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milz
23.07.2012, 17:56
die Zeit zu haben was in Ruhe nachschlagen zu können anstatt im Stress irgendwelche Schemata abzuarbeiten wie das auf der Inneren manchmal der Fall istLeider ist das auch in der Patho meist nicht drin. Mal kurz einen Blick ins Buch werfen geht, aber richtig nachlesen geht nur zuhause und weil ich abends so fertig bin schaffe ich das meist auch nur am Wochenende.

condorito
08.10.2012, 21:42
Sollte jemand einen heissen Tip für ein Institut/Praxis/MVZ (nicht-universitär)in NRW haben,die einen netten Facharzt zur Unterstützung suchen, gerne eine pm schreiben. Suche derzeit ein neues Betätigungsfeld.
Ansonsten frohes Mikroskopieren und Zuschneiden!

milz
09.01.2013, 22:11
Kann mir jemand sagen was die IAP-Mitgliedschaft kostet? Mein Chef steht drauf. Ich finde den Verein aber leider irgendwie unsympathisch. Mitgliedschaft erst nach 2 Jahren Weiterbildung und 2 IAP-Mitglieder müssen unterschreiben, bevor man Mitglied werden kann, auf so ein elitäres Gebahren kann ich eigentlich gut verzichten... Den Mitgliedantrag kann man nicht mal am PC ausfüllen, nein, man muss ihn ausdrucken und mit der Schreibmaschine (!) ausfüllen und auch noch ein Foto von sich drauf pappen. Lehrserien und Fortbildungen kosten natürlich extra. Und wann soll man sich die anschauen, nachts oder im Urlaub?

condorito
28.05.2013, 05:24
Hat eigentlich jemand Erfahrungen mit der KV-Prüfung für die Gyn-Zyto gemacht oder Infos? Die Meinungen dazu sind ja etwas geteilt....

Stromer
26.10.2013, 15:28
Ich würde gern wissen, ob es irgendeine Seite gibt, auf der die verschiedenen Kliniken, die eine Patho beherbergen verzeichnet sind. Es ist doch etwas umständlich alle KHs zu suchen und dann zu schauen und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich damit auch nicht so erfolgreich bin.

Gibt es eigentlich 80% WB-Stellen? Wenn ich anfange, kommt mein Kind zur Schule. Das will und muss ich schon intensiver begleiten. Wenn es dann läuft, würde ich dann erweitern. Gibt es diese Flexibiltät in der Realität, oder ist das nur theoretisches Gedöns?

Coxy-Baby
26.10.2013, 15:34
Wie wärs mit Magdeburg? (https://www.ipa.ovgu.de/Aktuelles.html)

CYP21B
26.10.2013, 21:30
Ich würde gern wissen, ob es irgendeine Seite gibt, auf der die verschiedenen Kliniken, die eine Patho beherbergen verzeichnet sind. Es ist doch etwas umständlich alle KHs zu suchen und dann zu schauen und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich damit auch nicht so erfolgreich bin.

Gibt es eigentlich 80% WB-Stellen? Wenn ich anfange, kommt mein Kind zur Schule. Das will und muss ich schon intensiver begleiten. Wenn es dann läuft, würde ich dann erweitern. Gibt es diese Flexibiltät in der Realität, oder ist das nur theoretisches Gedöns?

Dir helfen vermutlich nur Kliniken weiter die auch weiterbildungsbefugt sind? Am besten gehst du auf die Seiten der Landesärztekammern die für dich in Frage kommen und schaust da nach den Listen der Weiterbildungsbefugnisse. Die müssten da mit Chef, Adresse und Weiterbildungszeit gelistet sein.

Stromer
30.10.2013, 16:23
Vielen Dank! Das konnte mir bis jetzt keiner sagen. Danke auch Coxy, aber ich bin nicht so akut dran - hatte nur die Problematik bei meiner Informationssuche. Wenn es soweit ist, klingt Magdeburg richtig gut!

