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Hallo an alle Pathologen :-winky
ich liebäugle schon längere Zeit mit dem Fach, konnte es aber leider nicht als PJ-Wahlfach wählen oder als Famulatur anerkennen lassen, sodass ich nur Einblicke hatte während eines Praxisblocks im Rahmen des Studiums. Von der Thematik hat es mir extrem gut gefallen, Histo war schon immer eine Vorliebe von mir. Und die Obduktionen die ich gesehen hatte waren auch ein Highlight.
Ich hätte einige Fragen und hoffe ihr könnt vielleicht das eine oder andere beantworten :D
1. Wie sind momentan die Arbeitsbedingungen in Deutschland ? Müsst ihr viel Überstunden machen oder kommt man pünktlich nach Hause ? (abhängig von Uni-Klinik oder Krankenhaus der Regelversorgung?) Werden Überstunden registriert?
2. Man hört immer von Kommilitonen dass das Gehalt nicht so gut wäre, da u.a. auch die Dienste wegfallen. Und auch als Oberarzt würde man im Vergleich zu OÄ anderer Fachrichtungen weniger verdienen, es sei denn man lässt sich nieder. Ich möchte nicht reich werden, aber wie schwer fällt der Unterschied ins Gewicht? Solange ich mir keine Sorgen muss meinen Urlaub zu bezahlen, wäre dies aber nicht weiter schlimm für mich.
3. Denkt ihr dass im Rahmen der Digitalisierung Pathologen in Zukunft weniger bis gar nicht gebraucht werden ?
4. Lohnt sich der Weg in die Praxis, entweder eigenständig oder als Angestellter? Wie ist hier die Arbeitsbelastung?
Diese Frage brennen mir seit geraumer Zeit auf der Zunge, ich kenne aber persönlich leider keinen Pathologen, sodass ich schwer an Infos komme. Jede Antwort würde mir sehr weiterhelfen! :)
Dann antworte ich mal als Pathologe.
Also ich persönlich (Uniklinik) habe relativ angenehme Arbeitszeiten mit nicht übermäßig vielen Überstunden, die allerdings nicht aufgeschrieben werden. Das ist aber von Institut zu Institut wohl sehr unterschiedlich. Andere Pathologen haben teilweise auch extrem viele Überstunden, insofern würde ich mich gut über die Arbeitsbedingungen im jeweiligen Informieren, gerade auch bezüglich der Arbeitsbelastung.
Über das Gehalt kann ich mich nicht beschweren, natürlich kommt über Dienste nichts oben drauf, aber dafür muss ich eben auch keine Dienste machen, was ich als großen Vorteil des Fachs empfinde. Ansonsten unterscheidet sich das Gehalt glaube ich nicht so wesentlich von anderen Disziplinen und die Niederlassung ist zur Zeit sogar finanziell ziemlich lukrativ.
Auch die Gefahr sehe ich nicht, dass wir zukünftig nicht mehr gebraucht werden. Natürlich wird die Digitalisierung unseren Berufsalltag immer mehr verändern, früher oder später werden wir nicht mehr ins Mikroskop schauen sondern die Schnitte werden digitalisiert und am PC bearbeitet, dann auch sicherlich irgendwann mit maschineller Unterstützung ausgewertet. Aber das macht den Pathologen noch lange nicht überflüssig, dafür ist die Tätigkeit zumindest auf lange Sicht deutlich zu komplex. Es kommen dafür immer mehr bzw. immer individuellere molekularpathologische Fragestellungen dazu, die meiner Meinung nach eher für mehr Arbeit als für weniger sorgen.
Finanziell lohnt sich die Niederlassung als Pathologe auf jeden Fall. Da wird man dann tendenziell schon etwas mehr arbeiten müssen (je nachdem mit welcher Arbeitssituation als Angestellter man es denn vergleicht) und es wird dort natürlich eine andere Art der Arbeit als in der Klinik sein, also tendenziell viel mehr aber dafür kleinere Fälle.
Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen, weitere Fragen auch gerne per PM.
Gruß Parotis
PathoLahr
03.01.2018, 16:10
Ich kann mich meinem Vorredner eigentlich weitgehend anschließen. Ich arbeite in einem großen rein diagnostischen Institut und wir versorgen zwei kommunale Häuser und zahlreiche Praxen (Institut mit integrierter Praxis für Pathologie).
1. Arbeitsbedingungen im Vergleich zur Klinik super. Überstunden können mal vorkommen, v. A. in Stoßzeiten, sind aber nicht die Regel. Übers Jahr gleicht sich das aus. Aufgeschrieben wird nix, das wird aber bestimmt zwischen den Institutionen sehr unterschiedlich gehandhabt.
2. Klar, du verdienst nach Tarif ohne Dienste, der Tarifvertrag ist ja einsehbar im Netz. Gehalt ist dadurch sicher geringer, aber insgesamt verdienen wir ja sehr gut und ich habe das Gefühl wesentlich mehr Freizeit zu haben. Das alles natürlich nur wenn man nicht zusätzlich forschen möchte.
3. Das Fach ändert sich momentan rasant, was ich sehr spannend finde. Pathologen wird es immer brauchen. Punkt! Die Digitalisierung wird vieles ändern, aber der Blick auf den Histoschnitt, ob am PC oder am Mikroskop, wird noch sehr lange essentiell bleiben. Eine vollständige Automatisierung erscheint mir auch in weiterer Zukunft eher unwahrscheinlich. Und die Molekularpathologie wächst stetig und wird auch zunehmend an kleineren Häusern praktikabel. Da wird der Pathologe umso mehr gebraucht.
4. Über Niederlassung kann ich wenig sagen, unseren Praxisinhabern geht's aber glaub ich nicht schlecht. ;-)
Nur Mut, probiers aus! Ich hätte auch nie gedacht, dass ich in der Patho lande und bin heute super glücklich, dem Spott meiner ehemaligen Mitstudenten zum Trotz.
PS: Wir haben 2018 in unserem Institut übrigens eine Weiterbildungsstelle frei. Bei Interesse oder weiteren Fragen gerne PN.
Gruß
Vielen Dank euch zwei für die ausführliche Antwort! Hilft mir sehr weiter :-lesen Und das gelesene verstärkt meine Meinung in der Patho Fuß zu fassen^^
Wenn es dich interessiert, dann mach es.
Ich finde es sehr vorteilhaft geregelte Arbeitszeiten ohne Nachtdienste zu haben.
Dienste sind unter der Woche auch nicht immer lukrativ, je nach Dienstmodell gibt es sogar Minusstunden (-> Boardsuche).
Gehalt kann ggf. durch Pool, Gutachten, Lehrauftrag (Uniklinik), Verhandlungsgeschick (Zulage) aufgebessert werden.
Studiere auf jeden Fall mal gründlich den Tarifvertrag (-> Homepage Marburger Bund).
Überstunden mache ich zur Zeit kaum, es gibt auch keine Arbeitszeiterfassung, das hängt aber stark vom Institut ab.
Hat jemand konkrete Informationen, was man als FA aktuell in einer Pathologie-Praxis verdienen kann? Gerne per PN.
histopatho
18.02.2018, 06:11
bin im 6. Weiterbildungsjahr, kennt jemand eine Institution/Praxis mit viel Zyto und Molekularpathologie (das sind die Inhalte, die ich noch vor dem FA brauche) und guten Arbeitsbedingungen?
bin im 6. Weiterbildungsjahr, kennt jemand eine Institution/Praxis mit viel Zyto und Molekularpathologie (das sind die Inhalte, die ich noch vor dem FA brauche) und guten Arbeitsbedingungen?
Hallo, schalte mal deine PN frei, würde dich gerne kontaktieren.
histopatho
18.02.2018, 11:04
Hallo, schalte mal deine PN frei, würde dich gerne kontaktieren.
