Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Würdet ihr eure Uni weiterempfehlen?
leofgyth77
01.03.2010, 09:42
Uni Erlangen
War nicht meine Wunschuni (Regensburg), aber besser als berlin, wo ich eigentlich hätte hinmüssen.
da fängts bei mir auch schon an. ich hab nen ringtausch gemacht, was ja alles nicht immer so einfach ist, und ich muss sagen, erlangen war da unglaublich kulant und hat geholfen, wos nur ging. fand ich schon sehr sympathisch!
wohnungssuche ist jetz nich so der hammer in erlangen..da muss man schon schnell sein. aber während des semesters werden eigentlich immer wohnungen frei und dann kann man auch echt was schönes finden.
die einführungstage, 2 an der zahl, warn super. von dirkten info-veranstaltungen bis stadt-ralley, in der mal spielerisch schonmal alle wichtigen orte fürs erste semester kennenlernt, war alles dabei und hat echt spaß gemacht.
man bekommt auch beim einschreiben die ersti-kanüle, in der nochmal alles drinsteht, was wichtig ist. auch genaue beschreibung und info zu den fächern im ersten semester, und was man da so alles braucht.
anatomie ist wirklich gut. man hat im ersten semester erstmal den demo-kurs, in dem man die knochen, bänder und muskeln des menschlichen körpers kennenlernt. während des semesters hat man dann 4 mündliche testate und dann noch eine schriftliche abschlussklausur. (da darf man allerdings nur teilnehmen, wenn man mindestens 3 testate bestanden hat)
im zweiten semester kommt dann der präpkurs. mir hat er spaß gemacht (:
zweimal die woche ca 3,5 stunden präppen. die testate (wieder 4 an der zahl: extremitäten, situs, retrositus und kopf) sind auch wieder mündlich und je nach prüfer auch mal ziemlich hart.
im vierten semester hat man dann noch neuro-anatomie, da kann ich jetz aber noch nix dazu sagen, weil ich erst ins 3. komm (:
chemie ist ziemlich fair aufgebaut mit einer zwischenklausur,einer abschlussklausur und 2 abfragen.
in der zwischenklausur kann man glaub ich 40 punkte erzielen, in der abschlussklausur 60 und in den abfragen jeweils 6 punkte. zum bestehen braucht man 50 punkte. leicht ist es allerdings nicht. die klausuren haben keine mc anteile. sind also nur offene fragen. man muss ich schon hinsetzen und auch mal während des semesters was dafür machen, aber es geht schon.
das praktikum ist meiner meinung nach ziemlich sinnlos, aber es gibt immer ein paar chemie-cracks, die einem dann gern das heft leihn für die vorbereitung, die ansonsten schon mal an die 4 stunden dauern kann, wenn man wirklich alle fragen beantworten will, aber leider nix im internet dazu findet. und wenn man sich dann in der dreier gruppe schön alles aufteilt ist man eigentlich auch immer nach höchstens einer stunde raus (:
die physik vorlesungen warn total schei*e, deswegen bin ich da dann auch nicht mehr hingegangen. das praktikum findet in den semesterferien statt. die vorbereitung sollte man auch jeden fall machen, da sie 1. kontrolliert wird (und dann kanns schon sein, dass sie einen rausschmeissen, wen sie meinen, man hat nicht genügend geschrieben) und 2. hilfts einem auch für die klausur, die danach stattfindet.
es wird auch ein einwöchiges tutorium vor der klausur angeboten, das ich nur wärmstens empfehlen kann (: dann schafft man auch die klausur.
bio war ganz in ordnung. unser prof war noch ganz neu bei uns und war in den vorlesungen meiner meinung nach viel zu lieb. der hätt mal gscheid aufn tisch haun solln, vielleicht wärs dann auch ruhiger gewesen. das praktikum ist lang (3 stunden am stück jeden mittwoch), und nicht immer interessant, aber man kanns aushalten. die klausur ist in ordnung, wenn man sich altklausuren und das skript angeschaut hat.
psych-soz. im ersten semester nicht wirklich interessant. die klausur ist seltsam und kann einem schon das genick brechen. ich war immer in den vorlesungen (auch wenns schwer war....)und hab das für die klausur durchgemacht und altfragen angeschaut...man muss auch ne gute portion glück haben.
das tolle fach hat man dann im 3. und 4. semester nochmal. aber da kann ich ja noch nix zu sagen.
