PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungen und Tips im Studium von Ex-Wartern



Seiten : 1 [2] 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

Sticks
16.01.2013, 20:14
Danke für den top :-D wir gaben Prüfung am virtuellen Mikroskop und heute hab ich mir das Thieme kurzlehrbuch mit tollen Bildern drin geholt,sah echt gut aus und macht Spaß mal da drin ws zu raffen :-D
Du bist schon fertig mit Studium?

Das habe ich für meinen Histoschein auf verwendet. Für die Klausur war es Gold wert. Dabei noch die Vorlesungsfolien, dann klappt das.

Feuerengelchen
16.01.2013, 20:44
Mann, erinnert mich irgendwie an mein Histopraktikum.....wortkarger Prof, extrem kompetent....Wir suchen die vorher in der PPT gezeigten Strukturmerkmale und Zelltypen, brechen uns überm Knochenmarksaustrich (das allerschlimmste von allen Histopräps nach meiner Meinung) einen ab die passenden Myelo-irgendwas zu finden. Natürlich fragt dann irgendwann einer, ob der Prof ihm nicht die zelle soundso zeigen kann, er glaubt davon keine im Präp zu haben. Prof hat einen Spruch über sich bemühen abgelassen und nichts gezeigt. Kurze Zeit später kommt er bei Kollegen und mir vorbei, wir hatten uns schon gegenseitig ausgetauscht und waren uns nicht sicher....Prof fragt worüber wir diskutieren....wir tun etwas schlau und behaupten Zelle XY gefunden zu haben, weil die ja eher basophil und leicht grobschollig sei und die Kern-Plasmarelation ja soundso wär... er bot sich an diese anzuschauen, und sie wars natürlich nicht.....stattdessen erklärt er uns dass wir beide schon recht viel Ahnung hätten, bloß mit der Praxis würde es noch hapern :D Daraufhin setzt er sich vor unsere Mikroskope und stellt uns einige schwieriger zu findende Zellen ein und erläutert uns geschätzte 20 Minuten en detail diverseste Tricks.

Fazit der Geschichte: In der Vorklinik kommt ein bissl klugschei***n manchmal ganz gut - nein - man sollte nicht faul rüberkommen, das haben die meisten Profs nicht gern.

UND: Sag ja nie auf die Frage des Prüfers, ob du dir auch "gaaaaanz sicher" bist, irgend was mit "ich glaube schon" oder kuck woanders hin als tief in die Augen des Prüfers! (Seitdem weiß ich dass der Anatomie-Dozent tiefblaue Augen mit paar braunen Sprenkeln drin hatte)

Und wenn ich irgendetwas aus meiner Wartezeit mitgenommen habe, dann dass ich mir über mein Lern- und Wissensbehalteverhalten im Klareren war als wenn ich frisch angefangen hätte. So habe ich im klinischen Alltag gemerkt, welche abstrusen Formeln sowas von schnell futsch sind, man sie aber nachschlagen kann weil genügend Zeit - während der Reanimation nach der Adrenalindosierung zu schauen....schlechte Idee. Man lernt Schubladen für das Gelernte anzulegen und kann dann schneller das neue Wissen verstauen und bereits mit Praxis zu verknüpfen (das bleibt bei mir besonders gut hängen, wenn ich Pat XY mit Lehrbuch-Herzinfarkt vorm inneren Auge sehe und davon die Symptome dann aufzähle anstatt eine Liste auswendig zu lernen)

Sticks
17.01.2013, 10:43
Das mit dem Klugscheixxen stimmt. Man muss sich einfach gut verkaufen können, dass ist die halbe Miete! Manche Professoren sind auch manchmal froh, wenn man wieder aufhört zu reden :-). Wenn man bei einer Frage gut anfängt zu erklären und es ausführlich und natürlich richtig macht sind die meist schon zufrieden. Selbst wenn ein kleiner Fehler drin steckt fällt es dann a nicht mehr auf, oder b der Prof. nimmt es dir nicht mehr über und evtl kann man auch gut drüber reden…

Joyanne
24.01.2013, 11:00
Sorry, dass ich sowas altes zitiere... das würde ich nicht machen, wenn es mich nicht so stören würde.



Klar wird das mit dem Lernfrei direkt vor der Klausur nichts werden, aber ich lebe nicht nur für die Uni und das Studium. Bio wiederhole ich ca. 2 Stunden am Tag, wenn ich am Morgen oder Nachmittag frei hab. Ich denke so im Schnitt ohne Vorlesungen lerne ich 3 Stunden am Tag außerhalb der Klausuren bisher.

