Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pathologentreff
Seiten :
1
2
3
4
5
6
7
8
[
9]
10
11
12
13
14
15
Roadkiller
24.07.2020, 14:01
- wie viele Obduktionen finden jährlich i.d.R. statt? Kann man sich später als FA selber aussuchen, ob man obduziert oder nur mikroskopiert?
Je nach Größe des Institutes, an mittleren außeruniversitären Instituten kenne ich so ca. 20-40 Obduktionen pro Jahr die unter den Assistenten aufgeteilt werden. Nicht selten gibt es dann eingeteilte Sektionsoberärzte die sich dann hauptamtlich um Sektionen und die Betreuung der Assistenten, incl. Sektionsabnahme kümmern.
- muss man in Patho wirklich noch tlw. unbezahlte Überstunden schieben?
Leider häufig ja, wobei das auch institutsabhängig ist. Nicht selten halten die Chefs ihre Assistenten mit leicht erhöhtem Gehalt oder mit Poolzahlungen still, nach dem Motto: "Du bekommst Pool, dafür machst du Überstundenflatrate." Wobei viele Chefs noch alte Schule sind und geregelte Arbeitszeiten eher als mangelnde Motivation wahrnehmen.
- sind die Noten aus dem Studium wichtig? Ich habe eher einen durchschnittlichen Schnitt, bin aber fast mit der Diss fertig.
Nicht dass ich wüsste, ich kenne aber nur außeruniversitäre Institute und Praxen, wobei an den Unis tentenziell schon ein hoher Konkurrenzdruck herrscht. Auf Grund des Mangels an guten Leuten (die die deutsche Sprache auch wirklich gut beherrschen) ist die Stellensituation jedoch insgesamt recht entspannt, wobei der eigene Wert insb. in den ersten Monaten wegen der umfangreichen Einarbeitung relativ gering ist.
- arbeitet man viel alleinen oder eher im Kollektiv?
Man arbeitet meist allein FÜR das Kollektiv. Der Trugschluss ist, dass Pathologen ja alle einsame Wölfe sind, finde ich aber gar nicht. Man sitzt zwar viel im Büro und mikroskopiert oder sitzt als Assistent im Zuschnitt, meist mit 1 MTA, aber letztendlich arbeitet man zusammen daran, den täglichen Eingang wegzuarbeiten, da die Patienten und Kliniker auf ihre Befunde warten. "Das ist mein Eingang und der Rest ist mir egal" führt in der Regel früher oder später zu Stress, genauso sollte man es nicht erlauben alles draufgeballert zu bekommen, damit andere überpünktlich gehen können. Hängt letztendlich alles von der Führungskompetenz der Chefs und der Teamfähigkeit und Sozialkompetenz von dir und den Kollegen ab (die häufig zu wünschen übrig lässt).
-Danke an milz für die ausführlichen Beiträge zu diesem Thema! Ich selber spiele mit dem Gedanken Patho zu machen. Leider kam mir diese Erkenntnis erst am Ende des 3. PJ-Tertials in den Kopf. Ich habe daher keinerlei Erfahrung mit dem Fach. Obduktionen waren bei uns freiwillig und hatten mich damals nicht interessiert. Histo war allerdings mein Lieblingsfach in der Vorklinik.
Mein Vorschlag wäre es, je nachdem was du planst (akademische Karriere oder eher reine Diagnostik) an einem universitären oder außeruniversitären Institut für ein bis zwei Tage zu hospitieren. Nicht wenige Anfänger glauben, man würde in der Patho etwas mikroskopieren und viel Kaffee trinken, das Gegenteil ist meist jedoch der Fall. Die Arbeitsdichte ist meist sehr hoch, nicht selten diktiert man fließbandartig die Befunde weg, Zeit sich an der Histologie zu erfreuen, findet sich selten (meiner Erfahrung nach).
Der Thread ist ja mittlerweile schon 10 Jahre alt und ein bischen was hat sich glaube ich schon geändert.
Die Tarifverträge sehen nun eine manipulationsfreie Arbeitszeiterfassung vor.
Der zunehmende Frauenanteil erfordert flexiblere Lösungen und die Bewerberzahlen sind auf einem Tiefstand.
Ich selbst arbeite mittlerweile in einer Praxis mit elektronischer Arbeitszeiterfassung.
