Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Würdet ihr eure Uni weiterempfehlen?
Man muss an jeder Uni mündlich-praktische Prüfungen bestehen. Bei uns (Regelstudiengang) z.B. in Anatomie, Allgemeinmedizin, Anästhesie, Chirurgie, Orthopädie, Pädiatrie, uvm. Und die mündlich-praktischen Teile der staatlichen Prüfungen darf man auch nicht vergessen. Was ich damit sagen will: du musst dieses Problem sowieso anpacken, egal wo du einen Studienplatz bekommst.
Ah verstehe. Ok, dann werd ich mir mal schleunigst ne Lösung überlegen :/
Gamezz23
06.06.2016, 10:34
Kann mir jemand etwas über Düsseldorf und Essen erzählen.
Hey,
also hier mal für die Düsseldorf Interessierten.....
Also ich habe als Warterin im letzen Oktober im Modellstudiengang angefangen. Mir gefält es hier an sich echt super gut. Ich pendel ebenfalls fast täglich und es ist auf jeden Fall machbar.
Zum Studium an sich kann ich euch auf jeden Fall schon mal sagen, dass es super interssant und eigentlich in den Themenblöcken gut strukturiert ist. Die in letzter Zeit negatven bewertungen gehen ja meist auf eine schlechte Organisation zurück, dass hat sich auf jeden Fall gebessert. Da der Modellstudiengang hier ja noch nicht so lange existiert gabs da gerade in den ersten beiden Jahren organisatorische Probleme, welche sich aber bei uns schon deutlich gebessert haben :)
Also wenn ihr euch für Düsseldorf interessiert dann los :) Hier machts echt Spaß, gute Dozenten bis jetzt und alle sehr nett :)
Südkurve1948
09.06.2016, 22:19
Hallo,
Ich bin gerade am Überlegen Aachen oder Köln auf OP1 zu setzen. Kann mir jemand seine Erfahrungen zu den beiden Fakultäten schildern? Ich habe mich zwar informiert, aber Erfahrungen zeigen dann nochmal das genauere Bild
Vielen Dank schonmal!
Da mein Staatsexamen naht, hier mal kurz und knapp: Ich studier (noch ;) ) in Aachen, habe mittlerweile das komplette Studium hinter mir und kann es durchaus empfehlen. Größtenteils, vor allem in den ersten Jahren, sehr engagierte Dozierende, meiner Meinung nach sehr sinnvoll aufgebautes Curriculum mit den Systemblöcken. Habe vor einiger Zeit schonmal in diesem Thread ausführlicher geschrieben, sollte eigentlich so grob noch Bestand haben. Es wird regelmäßig mit starker Beteiligung der Fachschaft etwas am Curriculum geändert, wenns nicht so läuft, wie es sollte. Alles in allem halt deutlich "modelliger" als Köln, was ich persönlich aber sowohl aus lernpsychologischer Sicht als auch einfach von meinen persönlichen Vorlieben her gut finde.
Hast du konkrete Fragen? Frag gerne hier oder auch per PN.
PrinzessinAmygdala
11.06.2016, 23:07
Da mein Staatsexamen naht, hier mal kurz und knapp: Ich studier (noch ;) ) in Aachen, habe mittlerweile das komplette Studium hinter mir und kann es durchaus empfehlen. Größtenteils, vor allem in den ersten Jahren, sehr engagierte Dozierende, meiner Meinung nach sehr sinnvoll aufgebautes Curriculum mit den Systemblöcken. Habe vor einiger Zeit schonmal in diesem Thread ausführlicher geschrieben, sollte eigentlich so grob noch Bestand haben. Es wird regelmäßig mit starker Beteiligung der Fachschaft etwas am Curriculum geändert, wenns nicht so läuft, wie es sollte. Alles in allem halt deutlich "modelliger" als Köln, was ich persönlich aber sowohl aus lernpsychologischer Sicht als auch einfach von meinen persönlichen Vorlieben her gut finde.
Hast du konkrete Fragen? Frag gerne hier oder auch per PN.
Kann ich bisher so bestätigen. Die Fächer sind sehr gut miteinander verknüpft. Die Lernspirale, auf die hier viel Wert gelegt wird, funktioniert und das Studium macht echt Spaß. Es gibt auch viele Projekte, bei denen man sich engagieren kann, und auch in der Freizeit wird gerne was für die Studenten organisiert. Da ist das Gemeinschaftsgefühl schon da.
Hallo, gibt es aktuellere Berichte über Hamburg? Was erweist sich als bes. schwer? Ist Rausprüfen angesagt? Worauf wird sehr viel wert gelegt fächermässig? Bestehen Prüfungen häufig in praktischer bzw mündlicher Form (Referate zB.)? Und ist es gut möglich während des Studiums eine Doktorarbeit zu verfassen? Ich weiß noch, dass es in alten System relativ gut machbar war.
