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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungen und Tips im Studium von Ex-Wartern



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stagediver
15.08.2013, 10:12
beim Auto war ich noch nie Eigentümer, das ist schon i.O.! beim Moped wird es einen Kaufvertrag geben, soweit ich das vestanden habe sollte das dann auch i.O. ein... aber trotzdem danke für die Warnungen, ich lese mich da nochmal schlau!

Absolute Arrhythmie
15.08.2013, 15:10
vll klappts auch mit dem Stipendium ;-)

Das wäre natürlich das allergrößte!

Sticks
15.08.2013, 16:00
Das wäre natürlich das allergrößte!

Hab gestern mal geschaut. Aus meiner Uni sind alleine ca 24 Mediziner dabei die das Stupendium bekommen. Die Chancen stehen recht gut.

Absolute Arrhythmie
15.08.2013, 16:14
Hab gestern mal geschaut. Aus meiner Uni sind alleine ca 24 Mediziner dabei die das Stupendium bekommen. Die Chancen stehen recht gut.

Ich hab gelesen dass ca 75% derer, die zum Auswahlgespräch eingeladen wurden, das Stipendium auch bekommen. Also die Chancen stehen nicht ganz schlecht, ich geh trotzdem lieber davon aus, dass es nix wird, dann bin ich nachher nicht so enttäuscht ;)

Sticks
15.08.2013, 18:01
Ja das stimmt, angeblich sind`s noch mehr. Theoretisch hast du das Schwierigste also geschafft.

Sticks
04.09.2013, 07:41
Da ich gestern meine Eins fürs mündliche Physikum "abholen" dürfte und das schriftliche aller Voraussicht Nach anhand der Medilearnrechbungen mit 75% abgeschlossen habe, möchte ich alle Warter bestärken und ermutigen! Im schriftlichen wäre sicher mehr drin gewesen, aber ich habe bewusst Themen ausgelassen und mir ging es schriftlich zunächst um das Bestehen.

Also wenn ich das kann, dann auch viele mehr!
Haltet durch und versucht an der Uni immer am Ball zu bleiben. Auch wenn ihr davon ausgeht die Klausuren nicht zu bestehen, bis zur letzten Minuten konzentriert bleiben und nicht aufgeben.
Ich Zweifel auch jedes Mal, habe aber trotzdem die Zähne zusammen gebissen und meinen Vorsatz erfüllt die Vorklinik abzuschließen ohne eine Klausur zweimal schreiben zu müssen.

Nurbanu
04.09.2013, 19:10
Danke, du machst mir und sicher vielen anderen viel Mut. Und gratuliere herzlich zur mündlichen 1 !!!

Absolute Arrhythmie
04.09.2013, 19:18
Herzlichen Glückwunsch sticks!

davo
04.09.2013, 19:33
Da ich gestern meine Eins fürs mündliche Physikum "abholen" dürfte und das schriftliche aller Voraussicht Nach anhand der Medilearnrechbungen mit 75% abgeschlossen habe, möchte ich alle Warter bestärken und ermutigen! Im schriftlichen wäre sicher mehr drin gewesen, aber ich habe bewusst Themen ausgelassen und mir ging es schriftlich zunächst um das Bestehen.

Also wenn ich das kann, dann auch viele mehr!
Haltet durch und versucht an der Uni immer am Ball zu bleiben. Auch wenn ihr davon ausgeht die Klausuren nicht zu bestehen, bis zur letzten Minuten konzentriert bleiben und nicht aufgeben.
Ich Zweifel auch jedes Mal, habe aber trotzdem die Zähne zusammen gebissen und meinen Vorsatz erfüllt die Vorklinik abzuschließen ohne eine Klausur zweimal schreiben zu müssen.

Herzlichen Glückwunsch! Ich hoff wir können in zwei Jahren ähnliches berichten ;-) (Wobei, mündlich sehr gut und alles beim ersten Mal bestanden ist schon ziemlich außergewöhnlich. Tolle Leistung!)

EDIT:

Dein Vorsatz gefällt mir irgendwie. Vielleicht sollt ich auch mit so einem Vorsatz ins Studium gehen. Wobei mir das Bewegungsapparat-Testat im Februar schon jetzt im Magen liegt. Von Biochemie später gar nicht zu reden. Aber vermutlich könnte so ein Vorsatz hilfreich sein um ein Feuer des Ehrgeizes in meinem Innern zu entflammen :-)) Ich denk drüber nach, etwas Bedenkzeit hab ich ja noch ;-)

charmingbaer
04.09.2013, 20:26
Ganz herzlichen Glückwunsch, super Leistung!!!

Sticks
05.09.2013, 15:22
Danke, danke. Sehr nett von euch. Ich muss sagen, dass ich ohne diesen Vorsatz vll die ein oder andere Klausur nicht bestanden hätte, weil ich zu früh aufgegeben hätte. Aber es hat auch den Vorteil, dass man sich immer sehr intensiv auf die neuen Dinge konzentrieren kann und keine Klausur nebenher einen aus dem Tackt bringt.