Sorry, wußte nicht, dass PN nach der Registrierung deaktiviert ist. Habe aktiviert, müsste jetzt klappen.
Sorry, wußte nicht, dass PN nach der Registrierung deaktiviert ist. Habe aktiviert, müsste jetzt klappen.
Schau mal in dein Postfach.
histopatho
19.02.2018, 05:33
Hier wurden schlechte Erfahrungen über Institut Tannapfel berichtet. Gut, dass ich mich vor Jahren in letzter Minute anders entschieden habe und eine andere Stelle in BW genommen habe.
Viele Ärztekammer organisieren Evaluation der Weiterbildung, angeblich soll das anonym sein. Aber wie soll es anonym in der Pathologie sein, wenn es an einem Pathoinstitut, z.b. nur 2 oder sogar 1 Assistenzarzt gibt? Dann wird's doch klar, wer seinem Chef eine schlechte Note gegeben hat. Ich habe schon lange mir überlegt, dass es nicht schlecht wäre, wenn die jungen Pathologen in De. sich z.b. in einem Forum über verschiedene Instituten austauschen können, wo sie früher waren. Wenn man keine infos vorab hat, dann weiß am Anfang gar nicht, ob man hingehen soll. Und wenn dort sch...sse ist, erfährt man frühestens am 1. oder 2. Tag, nachdem man schon gewechselt hat.
histopatho
24.03.2018, 08:00
Kennt jemand Pathoinstitute an den Unis Würzburg (Rosenwald) und Kiel (Röcken)? Warum werden da immer wieder Asisstenzarztstellen frei? Besonders in Würzburg sehe ich häufig Stellenanzeigen, sogar mehrere Stellen zu besetzen, sogar im teuren Deutschen Ärzteblatt. Schlechte Arbeitsbedingungen, Betriebsklima? Forschung und Lehre verzögern die Weiterbildung? Ausgeprägte Hierarchien? Viele Stellen in Deutschland sind gar nicht ausgeschrieben, weil die Arbeitgeber denken, dass es sich nicht lohnt und es wird sich kaum ein Bewerber finden. Aber aus Würzburg und Kiel kommen die Stellenanzeigen sehr häufig.
Luffy123
20.05.2018, 10:32
Hallo zusammen,
ich hätte einige Fragen an die Pathologen und würde mich über ehrliche Antworten und Meinungen sehr freuen.
Ich liebäugle mit der Pathologie als eine mögliche Option der Fachrichtung nach dem Studium. Ich hab noch knapp 1 Jahr bis zum 2. Examen und halte es für sinnvoll mögliche Wahlfächer schon früh für das PJ auszusuchen. Eine einmonatige Famulatur in der Pathologie habe ich bereits absolviert und es hat mir sehr gut gefallen. Auch mache ich eine Doktorarbeit zu einem Neuropathologischen Thema und irgendwie hat es mich so erfasst, dass ich Feuer und Flamme dafür bin.
Einen Nachteil, den ich empfinde ist die sehr lange Weiterbildungszeit (mind. 6 Jahre), die beschränkte Anzahl an großen Weiterbildungsinstituten und den geringeren Verdienst durch den Wegfall von den 24-Stunden-Dienste. Einerseits hat man i.d.R. Wochenende frei, anderseits hatten die Pathologen an unserer Uni sehr lange Arbeitszeiten in der Woche (8 - 20 Uhr).
Nun ist es leider so, dass ich mich speziell für Neuropathologie interessiere, da ich auch die Neurologie als mögliche klinische Option sehe. Beides in Kombination (Pathologie und Neurologie im Sinne der Neuropathologie) wäre natürlich die Kür.
Speziell bei letztgenannten ist die Stellensituation noch komplizierter, es gibt in Süddeutschland kaum Institute für Neuropathologie.
Denn wenn ich ehrlich bin, kann ich mich wenig für Gyn- und Uro-Histopathologie begeistern.
