Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Würdet ihr eure Uni weiterempfehlen?
Nun sah ich aber auf der Medfak-Seite von Düsseldorf den Stundenplan fürs kommende Wintersemester, der dann auch meiner wäre und den fand ich wesentlich angenehmer als den, der für die letzten Erstis auf der Köln-Seite stand. Oder kann ich, wenn da "bis 14:30 Uhr" steht, nicht darauf vertrauen und muss damit rechnen, dass das noch nicht alles Stundenplanmäßige war?
Also ich kenne den Stundenplan von Düsseldorf nicht, aber ich muss sagen, dass ich den Stundenplan in Köln für das 1. Semester sehr studentenfreundlich und fair finde. Ich selbst hatte diesen Stundenplan nicht (habe das 1.Semester in Bochum verbracht), aber meiner war um Welten krasser...
Dann hörte und sah ich auch, dass die Klinik der HHU besser abschneidet als die der Uni Köln.
Sind die Kommilitonen (von dem was du hörtest) in Düsseldorf schnöselig und in Köln cool?
Über die Klinik kann ich bisher nix sagen, sorry...
Kommilitonen-Bewertung finde ich schwierig. Es kommt oft auch immer auf einen selbst drauf an....aber Köln ist eine coole Stadt, viel los, man lernt schnell neue Leute kennen (auch fachfremd!).
Stimmt es, dass Köln "einfacher" ist?
Wird in Düsseldorf so doll gesiebt oder wieso sind die, die übrigbleiben, alle Physikums-Besteher?
Einfacher ? Weiß nicht, denke nicht. Immerhin wird überall Medizin studiert und es wird hier ebenso was verlangt und man hat noch mehr Kleinigkeiten hier zu tun als anderswo (Kompetenzfelder, StudiPat, wissenschaftliches kleines Pflichtprojekt...). Oft wird das "gestaffelte Physikum" hier als im Vergleich zum normalen Physikum als einfacher bezeichnet. Aber das ist Geschmackssache...bei den Physikumsklausuren muss man hier nämlich z.B. alle Einzelfächer bestehen, beim normalen Physikum m.W.n. "nur insgesamt".
Sind in Köln viele Pendler?
Denke so wie überall. Aber ich persönlich denke, dass pendeln generell nicht sooo gut ist. Aber wenn du zwischen Ddorf und Köln wohnst ist es ja auch nicht soo weit.
Wie ist die Qualität der Lehre und wie kann es trotz innovativen Modellstudiengangs zu recht negativen CHE-Ergebnissen kommen?
Die Qualität ist denke ich ganz gut. Aber Medizin ist sowieso m.M.n. (wie hier schon erwähnt) ein Selbstlernstudium zum Größten teil. Die Che-Ergebnisse ? Also als ich das letzte Mal mir diese mal angeguckt habe hatten sowieso super viele Unis schlechte Ergebnisse. Für mich werden da aber sowieso Kriterien herangezogen, die ich für ein erfolgreiches Studium nicht primär wichtig finde bzw. subjektiv auch anders bewerten würde.
hoffe, dass dir das was hilft. Ansonsten gerne fragen.
Angeletta
29.06.2010, 17:05
Vielen Dank für die ausführliche Antwort :>
Angeletta
29.06.2010, 17:51
Ach, eine Frage hätte ich noch.
Wie sah der Stundenplan der Erstis aus, den du als fair beschreibst?
Bis wann hatte man meistens Veranstaltungen usw.?
Auf der UK-Seite finde ich den vom WS 10/11 leider nicht :
Rhiannon
29.06.2010, 19:13
@Angeletta: Schau am besten mal den Stundenplan vom SoSe 2010 oder vom WiSe 2009/2010 an. Der fürs nächste Semester ist anscheinend noch nicht verfügbar, aber der grundlegende Aufbau ändert sich ja nicht großartig. Und ich fand den Stundenplan jetzt auch echt fair. Musste mich anfangs bissl reinfinden, weil mit den Kompetenzfeldern es ja jede Woche ganz anders aussieht, weil die immer unterschiedlich liegen, aber man gewöhnt sich dran.
Stephan0815
30.06.2010, 18:15
Ich würde meine Uni weiterempfehlen.
Gründe dafür: Vorklinik straff durchorganisiert - Profs top, nah am Studenten. Lehre verbessert sich ständig. Alles im Netz, SUPER-Buchhandlung (Knodt) mit kompetentem Verkäufer. Party-Szene überschaubar, Medis können unter sich feiern (falls gewollt). Bei zentraler Wohnlage ist alles schnell erreichbar, da gutes Bus/Straba-Netz.