Und wenn ich das kann, dann kann das fast jeder.

schmuggelmaeuschen
05.09.2013, 19:52
:-( hab nen Hänger und keine Semesterferien

Absolute Arrhythmie
23.11.2013, 01:58
So, dann möchte ich hier auch (endlich!) meinen Senf dazu geben, und euch brühwarm von meinen ersten Uni-Wochen als Wartezeit-Oldie berichten.

Ich muss erstmal zugeben, dass ich nach der Zulassung total platt war und mich erstmal relativ lang gar nicht richtig freuen konnte. In erster Linie hatte ich Angst vor der Veränderung, und dass ich es vielleicht nicht schaffen könnte.

Erst kurz vor Semesterbeginn kam dann die eigentlich Freude, aber ein großes Stück Angst blieb, denn im ersten Semester droht einem in Bonn die berühmt-berüchtigte Chemie.
Weil ich seit der 12. Klasse (Anno 2005!) kein Chemie mehr hatte, und auch nie besonders gut in Chemie war oder mich je groß dafür interessiert hatte, hab ich die Chance wahrgenommen, am Ende der Semesterferien am hier angebotenen Chemie-Vorkus für Nebenfächler teilzunehmen.
Da war ich erstmal geflasht vom Tempo und vom Anspruch, wir haben im Endeffekt den gesamten Anorganik-Stoff in fünf Tagen durchgezogen. Das war zuerst krass, hat mir dann aber ziemlich die Angst vor Chemie genommen, weil ich wusste was und wieviel auf mich zukommt (und dass es nicht soooo schwer ist).
Der beste Nebeneffekt des Vorkurses war aber, dass ich schon einige nette Kommilitonen kennen gelernt habe und sich schnell ein nettes Grüppchen gebildet hat.

Mit Semesterbeginn ging es dann auch ziemlich schnell los, der große Fokus liegt am Anfang ziemlich allein auf Chemie. Jede Woche Praktikum und davor ein einstündiges Seminar, zu dem man vorbereitet inklusive Aufgaben erscheinen muss. Im Praktikum selber müssen Versuche durchgeführt und manchmal (GsD nicht oft!) Protokolle abgegeben werden.

Zwischen die ganze Chemie zwängt sich dann noch Bio (einfach toll!), Anatomische Propädeutik (Uff!), Med. Psychologie und Soziologie (gääähn!) und die Quasi-Sitzscheine Terminologie und Einführung in die klinische Medizin (EKM).
Terminologie war für mich als Sprachen- und Geschichtsinteressierten Menschen eine ziemliche Enttäuschung, aber da sich die ganze Veranstaltung nur über sechs Termine erstreckt und ich hoffentlich in zwei Wochen den Schein habe, ist es auszuhalten.
EKM hat sich dann aber überraschenderweise als wirklich gute Sache herausgestellt. Jede Woche geht es um ein anderes Fachgebiet, welches von Ärzten aus dem jeweiligen Gebiet vorgestellt wird.
Die meisten geben sich große Mühe, ihr Fach interessant darzustellen, manche bringen sogar Patienten mit.

Die Hauptlast des Semesters liegt aber wirklich auf Chemie. Da ich das wusste und ordentlich Schiss hatte, hab ich von Anfang an auf solide Vorbereitung gesetzt. Das bedeutet, dass ich zum Teil von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends an der Uni oder zu Hause war und gelernt hab wie ne blöde. Der Vorteil war dann, dass ich bereits zwei Wochen vor der Klausur mit dem Stoff fertig war und mit der eigentlichen Klausurvorbereitung anfangen konnte.
Nach ungefähr 60 gekreuzten Altklausuren (also etwa 900 Fragen zur Anorganik) hab ichs dann geschafft die gestrige erste Klausur mit 13 von 15 Punkten zu bestehen - ein erster Erfolg und ein großer Schritt in Richtung Chemie-Schein!

Für mich steht also nach den ersten Wochen folgendes fest:
-Lernen lohnt sich und Erfolg macht Spaß!
-Lerngruppe, Lerngruppe, Lerngruppe!
-In der Bib lernt es sich effektiver und konzentrierter als zu Hause
-man sollte sich wirklich nicht alle Bücher vorher schon kaufen
-Vorlernen hat mir zumindest für Chemie was gebracht!
-die netten Leute erkennt man sofort, und es bilden sich tolle Leidensgenossenschaften!
-Studieren macht Spaß, Lernen macht Spaß, und auch wenns manchmal stressig ist - es scheint sich zu lohnen!

Ich werd euch auf dem Laufenden halten ;)

Medici3000
23.11.2013, 10:22
Sehr schöner Bericht! Ich freue mich schon auf deinen Nächsten :)

davo
23.11.2013, 10:49
Ich möchte mich hier auch noch anschließen und kurz meine bisherigen Erfahrungen zusammenfassen.