1.) Ist das PJ-Wahlfach entscheidend, um später eine Stelle in der Pathologie / Neuropathologie anzutreten?
2.) Wie ist die Stellensituation aktuell? Wie leicht findet man eine Stelle, wenn man Interesse an Forschung und Habilitation hat?
3.) Wie wird sich die Pathologie in den nächsten 10 Jahren gefühlt entwickeln im Zuge der Digitalisierung? Ich bin da ein bisschen skeptisch, denn bereits jetzt hat man Telemedizin (in der Radiologie) eingeführt und Beratung übers Internet erlaubt. Könnte es sein, dass dann bestimmte Schnitte vor Ort in den größeren Kliniken aufbereitet werden und dann das Bildmaterial an spezielle Zentren weitergeschickt wird zur Befundung?
4.) Wie wird der Bedarf an Pathologen in den nächsten 5-10 Jahren sein? Denn was die klinischen Fächer anbelangt, werden laut Prognose zukünftig mehr Neurologen und Orthopäden benötigt, da gerade letzte beiden ihre Bettenkapazitäten ausbauen würden.
5.) Wie schnell wird man Oberarzt? Ist das bereits mit dem Erlangen des Facharzttitels möglich?
Vielen Dank schon einmal im Voraus für die Beantwortung meiner speziellen Fragen. Ich freue mich sehr auf gute Ratschläge und Meinungen, da mir das Thema sehr am Herzen liegt.
Viele Grüße
Luffy
Hallo Luffy, anbei meine subjektive Einschätzung.
Einen Nachteil, den ich empfinde ist die sehr lange Weiterbildungszeit (mind. 6 Jahre)
-> Auf 1 oder 2 Jahre kommt es wirklich nicht an, wenn man dafür "sein Fach" gefunden hat, in dem man 30 oder 40 Jahre arbeiten will.
, die beschränkte Anzahl an großen Weiterbildungsinstituten und den geringeren Verdienst durch den Wegfall von den 24-Stunden-Dienste.
-> Es ist sicher vorteilhaft, wenn man etwas mobil ist, wenn man keine geeignete WB-Stätte vor Ort hat.
Nachtdienste habe ich nie vermisst, ob einem das die Zulage wert ist muss man selbst entscheiden und durchrechnen (Steuerklasse, Steuerprogression...).
Einerseits hat man i.d.R. Wochenende frei, anderseits hatten die Pathologen an unserer Uni sehr lange Arbeitszeiten in der Woche (8 - 20 Uhr).
-> Das ist sicher sehr vom einzelnen Institut abhängig und davon ob Uni/KH oder Praxis, würde ich vorher abklären, ggf. mal dort hospitieren und die Assistenten fragen. Überstunden sollten zumindest ausgeglichen werden.
Nun ist es leider so, dass ich mich speziell für Neuropathologie interessiere, da ich auch die Neurologie als mögliche klinische Option sehe. Beides in Kombination (Pathologie und Neurologie im Sinne der Neuropathologie) wäre natürlich die Kür.
Speziell bei letztgenannten ist die Stellensituation noch komplizierter, es gibt in Süddeutschland kaum Institute für Neuropathologie.
-> Neuropatho ist sicher sehr speziell und fast nur sinnvoll, wenn man eine Unikarriere anstrebt und gerne forscht, außerhalb eher brotlose Kunst.
Denn wenn ich ehrlich bin, kann ich mich wenig für Gyn- und Uro-Histopathologie begeistern.
-> Man kann sich ja mittelfristig seine Nische suchen. Ich vermute die Spezialisierung wird noch weiter zunehmen.
1.) Ist das PJ-Wahlfach entscheidend, um später eine Stelle in der Pathologie / Neuropathologie anzutreten?
-> Bei dem aktuellen Arbeitskräftemangel eher weniger. Es könnte sogar vorteilhaft sein, vorher noch etwas klinische Erfahrung zu sammeln bzw. etwas ganz anderes kennenzulernen, evtl. ist es die letzte Möglichkeit dazu.