Dagegen: Keine Campus-Uni. 1. Semester quasi nur Hubland = äußerer Osten. Danach allerdings Innenstadt bis zum Physikum, Klinik dann ohne Probleme über Innenstadt erreichbar. Biochemie nervte. (zumindest mich)
Kleine Stadt, die druggies unter uns fändens wohl öde.
Es ist Franken. Noch nicht Bayern, aber sowas gemischtes. Muss man erlebt haben.
In der Klinik bin ich noch zwiegespalten. Die klinische Lehre finde ich eher negativ bisher. Es wird vieles, was man im Physikum schon drauf haben sollte, wiederholt bzw. das Niveau war im Vorklinikum einfach höher.
Allerdings abgesehen davon ist die Praxis ziemlich beeindruckend, also die Leute können was und richtig gut meist.
Tante Edith meint:
Man sieht, daß es ne Medizinerstadt ist schon beim ersten Durchlaufen durch die Einkaufszone (hey, positiv! ne geile Shoppingmeile!) Du hast nen breites Spektrum an Leuten jeder "Schicht", aber vor allem auch chronische Patienten, die man als solche auch erkennt.
Im übrigen sind im Sommer doch recht viele Frauen schwanger - scheint also auch ne gute Stadt für Partnerwahl und Nachwuchssorge zu sein. ;)
Angeletta
01.07.2010, 10:04
@Angeletta: Schau am besten mal den Stundenplan vom SoSe 2010 oder vom WiSe 2009/2010 an. Der fürs nächste Semester ist anscheinend noch nicht verfügbar, aber der grundlegende Aufbau ändert sich ja nicht großartig. Und ich fand den Stundenplan jetzt auch echt fair. Musste mich anfangs bissl reinfinden, weil mit den Kompetenzfeldern es ja jede Woche ganz anders aussieht, weil die immer unterschiedlich liegen, aber man gewöhnt sich dran.
Ja, das habe ich schon getan und fand relativ viele Freistunden und immer -bis auf Freitag- Veranstaltungen bis 18:45 Uhr.
Wahrscheinlich bin ich noch schulverwöhnt.. Bla :-peng
Wichtig ist, dass der Stundenplan in uk-online der allgemeine ist. Letztendlich gehst du nur zu den Veranstaltungen, die deiner Gruppe zugeordnet sind und das sind z.B. bei Termi die ersten Wochen 1 Veranstaltung am Tag..
hat vllt noch jemand 2-7 infos zu homburg?
die kann ich dir geben.
zu homburg: eine hübsche kleinstadt mit wunderbarem flair. so sehen es jedenfalls die homburger einwohner. die realität sieht leider etwas anders aus.
im prinzip besteht die innenstadt aus zwei parallel verlaufenden strassen, die vlt. ein paar hundert meter lang sind. es gibt ein paar kneipen, allerdings sind nur so ca. 2-3 wirklich einen besuch wert. es gibt einen media markt, einen h & m und einen peek & cloppenburg. soviel zu der homburger shopping meile.
von den studenten, die ja einen nicht unbeträchtlichen teil ausmachen, merkt man größtenteils wirklich gar nichts. grade am wochenende lungert nur die homburger dorfjugend auf der straße und in den paar kneipen rum, aber im allgemeinen trifft man selbst samstag abends nach 8 kaum jemanden auf der straße. der homburger mc donalds macht samstag abends schon vor 10 (ich glaub die öffnungszeiten wurden verlängert war sogar mal 8 oder so) zu. sehr bezeichnend, findet ihr nicht?
im grunde ist in homburg nur etwas los, wenn veranstaltungen stattfinden, die von der uni oder studentischer seite organisiert wurden. zum sozialen klientel: ich möchte es mal vorsichtig ausdrücken, es ist sehr "gemischt". schmeichelhafter kann man es nicht mehr ausdrücken.
es besteht, was man dazu sagen muss, die möglichkeit mit dem semesterticket nach saarbrücken zu fahren, dauert ca. 30 minuten und ist eine ganz gute alternative, saarbrücken ist nunmal doch eine andere nummer als dieses kaff. die zugverbindungen für die rückfahrt sind allerdings sehr schlecht (1 oder halb 6) wobei das wohl in vielen städten der fall ist.
