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clyde_frog
24.08.2023, 14:24
Ich habe mal in labormedizin eine Famulatur gemacht. Es war zwar ok, aber in gross und ganze fand ich es zu passive wenn man der ganze Tag nur validiert. Ich finde persönlich Pathologie ein bessere Fach, weil man mehr abwechsellung hat, zwischen Zuschnitt, histo und autopsies. Ich finde auch nicht dass autopsies sehr anstrengend sind. Das ist Quatsch!
Ja ist es auch. Es ging jetzt eher um Vergleich Mibi, Labor, Hygiene, Transfusion und Empfehlungen für einen Nutzer hier, der ja Probleme hat, eine FA-Ausbildung zu beenden.
Stationsarbeit ist wirklich nervig und anstrengend. Es erfährt auch sehr wenig - garkeine Wertschätzung.
Aber man kann's ja in der Patho probieren...ich hätte spontan gedacht Mibi, Labor, Hygiene oder Transfusion wäre das dünnere Brett zum Bohren.

mbs
24.08.2023, 15:50
Dass es harte Arbeit ist habe ich bei den Hospitationen auch gemerkt, das grenzte je nach Abteilung schon fast an Akkordarbeit. Die Ausbildung ist lang und man fängt wahrscheinlich fast bei Null an. Aber man hat nur fachliche und keine repräsentativen oder sozialen Aufgaben bzgl "Patienten". Und es ist extrem interessant.

Obduktionen habe ich dabei aber nie gesehen, nur im Studium einmal, aber wie das ablief habe ich schon wieder vergessen.
Kann man sich das in etwa so vorstellen wie eine OP, nur eben an einem Toten? Ist wohl auch mindestens genau so viel Organisation im Vorfeld.
Scheint aber eher selten zu sein, häufig "Facharztaufgabe" - und das obwohl die Weiterbildungsordnung 150 Stück fordert.

Vermutlich schaffen es nur wenige alles in der vorgegebenen Zeit zu schaffen, also wirklich durchzuführen. Was fann bescheinigt wird steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Tramaldol
24.08.2023, 17:17
Natürlich hat man repräsentative Aufgaben: Wie in den Tukos oder bei jedem Telefonat mit einem klinischen Kollegen oder jedem Befund, den die Kollegen lesen.

Ja die Obduktionen kommen bekanntlich in DE nicht so häufig vor. Da wird man dich dann sicherlich anleiten und es gibt zahlreiches Wissen, was man sich anlesen kann.
Wichtiger ist, dass man auch die Bedeutung neuerer Marker und MolPath drauf hat. Also viel Arbeit ist das schon.

Cor_magna
25.08.2023, 12:05
16 Wochen jeweils in PJ haben völlig gereicht um diese auch festzustelle. Hell on Earth

Es ist nochmal ne ganz andere Nummer, wenn man selbst als Arzt die Verantwortung trägt. Ich persönlich fand sowohl das PJ als auch die Assistenzarzttätigkeit in der Inneren interessant und eben bis auf die Bedingungen cool, aber der Unterschied zwischen PJler und Assistenzarzt ist gewaltig. Als Pjler hat mich von den Oberärzten zumindest keiner zur Schnecke gemacht, wenn mal was nicht lief. :-))

Back to topic: unser Leiter der Patho hatte mal zu mir gemeint, dass er nicht verstehe, wieso so wenig Leute Patho machen wollen bei all den Vorteilen. Hat wahrscheinlich auch was mit dem Ruf des Faches zu tun vermute ich, also dass viele gar nicht genau wissen wie der Arbeitsalltag genau ist.

Cor_magna
25.08.2023, 12:07
doppelpost

Ernald
03.10.2023, 20:45
Hi an alle,

es wird ja hier viel über die Stellensituation in der Pathologie gesprochen, ich selber habe nun 1,5 Jahre Innere an einer Uniklinik hinter mir. Ich habe damals nach dem Stex dort angefangen, da mir eine Stelle in deer Hochschulambulanz angeboten wurde mit 2-3 Tagen/Woche Forschungszeit im Labor (ich habe vorher relativ erfolgreich meine Doktorarbeit dort publiziert und noch einen naturwissenschaftlichen Master gemacht). Nun bin ich aber in die "richtige Klinik" auf Station rotiert und merke einfach, dass ich absolut keine Lust auf klinische Medizin habe. Ich habe immer mit der Patho geliebäugelt, aber leider nie so wirklich Kontakt gehabt. Ich habe jetzt ein Angebot noch einen PhD in computational biology mit Schwerpunkt spatial omics zu machen, was in Kooperation mit der Patho stattfindet.
Mein Plan wäre es, meine Bioinformatik Kenntnisse dann mit in die Pathologie zu nehmen und dort dann beides weiterzumachen. Ist die Stellensituation denn wirklich so grausig, für Leute die einen längeren Umweg mit PhD usw. gehen und dann mit Anfang 30 in der Patho anfangen wollen? Überall liest man, dass demnächst 800 Pathologen in Rente gehen und überall angeblich der Nachwuchs fehlt.
Alternativ könnte ich den PhD auch sein lassen und direkt Bewerbungen schreiben, allerdings reizt mich der PhD wirklich sehr.

milz
03.10.2023, 21:01
Ich habe jetzt ein Angebot noch einen PhD in computational biology mit Schwerpunkt spatial omics zu machen, was in Kooperation mit der Patho stattfindet.
Wenn dir das Herz dran hängt würde ich das machen.
Parallel schon mal etwas netzwerken, hospitieren, nach Stellenangeboten fragen usw.
Mit deinem Forschungsinteresse hättest du an einer Unipathologie sicher gute Karten.

Ernald
11.10.2023, 18:04
Danke, das ist ne gute Idee!

Ich habe noch eine Frage. Ich habe gelesen, dass man sich 1 Jahr Innere auch in Pathologie anrechnen lassen kann. Kann das "verjähren"? Also wenn ich jetzt erst den PhD mache und dann den FA, ist die Unterbrechung durch den PhD dann ein Grund, das Jahr nicht anrechnen lassen zu können?

milz
16.08.2024, 10:54
Da diese Stellenangebote immer noch Raritäten sind mache ich gerne mal darauf aufmerksam.
Den Arbeitgeber kenne ich persönlich nicht.

Facharzt (m/w/d) im Bereich Pathologie (ggf. auch in Teilzeit) (gerne auch im Homeoffice/ digitale Pathologie)

https://www.iap-bonn.de/stellenboerse/

Cor_magna
21.08.2024, 14:23
Da diese Stellenangebote immer noch Raritäten sind mache ich gerne mal darauf aufmerksam.
Den Arbeitgeber kenne ich persönlich nicht.

Facharzt (m/w/d) im Bereich Pathologie (ggf. auch in Teilzeit) (gerne auch im Homeoffice/ digitale Pathologie)

https://www.iap-bonn.de/stellenboerse/

Finde ich echt cool.

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Entwicklung in Zeiten von sehr vielen Müttern in der Medizin den Pool an Bewerbern deutlich erhöhten könnte (viele meiner Kolleginnen würden liebend gern im Home Office arbeiten um Kinder und Arbeit besser unter einen Hut zu bekommen).

MrsBurpee
04.02.2025, 19:05
Hallo!
Ich bin eine Assistentin im 2. Weiterbildungsjahr. Ich suche eine Stelle, lieber in einem universitären Haus, mit mindestens 4 Jahren WB Befugnis. Deutschlandweit.
Wenn jemand eine Empfehlung hat, wo man sich aktuell bewerben sollte, höre ich gerne zu :)