2.) Wie ist die Stellensituation aktuell? Wie leicht findet man eine Stelle, wenn man Interesse an Forschung und Habilitation hat?
-> Es sieht glaube ich im Moment überall recht gut aus.
3.) Wie wird sich die Pathologie in den nächsten 10 Jahren gefühlt entwickeln im Zuge der Digitalisierung? Ich bin da ein bisschen skeptisch, denn bereits jetzt hat man Telemedizin (in der Radiologie) eingeführt und Beratung übers Internet erlaubt. Könnte es sein, dass dann bestimmte Schnitte vor Ort in den größeren Kliniken aufbereitet werden und dann das Bildmaterial an spezielle Zentren weitergeschickt wird zur Befundung?
-> Die Digitalisierung der Histopräparate ist für die allgemeine Routinediagnostik aufgrund der großen Datenmengen bislang zu teuer und langsam. In 10 Jahren sieht es vielleicht anders aus. Für spezielle Fragestellungen (Referenzbegutachtung, seltene Fälle, Morphometrie, Computergestützte Auswertung usw.) sicher sehr attraktiv. Überflüssig werden wir dadurch sicher nicht. Einer muss es unterschreiben und dafür die Verantwortung übernehmen.
4.) Wie wird der Bedarf an Pathologen in den nächsten 5-10 Jahren sein? Denn was die klinischen Fächer anbelangt, werden laut Prognose zukünftig mehr Neurologen und Orthopäden benötigt, da gerade letzte beiden ihre Bettenkapazitäten ausbauen würden.
-> Der Bedarf wird anhalten, die Menschen werden immer älter und eine "Ärzteschwemme" ist bislang nicht in Sicht.
5.) Wie schnell wird man Oberarzt? Ist das bereits mit dem Erlangen des Facharzttitels möglich?
-> Wenn es eine freie Stelle gibt und wenig Konkurrenz, dann kannst du direkt nach dem FA OA werden.
Hallo allerseits:) Kurze und vielleicht blöde Frage: gibt es Institute für Pathologie an Universitäten, wo es kein MUSS ist zu forschen? Es gibt recht wenige Pathologien abgesehen von Universitäten, meistens Versorgungszentren und Praxen ohne Weiterbildungsbefugnis, und selbst Krankenhäuser der Maximalversorgung haben eine externe Patho. Also ich suche mich in NRW und angrenzenden Bundesländern dumm und dusselig in Städten und Kleinstädten, vielleicht habe ich aber noch nicht intensiv gesucht. Am Ende in einem 10.000 Seelendorf zu landen möchte ich aber auch nicht- ich weiß, ein schwieriger Kompromiss!
Universität wär optimal, aufgrund der Lage (große Städte), gute Lehre, Lehre geben (am Studentenunterricht hätte ich sehr Spaß). Es ist nicht so als wäre ich nicht bereit einfache Papers oder änhliches zu schreiben- die wirckliche Forschungsarbeit mag ich ganz und gar nicht, habe das an meiner Dr. Arbeit gemerkt dass ich weder Talent dafür habe, noch Willen und Lust. Und es ist einfach so zeitaufwändig!
Vielen Dank für Eure Hilfe:)
Das kommt auf die Uni, den jeweiligen Chef, den Bewerbermangel und das eigene Verhandlungsgeschick an. Ich würde die Forschung im Bewerbungsschreiben nicht erwähnen und im Bewerbungsgespräch sagen, dass Dir die Weiterbildung/Diagnostik wichtig ist und Du gerne Lehre machen willst, aber vorerst keine wissenschaftliche Karriere anstrebst, aber gerne bereit ist z.B. zu Case report Anfragen einen Beitrag zu leisten. Ganz drumherum kommt man wohl nicht.