zur uni: alles was man braucht ist auf einem relativ kleinen campus. pro wintersemester treten um die 250 erstis an, somit ist die semestergröße doch recht überschaubar, in den meisten seminaren/praktikumsgruppen sitzt man mit nicht mehr als 20 leuten.
der vorteil: die informationswege sind sehr kurz, was ich als unschätzbaren vorteil sehe, die kommunikation auch mit den höheren semestern ist ebenfalls sehr gut. man fühlt sich von anfang gut aufgenommen und integriert, ein konkurrenzdenken gibt es nicht wirklich (wenn doch hält es sich in geringem ausmaß). das sehe ich als starkes pro-argument.
die ausstattung (zumindest der vorklinik einrichtungen), bewegt sich zu einem recht großen teil auf vorkriegs niveau, das betrifft vor allem die vielen praktikums und seminarräume. ausnahmen gibt es hier und da. zur ausstattung der klinik kann ich noch nichts sagen. für die klinik hat homburg eigentlich keinen schlechten ruf, bleibt abzuwarten ob sie diesem gerecht wird.
zur lehre der vorklinik:
1. semester: bio, chemie, physik, berufsfelderkundung, erste hilfe. chemie und physik war echt ok, da waren die dozenten sehr engagiert und man merkt, dass sie verstanden haben, dass wir mediziner werden wollen. die bestehensquote war dementsprechend ausserordentlich hoch. bei bio war das krasse gegenteil der fall, damals gab es bei uns noch das bonus-malus system (eine frage falsch gekreuzt = ein punkt abzug). da kommt freude auf. lehre eine katastrophe in diesem fach. die profs im ersten semester sind übrigens auch die einzigen der vorklinik, die das uni-eigene netzwerk clix benutzen und lerninhalte online stellen.
2. semester: histologie, biochemie, psychologie. der histo kurs war eigentlich ganz ok, histo vor makroskopischer anatomie zu machen halte ich für wenig sinnvoll und hat einem das erlernen bestimmter sachverhalte durchaus schwer gemacht. sonst aber in ordnung, bestehensquote normal, gute austattung (neue lichtmikroskope für den kurs)
in biochemie hatten wir eine durchfall quote von 80% - danke dafür. normalerweise liegt sie etwas darunter. jeder möge sich nun seinen teil dazu denken.
zu psychologie muss man wohl nicht viel sagen, größtenteils blödsinn aber extrem hohe bestehensquote.
3. semester: makroskopische anatomie (inkl. neuroanatomie), pathobiochemie
der präpkurs findet mit 12 leuten pro tisch statt (meist 10 human- und 2 zahnmediziner). das ist hart an der grenze und man muss sich natürlich aufteilen wenn man sinnvoll arbeiten will. die lehre in anatomie ist generell nicht schlecht, die art und weise wie der kurs aufgebaut ist, treibt den ein oder anderen allerdings fast zur verzweiflung:
es gibt 5 testate, rumpf, extremitäten, situs, kopf/hals und neuroanatomie. neuroanatomie, an den meisten unis ein eigener kurs, umfasst einen zeitraum von nur knapp 3 wochen und der erfolg im neurotestat ist voraussetzung für den scheinerhalt. der fairness halber muss man aber sagen, dass sich das zum nächsten semester ändern wird. die zeit zwischen den testaten ist oft äußerst knapp. zwischen rumpf und extremitäten hatten wir 6 tage.
jede prüfung darf man insgesamt 2 mal machen, fällt man durch eine 2 mal (gilt wie gesagt auch für neuro) muss man alle im nächsten semester wiederholen. obendrauf gibts noch eine abschlussklausur.
pathobiochemie ist ein witz. es gibt dazu ein seminar und eine abschlussklausur. das seminar läuft nach dem selben muster wie fast jedes in der vorklinik: haltet eure referate und auf wiedersehen. es gibt keinen sinnvollen weg sich auf die klausur vorzubereiten, da es keinen richtigen themenkatalog gibt. an den referaten orientieren sich die klausuren oft nur entfernt. mit altklausuren kreuzen klappt es dann meistens. überflüssig.