Histologie hat man ausschließlich im 2. semester. die vorlesungen sind super gut und machen auch spaß. sind halt leider immer um 8 uhr morgens..also nix für langschläfer. das seminar ist auch ganz in ordnung, kommt aber auch immer drauf an, was für präparate man so in seinem kasten hat.
man hat 2 prüfungen, die teils schriftlich, teils mündlich sind.
kommt unglaublich auf den prüfer drauf an, wies einem da so geht.
Physiologie fängt im zweiten semester an. ist ganz chillig. die vorlesungen werden immer von anderen dozenten/profs gehalten und sind deswegen auch recht unterschiedlich in ihrer qualität. alle 2 wochen hat man dann ein kurztestat mit 6 mc fragen. man muss am ende über 60% haben, ansonsten muss man zur abschlussklausur. diese kurztestate sind aber wirklich zu meistern, vor allem, wenn man sich die altfrage angneschaut hat.
im 3. und ich glaub auch im 4. semester gehts dann weiter. ich weiß nur, dass man im 3. semster jede woche ein kurztestat hat und auch wieder über 60% kommen muss.
Biochemie beginnt im zweiten semester mit der propädeutik vorlesung. komplett fürn arsch. das seminar dazu ist pflicht. bei einigen gruppen hat es wohl wirklich was gebracht und die kennen sich jetz auch ein bisschen aus. in meiner gruppe war das ganze total ineffektiv und ich hab absolut nichts davon mitbekommen.
aber anfang vom 3. semester wird dann eine bonus-klausur geschrieben, die optional ist. ist wohl auch gar nich so leicht, dort wirklich bonuspunkte zu bekommen.
ansonsten hat man dann im 3. und 4. semester 3 klausuren glaub ich, bei denen man jedesmal 50 punkte bekommen könnte. 100 braucht man zum bestehen. glaube ich (:
das praktikum soll echt in ordnung sein. das geht dann auch übers 3. und 4. semester.
ansonsten ist erlangen recht klein, knapp 100000 einwohner. ist aber dafür recht schön mit seinen barocken häusern. es ist keine campus uni, aber es ist alles recht nah, man kann eigentlich alles in 8 minuten zu fuß erreichen. wenns überhaupt so lang dauert.
da es eben so klein ist, kann man sich auch gut im lernstress abends mal aufn bierchen oder so treffen, weil man einfach nirgends lange hinbraucht mitm rad. grade im sommer ist es wunderschön mitm schlosspark, der gleich hinter der anatomie ist.
ich würd die uni auf jeden fall weiterempfehlen, bin total froh, dass alles so gekommen ist. die profs sind echt super und kümmern sich gut um uns studenten. genauso auch die fachschaft, die super viele sachen anbietet. von "übungslabor" (nähkurse, blutabnehmen üben, vorkliniker kurse, damit man sich schon bisschen auskennt im kpp,...), über mit sicherheit verliebt bis hörsaalkino alles super!
so. ich glaub, jetz hab ich alles gesagt (: mehr fällt mir grad so nicht ein.
@Abi
gehört jetzt vielleicht nicht ganz hierher. Aber du meintest, man muss nur im 1.Semester größtenteils zum Hubland. Habe mich jetzt für das Wohnheim in der Josef Schneiderstraße beworben (direkt an der Uniklinik). Ist das ne gute Wahl?