Eine Unikarriere mit Forschung, Lehre und Diagnostik, wo am Ende der PD/Prof.Titel winkt ist wahrsch. nicht in einer normalen Arbeitswoche unterzubringen. Das ist imho was für High Performer ohne Familie.
In der freien Wirtschaft ist Fliesbandarbeit angesagt, sofern einem das liegt, kann man damit gutes Geld verdienen. Arbeitsbedingungen sind Institutsabhängig.
Man muss sich aber auch nicht sofort und für immer festlegen, welchen Weg man einschlagen will.
HerrReinsch
31.07.2020, 11:54
Hallo an alle!
Auch ich tendiere dazu, nach dem Studium mit Patho anzufangen. Ich würde gerne -zumindest am Anfang- an einem universitären Haus arbeiten. Daher meine Frage: Gibt es hier Assistenzärzte oder Studenten, die ein universitäres Institut empfehlen können? Wichtig ist mir vor allem, dass die Weiterbildung der Assis strukturiert abläuft und man nicht jahrelang die Aufgaben erledigt, auf die kein Facharzt Bock hat. Ein nettes Team und freundlicher Umgang unter den Kollegen wären auch schön natürlich :D ich hoffe, ihr wisst, was ich meine. Andersrum würde es mir natürlich auch helfen, wenn jemand negative Erfahrungen mit einem Institut gemacht hat und diese mit mir/uns teilen würde.
Gerne würde ich im Süddeutschen Raum anfangen (BAyern, Bawü, Sachsen o.Ä.). Vielleicht findet sich ja was :)
Roadkiller
31.07.2020, 12:16
Kenne nur Negatives... Jahrelanges Sitzen im Zuschnitt, ungeregelte Arbeitszeiten bis spät abends, hochgradiger Konkurrenzdruck... Berichte und z. T. eigene Erfahrungen im Ruhrgebiet und hoch im Norden
JumpRopeQueen
31.07.2020, 14:02
Kenne nur Negatives... Jahrelanges Sitzen im Zuschnitt, ungeregelte Arbeitszeiten bis spät abends, hochgradiger Konkurrenzdruck... Berichte und z. T. eigene Erfahrungen im Ruhrgebiet und hoch im Norden
Ist es denn an nicht universitären Häusern anders? Denn wenn es wirklich überall in Patho so ist, werden sie wohl noch lange keinen Nachwuchs finden können.
Roadkiller
31.07.2020, 14:33
Ausseruniversitär habe ich es als benigner erlebt. Meine Empfehlung: Wenn man nicht gerade eine Überflieger-Habil.-Karriere anstrebt ist ein mittelgroßes Institut mit einem gut gemischten Einsendespektrum der beste Weg. Wobei man sich den Laden eben nochmal ansehen sollte, am besten im Rahmen einer Hospitation. Zum Nachwuchs: Habe das Gefühl dass sich die Pathologien auch nicht wirklich um Nachwuchs bemühen. Ich kenne klinische Disziplinen, da wird man schon als Famumus als potentieller Nachwuchskandidat gehandelt, was natürlich beiden Seiten nützt. In der Patho gibts soetwas praktisch nicht, einfach weil der Betreuungsaufwand viel zu gross wäre und man auch bei fertigen Assistenten erst nach ca 3-6 Monaten davon ausgehen kann, dass sie zumindest im Ansatz selbstständig etwas nützen. Beim Mikroskopieren oder Zuschneiden zugucken ist nur minder interessant...
Ausseruniversitär habe ich es als benigner erlebt. Meine Empfehlung: Wenn man nicht gerade eine Überflieger-Habil.-Karriere anstrebt ist ein mittelgroßes Institut mit einem gut gemischten Einsendespektrum der beste Weg. Wobei man sich den Laden eben nochmal ansehen sollte, am besten im Rahmen einer Hospitation. Zum Nachwuchs: Habe das Gefühl dass sich die Pathologien auch nicht wirklich um Nachwuchs bemühen. Ich kenne klinische Disziplinen, da wird man schon als Famumus als potentieller Nachwuchskandidat gehandelt, was natürlich beiden Seiten nützt. In der Patho gibts soetwas praktisch nicht, einfach weil der Betreuungsaufwand viel zu gross wäre und man auch bei fertigen Assistenten erst nach ca 3-6 Monaten davon ausgehen kann, dass sie zumindest im Ansatz selbstständig etwas nützen. Beim Mikroskopieren oder Zuschneiden zugucken ist nur minder interessant...