4. semester: physiologie
die dozenten in physiologie sind wirklich nett und sehr engagiert auch die praktika sind um längen besser als die vorherigen. wirklich ein guter kurs, da kann man durchaus ein kompliment aussprechen.
insgesamt bin ich mit der lehre in der vorklinik nicht sonderlich zufrieden. ich bin gespannt wie es in der klinik werden wird.
fazit: würde ich diese uni weiterempfehlen? von meinem jetzigen standpunkt aus nein. ich schätze den zusammenhalt (auch zwischen den semestern) und die familiäre atmosphäre, generell überwiegen für mich aber die nachteile. diese sind nicht ausschliesslich im bereich uni, sonder auch und vor allem im bezug auf homburg als standort, zu sehen.
ich würde nicht noch einmal dort hingehen, es sei denn es gäbe keine andere chance an irgendeiner anderen uni. aber man wird sehen ob ich diese meinung noch revidieren werde.
DerSalamander
21.07.2010, 13:38
Danke für den ausführlichen Bericht.
Ich bin selbst Saarländer, kenne also die Situation in Homburg sozial wie auch unternehmungstechnisch gesehen. Da ich dort nicht wohnen muss, interessiert mich das auch nicht :-))
Oh je, die Infos in Bezug auf die Lehre hören sich ja jetzt nicht so unfassbar prickelnd an, aber bestätigt das, was ich über 5 Ecken schon gehört hab.
Nun ja, da muss ich dann wohl durch.
Vielen Dank nochmal!
ah, eine Frage hätt ich da noch: In Bezug auf die Semesterferien, wie lang hat man denn da nun wirklich frei, also Zeit, in der man auch keine Klausuren schreibt?
Ich frag wegen dem KPP, weil ich hätt noch 7 Wochen am Stück zu machen, krieg ich das hin?
Hallo zusammen :)
Gibts denn hier Aachener Studenten bzw. die ersten ehemaligen, die nun alles hinter sich gebracht haben, um was von den hoeheren Semestern zu erzaehlen?
Denn im Lokalforum wurde ja schon mehrfach kritisiert, dass Empfehlungen von Erst- und Zweitsemesterstudenten unter anderem deshalb so gut ausfallen weil in den beiden Semestern die Organisation noch sehr gut ist, dass ab dem 3. Semester aber frueher zumindest nicht mehr unbedingt der Fall war ;)
Wuerd mich also ueber News freuen :)
Liebe Gruesse
Onyxia :-winky
schwester?!
15.12.2010, 11:45
so, kurz vor den weihnachtsferien im berüchtigten 3. Semester schließe ich mich mal Mr. Pink's Beitrag an.
FREIBURG
war nicht meine erstwahl, aber gefühlt, war sehr froh dass ich drin bin.
STADT: ist meiner meinung nach nicht so schön wie ihr ruf, aber im winter natürlich toll mit schwarzwald direkt neben an. im sommer fehlt im verhältnis zur hitze einfach eine ausreichende anzahl an gewässern (eigtl. kein vernünftiger see, zu wenig freibäder). auch ist die hitze nicht empfehlenswert fürs lernen.
Vorklinikstruktur
ist diskutabel :) erstmal zu den fakten:
1. Physik, Chemie (2 Klausuren), Bio, Terminologie, Anatomie nur Vorlesungen
2. Anatomie nur vorlesungen, Histologie-Kurs (2 mündliche Testate
in beiden Semestern Psycho und Sozio Seminare und Kurs, Psycho Klausur Ende 2. dann gibts noch ein paar propädeutische physio und bc-seminare die eher nerven als was zu bringen.
Klausuren weitestgehend machbar, Chemie ist schwierig aber mit kreuzen zu bestehen, man darf nur 3x durchfallen, kenne aber niemanden der dadurch rausgefiltert wurde. physik kann man so oft wiederholen wie man will. termi, psycho und bio sind super-machbar. Die Histologie-Prüfungs-Schwierigkeit ist leider überproportional abhängig vom Prüfer. Das kann einem nun wirklich auf den Geist gehen! Außerdem lernt fast ekin Student anatomie mit, die Vorlesungen sind kaum besucht ...
3. Semester beginnt mit einem Knochen-Eingangs-Präpkurstestat, danach 2x die woche 4h Präppen und 4 mündliche Testate (1Untere Extremität und Leibeswand 2Situs und Retrositus 3 Kopf, Hals, Ob. Extr. 4. Neuro) dazu alle 3 wochen Biochemie Praktikum und Physiopraktikum; Physio und BC Vorlesungen, die kaum jemand besucht weil alle fürs präppen lernen. Präpp-Testate sind wieder unglaublich Prüfer-abhängig, wa seinem sehr auf den Keks gehen kann
4. anatomie Klausur, BC und Physio praktikum 2, ein paar seminare, BC Klausur und Physio Klausur
wobei: die 1. BC Klausur ist ende des 3. aber die beiden werden zusammengewertet.
