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Wenn du in der Radio arbeiten willst, wirst du auch eine Stelle in der Radio finden.
Das nur für den Fall, dass dein Patho-Wunsch lediglich ein Resultat der angeblich schlechten Stellensituation in der Radio ist :-p
SadFlowerpot
15.09.2018, 13:45
Ganz so entspannt sehe ich das nicht. Ich bin nicht 100% örtlich gebunden, aber würde sehr gerne in der Nähe bei meinen Eltern und Geschwistern bleiben. Umgehört habe ich mich auch schon, dadurch fallen bereits einige Häuser weg, die ich als Berufsanfänger untauglich finde, bzw. bei denen ich weiß, dass ich keine Chance habe. Ich möchte mich einfach frühzeitig über Alternativen informieren. Mein Erststudium habe ich ja auch nicht studiert, weil mich Histologie und Mikroskopieren langweilen.. Im Gegenteil. Da würde ich mir eher bei Obduktionen Gedanken machen.
Roadkiller
15.09.2018, 14:44
Ich ueberlege ob nicht mal eine Patho-Faq sinnvoll waere. Mal sehen...
Zuschnitt heisst: man sitzt an nem Laborplatz entweder mit oder ohne MTA und schneidet entsprechende Gewebeproben aus den Praeparaten die fuer eine sinnvolle leitliniengerechte Beurteilung notwendig sind. Bei kleinen Praeparaten ist es meist entsprechend unkomplizierter. Was das Lernen angeht scheint es zwei Schulen zu geben. 1. Erstmal lange zuschneiden und erst nach laengerer Zeit in die Histodianostik, wobei dir Ausbilder da immer was schönes erzaehlen werden. Erfahrungsgemaess bleibt man laenger im Zuschnitt kleben wg. Personalfluktuation und -wegfall. In der Regel geht das dann ganztags. Ich kannte einen der hat das ueber 2,5 Jahre machen duerfen. Die 2. Schule mischt das schon rel. frueh, was ich besser finde, da man auch verstehen lernt wofuer man wie was zuschneiden muss. Nachher schreibe ich noch was dazu.
Man kann auch mal 1 Jahr Patho machen zur Entscheidungsfindung und danach was anderes. Und vorher mal 1 Tag hospitieren und die Lage sondieren sprich Assistenten ausfragen.
Suche eine Weiterbildungsstelle in einer Pathopraxis bzw. BAG mit viel gynäkologischer Zytologie, um auf die Zahlen für den Facharztkatallog zu kommen, gerne auch mit molekularer Pathologie (noch keine Erfahrung damit), gerne wo ich nach dem Facharzt auch bleiben kann mit langfristiger Assoziation. 6 Jahre Berufserfahrung vorhanden. Diagnostische Schwerpunkte: Gastrointestinalpathologie, Mammapathologie, Gynäkopathologie, HNO- MKG-Pathologie, Dermatopathologie.
Hallo, ich überlege momentan, ob nicht Patho ein Fach für mich wäre. Vor einer Hospitation (Uni) hätte ich mal ein paar Fragen zum Patho-Alltag:
- Was waren für euch am Anfang die größten Probleme/Herausforderungen? (Und wie kann man sich evtl. darauf vorbereiten?)
- Wie schaut bei den Assistenten die realistische Arbeitszeit aus? (von - bis?; und wie ändert sich das ab dem Facharzt?)
- Müsst ihr am Wochenende oder nachts ran?
- Wie viel Arbeit macht eine Obduktion aus (zeitlich)? (Und wie oft kommts bei euch überhaupt vor?)
- Gibt es zum Grundgehalt irgendwelche Zuschläge? (Gutachten, Dienste o.ä.?)
Für kurze Rückmeldungen wäre ich sehr dankbar! Schöne Grüße ;-)
Roadkiller
03.02.2019, 18:38
1. Zuschnitt gescheit lernen und insb. verstehen. Einfach die Zuschnittanleitungen auswendig lernen ist schon arg mühsam und wenig hilfreich (es verstehen ist besser als es nur auswendig wissen, woll?). Insb. die Tatsache, dass der Zuschnitt TNM- bzw. krankheitsabhängig ist fand ich zu Beginn herausfordernd, weil ich in Fächern wie Gyn und Uro eher weniger aufgepasst habe :D. Vorbereitung: die gängigen diversen Tumorerkrankungen halbwegs kennen (auf Uniniveau reicht) damit man die Sachen, die man sieht und hört halbwegs einordnen kann. Andere Herausforderung: das makroskopische Auge entwickeln. Heimtückische unscheinbare Tumoren erkennen und vernünftig zuschneiden, insb. in "banalen" Präparaten wie Hämorrhoiden oder Gallenblasen. Lösung: Erfahrung, Achtsamkeit (trotz Zeitdruck), Respekt vor dem (jedem!) Präparat.