Weiter unten schreibst du, wie sehr dich "Strebertypen" abstoßen. Aber selber lernst du 3 (!) Stunden jeden Tag außerhalb der Klausurzeit? Ganz ehrlich? Ich finde das sehr viel, wenn man das wirklich konstant macht. Versteh mich nicht falsch, natürlich ist das toll, dass du das so durchziehst... aber dass du dich im Gegenzug über Menschen echauffierst, die nicht 3, sonder meinetwegen 4 Stunden (oder ab welchen Zeitaufwand würdest du eine Person "Streber" nennen?) am Tag lernen, finde ich nicht in Ordnung. :(

Weiterhin schreibst du:
"Wo wir auch beim Thema sind: Es gibt Leute, die leben nur für das Studium und haben scheinbar weder Hobbys noch Freunde. Ein toller Kommentar neulich war: "Wie, du warst beim Sport, also ich hab gelernt" - gut, wer meint ;-) Ich selber kann nicht mehr als ca. 6 Stunden am Tag lernen, das geht nicht. Mag Leute geben, die das können und auch den Anspruch an sich haben, alles mit 100% zu schaffen, ich will es mit 60% schaffen und einfach nur durch sein.
Andere fangen scheinbar an ihren Freund auszusperren "Nee, also mein Freund muss heut bei sich bleiben, hab echt keine Zeit dafür" - mmh, nun ja, scheinbar glückliche Beziehung ;-)"

Beim Lesen habe ich mich sofort gefragt, wie zum Kuckuck du dir anmaßen kannst, so etwas zu behaupten. Ernsthaft... Jemand sagt EINMAL, er kann keinen Sport machen, sondern muss lernen und du schließt daraus sofort, dass er kein Leben neben der Uni hat?
Oder anders: Jemand sagt EINMAL, heute hat er/sie keine Zeit für seine Beziehung und du glaubst sofort, dass das ja ne miese Beziehung sein muss.
Wenn du das nach langen Gesprächen mit den Personen heraushören würdest, okay. Aber nach 1(!) Satz direkt sowas zu denken... ich meine, jeder muss doch mal lernen und kann nicht das machen, was er möchte. So ist das halt. Aber maße dir bitte nicht an, sofort über alle Leute zu urteilen, von wegen sie hätten neben der Uni kein Leben mehr. Das kannst du ihnen ja gerne ins Gesicht sagen, aber lass dich doch nicht anonym über deine Kommilitonen aus :(


"Wo man das Alter auch merkt ist an der grundsätzlichen Einstellung. Neulich die Frage im Tutorium "SAgt mal, warum studiert ihr Medizin?" Antwort der 18-20jähringen: "Ich hab den Platz halt zugelost bekommen." Ähm, gut. Schade, dass den Platz nicht einer hat, der es wirklich wollte, weil er Arzt werden will und das schon seit langem sein innigster Wunsch ist."

Zack - schon wieder. Jemand sagt, er wurde ja "nur" gelost. Und du glaubst sofort, dass er dann ja gar nicht den tiefen Wunsch haben kann, Arzt zu werden. In Gö werden fast 100 Plätze verlost jedes Jahr... glaubst du wirklich, dass die alle in Wahrheit gar nicht Medizin studieren wollen? Wenn das Abi nicht ausreicht, macht man sich eben Gedanken. 6 Jahre Warten oder erstmal was anderes. Und wenn man dann Losglück hatte kann man eben doch mit dem Studium anfangen. Warum zum Geier sprichst du solchen Leuten ihre Motivation ab?
So ist das eben mit dem Los.
Kannst du dir vorstellen, dass mir das ein bisschen sauer aufstößt? Aus jedem kleinen Satz in einem Gespräch gleich mega die Rückschlüsse über die Persönlichkeit (Streber/Nichtstreber), oder die Motivation zum Studium ("schade, dass den Platz nicht einer hat, der es wirklich wollte..") zu ziehen, rückt dich nicht gerade in ein positives Licht, was ich wirklich sehr schade finde. Und ich wollte echt nie glauben, dass die älteren Hase die jungen Küken schnell aburteilen :/ Also, ich würde niiiiieeeee im Leben so schnell über Leute urteilen, und sei es auch online.