Vorteile dieses Studienaufbaus:
- man hat im 1. zeit sich an die uni/stadt zu gewöhnen, lücken aus der oberstufe auszufüllen
- Physio, BC, Anat. sind schön physikumsnah - man hat ab dem 3. das gefühl man lernt fürs physikum
- THEORETISCH hat man zeit die anatomie komplett zu lernen bevor man Präppen beginnt. :/
Nachteile:
liegen wohl auf der hand, vorlesungen kann man fast nie besuchen (im 1. und 2. bringts nichts im 3. keine zeit), das 3. ist echt stressig, mit allen 3 Wochen testaten .. etc.
Ich finds aber gar nicht so schlecht so, sicher ein bisschen entspannung im 3. könnte nciht schaden ...
ich werde später nochmal mehr schreiben
langewartezeit
22.02.2011, 14:35
Huhu,
bin gerade beim stöbern auf diesen Thread gestoßen und wollte mal wissen, ob jemand ein bissel was über das Zahnmedizin-Studium in Hannover erzählen kann.
Danke im voraus :-dafür
Athene93
10.07.2011, 20:51
Hallo :)
Ich würde mich einigen anderen vor mir hier mit der Frage nach Hannover und Göttingen anschließen... Wie zufrieden seid ihr jeweils mit dem Medizinstudium dort? Ist jemand im Modellstudiengang Hannover eingeschrieben? Wie ist der so?
Liebe Grüße :)
kaninani
25.07.2011, 17:20
Könnte jemand, der in Heidelberg studiert BITTE BITTE :-blush eine solche ausführliche Beschreibung machen wie es die anderen gemacht haben? Na ja, sogar wenn es nicht so ausführlich sein sollte, reicht es wenn man einige Dinge erwähnt und vor allem ob man die Uni weiterempfehlen würde. Die Sachen über Freiburg haben mich nicht besonders erfreut, da ich die Uni als OP 2 gewählt habe...aber was soll´s...es ist schon sowieso mit der Wahl vorbei. Also für mich wäre es sehr interessant Meinungen über mein OP 1, nämlich Hdbg zu lesen. :-music
Danke schön im Voraus :) :)
-Julchen-
25.07.2011, 18:27
Ich machs :-winky Also Heidelberg hat ja einen Reformstudiengang, Heicumed. Man hat nicht alle Fächer getrennt, sondern "integriert". D.h. du hast Niere als Thema und dann eben alles dazu, Histo, Physio, Biochemie. Und es gibt auch nur eine große Klausur am Ende jedes Semesters, die 90 MC-Fragen hat und auch alle Fächer des Semesters integriert abfragt. Ich schreib jetzt auch einfach die einzelnen Semester auf:
1.Semester: Präpkurs
Das erste Testat ist schon Mitte Oktober, über Osteologie.
das ist ein Parcour, heißt man hat so 10 Stationen, zu denen man
Fragen beantworten muss. Das ist schriftlich. Dann kommen alle drei Wochen mündliche Testate. Erst Extremitäten, dann Situs, dann Kopf/Hals. Am Ende kommt nochmal ein Parcour über ZNS.
Dazu hat man im ersten Termi, das ist kein Problem, EKM und ein Chemie Vorlesung. Ach ja und AAL, Anatomie am Lebenden, aber ohne irgendeine Klausur.
In den Semesterferien hat man dann Chemiepraktikum mit abschließender Klausur. Gleich im Anschluss gehts dann weiter mit Physikpraktikum und Klausur. Da ist also die ganzen Ferien was los.
2.Semester: Zellbio, Humangenetik, Biochemie, Physio
Zu allem gibts ein Vorseminar, ein Praktikum und ein Nachseminar, das zieht sich durch alle Semester. Das Thema ist erstmal alles Allgemeine, Gewebe, Muskel, Zellen, Organellen und so Kram. Humangenetik war bei uns noch anders, aber das haben sie geändert. Da müsste einer was zu schreiben, der letztes Jahr erst angefangen hat. Das Zellbiopraktikum ist der Histokurs. Und wie gesagt, am Ende des Semesters ist eine Klausur über alles. Im zweiten zusätzlich noch die Humangenetikklausur am gleichen Termin.