Bei dem Lob auf außeruniversiäre Institute wäre ich vorsichtiger. Möglicherweise mag das auf traditionelle Krankenhausinstitute zutreffen, aber wenn man seine Ausbildung an einem privaten Institut macht (so wie ich) hat man ein Los, welches häufig deutlich anstregender ist als im universitären Bereich oder in klinischen Fächern (zumindest ist das mein persönlicher Eindruck im Freundeskreis).
Ich stehe jetzt wenige Monate vor meiner Facharztprüfung und kann rückblickend sagen, dass die ersten ~ 3 - 4 Jahre meiner Facharztausbildung eine belastende Zeit waren. Die Kehrseite der Medallie ist, dass ich nach meiner Facharztprüfung zu einem Art "Juniorgeschäftsführer" in unserem Institut aufsteigen werde (Vertrag liegt schon vor).
Dennoch: Pathologie im niedergelassenen/privaten Bereich ist ein hartes Brot und wird vermulich auch in Zukunft nicht besser werden. Die Menge des Einsendegutes steigt kontinuierlich und gleichzeitig sinkt die Anzahl der diagnostisch tätigen Pathologen. Ich kenne Institute, in denen pensionierte 70 - 80 jährige Professoren für viel Geld angeheuert und im Rollstuhl vors Mikroskop geschoben werden, weil man die Menge der Fälle nicht mehr anders bewältigen kann. Insofern wird die Arbeitsbelastung in den nächsten Jahren vielleicht sogar noch zunehmen, vor allem wenn die eigentlich berenteten/pensionierten Pathologen dann entgültig nicht mehr als "Notbesetzung" zur Verfügung stehen. Nachwuchs bindet in der Anlernphase, wie oben bemerkt, eine lange Zeit eher erfahrenes Personal, als dass man eine Entlastung erwarten kann. Wer frisch von der Uni kommt hat (in den allermeisten Fällen) gar keine Ahnung und braucht eine lange Zeit der Einarbeitung, die aber aus Kostendruck nicht im ausreichenden Maß gewährleistet werden kann.
Insgesamt ist aber die Histopathologie/Molekularpathologie dennoch meine große Leidenschaft und Pathologie mein Wunschfach. Der Facharzt taugt jedoch meiner Meinung nach nicht für Leute, die sich einen eleganten Ausweg aus dem (sicherlich vorhandenen) Stress der klinischen Arbeit erhoffen. Mit großer Berufserfahrung wird es zwar in der Regel besser, da man seine Fälle irgendwann in sehr hoher Geschwindigkeit beurteilen und abdiktieren kann, aber bis dahin ist es häufig ein langer Weg. Wer leidenfähig genug ist, wird aber dann mit dem spannensten der medizinischen Fächer belohnt. :)
Viele Grüße
XZar
PS: Als kleinen Nachtrag möchte ich erwähnen, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren große Veränderungen in der Struktur der deutschen Pathologie anstehen. Es drängen vermehrt große, internationale, börsennotierte Konzerne auf den Plan, welche Pathologien aufkaufen und zu überregionalen Ketten zusammenfassen. Es sind überwiegend diesselben Konzerne, welche auch schon in der Labormedizin den Markt unter sich aufteilten. Ich bin zwar davon überzeugt, dass man die Pathologie nicht in einem änlichen Maß wie die Labormedizin rentabilisieren kann, aber der Versuch wird definitiv zwecks Aktienkurs/Dividende erfolgen. Sieht euch hierzu auch mal den Bundeskongress Pahologie 2019 an, welcher unter dem Thema "Freier Beruf Pathologie" stand und bei dem es eine große Vortragsreihe unter der Rubrik "Arzt oder Aktiengesellschaft" gab (Programm: https://www.pathologie.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/Bundeskongresse/2019/19._Bundeskongress_Programm.pdf). Die Beschäftigung mit diesen Veränderungen halte ich für alle potentiellen Assistenzärzte für immens wichig, da sie vermutlich große Auswirkungen auf die eigene Karriere/den eignen Arbeitsalltag haben werden und sich gleichzeitig kein normaler Absolvent mit ihnen befasst.