Teevee
06.11.2013, 20:39
So, dann werde ich den Sonntag mal wieder auf der Arbeit verbringen (Forschung ist die beste Medizin...). Wen interessieren schon Arbeitszeitdokumentation, Tafrifverträge oder Arbeitszeitgesetz. Das darf man ja alles nicht so "gewerkschaftlich" sehen. (ironie ende)

-> Vor dieser Fachrichtung kann man nur warnen! Es sei denn man steht auf Schmerzen.

sagt mal, weshalb fällt es scheinbar so vielen (nicht nur pathologen) so schwer, konsequenter sein recht durchzusetzen und auch NEIN zu sagen, wenn Prof. Dr. Chef keine überstunden anordnen will.
Permanent unbezahlt länger am Institut zu bleiben und das mit sich machen zu lassen (insb bei der Nachfrage nach Arbeitskräften) zeugt doch von keiner gesunden einstellung..

gut, wenn man forschen und uni-karriere machen will, ist es u.U. nicht förderlich, in der oberetage anzuecken.
aber forschung kostet ohnehin unmengen an zeit und engagement..

aber als nicht-forschender, angehender pathologe, der seine kostbare human-ressource nicht unter wert hergibt, gibt es doch genug möglichkeiten, angemessene arbeitsbedingungen anzustreben.
wobei das nicht nur für die patho gilt, aber gerade wenn ich mir diesen thread so durchlese, will dieses thema einfach aus mir raus^^


edit:
irgendwer hat hier mal geschrieben:

Man muß sich aber darüber im klaren sein, daß man das Geld, das man da haben möchte, auch erst mal erwirtschaften muss. D.h. in den ersten Jahren ist man natürlich nur bedingt eine Hilfe zur Wertschöpfung.

(...)

Generell finde ich persönlich aber, daß eine larmoyante Gewerkschaftermentalität in der Medizin fehl am Platze ist. Am Anfang muß man ja erst mal lernen und später verdient man ja auch nicht schlecht bzw. deutlich mehr als der Durchschnitt der Leute. Auch ich bin froh, wenn ich mal eine vierzig Stunden-Woche habe, das klappt aber auch wenn man routinierter geworden ist, nicht immer.

also bei allem was recht ist, nach solch einem langen studium und bei der arbeit, der man auch schon während der WB zeit nachgeht, muss man sich weder etwas (wie es hier so formuliert ist) "erwirtschaften", noch ist eine gewerkschaftsmentalität (nettes bezeichnung..) fehl am platz.

was man sich im optimalfall erwirtschaften sollte, ist sein stundenlohn. faire, angemessene (=arzt gerechte, im vertrag festgehaltene) arbeit für ein ebensolches gehalt.
und das sollte man anstreben, wenn man sich nicht unter wert verkaufen und wie ein praktikant für einen effektiv zu niedrigen stundenlohn malochen will..
in diesem sinne ist eine "gewerkschaftsmentalität" mehr als angebracht. mediziner werden bedeutet schließlich nicht, sich restlos aufzuopfern..


klar, von nix kommt nix, versteht mich nicht falsch. aber ausbeuten lassen ist definitiv nicht die lösung


haja, welch ein hitziges thema..

grüner Igel
16.11.2013, 20:04
Hallo liebe Pathologen.

Ich suche nach meinem Staatsexamen eine Stelle und habe mich für ein Fach beworben, das ich sehr interessant im Studium fand, aber nie gedacht hätte ich könnte darin arbeiten. Habe mich trotzdem mal beworben und tatsächlich ich habe am Mittwoch ein Vorstellungsgespräch in einer Pathologie.

Natürlich jetzt erstmal das Vorstellungsgespräch abwarten und schauen ob ich die Stelle überhaupt bekomme...aber ich weiß noch nicht ob ich das wirklich machen möchte...
Vorurteilsmodus an:
Den ganzen Tag nur rumsitzen und mikroskopieren, keine Patienten, keine Dienste in denen man der Held spielen darf.
http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=54224&page=5
Habe mir hier den Arbeitsalltag einer Pathologin in WB durchgelesen und im Vergleich zu den Klinikern auf derselben Seite klang das schon seeeeeehr langweilig, dachte ich lese ständig nur Kaffeetrinken und Kaffeeschwätzchen.
Vorurteilsmodus aus.

Keine Frage, ich bin sehr desillusioniert (siehe meine Einstellung zu Diensten und Patienten)...aber...vermisst ihr das nicht ein bisschen, keine "richtigen Ärzte" sondern mehr "Wissenschaftler" zu sein?

