv ausfallen? Oder liege ich hier falsch?
LG, Summbine

Katecholamin
11.11.2009, 17:36
Gibt es zur gesamten Schweinegrippe irgendwo ein informativen, sachlichen, zusammenfassenden Artikel von führenden Ärzten auf diesem Gebiet damit man sich seine Infos zur Einschätzung nicht immer irgendwo zusammenkratzen muss ohne dann mehr zu wissen!????

Hoppla-Daisy
11.11.2009, 17:56
DAS Kostum der heute angelaufenen Karneval-Session dürfte klar sein:

Schweinekostüm mit Mundschutz

Nemesisthe2nd
11.11.2009, 17:56
da gibts den aktuellen stand der dinge

http://influenza.rki.de/
http://influenza.rki.de/Wochenberichte/2009-45.pdf

DocHitzi
12.11.2009, 09:43
Schaut mal was heute bei meine Emails dabei war!!

*Wer es noch nicht weiß:*

Die beiden Impfstoffe gegen die so genannte Schweinegrippe Pandemrix®
und Focetria®, enthalten als Adjuvans (Impfverstärker ) Squalen. Beim
Menschen ist Squalen bei den US-Soldaten des ersten Golfkriegs als
Impfverstärker engesetzt worden. 23-27 % (also jeder Vierte) auch
solche, die zu Hause blieben, bekamen die Golfkriegskrankheit, mit
chronischer Müdigkeit, Fibromyalgie (Muskelrheuma),neben Gedächtnis- und
Konzentrationsproblemen, persistierenden Kopfschmerzen, Erschöpfung
und ausgedehnten Schmerzen charakterisiert. Die Krankheit kann auch
Chronische Verdauungsprobleme und Hautausschlag einschließen. Die Erkrankung
hat sich seit 1991, also seit 18 Jahren nicht gebessert.

Bei 95 % der Geimpften mit Golfkriegssyndrom wurden Squalen-
Antikörper gefunden, bei den Geimpften aber nicht Erkrankten bei 0%. Erst
nach mehr als 10 Jahren wurden die Schäden vom US- Verteidigungsministerium
anerkannt.

Wenn die Bundesregierung ihren Willen durchsetzt und 35 Millionen
Menschen geimpft werden, ist damit zu rechnen, dass 8-9 Millionen Bundesbürger
für die nächsten Jahrzehnte unter chronischer Müdigkeit und Fibromyalgie
etc.leiden werden.

*Geben Sie dieses Email an möglichst viele ihrer Bekannten weiter*


Juliane Sacher
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Bergerstr. 175
60385 Frankfurt
T: 069 - 921 89 90
F: 069 - 921 89 990