Nussini2020
03.08.2020, 18:07
Hallo :),
Ich muss sagen, wenn man die Beiträge hier in diesem Forum so liest, wird einem wirklich Angst und Bange.. ich studiere Medizin im Zweitstudium, habe bereits einen Master in Molekulare Medizin und möchte unbedingt Pathologin werden. Dieser Wunsch hat mich bereits während meines Erststudium begleitet und ich konnte diesen „Traum“ nie ganz aufgeben, weshalb ich auch nochmal mit einem Studium der Humanmedizin begonnen habe...
Nun lese ich aber Zeilen wie „die schlimmsten Jahre meines Lebens“ und frage mich ernsthaft: warum macht ihr es dann, wenn es doch so schrecklich ist? Ist es wirklich SO schlimm? Oder melden sich hier nur diejenige zu Wort, die generell unzufrieden sind?
Auch beschäftigt mich natürlich die Frage, wie die Lage wohl in 10 Jahren so aussieht. Ich bin erst im 4. Semester, aber an meinem Berufswunsch wird sich nichts ändern, das steht fest. Nur werden Pathologen überhaupt noch benötigt? Wenn ja eh alles über KI läuft? Ich hab mir mal dieses Programm von meinem Vorposter angesehen, aber ich kann damit nichts anfangen. Vielleicht wäre es hilfreich, mal ein paar Worte darüber zu verlieren, anstatt nur Stichworte und Überschriften in den Raum zu werfen und damit mehr Fragen als Antworten aufzuwerfen.
Ich will meine Augen (trotz meiner Träume) natürlich nicht vor der Realität verschließen...
Hallo :),
Ich muss sagen, wenn man die Beiträge hier in diesem Forum so liest, wird einem wirklich Angst und Bange.. ich studiere Medizin im Zweitstudium, habe bereits einen Master in Molekulare Medizin und möchte unbedingt Pathologin werden. Dieser Wunsch hat mich bereits während meines Erststudium begleitet und ich konnte diesen „Traum“ nie ganz aufgeben, weshalb ich auch nochmal mit einem Studium der Humanmedizin begonnen habe...
Nun lese ich aber Zeilen wie „die schlimmsten Jahre meines Lebens“ und frage mich ernsthaft: warum macht ihr es dann, wenn es doch so schrecklich ist? Ist es wirklich SO schlimm? Oder melden sich hier nur diejenige zu Wort, die generell unzufrieden sind?
Auch beschäftigt mich natürlich die Frage, wie die Lage wohl in 10 Jahren so aussieht. Ich bin erst im 4. Semester, aber an meinem Berufswunsch wird sich nichts ändern, das steht fest. Nur werden Pathologen überhaupt noch benötigt? Wenn ja eh alles über KI läuft? Ich hab mir mal dieses Programm von meinem Vorposter angesehen, aber ich kann damit nichts anfangen. Vielleicht wäre es hilfreich, mal ein paar Worte darüber zu verlieren, anstatt nur Stichworte und Überschriften in den Raum zu werfen und damit mehr Fragen als Antworten aufzuwerfen.
Ich will meine Augen (trotz meiner Träume) natürlich nicht vor der Realität verschließen...
Entschuldige, es ging mir sicherlich nicht darum generell ein absolutes Horrorszenario zu zeichnen, sondern meine eigenen Erfahrungen wiederzugeben. Es gibt in der Pathologie halt sehr unterschiedliche Ausbildungssituationen. In machen Instituten ist es normal 12 Stunden zu arbeiten und in anderen kann man wiederum recht pünktlich nach Hause. Generell würde ich den niedergelassenen Bereich in der Ausbildung meiden (hierauf beziehen sich ja meine eigenen Erfahrungen primär).
Wenn du schon solange den Wunsch hast Pathologin zu werden, mache es unbedingt und lass dich nicht von mir davon abbringen. Nimm aber meine Erfahrungen als Anlass und informiere dich über potentielle Stellen und Arbeitgeber gut. Hospitiere vorher und befrag die anderen Assistenten, damit du dir ein klares Bild verschaffen kannst. In der Breite halte ich die Ausbildungsbedingungen halt immer noch für schlecht. Sie sind aber, wie schon gesagt, sehr heterogen.
Was deine langfristigen Berufswünsche angeht, musst du dir keine Sorgen machen. Ich hatte ja betont, dass die Arbeit eher immer mehr wird als weniger. Es wird irgendwann zum Einsatz automatischer Bilderkennungsprogramme kommen, aber zum einen dauert die Entwicklung hier noch Jahre und zum anderen wird am Ende dennoch ein Arzt den Befund unterschreiben müssen. Arbeitslosigkeit unter Patholgen wird es nicht geben.