Und nur um Missverständnisse auszuräumen... ich glaube ich war bei den Situationen dabei, auf die du dich beziehst.... hätte nie im leben gedacht, dass DU solche Sachen über die Leute da denkst :/ :/ :( Echt traurig...

schmuggelmaeuschen
24.01.2013, 21:58
Zwischenstand bei mir:

Termi Check
Psych/Soz mit minimalen Einsatz das minimale Ziel erreicht. Check
Einführung in die Klinische Medizin (Sitzschein). Check
Propä Ana (war ein Witz). Check
AC check
OC, morgen Wahhhhhhhhhhhhhh ich brauche eure Daumen Leute 14-16 Uhr!!!!

ehemaliger User_29072015
25.01.2013, 06:26
Super! Viel Glück. Hab gleich histo :-(

Oleander
28.01.2013, 17:29
Hallo ihr lieben,

ich dachte ich schreibe meine Frage/Problematik mal hier rein. Mein Abi habe ich letztes Jahr gemacht und muss wohl eine Wartezeit von 6 Jahren in Kauf nehmen (außer es sollte noch ein Wunder geschehen). Zur Zeit arbeite ich in meinem vor-dem-Abi-gelernten Beruf (der mir kein Spaß macht aber gutes Geld bringt).

Was ratet ihr mir:
a) das Geld nutzen und die 6 Jahre mit Reisen ausfüllen und schöne Dinge kaufen
oder
b) eine medizinische Ausbildung machen, um einen Einblick und Vorkenntnisse zu gewinnen?

VG, die Oleander

Sticks
28.01.2013, 19:52
das zweite gekoppelt mit nicht ganz soviel vom ersten :-)
wie Alt bist du? eine Ausbildung dauert eh nur drei Jahre, danach kannst du noch voll in diesem Job arbeiten und immer noch reisen

Oleander
28.01.2013, 20:32
äh nein denn es wäre meine zweite Ausbildung, was heißt ich beginne mit 23 (dieses jahr), wobei bei einigen die bewerbungsfristen vorbei sind, also erst nächstes Jahr mit 24 und wenn dann die Ausbildung vorbei ist, ist auch die Wartezeit rum :-dance

Nurbanu
28.01.2013, 20:37
Wer garantiert dir denn, dass dir die Ausbildung im medizinischen Bereich Spaß macht? Und für dieses Risiko willst du ggf. finanzielle Einbußen hinnehmen? So ziemlich jeder Beruf bringt mehr Geld als ein Azubigehalt.

Bin für a) :-)

Genieß dein Leben. Einblick kannst du auch im KPP bekommen und ggf. hinterher freiwillig Praktikum/Hospitation bei den Ärzten.

Oleander
28.01.2013, 20:43
Ok, eine zweite Meinung ^^ Meine Ärztin meinte das jetzt erst wieder, dass ich doch eine med. Ausbildung machen solle, weil man dann schon eine gewisse Vorkenntnis hat. Ach noch 5,5 jahre ...^^

Nurbanu
28.01.2013, 20:51
Bisher habe ich in diesem Forum eher gelesen, dass die Kenntnisse so gering sind, dass sie keinen großen Vorteil verschaffen, und wenn, dann in wenigen Fächern. Alle lernen das Gleiche. Du bekommst keine Scheine anerkannt (ist schließlich kein Studium), kannst die Mindeststudiendauer nicht verkürzen.

Kandra
28.01.2013, 20:58
Ok, eine zweite Meinung ^^ Meine Ärztin meinte das jetzt erst wieder, dass ich doch eine med. Ausbildung machen solle, weil man dann schon eine gewisse Vorkenntnis hat. Ach noch 5,5 jahre ...^^

Wenn du wirklich Vorkenntnisse erwerben willst, kannst du dir auch einfach einen Anatomie-Atlas besorgen und den durchlernen, dafür brauchst du keine medizinische Ausbildung.
Ich würde dir auch empfehlen, in deinem aktuellen Job weiterzuarbeiten, Geld zur Seite zu legen und das Leben noch zu genießen bevor es dann im Medizinstudium vorbei ist (Scherz! ;) ).

Oleander
28.01.2013, 21:24
Danke für eure Einschätzung. Dann muss ich mir jetzt für 5 Jahre, Reiseziele stecken, als Motivation. Wenn man es nüchtern betrachtet sind 5 große Reiseziele gar nicht so viel. Wenn ich allerdings bedenke wie alt ich dann bin, wird mir anders.

Wie war das eigentlich für euch Warter, mit etwas mehr Falten als ein Frisch-Abiturient das KPP zu machen?

Nurbanu
28.01.2013, 21:28
Wie war das eigentlich für euch Warter, mit etwas mehr Falten als ein Frisch-Abiturient das KPP zu machen?

Für beide Seiten sehr gut :-)) Im Ernst. Als Älterer packt man eher an und steht nicht dumm in der Ecke rum. Kann zwar keinen 19/20-jährigen im Vergleich beurteilen, aber wenn ich meine Arbeit mit der von den jungen Küken (1. Jahr oder Schülerpraktikanten) vergleiche, hatte ich keine Nachteile, sondern nur Vorteile.