Wäre schon praktisch, wenn man ne halbe Stunde länger schnarchen kann, wenn die Lehrveranstaltungen nur 5min weit wech sinn :-)
Ansonsten find ich den Thread hier sehr informativ. Dickes Danke für die Beiträge. Gerade für Studieninteressierte sehr hilfreich. Kein Vergleich zu den vorhergegangenen Threads zu diesem Thema. Ich sage nur Müsli :-)
SteffiChap
01.03.2010, 11:11
Super, tausend Dank für eure ausführlichen Berichte. Das ist echt tausendmal besser, als sich Diagramme von Rankings anzuschauen :-)
Aufgrund dieser Berichte habe ich übrigens meine hitlist überarbeitet :-) , nachzulesen im Wartezeitfred.
Danke nochmal, an alle, die schon geschrieben haben.
Liebe Grüße, Steffi
Hey der Fred kommt mir auch gerade gelegen, da ich derzeit auch am überlegen bin Berlin nun ganz wegzulassen, da ich sonst quasi meine 1.Ortspräferenz "verschenke".
Hab im Winter 12WS mit Note 2,7 und SK3 und denke Berlin wird nicht zu knacken sein, obwohl ich schon gern hierbleiben würde wegen dem geilen Job...aber naja...laber rharbarber...
Kann vielleicht jemand was zu Kiel und Lübeck sagen??
Ich glaub mir hats die "See" nun angetan.:-)
@SteffiChap: dann wird das wohl doch nix mit der Hochzeit ;-)
Lg...
unintendes
02.03.2010, 07:50
Find die Berichte auch super.
Und es wäre toll, wenn jemand noch was zu Ulm sagen könnnte :-).
SteffiChap
02.03.2010, 09:00
Hey der Fred kommt mir auch gerade gelegen, da ich derzeit auch am überlegen bin Berlin nun ganz wegzulassen, da ich sonst quasi meine 1.Ortspräferenz "verschenke".
Hab im Winter 12WS mit Note 2,7 und SK3 und denke Berlin wird nicht zu knacken sein, obwohl ich schon gern hierbleiben würde wegen dem geilen Job...aber naja...laber rharbarber...
Kann vielleicht jemand was zu Kiel und Lübeck sagen??
Ich glaub mir hats die "See" nun angetan.:-)
@SteffiChap: dann wird das wohl doch nix mit der Hochzeit ;-)
Lg...
Mit unserer Dreierhochzeit wird das dann tatsächlich nichts :-)
Hab die Hoffnung für Berlin ja nun auch aufgegeben und schaue grad, zu welchen neuen Ufern wir uns aufmachen (können).
Finde deine Entscheidung auch gut, nun doch sehr flexibel wegen des blöden SK an die Sache ranzugehen. Berlin auf der 1 hat für uns, wie du auch schon sagtest, leider nur den Effekt, dass wir unsere erste OP verschenken...und das, obwohl wir mit SK3 vor zwei Jahren noch ganz sicher hätten hierbleiben dürfen..naja, bringt ja nun auch nichts, dem nachzuweinen. Dann lieber forschen Schrittes neue Wege gehen :-top
Find die Berichte auch super.
Und es wäre toll, wenn jemand noch was zu Ulm sagen könnnte :-).
Da wirst du wohl Hardyle fragen müssen - hab sie zwar schon länger nicht mehr im Forum gesehen, aber vielleicht reagiert sie auf eine PN...sonst fällt mir spontan kein Ulmer ein.
@Ria: Hab zwar in Kiel im Winter 07 angefangen, bin aber nur 2 Monate dort geblieben. Kann also höchstens in sehr begrenztem Maße Auskunft geben...
Viele Kieler gibts hier im Forum ja leider auch nicht (KielerSprotte hab ich auch schon ewig nichts mehr schreiben sehen), aber mit Lübeck sieht es etwas besser aus, denke ich.
Ehemaliger User 05022011
02.03.2010, 10:37
Hallo Steffi,
gern schreibe ich mal ein paar Zeilen zur Uni Marburg.
Vorweg: Ich bin etwas unfreiwillig hergekommen. Es war mein 5. Wunsch und ich wollte eigentlich immer in den Norden (Freundin, Familie, Heimat usw.). Inzwischen möchte ich hier so schnell nicht mehr weg und fühlte mich so schnell wohl, dass ich ab dem 2. Semester gar nicht mehr nach Tauschpartnern in Hamburg, Hannover etc. gesucht habe.