Die Auswirkungen der zunehmende Kommerzialiserung in der Pathologie kann ich letztlich natürlich auch schwer abschätzen, sie sind aber gerade ein großes Thema im niedergelassenen Sektor (wie eigentlich aber auch in allen anderen medizinischen Fächern). Da ich im Thread erstaunlicherweise hierzu nichts gefunden habe, wolle ich es unbedingt als Denkanstoss erwähnen. Ich halte das Vordrängen von Großkonzernen halt für einen gravierenden Vorgang. Der Berufsverband hat sich übrigens dazu schon ganz klar geäußert:
https://www.zm-online.de/news/politik/fremdinvestoren-gefaehrden-den-freien-beruf-auch-in-der-pathologie/
Viele Grüße und viel Erfolg im Studium!
XZar
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass es auch universitäre Pathologien gibt, in denen man ein angenehmes Arbeitsumfeld, akzeptable Arbeitszeiten, gutes Teaching und nette Kollegen hat. War bei mir genauso der Fall, deshalb bin ich auch geblieben und arbeite hier mittlerweile als Oberarzt. Natürlich ist hier auch nicht alles perfekt, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden und würde wieder hier anfangen.
Jedem Anfänger würde ich auch empfehlen mal in dem entsprechenden Institut zu hospitieren und dort mit vielen Leuten zu sprechen, insbesondere natürlich mit den Assistenten, die doch am nächsten an dem dran sind, was dich dort erwarten würde.
@HerrReinsch: Unser Institut wäre im süddeutschen Raum, wobei wir gerade im Moment voll besetzt sind. Bei Interesse gerne trotzdem mal per PM melden.
Hallo,
ich stehe knapp ein Jahr vor meiner FA-Prüfung und habe mittlerweile an verschiedenen Instituten (Universität, Schweiz, Niederlassung) gearbeitet. Zur Zeit bin ich wieder am KH und hier zu 75% in einer eher kleineren Patho beschäftigt. Da ich die Arbeitsbedingungen (Fließband, Hierarchie, Überstunden) bislang eher als negativ empfunden habe, möchte ich nach dem FA nicht mehr (ausschließlich) in der Routine tätig sein. Da ich auch zwei Kinder (3 und 1 Jahr alt) habe, kommt eine VZ-Beschäftigung für mich nicht infrage.
Daher meine Frage an alle:
- Hat jemand oder kennt einer jemanden, der als Pathologe (FA oder auch ohne abgeschlossener Weiterbildung) in einem anderen Bereich (welchen?) außerhalb der Routinediagnostik tätig ist?
- Ist eine Teilzeittätigkeit als FA besser umsetzbar? Hier in der Großstadt sind die TZ-Stellen nur rar und dann doch mit Überstunden, die nicht erfasst werden, verbunden.
Für jegliche Anregung bin ich euch sehr dankbar!
Hallo,
ich möchte dieses Jahr meine Assistenzarztausbildung in der Pathologie beginnen und möchte mich auf Stellen in NRW und Niedersachsen bewerben. Ich wollte einmal nach Empfehlung für pathologische Institute fragen, universitär sowie extrauniversitär? Ich hatte bislang überlegt mich in Bielefeld, Hannover, Osnabrück, Münster und Göttingen zu bewerben. Hat jemand dort Erfahrung mit der Assistenzarztausbildung?
Vielen Dank und beste Grüße
Hallo,
ich möchte dieses Jahr meine Assistenzarztausbildung in der Pathologie beginnen und möchte mich auf Stellen in NRW und Niedersachsen bewerben. Ich wollte einmal nach Empfehlung für pathologische Institute fragen, universitär sowie extrauniversitär? Ich hatte bislang überlegt mich in Bielefeld, Hannover, Osnabrück, Münster und Göttingen zu bewerben. Hat jemand dort Erfahrung mit der Assistenzarztausbildung?