Irgendwann ist da auch noch POL, aber ich kann mich nichtmehr erinnern, ob im 1. oder 2. ;-)
3.Semester: Biochemie, Physio, Histo
Wieder dasselbe: Vorseminar, Praktikum, Nachseminar. Und Integrierte Klausur am Ende. Ach ja, Themen sind Organsysteme, Niere, Leber Darm, Atemorgane...
Außerdem sind Psychoseminare zweimal am WE oder mehrere Tage in den Ferien.
4.Semester: Biochemie, Physio, Histo
Und nochmal: Vorseminar, Praktikum, Nachseminar und Klausur. Thema ist Neuro. Das Semester ist schon Mitte Juni zu Ende, ist ganz praktisch wegen dem Physikum im Sommer!
Ach ja, außerdem gibts in jedem Semester ein paar integrierte Seminare, die sind aber, find ich, eher sinnlos.
Also ich persönlich finde das Integrierte echt gut, weil man immer mal was hat, was man kann und was einem auch Spaß macht. Dasselbe gilt für die Klausur. Wenn man ein Fach nicht so gut kann, kann man das mit einem andren ausgleichen. Außerdem sind die Integrierten Klausuren eine super Vorbereitung aufs Physikum, weil sie jedes mal wie ein kleines Physikum sind:-)
kaninani
27.07.2011, 18:43
Vielen Dank für deine Antwort! :-top
Könntest du vielleicht noch einiges über die Lehrenden, die Betreuung, die Atmosphäre insgesamt etc. sagen?
Also soweit ich verstanden habe, würdest du die Uni weiterempfehlen, oder?
PS. Einige der Abkürzungen habe ich nicht verstanden...:-blush tut mir leid...
-Julchen-
27.07.2011, 19:13
POL= problemorientiertes Lernen
AAL= Anatomie am Lebenden
Termi=Terminologie
EKM=Einführung klinische Medizin
Der Rest müsste klar sein, wenn nicht frag nochmal nach!
Also die Profs und andren Lehrenden sind wohl wie an jeder Uni. Es gibt super Liebe und auch welche, die einfach merkwürdig sind. Allerdings hab ich noch keinen einzigen erlebt, der bei einer Prüfung dem Studenten was Böses wollte! Also insgesamt sind die echt nett (außer die Physiker, die uns Mediziner wohl für die Dümmsten der Welt halten;-) ).
Was genau meinst du mit Betreuung? Also die Organisation insgesamt ist in Ordnung, kommt auch daher, dass das System eher verschult ist und man immer einen Stundenplan bekommt, wie in der Schule. Da kann dann nicht viel schief gehen. Zur Atmosphäre kann ich sagen, dass auch die OK ist. Es gibt nur ziemlich viele von denen, die eben 1,0 hatten und aufgrund dessen Medizin studieren. Den ganzen Tag lernen, oder auch eben "gaaaaaar nichts gelernt haben", sich (und andre) verrückt machen wegen nichts und wieder nichts. Aber hat man die betreffenden Leute rausgefunden und meidet sie, lässt sichs aushalten;-) Sind ja zum Glück nicht alle so... Ach, was halt ist, ist, dass schon oft hervorgehoben wird, dass man ja Eliteuni ist und überhaupt und sowieso Heidelberg die tollste, schönste, erfolgreichste... Uni ist. Auch da gilt, einfach auf Durchzug schalten und nicht davon wahnsinnig machen lassen.
Und ja, ich würde Heidelberg weiterempfehlen. Hast vielleicht rausgelesen, dass mir das integrierte System ziemlich gut gefällt:-winky
mediman404
27.07.2011, 19:20
könnte jmd. mal etwas über Ulm schreiben z.b. wie s ausschaut mit den versch. Fächern, den Lehrenden, der Betreuung, der Wohnsituation usw.?
Wäre sehr nett!
kaninani
27.07.2011, 20:00
Julchen, ich danke dir! :-) Und ich wünsche dir viel viel Erfolg beim Physikum! Hoffentlich werde ich bald deine Kommilitonin :-))
hey, ich hätt mal ne frage, wie es mit dem ruf von greifswald besteht. mir ist klar, dass es in den Rankings von den studenten sehr gut bewertet wurde, aber in der forschung is da ja nich viel los. ich will medizinstudieren, die forschung interessiert mich zwar nich so, aber ich hab gehört, dass die unis, die am besten forschen, den besten ruf haben. also sehen die berufschancen für später schlechter aus?
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