2. Institutsabhängig. An der Uni wohl schon mehr (hörte da so Sachen wie von 8:00-21:00 und später), wovon ich abraten würde, falls du nicht unbedingt habilitieren willst. Ansonsten eher gutes außeruniversitäres Institut mit breitem Spektrum und voller Weiterbildungsermächtigung. Eine echte und korrekte Arbeitszeiterfassung wirst denk ich von der Tendenz eher weniger finden. Beliebt macht man sich zumindest nicht wenn man drauf pocht. Einfach mal bei den Hospitationen die Assistenten beobachten und bis zum Schluss bleiben.
3. Wochenenden und Nächte gibts meines Wissens nach nur in großen Uni-Instituten. Nachfragen.
4. Abhängig vom Präpariertempo und ob man noch klinisch demonstriert. 2-3h incl. Dokumentation denke ich sind schon drin. Wenn man zu zweit incl. Präparator arbeitet entsprechend schneller.
5. Gutachtenzulage ist institutsabhängig. Der größte Lohn ist ja eh, dass man eine der wenigen Sektionen mehr auf der Liste hat. Dieste s. 3.
leopardness
05.02.2019, 13:02
Hallo hier in die Runde,
zwar habe ich es teilweise schon im Auslandsforum gepostet, melde mich hier aber auch mal zu Wort.
Ich bin zzt im PJ in der Pathologie, bin auch zu fast 100% sicher, daß ich hier auch Facharzt machen möchte. Hab so eine gewisse Schwäche für Blut, Knochenmark und Zytos entwickelt, bin aber prinzipiell sehr breit interessiert.
Für mich steht nun die Frage im Raum, ich damit nach Schweden gehe- entweder Weiterbildung hier anfangen und dann wechseln, je nach konkreten Möglichkeiten oder eben direkt da rüber. Nach allen Infos, die ich bisher so habe, suchen die ja dringend Pathologen.
Fragen:
1. Wie ist eure Erfahrung mit Arbeit außerhalb einer Uniklinik so? Bzw. Vor-/Nachteile daran? Manche sagen, außerhalb großer Kliniken sei es viel Standard, aber Arbeitsbedingungen dann doch etwas besser.
2. Ist hier jemand schoneinmal als Pathologe ins (europäische) Ausland gegangen? Wie ist die Ausbildung da so, evtl. auch im Vergleich?
Viele Grüße
Du willst ins Ausland ? In Deutschland werden Pathologen ebenso händeringend gesucht. Ich würde an deiner Stelle hier bleiben.
Außerhalb der Uniklinik ist es meiner Meinung nach von der Routinediagnostik nicht viel anders. Es gibt weniger Streit, wenn du an kleinere Institute gehst. Die Leute kennen sich und ihre Eigenarten besser und lernen damit umzugehen. An größeren Instituten kommt es eher zu Cliquenbildung.
Jule-Aline
12.02.2019, 09:11
Hallo allerseits,
ich suche für jemanden eine Stelle in der Patho bzw.Empfehlungen wo man sich bewerben kann.Es liegen bereits klin.Erfahrung in Wissenschaft und Onko vor.Gerne per PN.
Uni Leipzig hat gerade zwei Stellen ausgeschrieben. Arbeitsbelastung dürfte da eher hoch sein, ist halt Uni. Ob man mit dem Team klarkommt, hängt wohl auch sehr von der eigenen Persönlichkeit ab. Aber man arbeitet natürlich direkt beim TNM-Pabst. Die Assistenzätzte, die ich da kennengelernt habe, waren eigentlich alle sehr nett.
Anne1970
13.02.2019, 16:51
Fulda. Haus der Maximal-Versorgung. Hat Status als Campus der Philipps-Universität. Alle Fächer außer Derma ( demnächst auch Auge). Frau Prof. Köhler ist CA der Pathologie. Nette Truppe. Kommunales Haus. MB Tarif ( VKA). Elektronische Zeiterfassung. Überstunden unerwünscht. Was will man mehr :-).
Fulda hat nen ICE -Bf. Ist die familienfreundlichste Stadt in Hessen. BetriebsKiTa. Gymnasien. Alles fein.
Hallo:) wie geht ihr mit der Formalinbelastung beim Zuschneiden um ? Bin erst seit einigen Monaten dabei, aber ich hab das Gefühl dass die Werte beim Zuschneiden zu hoch sind, auch wenn die Lüftung scheinbar regelmäßig kontrolliert wird. Hab ab und zu Halsschmerzen nach Feierabend, auch wenn ich bereits versuche etwas Abstand und so viele wie möglich Lüftungslöcher am Tisch frei zu halten. Dauerhaft mache ich mir schon Sorgen, v.a. was Tumorerkrankungen angeht. Gibt es da Studien dazu ? Bzw. ist bekannt dass Pathologen häufiger mit bestimmten Krankheiten zu kämpfen haben als andere Fachrichtungen ?
Demnächst werde ich mal Masken benutzen, auch wenn die ziemlich beim Diktieren stören, und nach meiner Erfahrung aus dem Studium beim Präppen nicht viel bringen..
In die Klinik möchte ich auch ungerne zurück- gibt leider nicht das perfekte Fach haha
Vielen Dank für Eure Antworten!