Danke im Voraus.
deine frage ist zwar schon ne weile her, ich antworte aber trotzdem mal (vielleicht hilft es ja sonstwem bei der entscheidungsfindung):
ich studiere in hh im mittlerweile 6. fs (2. imed-jahrgang mit beginn ws 13/14) und bin nach wie vor extrem zufrieden. natürlich läuft auch hier nicht alles perfekt, aber das gesamtpaket ist mehr als überzeugend!
die zeit bis zum physikumsäquivalent ist durch den verhältnismäßig großen klinikanteil vom 1. semester an relativ machbar, weil interessant (man weiss halt immer, wofür man den ganzen schmotz überhaupt lernt -> roter faden!). die grundlagenfächer werden nicht in riesigen isolierten blöcken oder gar semesterweise unterrichtet, sondern immer themenbezogen im hinblick auf die unterschiedlichen organ(systeme) - zb. modul b2: ana: thorax/hals; physio: herz-kreislauf-atmung; bc: alles rund ums blut und etwas enzymkinetik; medsoz: fokus auf herzerkrankungen/prävention... dazu etwas klinik (kardio/pneumo/angio... in diversen fallvorstellungen/expertenpanels). das hier sind bspw. aktuelle themen des 2. fs/ss16 (glaube für die module c1/d1) -> https://www.uni-hamburg.de/campuscenter/studienorientierung/uni-live/medizin-sose16.pdf
das klassische "physikum" gibts in hh nicht. semester-/modulklausuren enthalten fragen (nahezu) aller am jeweiligen modul beteiligten fächer/institute; die ergebnisse fließen allesamt in die endnote der hamburger physikumsäquivalenz mit ein. für mündliche testatleistungen (anatomie/biochemie/osce) gilt dasselbe.
ab ende des 3. fs kann man sich dann, sofern alle module bestanden sind, zur "prüfung normalfunktion" anmelden. die pnf beteht aus einem osce (12 stationen) sowie einer mündlichen prüfung, in welcher man 2 fächer zugelost bekommt (ana, bc, physio, medsoz). die physikumsäquivalenz wird allerdings erst nach erfolgreich abgeschlossenem 5.fs erteilt, da in semester 4/5 gemäß lernspirale noch physikumsrelevante inhalte unterrichtet werden. macht den wechsel (wie auch auslandssemester) mitunter schwieriger/unmöglich!
die "klinik" beginnt zwar schon ab dem 1.fs, zieht aber anteilig ab dem 4.fs nochmal spürbar an! man verbringt wesentlich mehr zeit auf station (uak, praktika), hat klinikseminare und auch die prüfungen werden zunehmend praxisbezogener (durch die zahlreichen osces)... an anderen unis quälen sich die studis dagegen noch ganz hauptsächlich mit physio, bc und anderem vk-krams.
ab dem 5./6.fs beginnt dann langsam die 3. lernspirale und der anteil klinik/praxisunterricht <-> vl/seminare... beträgt ~60:40, wobei die reihenfolge der module ab dem 4. fs relativ frei wählbar ist.
doktor-arbeit ist neben der uni ist ganz gut machbar, wie ich finde. ich habe mich direkt nach der pnf, also nach dem 3. fs umgeschaut und auch relativ schnell was gefunden. kann meine zeit sehr flexibel einteilen und fülle ganz gern (größere) freistundenblücke mit der diss. wer allerdings aktiv forschen will, der kommt auch hier in hh zumeist nicht um 1-2 freisemester herum.
finde übrigens nicht, dass sich hier einzelne grundlagenfächer als besonders unüberwindbare hürden etabliert haben. klar, jedes institut hat so 2-3 echt "fiese" prüfer, aber an welcher uni läuft das schon anders... anteilig sind gefühlt v.a. ana/histo & bc recht dominant zu beginn. die beiden fächer prüfen auch sehr gerne mündlich (nur testate, keine referate). zu "meiner zeit" hat physio lediglich klausurfragen gestellt, ebenso wie medsoz, also alles recht entspannt an und für sich.
Hallo Sheep,
super Beitrag! Kannst du in etwa sagen in welcher Zeitspanne du durchschnittlich in der Uni eingespannt bist? Ich gehöre zu den zukünftigen Unipendlern (sofern das mit dem Studienplatz klappt) und HH steht ganz oben auf meiner Liste! Werde aber durchschnittlich pro Strecke 1,5 h unterwegs sein.... Lieben Dank schon mal!
hej mexxi, kann man so pauschal nicht sagen - es gibt zeitaufwändigere module und solche, in denen man höchstens für 1-2 pflichtveranstaltungen/tag (also für 2-3h) zur uni kommen muss :-)
ausserdem kommt es auch extrem stark darauf an, ob man konsequent vl besucht oder nicht. denn dann sind 10h-tage (+/- 1-2h) echt keine seltenheit.
kenn aber mehrere leute die 1-1,5h/tag & strecke pendeln (ich fahr ebenfalls ne gute stunde nach e'dorf, obwohl ich in hh lebe) - wenn man die zeit zum lernen/entspannen nutzen kann, ist das halb so wild :-music
Klingt sehr gut. Vielen Dank für Deine Einschätzung! :-)
Ich wäre sehr dankbar für jegliche Information über Stadt und Studium, aber vor allem die Stadt, von Studenten aus München oder Erlangen. :)
MfG
Danke Sheep, das war sehr hilfreich!