Zur Vorklinik:
Der Einstieg ins Studium war klasse. Am Anfang gab es einen vom Dekanat organisierten naturwissenschaftlichen Vorkurs und danach gab es noch eine geniale Orientierungswoche mit sehr engagierten Tutoren. Besser gehts nicht!
Das erste Semester erschien mir etwas anstrengend, war aber im Rückblick das einfachste der Vorklinik. Soziologie, Biologie, Physik, Chemie, Biochemie Einstiegsseminar, Anatomie und Histo Vorlesung (den Präpkurs gibts hier erst im 3.), Psychologie, Terminologie.
Das zweite Semester ist mit Histo-Kurs (Prüfungen mündlich am Mikroskop), Neuroanatomie-Kurs, Psycho, Sozio, Physik, Chemie und Physiologie Seminar + Praktikum recht knackig.
Drittes Semester: Präpkurs, Biochemie Praktikum, Physio Seminar und Praktikum, Anatomieseminare
Viertes Semester: Biochemieseminare + Biochemie Praktikum, Physioseminar, Anatomieseminar.
Die Aufteilung der Kurse hat einen echten Nachteil: Man bekommt erst spät Scheine, was ein Nachteil beim tauschen sein kann. Da Chemie und Physik über 2 Semester gehen, ist es wirklich schwierig scheingleich mit anderen Unis zu tauschen.
Ansonsten ist es wie überall: Es gibt Institute mit wirklich guter Lehre und sehr engagierten Dozenten und es gibt einige Spinner.
Die Vorklinik Marburg hat leider etwas von einem Massenbetrieb. Mit an die 500 Ersties ist das so.
Zur Schwierigkeit: Wir haben kein echtes Siebfach... Es gab bis vor kurzem 6 Klausurversuche (sind nun "nur" noch 4) und es ist echt alles gut machbar.
Die Klinik:
Ich bin ja erst zwischen dem 1. und 2. klinischen Semester, aber die Ausbildung ist nun viel besser... Wir sind weniger (es gibt hier nur 270 Klinikplätze, die vielen Teilstudis sind nun woanders) und es gibt wirklich gute Lehrkonzepte (Einbindung des Skills-Lab in den Untersuchungskurs, OSCE, viele freiwillige Tutorien zur Katherisierung, Blutentnahme, "Fit for Famulatur", Laparaskopietrainer etc.).
Zur Uni:
Die Ausstattung der vorklinischen Institute geht von "ausreichend" (Physik, Chemie) bis zu "klasse" (Biochemie). Die Präpkursgröße ist mit ca. 10 Leuten noch recht angenehm, es gibt ausreichend Zeiten zum freien mikroskopieren in Histo, bzw. freien präparieren in Makroanatomie.
Die Medizinerbibliothek ist großartig und super ausgestattet, die Zentralbib hat sogar täglich(!) von 8 bis 24 Uhr offen. Es gibt genügend Bücher zum ausleihen.
Die Mediziner haben die meisten Veranstaltungen auf den Lahnbergen (hier ist der naturwissenschaftliche Campus und die Uni-Klinik), in der Vorklinik ist man aber durchaus auch noch in der Innenstadt (Physio und Anatomie). Der Bus braucht dazu ca. 20 min. Ansonsten braucht man in Marburg kein Auto und keinen Bus. In der Stadt ist alles zu Fuß erreichbar.
Die Stadt:
Marburg ist eine echte Studentenstadt. Von den ca. 80.000 Einwohnern sind 20.000 Studis der uni. Deshalb ist hier im Semester auch gut was los, es gibt viele Kneipen und einige Clubs und Diskotheken. Die Eintritts- und Getränkepreise sind absolut genial (8 Euro Cocktails würden in einer Studi-Stadt halt nicht laufen...). Anständiges Kulturprogramm, hauptsächlich aus der alternativeren Ecke. In den Semesterferien ist hier aber der Hund begraben und so gar nichts los. Zu den Mietpreisen hab ich kaum einen Vergleich, für ein anständiges WG-Zimmer in der Innenstadt muss man ca. 300 Euro all inclusive rechnen.