Vielen Dank und beste Grüße
Hallo, ich kann dir zu den angesprochenen nichts sagen. Aber wenn es dir zeitlich möglich ist und wegen Corona geht (vorher testen lassen?) würde ich bei deinen 3 Favoriten mal jeweils einen Tag hospitieren und es als unverbindlichen gegenseitigen Vorstellungstermin betrachten. Das bringt dir vielleicht mehr Einblicke und Vergleichsmöglichkeiten als irgendwelche Aussagen aus dem Internet und verschafft dir einen Vorteil bei der definitiven Bewerbung, sofern du einen guten Eindruck hinterlässt. Just my 2 Cents.
Roadkiller
10.01.2021, 17:10
Was planst du denn als späteres Ziel so?
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Hospitieren will ich auf jeden Fall und auch bei verschiedenen Arbeitegebern (Praxen, Uni, KH) um möglichst viele Einblick zu bekommen.
Ich bin ein wenig hin- und hergerissen, ob ich versuche an die Uni zu kommen, oder an ein größeres, nicht-universitäres KH zu gehen. Ich bin sehr forschungsinteressiert, daher spricht mich auch die Uni an. Allerdings habe ich Medizin als Zweitstudium absolviert und bin daher schon 33 Jahre alt, wenn ich mit meiner Assistenzzeit anfange. Ebenfalls hab ich bereits kleine Kinder, daher frag ich mich wie realistisch (wahrscheinlich eher nicht) eine universitäre Karriere überhaupt ist. Oder ob ich mich lieber darauf konzentriere ein möglichst guter Diagnostiker zu werden.
Roadkiller
10.01.2021, 21:20
Schau dir die Institute wirklich an. Für gewöhnlich sind Unipathologien und Privatinstitute ziemlich schlecht was Arbeitszeiterfassung angeht bei hoher Arbeitsbelastung, wobei dann die Weiterbildung nicht zwangsläufig gut sein muss... Es macht viel aus wenn man jemanden hat der Nerven und Zeit hat einen einzuarbeiten, die allgemeinen Gütekriterien für eine Abteilung gelten auch in der Patho.
gini2460
13.02.2021, 01:48
Hallo alle zusammen, kann mir jemand etwas über die Uniklinik in Essen sagen bezüglich den Arbeitsbedingungen und dem Klima? über eine Rückmeldung wäre ich euch sehr dankbar. Liebe Grüße
Ich bin ein wenig hin- und hergerissen, ob ich versuche an die Uni zu kommen, oder an ein größeres, nicht-universitäres KH zu gehen. Ich bin sehr forschungsinteressiert, daher spricht mich auch die Uni an. Allerdings habe ich Medizin als Zweitstudium absolviert und bin daher schon 33 Jahre alt, wenn ich mit meiner Assistenzzeit anfange. Ebenfalls hab ich bereits kleine Kinder, daher frag ich mich wie realistisch (wahrscheinlich eher nicht) eine universitäre Karriere überhaupt ist. Oder ob ich mich lieber darauf konzentriere ein möglichst guter Diagnostiker zu werden.
33 ist m.E. völlig o.k. für die Forschung. Wichtig für eine wissenschaftliche Karriere ist es in eine gut laufende Forschungsgruppe rein zu kommen. Wenn am Ende nicht mind. einige Papers und der APL rauspringt ist es nur ein zeitintensives Hobby. Daher vorher die Lage checken (Homepage, Pubmed, Netzwerken). Finanziell bringt es in der Regel nichts. Und die Kinder würde ich dafür auch nicht vernachlässigen, die sind das wichtigste was man hat und die Zeit kann man nicht nachholen. Als Anfänger lässt man sich zu leicht von der Arbeit und den Leuten dort auffressen.
Hallo! Ich überlege mir in die Pathologie zu wechseln. Habe 1,5 Jahre in der Neurologie gearbeitet und bin jetzt seit 3 Jahren (2 Kinder) in Elternzeit. Ich würde wahrscheinlich Anfang 2022 beginnen wollen. Habt Ihr irgendwelche Tipps? Wie früh sollte ich mit Bewerbungen (Initiativbewerbungen?) anfangen? Wie sieht es bei euch mit Work-Life Balance aus? Ich würde schon eher eine vollzeit Stelle für die Weiterbildung bevorzugen, aber auf Dauer 12-13 Stunden Tage zu machen möchte ich meiner Familie nicht antun.. Was sind da eure Erfahrungen? Ist es schwer eine Stelle zu bekommen? Ich möchte am liebsten in eine Mittelgroße nichtuniklinik..
Vielen Dank für Erfahrungsberichte :)
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.