Nachthimmel
22.06.2016, 17:48
Hallo, studiert vielleicht jemand in Bonn, der aktuelle Erfahrungen (Organisation, Qualität der Vorlesungen...) teilen möchte? :) Bin am Überlegen, ob der Modellstudiengang wie z.B. in Hamburg, Aachen, Düsseldorf eher etwas für mich wäre oder ob es doch der Regelstudiengang sein soll.
hallöchen könnte jemand vielleicht was zu leipzig sagen? :) vielen dank im voraus
Also zu Bonn gibt es hier im Thread auf jeden Fall einen sehr ausführlichen Beitrag von Bonnerin ;-)
Zum Modellstudiengang: was reizt dich denn an dem jeweils einen gegenüber dem anderen?
Nachthimmel
22.06.2016, 20:58
Also zu Bonn gibt es hier im Thread auf jeden Fall einen sehr ausführlichen Beitrag von Bonnerin ;-)
Zum Modellstudiengang: was reizt dich denn an dem jeweils einen gegenüber dem anderen?
Sorry, ich habe mich gerade erst hier im Forum angemeldet und habe noch nicht herausgefunden, wie ich eine einzelne Diskussion nach einem bestimmten Beitrag durchsuchen kann? ;o
Mir gefällt die Idee, erste Zusammenhänge zur Klinik an die naturwissenschaftlichen Grundlagen zu knüpfen. Ich hoffe auf einen weniger stark verschulten Studiengang mit früherem Praxisbezug. Nur habe ich gelesen, dass es bei der Organisation der Modellstudiengänge manchmal hapert, da es sie meist erst wenige Jahre gibt. Womöglich bietet der Regelstudiengang auch mehr Möglichkeiten, was Auslandssemester betrifft?
Nachthimmel
22.06.2016, 21:03
Ach, ich Blindfisch, jetzt habe ich die Suche gefunden :'D Danke für den Hinweis zum Beitrag.
Mir gefällt die Idee, erste Zusammenhänge zur Klinik an die naturwissenschaftlichen Grundlagen zu knüpfen. Ich hoffe auf einen weniger stark verschulten Studiengang mit früherem Praxisbezug. Nur habe ich gelesen, dass es bei der Organisation der Modellstudiengänge manchmal hapert, da es sie meist erst wenige Jahre gibt. Womöglich bietet der Regelstudiengang auch mehr Möglichkeiten, was Auslandssemester betrifft?
Verschlult ist Medizin immer :-D und Auslandssemester sind auch meistens schlecht möglich. Famulaturen/PJ sind aber gut im Ausland machbar (da ist es dann egal ob Modell oder Regel).
Im Endeffekt kocht da mittlerweile eh jede Uni ihre eigene Suppe und ich würde mich wahrscheinlich eher nach der spezifischen Uni als nach "Modellstudiengang" generell richten. Zum Beispiel ist Berlin so merkwürdig extrem modellig, dass die Leute da reihenweise wieder weg wollen, wohingegen Köln zB eigentlich kaum als "Modell" bezeichnet werden kann. Aus Hannover und Aachen habe ich schon viel gutes gehört und die Studienmodelle existieren ja auch schon eine Weile, sind also bewährt. Eine Freundin hat die Vorklinik in Düsseldorf noch "normal" gemacht und wurde dann in der Klinik ins Modell überführt. Sie findet es ziemlich scheiße und meint dass das Konzept wohl noch extrem chaotisch und unausgereift sei. Das mag sich in 2 oder 3 Jahren aber auch komplett geändert haben.
Im Gegensatz dazu studiere ich zB offiziell im Regelstudiengang, wir haben aber trotzdem POL/U-Kurse/Blocksortierung der Module und allerhand anderes Modellzeug enthalten. Nur eben noch reguläres Physikum.
Vorteile am Modellstudiengang allgemein sind natürlich die Verknüpfung der Klinik und Vorklinik, aber im Endeffekt hat man die in vielen Regelstudiengängen auch schon und die Klinik kommt ja so oder so früh genug. Modelle haben häufig deutlich mehr Anwesenheitspflicht und man hat die Fächer alle zerpflückt und teilweise erst nach Jahren "abgeschlossen". Ich kann allerdings auch verstehen, dass es angenehm sein kann direkt schon einige Klinikelemente dabei zu haben. Vorher wissen, was einem wirklich liegt kann man vorher eh nie 100% :-)
Ich würde da eher nach der Stadt gehen.
Zum Thema Ausland: In Aachen gibts ganz regulär ein Freisemester, das man zum Beispiel auch nutzen kann, um ein Semester im Ausland zu studieren. Gibt auch viele Partnerunis, sowohl in Europa (ERASMUS) als auch darüber hinaus.
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