Fazit: Ich fühle mich hier wirklich wohl und werde bis zum Studienende hier bleiben.
Weiter Fragen jederzeit, her damit :-)
wer nach Marburg will, sollte aber wissen: in Marburg regnet es überproportional viel (für mich war's deswegen nicht's, da man viel am Schreibtisch sitzt und sich von Klausur zu Klausur lernt, wie das nun mal so ist in der Vorklinik, kann dieser ewige Regen einen schon sehr runterziehen - ich war jedenfalls froh, als ich Marburg den Rücken zukehren konnte)
wer nach Marburg will, sollte aber wissen: in Marburg regnet es überproportional viel (für mich war's deswegen nicht's, da man viel am Schreibtisch sitzt und sich von Klausur zu Klausur lernt, wie das nun mal so ist in der Vorklinik, kann dieser ewige Regen einen schon sehr runterziehen - ich war jedenfalls froh, als ich Marburg den Rücken zukehren konnte)
*lacht* Das ist ja süß... Achja, und schwarz/weiß ist Marburg auch. Und Ton gibts da auch nicht...
netfinder
02.03.2010, 11:11
wer nach Marburg will, sollte aber wissen: in Marburg regnet es überproportional viel (für mich war's deswegen nicht's, da man viel am Schreibtisch sitzt und sich von Klausur zu Klausur lernt, wie das nun mal so ist in der Vorklinik, kann dieser ewige Regen einen schon sehr runterziehen - ich war jedenfalls froh, als ich Marburg den Rücken zukehren konnte)
Da ich solche Aussagen ja niemals glauben wuerde, habe ich mal nachgesehen: Marburg hatte 139 Regentage letztes Jahr, so schlimm kanns ja nicht gewesen sein^^...
leofgyth77
02.03.2010, 11:34
wer nach Marburg will, sollte aber wissen: in Marburg regnet es überproportional viel (für mich war's deswegen nicht's, da man viel am Schreibtisch sitzt und sich von Klausur zu Klausur lernt, wie das nun mal so ist in der Vorklinik, kann dieser ewige Regen einen schon sehr runterziehen - ich war jedenfalls froh, als ich Marburg den Rücken zukehren konnte)
ich glaub, das gefühl, dass es bei einem immer am meisten regnet, hat so ziemlich jeder.
es nervt halt, wenn man im regen zur uni fährt oder man schaut raus während des lernens und es regnet, und regnet. aber ich denke nicht, dass es irgendwo mehr regnet. außer vielleicht in england ;-)
aber ich würde ne gute uni, an der man gut aufgehoben ist, deswegen auch nicht ausschlagen, nur weils dort oft regnen soll...ich denk, die meisten sind froh, wenn sie irgendwo nen platz bekommen.
hab jetzt nicht nachgeschaut, ob schon was da ist, aber ich tippe mal ein paar zeilen zur uni gießen.
also, ich habe nicht die komplette vorklinik dort verbracht. hab mit einem teilplatz in göttingen angenfangen und nach drei semestern gewechselt und noch mal 3 semester vorklinik mit ziemlich konfusem stundenplan in gießen absolviert. hab also erst anch 6 semestern physikum gemacht.
also, ich war nach den ganzen schlechten vorreden von gießen recht angenehm überrascht.
ich empfand die vorklinik als recht entspannt und gut machbar dort.
anatomie geht beispielsweise über 3 semester mit histo zusammen. die prüfungen sind alle mündlich. man hat einiges semesterübergreifend und parallel. ich empfand das als ganz gut. man konnte so viel schneller zusammenhänge begreifen, als wenn man sich stur nur mit einer sache beschäftigt, wie an manchen anderen unis. aber das ist wohl geschmackssache.