Ich find Patho als Fach einfach unglaublich spannend, die detektivische Knobelei, die Möglichkeit eine richtige Koryphäe zu werden, die tollen Zukunftsaussichten (denn was da gerade erforscht wird ist ein Segen für die Medizin).

Ihr merkt, ich bin zerrissen bei diesem Thema. Wie ergings euch denn? Habt ihr auch ein bisschen gezweifelt? Oder war Patho schon immer der Traum?

milz
17.11.2013, 13:15
Keine Frage, ich bin sehr desillusioniert (siehe meine Einstellung zu Diensten und Patienten)...aber...vermisst ihr das nicht ein bisschen, keine "richtigen Ärzte" sondern mehr "Wissenschaftler" zu sein?
Die Frage hatte ich mir am Anfang auch gestellt, aber Pathologie ist außer vielleicht an der Uni (dort aber meist auch) überwiegend Tätigkeit für den Patienten mit der entsprechenden ärztlichen Verantwortung, ähnlich wie in der Radiologie oder Mikrobiologie, auch wenn man die Patienten oftmals nicht direkt sieht. Also ich vermisse im Vgl. zur Klinik nichts, im Gegenteil. Die Arbeitsbedingungen sind halt leider oft so "konservativ" wie das Fach und ihre Vertreter an sich.

grüner Igel
17.11.2013, 13:32
Hallo Milz, vielen Dank für deine Antwort. Kannst du deinen letzten Satz vielleicht noch etwas elaborieren?


Die Arbeitsbedingungen sind halt leider oft so "konservativ" wie das Fach und ihre Vertreter an sich.

Muriel
17.11.2013, 19:06
So wie ich seine sonstigen Aussagen kenne interpretiere ich das so, dass dort Forderungen der Generation Y bestenfalls milde belächelt werden ;-)

akuma_
22.06.2015, 18:21
Hallo alle!

Weiss ich nicht, ob hier jemand noch ab und zu kommt, aber ich hätte eine sonderbare Frage.

Ich arbeite seit ein paar Monaten als WBÄ in der Pathologie in Tschechien und es interessieren mich die Umstände der Arbeit als Pathologe in Deutschland.
Der Arbeitstag sieht bei mir so aus, dass am Vormittag meistens Zuschnitt machen, evtl. Obduktion, wenn es gibt, dazwischen Mikroskopieren, am Nachmittag Mikroskopieren.. Die meiste Zeit verbringe ich in meiner Kanzlei beim Mikroskop.
Und jetzt die Frage - ist das überall so, dass man seine eigene Kanzlei hat und dort die meiste Zeit ist? Ja, es ist eine seltsame Frage und man sagt, wenn man Kontakt mit den Leuten haben möchte, sollte man was anderes machen als Patho, und es ist auch wegen Diktieren und Lernen schon praktisch. Aber an der anderen Seite, in den klinischen Fächern diktieren auch mehrere Ärzte in einem Zimmer, was ich auch in Deutschland erlebt habe. Kann mir das auch anders vorstellen, deshalb interessiert mich, was so anderswo üblich ist.

Bzw. wie sieht es mit dem Zuschnitt aus? Bei uns befindet sich im Raum Arzt und Laborassistent, der das Material überreicht und andere Teilaufgaben erfüllt. Ich vermute, es unterscheidet sich bisschen Institut vom Institut, ist das aber in meisten Patho-Instituten ungefähr so ähnlich?

Vielen Dank für Willigkeit, meine Fragen zu beantworten!

Mit freundlichen Grüßen akuma_

Kaas
29.07.2015, 15:54
Hallo zusammen! Eine Frage: z.B. für die Radiologie gibt es ja immer mal wieder interessanten online-Weiterbildungen, z.B. http://www.drgakademie.de/de-DE/872/akademie-online . In der Pathologie wäre so etwas ja auch prima denkbar. Gibt es sowas bzw. kennt ihr gute Seiten, auf denen histopathologische Befunde gezeigt und nebenbei erläutert werden? Beste Dank schonmal!