Anne1970
22.07.2018, 05:49
Dino schalt mal deine PN frei 🙂
@milz: das hört sich eigentlich für den Anfang schonmal gar nicht schlecht an, danke für den Tipp! Ich versuche mein Glück :)
@Anne1970: hab ich soeben aktiviert^^
histopatho
03.08.2018, 08:07
Dino, NRW ist ein Bundesland, meines Erachtens mit der größten Dichte sowohl an universitären als auch an nicht-universitären Pathologien.
Wenn man zur IAP in Bonn mal am Samstag zu einer Fortbildung geht, merkt man das sofort. Während wir, vom Süden, am Tag vorher, also am Freitag mit Gepäck anreisen mit Hotelübernachtung, kommen die Kollegen aus NRW einfach am Samstag morgen nach Bonn an. Die Entfernungen sind nicht weit. Selbst aus Koblenz(nicht mehr NRW) braucht man ca. nur 1 Stunde nach Bonn. Und wenn es mal bei einer solchen Fortbildung nicht so voll ist, dann sind auch die meisten Teilnehmer aus NRW.
Wenn ich in NRW tätig wäre, würde ich auch alle IAP-Tutorials an Samstagen besuchen.
SadFlowerpot
15.09.2018, 13:28
Hi zusammen!
Ich würde mir gerne euren Rat holen. Ich bin mittlerweile im PJ, meine Famus habe ich eher "stationsfern" über die Bühne gebracht . Eine in der Pathologie war nicht dabei. Der Wunsch nah am Patienten zu arbeiten besteht überhaupt nicht. Bin vom Typ her auch sehr introvertiert, der "Schock" jetzt im PJ wie Assistenzärzte ins kalte Wasser geworfen werden etc. sitzt schon recht tief, überall Ellenbogen puh.. dabei habe ich gerade erst das zweite Tertial angefangen. Scheine auch absolut Talentfrei zu sein, was z.B. Innere angeht. Wahlfach momentan ist Radio. Das macht mir auch Spaß, besonders die (von anderen Fachrichtungen meiner Meinung nach unterschätzte) Interdisziplinarität …. aber die Stellensituation..
So langsam mache ich mir deswegen starke Gedanken was die Zukunft betrifft und wo meine Nische sein wird. Medizin ist mein Zweitstudium. Davor Biomedizin, ich habe aufgrund der in meinen Augen furchtbaren Stellensituation das Zweitstudium angestrebt. Ich wollte keine 5+ Jahre auf einem rer.nat. sitzen um dann auf einer pharmareferentenähnlichen Stelle zu landen, wie es nun Ex-Kommilitonen von mir ergangen ist.
Ich überlege nun ernsthaft ob Pathologie (oder Laboratoriumsmedizin) etwas für mich sein können. Ich habe mir hier den ganzen Thread durchgelesen und mich schreckt einiges ab.. einiges wirft Fragen auf..
1) Ich habe null Famus, kein Wahlfach in der Patho. Aus dem erstem Studium habe ich nur grundlegende Erfahrungen was Einbetten / Schneiden / Färben angeht.. also eine robe Vorstellung davon. Hier wurde mehrfach berichtet, dass man die Einarbeitszeit zuerst im Zuschnitt (tw. monatelang) verbringt. Wie kann man sich das vorstellen?? Sitzt man da echt den ganzen Tag und.. schneidet? und das 18 Monate? ohne etwas anderes zu tun? Diese Vorstellung will gerade nicht in meinen Kopf.
2) Hier wurde häufig von nicht aufgeschriebenen massiven Überstunden (vor 8 Jahren) berichtet. Ist das immer noch so massiv?Muss man sich zwangsläufig darauf bereits beim Entschluss Patho zu machen einstellen?
3) Woran erkennt man eine gute Einstiegsposition? Was sind kluge Fragen für ein erstes Vorstellungsgespräch in der Patho?
Ganz liebes Dankeschön, falls ihr bei der ein oder anderen Sache ein bisschen Licht ins Dunkel bringen könntet.
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