der kontakt zu professoren ist in gießen recht gut und persönlich, die semester haben eine überschaubare größe.
die gebäude für unseren studiengang liegen recht dicht zusammen. um den klinikpark (oder gelände, wie man es nennen will) sind die vorklinischen gebäude verteilt.
unser campus ist ein bisschen außerhalb vom rest der uni.
man hat in der vorklinik für alles 6 versuche, was, denke ich, für den ein oder anderen auch erwähnenswert ist. :-)
die stadt selbst ist, wie ihr sicher schon gehört habt, nicht die schönste. ich finde sie aber auch nicht sonderlich hässlich. es gibt überall schöne ecken und einige hübsche kneipen. der bus ist im semesterticket inklusive, man kommt also überall gut hin.
außerdem bestehen gute zuganbindungen nach marburg, wetzlar, frankfurt am main usw. unser semesterticket gild für den ganzen rmv und nordhessischen verkehrsbund. also auch die busse ind en besagten städten.
als einziges manko sehe ich die mensa. die war in göttingen deutlich besser, aber vielleicht bin ich davon ja auch verwöhnt. ;-) man kann das meiste essen, aber es gibt halt leckeres.
joar, mehr fällt mir grad nicht ein. vielleicht irgendwann noch mal.
ah, was ich vergessen hab, natürlich empfehle ich gießen weiter :)
ah, was ich vergessen hab, natürlich empfehle ich gießen weiter :)
Wenns halt nicht so weit weg gewesen wäre :-nix
Wenns halt nicht so weit weg gewesen wäre :-nix
alles ausreden :-D
nene, md ist sicher auch schön :)
ist zwar nicht gefragt worden, aber ich werf mal noch ein paar Ergänzungen zu Magdeburg ein.
Lebenserhaltungskosten sind niedrig, wir zahlen keine Studiengebühren, trotzdem is die Uni gut ausgestattet. In der Bib gibts immer die neuesten Bücher und auch in angemessener Anzahl, im Notfall kann man vorbestellen, dann wartet man halt etwas drauf. Semesterticket gilt leider nur für die Stadt, aber damit kommt man gut hin. Nach Berlin sind es 2h mit der Regionalbahn (die jede Stunde fährt).
Als Durchfall- und Aussiebfach gilt die Biochemie. Der Prof ist etwas speziell, aber auch Chemie und Physio sind nicht ganz ohne. Es wird einem kein Schein geschenkt, Sitzscheine gibts nicht und es ist in der Tat so, dass Magdeburg zu den Unis mit den meisten Prüfungen zählt.
Ana zieht sich über alle 4 Semester: 1. und 2. Semester Präpkurs, 2x pro Woche ca. 2 oder 3h mit insgesamt 8 mündlichen Testaten, dazu Histo und Mikroana (je 1 Semester) mit Klausur. Dazu gibts im 1. Jahr noch ne Embryoklausur. 3. Semester hätten wir dann die Neuroanatomie mit Klausur und mdl. Testat und im 4. als Physikumsvorbereitung einen Kurs namens topographische Anatomie mit 4 Makro- und 2 Mirko-Testaten, die allerdings nur orientierend sind und keinerlei Bedeutung haben.
Physik: 1 und 2. Semester, Bio ebenfalls. Bei letzterem hat sich einiges verändert, über diese 2 Semester gibts diverse Klausuren, Seminartestate, Praktika (mit 300 Punkten, die man erreichen kann :-(()
Chemie zieht sich nervigerweise über 3 Semester, wobei im 1. nur VL ist. Zu der geht kaum jmd., vorbereiten tut sich auch keiner wirklich und im 2. Semester fallen alle reihenweise durch die Klausur :-nix Das Praktikum ist dann im 3., was das anstrengendste aller Semester ist.
Physio und Biochemie: im 3 Semester, Physio mit 4 Teilklausuren und 2 Seminarvorträgen, die am Ende zusammengezählt werden. Dazu Praktikum und integriertes Seminar, 3 Testate über 2 Semester (12 Praktika) verteilt.