Roadkiller
20.05.2017, 09:41
Tach! Bei YT gibts recht viele gute Tutorials auf englisch.https://www.google.de/url?sa=t&source=web&cd=2&ved=0ahUKEwiPhpiBiP7TAhUCvRQKHaQtCEUQFgggMAE&url=https%3A%2F%2Fm.youtube.com%2Fchannel%2FUCCk4U W9jf7V97Khc1AQu1nA&usg=AFQjCNE97LqwM7_UQ65B9w7YXEvkL_PXQA

Btw frag ich mich gerade warum es anscheinend kein pathologisches Institut schafft halbwegs korrekte und legale Arbeitszeitregelungen (keine Registrietung von Überstunden Freizeitausgleich etc.) zu treffen. Ist man flaechendeckend noch so rueckschrittlich?

drakaris50
30.05.2017, 09:37
Hallo alle,

ich hoffe, dass dieser Thread immer noch lebendig ist. Ich hätte eine Frage, das Studium habe ich schon vor ein paar Jahren absolviert und bald stelle ich mich auf die Stellensuche in der Pathologie. Könnt ihr lieben Pathologen mir mal raten, was ich inzwischen lesen könnte, weil ich hab für lange Zeit keinen Kontakt mehr zur Pathologie und möchte, dass die Einarbeitungszeit nicht so lange dauert, zudem käme es beim CA besser an, wenn man zeigt, nicht alles in dem Fach vergessen zu haben. :-))
Ich hab versucht, mir Präparate im Internet anzusehen (pathologie-online.de, Unikinik-Heidelberg) und wusste auch nicht, was man anfangs zu wissen braucht, und ob es von einem erwartet wird, am ersten Tag Präparate zu erkennen und zu diagnostizieren :-nix

Eure fachliche Meinungen wären sehr hilfreich
vielen Dank für eure Antworte.

Roadkiller
17.06.2017, 07:10
In der Regel lernst du erst den Zuschnitt. Die Histodiagnostik folgt dann entwerder kurz danach bzw parallel oder erst nach 1-2 manchmal mehr Jahren.... Ein gutes klinisch-pathologisches Wissen ist hilfreich um die Diagnostik im Zuschnitt und am Mikroskop ueberhaupt zu verstehen. Eigentlich sollte es so sein dass man dir insb. zu Beginn viel zeigt und nicht so viel verlangt.
Tu dir nur einen Gefallen: Lass dich nicht auf eine Stelle an einer Uniklinik ein, wenn du nicht gerade eine akademische Karriere anstrebst. Dort wird man naemlich in der Regel unter prekaeren und teils kriminellen Bedingungen im Zuschnitt verheizt... Besser ein mittleres bis grosses Institut an einer regulaeren Klinik.

Roadkiller
17.06.2017, 07:12
Nette fuer den Anfang brauchbare aber wirklich nur grobe Buecher sind C.Thomas- Makro- und Histopathologie

drakaris50
17.06.2017, 08:25
Vielen Dank für deine Antwort! Ich dachte, der Thread ist inaktiv und es gibt keine Pathologen mehr :-))

Ist es nicht zu spät, dass man mit der Histodiagnostik erst nach 1-2 Jahren anfängt? Wie sollte man denn das Logbuch vollkriegen? Ich glaube, das sollte man erfragen beim Vorstellungsgespräch, wenn man erst so spät ins Mikroskop reinschauen darf, dann lieber ein anderes Institut.

Zurzeit lese ich mir das "Taschenlehrbuch Histologie" von Lüllman-Rauch und "Kurzlehrbuch Pathologie" von Krams. Ich finde das zweite sehr arm an Infos und werde mir das Thomas- Makro- und Histopathologie besorgen.

Eine Stelle an der Uni ist nie in Absicht gewesen. Was man an der Uni lernt, ist nicht grundsätzlich anders als was ein anderes Institut beibringt :-meinung es lohnt sich daher nicht, unter Stress zu leiden.
Kennst du ein gutes Institut mit einem netten Arbeitsklima, wo man sich bewerben kann? Ich wühle in den Internetseiten nach einer passenden Stelle und da kriegt man eigentlich keine Aufschlüsse über das wesentliche: Arbeitsklima, ob OÄ kooperativ sind etc.