Hallo zusammen! Ich habe gleich nach dem Studium in einem mittelgroßen außeruniversitären Institut (ca. 25000 Einsendungen pro Jahr) meine Weiterbildung begonnen und komme nun in das 4. Jahr. Klar, am Anfang ist man zunächst Zuschneideknecht, mit der Zeit darf man dann immer mehr mikroskopieren. Was die Formalinbelastung angeht, so wird bei uns die Konzentration im Zuschnitt jährlich gemessen (QM Akkreditierung) und hat bislang die Grenzwerte bislang nicht überschritten. Momentan ist es leider so, dass ich die einzige Vollzeit Assistentin bin (ansonsten NUR Oberärzte) und somit der Zuschnitt immer noch einen großen täglichen Part einnimmt (von Urlaubszeiten etc. will ich erst garnicht anfangen). Meine Kollegen sind zwar in Ordnung, aber mir fehlt der Austausch mit Kollegen, die nicht 20+Arbeitsjahre Erfahrung auf den Buckel haben. Meine Frage daher, wisst ihr von Stellen, die in ca. einem halben Jahr frei werden? (Uni muss nicht unbedingt sein) Vielen Dank!
Roadkiller
23.04.2019, 11:03
BB0708 schalte bitte mal deine PNs frei
histopatho
14.08.2019, 05:47
..........
Hi an alle!
Ich stehe nun bald vor dem PJ und will aufjedenfall mein Wahltertial in der Patho machen und wenn nichts großartig anders läuft auch später dort als Assistenzarzt anfangen.
Ich habe nun ein paar Fragen an euch:
Ich interessiere mich eigentlich vor allem für Histo, Immunhistochemie, Molekularpatho und weniger für Obduktion (Bei uns gibt es eine Molekulare Pathologie Abteilung und ein Molekulares Tumorboard, was ich wirklich sehr spannend finde). Wie viel Zeit nimmt die Obduktion denn allgemein in Anspruch? Ich habe im Forum mal was von so 5% gehört, was ich super fände.
Wie sieht die Stellensituation generell aus? Ich möchte gerne an eine Uniklinik und nebenbei forschen, was mir eigentlich fast am meisten Spaß macht. Welche Uniklinik Pathologien sind denn besonders Forschungsstark hier in Deutschland und bieten auch z.B. Post-Doc Rotationen ins Ausland an?
LG!
Spaingirl
30.12.2019, 18:50
Hallo an alle,
ich bin zurzeit in meinem zweiten Weiterbildungsjahr in der Patho in Spanien. Während des vierten Jahres kann man hier eine externe Rotation machen. Ich würde meine Rotation gerne in einer Klinik in Deutschland machen, besonders gerne Zytologie. Über einige Empfehlungen wäre ich sehr dankbar, insbesondere Häuser wo viel Zytologie gemacht wird (vor allem Punktionen jeglicher Art).
Vielen Dank im Voraus!
Hi an alle!
Ich stehe nun bald vor dem PJ und will aufjedenfall mein Wahltertial in der Patho machen und wenn nichts großartig anders läuft auch später dort als Assistenzarzt anfangen.
Ich habe nun ein paar Fragen an euch:
Ich interessiere mich eigentlich vor allem für Histo, Immunhistochemie, Molekularpatho und weniger für Obduktion (Bei uns gibt es eine Molekulare Pathologie Abteilung und ein Molekulares Tumorboard, was ich wirklich sehr spannend finde). Wie viel Zeit nimmt die Obduktion denn allgemein in Anspruch? Ich habe im Forum mal was von so 5% gehört, was ich super fände.
Wie sieht die Stellensituation generell aus? Ich möchte gerne an eine Uniklinik und nebenbei forschen, was mir eigentlich fast am meisten Spaß macht. Welche Uniklinik Pathologien sind denn besonders Forschungsstark hier in Deutschland und bieten auch z.B. Post-Doc Rotationen ins Ausland an?
LG!
Hallo, Obduktionen werden immer weniger, die Stellensituation ist gut und über forschungswillige Assistenten freut sich jede Uni. (Freizeit)Forschung lohnt sich aber nur, wenn man habilitieren will.
JumpRopeQueen
24.07.2020, 05:50
Hallo an alle!
Danke an milz für die ausführlichen Beiträge zu diesem Thema! Ich selber spiele mit dem Gedanken Patho zu machen. Leider kam mir diese Erkenntnis erst am Ende des 3. PJ-Tertials in den Kopf. Ich habe daher keinerlei Erfahrung mit dem Fach. Obduktionen waren bei uns freiwillig und hatten mich damals nicht interessiert. Histo war allerdings mein Lieblingsfach in der Vorklinik.
Nun habe ich einige Fragen:
- wie viele Obduktionen finden jährlich i.d.R. statt? Kann man sich später als FA selber aussuchen, ob man obduziert oder nur mikroskopiert?
- muss man in Patho wirklich noch tlw. unbezahlte Überstunden schieben?
- sind die Noten aus dem Studium wichtig? Ich habe eher einen durchschnittlichen Schnitt, bin aber fast mit der Diss fertig.
- arbeitet man viel alleinen oder eher im Kollektiv?
Ich wäre echt froh, hätte man diesen Beitrag wieder ins Leben geweckt :-)
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