BC ist im 3. und 4. Seminar, dazu gibts am Ende des 3. Semesters ne Praktikumsklausur. Praktikum selbst sind 10 Termine, jedes Mal mündliches Testat mit der Aussicht, direkt vom Oberboß geprüft zu werden.
Die VL sind soweit ganz ok, man muss sie sich nicht antun, aber in BC ist es hilfreich, wenn einen der Prof. schonmal in der VL gesehen hat. Ist halt ne kleine Uni und man lernt sehr schnell die Leute kennen, kann mit den Profs auch mal reden. Die Qualität hängt, wie so oft, von den jeweiligen Dozenten ab, bestes Bsp. ist Physio, wo von top bis flop alles dabei ist.
Übrigens haben wir ab der Klinik auch 1 Seminargruppe, die teilweise in Englisch weitermacht (nur Seminare), außerdem haben wir seit letztem Jahr auch ein Skillslab. Ist zwar klein und man merkt halt, dass es nicht über Studiengebühren finanziert wird, sondern direkt von der Uni/Dekanat, aber es wächst stetig und man gibt sich viel Mühe.
Zu erwähnen sind noch Austauschprogramme mit Mexiko und den USA für PJ, außerdem noch Frankreich, Türkei, Holland, Littauen und diverse Kleinprogramme. Da brauchen wir uns also auch nicht verstecken.
Ich kann meine Uni auf alle Fälle empfehlen :-top. Hab ja vorher schonmal in Berlin angefangen, wo ich nicht wirklich zurechtkam. Hab den Wechsel nie bereut, obwohl zwischenzeitlich ganz kurz Erstwunsch Hannover war, was ich mir finanziell jedoch nie hätte leisten können. Ansonsten war Magdeburg von Anfang an im Gespräch
Ehemaliger User 05022011
02.03.2010, 20:55
so schlimm kanns ja nicht gewesen sein^^...
hat auch niemand gesagt, denn es ging - wie du bei genauerem Lesen leicht hättest feststellen können - gar nicht ums letzte Jahr
die Stadt Marburg liegt im Lahntal und wenn dort erst mal der Regen/Nebel drin hängt, dann hängt der drin - netfinder fahr einfach mal hin und mach dir ein eigenes Bild, dann weißt du, wovon ich geredet habe - in Hessen ist das jedenfalls bekannt
Colourful
02.03.2010, 21:41
So, es ist auch schön in der schönsten Stadt der Welt zu studieren und deswegen berichte ich jetzt noch mal etwas über Hamburg...
Insgesamt ist die Stadt einfach nur großartig, man hat wahnsinnig viele Möglichkeiten etwas zu unternehmen, der Hafen ist sehr, sehr schön und der Elbstrand kann sich auch sehen lassen. Und wenn man einfach in Ruhe durch den Wald laufen will, dann findet sich auch immer etwas, auch, wenn man dafür etwas fahren muss. Das ist vielleicht ein Nachteil an so einer Großstadt, die Wege sind manchmal einfach sehr weit und ich habe subjektiv das Gefühl, dass ich dauernd nur unterwegs bin um von A nach B zu kommen.
Der Campus an sich befindet sich eigentlich nur auf dem Gelände des Universitätskrankenhauses in Eppendorf, man ist also kaum an der Hauptuni und ich habe auch drei Semester gebraucht, um mir in der Zentralbibliothek mal ein Buch auszuleihen, da wir unsere Ärztliche Bib vor Ort haben.
Das erste Semester besteht in Hamburg zuerst aus einem Teil des Präpkurses (Leibeswand und Extremitäten) und den Bio- und Chemiepraktika, die bei uns im Januar stattgefunden haben. Außerdem wird schon ein kleiner Teil der Biochemie abgehandelt.
Die Klausuren sind, meinem Eindruck nach zu urteilen, fair und meistens gut zu bestehen, man hat jedoch auch *nur* drei Versuche.