Sticks
29.01.2013, 08:02
Danke für eure Einschätzung. Dann muss ich mir jetzt für 5 Jahre, Reiseziele stecken, als Motivation. Wenn man es nüchtern betrachtet sind 5 große Reiseziele gar nicht so viel. Wenn ich allerdings bedenke wie alt ich dann bin, wird mir anders.

Wie war das eigentlich für euch Warter, mit etwas mehr Falten als ein Frisch-Abiturient das KPP zu machen?

ich musste keines mehr machen :-)



Bisher habe ich in diesem Forum eher gelesen, dass die Kenntnisse so gering sind, dass sie keinen großen Vorteil verschaffen, und wenn, dann in wenigen Fächern. Alle lernen das Gleiche. Du bekommst keine Scheine anerkannt (ist schließlich kein Studium), kannst die Mindeststudiendauer nicht verkürzen.


das sehe ich nach sechs Jahren OP Erfahrung aber anders! beispiel: ich damals im erstes Semester konnte Studenten aus dem siebten Semester die OP Nach Bilroth I und II erklären, um nur ein Beispiel zu nennen neben den Anatomischen, Hygienischen, Traumatologisch-Orthopädischen Speziellen Kenntnissen.

schmuggelmaeuschen
29.01.2013, 11:43
Bisher habe ich in diesem Forum eher gelesen, dass die Kenntnisse so gering sind, dass sie keinen großen Vorteil verschaffen, und wenn, dann in wenigen Fächern. Alle lernen das Gleiche. Du bekommst keine Scheine anerkannt (ist schließlich kein Studium), kannst die Mindeststudiendauer nicht verkürzen.

dem würde ich wiedersprechen und mich Sticks anschließen.
Es stimmt zwar, dass man keine Scheine anerkannt bekommt, aber in Düsseldorf wird einen z.B. ein Teil von Chemie erlassen, wenn mann MTA oder CTA gemacht hat.
Ich habe selber MTA gemacht und profitiere sehr davon. Ich habe zwar nichts anerkannt bekommen, aber in Chemie hatte ich weniger Probleme als die meisten anderen Warter und auch weniger als die AbiBest Leute die kein Chemie LK hatten.
ich denke in Histo wird es noch krasser sein, da wir das total viel in der Ausbildung hatten.

PS.: Chemie Schein geholt !!!!! :-)

Nurbanu
29.01.2013, 11:45
Klar hast du Kenntnisse, die dir einen kleinen Vorteil bringen, aber nicht soviel, dass es sich lohnt dies als Vorbereitung für ein Studium zu nutzen, wenn man bereits eine andere Ausbildung hat. Für Anatomie musstest du sicher trotzdem noch lernen, auch wenn vieles bekannt war, und Wissen vertiefen. Und sicher wirst du auch noch mehr über Chirurgie lernen, als es du es während deiner Arbeit gelernt hast.

Kandra
29.01.2013, 12:02
Ihr geht von total verschiedenen Voraussetzungen aus. Bei Sticks und Schmuggel dürften die medizinischen Ausbildungen die ersten Ausbildungen gewesen sein. Und das finde ich durchaus sinnvoll. Aber wieso sollte jemand, der schon eine Ausbildung hat und in diesem Beruf nach eigenen Angaben nicht schlecht verdient, diesen aufgeben, 3 Jahre fast nichts und danach vermutlich immer noch weniger verdienen, als in dem vorher erlernten Beruf? Dann doch lieber die 6-7 Jahre die man warten muss, so viel Geld wie möglich sparen, damit man, wenn es dann ans studieren geht, in den ersten Semestern nicht den Druck hat, arbeiten gehen zu MÜSSEN um über die Runden zu kommen. Ausserdem will auch ein Umzug finanziert werden.

Sticks
29.01.2013, 13:03
Klar hast du Kenntnisse, die dir einen kleinen Vorteil bringen, aber nicht soviel, dass es sich lohnt dies als Vorbereitung für ein Studium zu nutzen, wenn man bereits eine andere Ausbildung hat. Für Anatomie musstest du sicher trotzdem noch lernen, auch wenn vieles bekannt war, und Wissen vertiefen. Und sicher wirst du auch noch mehr über Chirurgie lernen, als es du es während deiner Arbeit gelernt hast.

Das hab ich nicht ausgeschlossen und gebe dir recht.
Aber es ist wirklich etwas anderes ob es die erste oder zweite Ausbildung ist.
Wenn es nur noch drei Jahre sind soll er lieber Geld verdienen in der Zeit.