Im zweiten Semester darf man dann für die Physikpraktika ans andere Ende der Stadt fahren, sich dort Nachmittage lang langweilen und muss mehr oder weniger sinnlose, handschriftliche Protokolle anfertigen, die dann benotet werden. Dafür habe ich die Klausuren aber als fair empfunden.
Zusätzlich zu dem Physiknervkram gibt es auch den wunderschönen Histokurs, in dem man sich weiter langweilen kann, auch, wenn es durchaus Spezialisten gibt, die das wirklich spannend fanden. Ich kann leider am Abzeichnen von Zellverbänden nichts finden. Tut mir schrecklich leid.
Die Histoklausuren fand ich ziemlich schwer, da sind dann beim ersten Mal so 40% durchgefallen, was ich schon erschreckend finde, da man wirklich nicht davon ausgehen kann, dass die alle nicht gelernt haben.
Damit es dann nicht langweilig wird, macht man auch noch einen kleinen Teil Physio im zweite Semester. ;-)
Das dritte Semester ist aber deutlich besser, der Präpkurs mit den inneren Organen (Hallo Leber, dich wollte ich schon immer Mal in die Hand nehmen..), dem Kopf und der vegetativen Physiologie ist für meinen Geschmack schon sehr viel interessanter, auch, wenn ich eine Stoffwechselbiochemieklausur, eine Physioklausur, drei Anatomietestate und eine Gesamtklausur Anatomie dann schon sehr anstrengend fand. (In dieser Zeit lernt man auch wirklich nur.)
Das vierte Semester beschäftigt sich dann thematisch mit Neuroanatomie und Physiologie. Ist okay, kommt aber wirklich immer auf den Dozenten an, mit dem der Unterricht steht und fällt.
Das gilt auch für die Vorlesungen, wenn die Dozenten die Fähigkeit haben komplizierte und, auf den ersten Blick, unverständliche Sachverhalte interessant und anschaulich zu unterrichten, dann macht es wirklich Spaß. Nur hat leider nicht jeder dieses Talent, sodass die Qualität der Vorlesungen und Seminare sehr stark vom Dozenten abhängen.
Insgesamt muss man sagen, dass Hamburg vielleicht nicht die tollste Universität ist, aber dennoch die schönste Stadt, auch, wenn das WOhnen wirklich teuer ist, wenn man nicht gerade eine Stunde fahren möchte....
:D
Ich würde Hamburg empfehlen. Immer.
ernieundbert123
02.03.2010, 21:56
... auch, wenn ich eine Stoffwechselbiochemieklausur, eine Physioklausur, drei Anatomietestate und eine Gesamtklausur Anatomie dann schon sehr anstrengend fand. (In dieser Zeit lernt man auch wirklich nur.)
Kann alles soweit unterschreiben, jedoch kommt im dritten Semester noch die Psychoklausur dazu. Das dritte Semester war lerntechnisch der Alptraum, vor allen Dingen ab Januar mit drei Anatomietestaten und zwei Tage nach dem letzten Testat dann die Gesamt-Anatomieklausur mit allen Themen aus dem 1. und 3. Semester inkl. Embryo.
Und noch ein Nachtrag zum vierten Semester: Neurophysiologie und ZNS ist eine Gesamtklausur. Obwohl viel Stoff, fand ich es ganz angenehm, hier nur eine Klausur zu schreiben.
Aber wie Colourful schreibt: Schönste Stadt der Welt :-)
...ähm...mal nen kleiner Einwurf, da ich glaube ich irgendwas verpennt hab... ich lese hier immer mal wieder "wir zahlen hier keine Studiengebühren"... :-? heißt, das es gibt tatsächlich unis an denen man günstiger wegkommt und nicht diese dummen 500€ pro semester(?) zahlen muss?? Dachte es gibt mittlerweile überall Studiengebühren in Deutschland...
...dann würde mir ja die Suche nach dem Ort nun eingeschränkt werden ;-) Muss nämlich das ganze Studium komplett selbst finanzieren (ohne Eltern etc.).
Danke, Ria
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