Was für mich bisher am hilfreichsten war:
1. die Teilnahme an der Einführungswoche
2. der Besuch der Vorlesungen
3. gute Lehrbücher
4. enger Kontakt zu (guten) Kommilitonen
5. meine Vorbereitung vor Studienbeginn

Zu 1.: in der Einführungswoche habe ich zwar nichts erfahren was ich nicht vorher schon wusste, aber durch die Einführungswoche kenne ich einige Kommilitonen nun recht gut und wir stehen in engem Kontakt was das Studium anbelangt. Man kann natürlich auch als Einzelkämpfer studieren, das ist aber sicher deutlich zeitaufwändiger und frustrierender.

Zu 2.: die meisten Vorlesungen sind in Gießen wirklich gut. Zweitens: in den Vorlesungen kann man mit etwas Übung sehr oft gut heraushören welche Dinge in der Klausur besonders wichtig sein werden und von welchen man nur die Grundzüge wissen muss. Außerdem nehme ich recht viel aus den Vorlesungen mit. (Das trifft aber soweit ich das bisher beurteilen kann nur auf eine Minderheit der Vorlesungsbesucher zu.)

Zu 3.: obwohl die Vorlesungen gut sind ist ein gutes Lehrbuch meist deutlich besser gegliedert, erklärt Details, usw. Es gibt Leute die sagen dass sie nicht genug Zeit haben um mit Büchern zu lernen, aber ich finde das Lesen eines guten Lehrbuches ziemlich zeiteffizient. Wenn man ein gutes Lehrbuch hat versteht man viel mehr und muss deshalb viel weniger auswendig lernen.

Zu 4.: sehr wichtig. Wir haben bisher nur selten wirklich in Lerngruppen Stoff wiederholt, aber der regelmäßige Kontakt hilft einem sehr am Ball zu bleiben, usw. So kann man auch schnell die Antworten auf inhaltliche Fragen bekommen, oder bemerkt dass man ein Thema eigentlich doch noch nicht so gut beherrscht wie man bisher dachte.

Zu 5.: vielleicht der wichtigste Punkt. Ich habe mich mit den Duden-Büchern Biologie/Chemie/Physik und mit "Der menschliche Körper: Anatomie Physiologie Pathologie" von Kugler vorbereitet. Hat mir sehr geholfen da man teilweise sogar zellbiologische Klausurfragen schon mit diesem Vorwissen beantworten kann. Auch in der allgemeinen makroskopischen Anatomie kann man viel schon mit dem Wissen aus dem Kugler-Buch beantworten. Natürlich geht es auch ohne Vorbereitung, aber da ist dann denke ich doch die Gefahr recht groß dass man von den vielen neuen Begriffen die innerhalb kürzester Zeit eingeführt werden überfordert ist.

Bisher hatten wir erst eine Klausur, mit vergleichsweise geringem Stoffumfang (Zellbiologie - mit 80% bestanden), insofern kann ich noch nicht beurteilen wie erfolgreich ich wirklich bin. Aber ich habe bisher das Gefühl dass es gut läuft und hoffe dass sich das auch in ein paar Wochen beim ersten Anatomie-Testat bewahrheiten wird ;-)

Das Tempo ist jedenfalls wirklich atemberaubend - man macht extrem viel in extrem kurzer Zeit und lernt dennoch nur die Grundlagen jedes Themenbereiches. Aber es macht viel Spaß und ist sehr faszinerend.

ehem-user-08-01-2026-1952
23.11.2013, 12:37
@Davo
Toll, dass du so positiv von deinen ersten Wochen an der Uni Gießen berichtest! Das motiviert auf jeden Fall! Wie gefällt dir denn die Stadt an sich?

davo
23.11.2013, 13:00
Die Stadt ist eigentlich genau so wie ich es erwartet hatte - eine nette Kleinstadt mit ungewöhnlich vielen Studenten und vergleichsweise guten Einkaufsmöglichkeiten ;-)

Der Seltersweg ist wirklich praktisch, da kann man eigentlich alles kaufen ohne weit rausfahren zu müssen. Und selbst zu Fuß sind es von den vorklinischen Bereichen nur ca. 15 Minuten bis man am Anfang des Seltersweges und somit am Anfang der Innenstadt ist. Sicher, am Sonntagabend ist in Gießen wirklich NICHTS mehr los, die Innenstadt bis auf einige wenige Ausnahmen komplett leer, aber dafür hat man halt auch den Vorteil dass alles nah beinander liegt. Die allermeisten Lehrveranstaltungen in der Vorklinik sind am Institut für Anatomie und Zellbiologie oder am naturwissenschaftlichen Campus, und die sind halt nur 600 Meter voneinander entfernt. Man hat in der Stadt das Gefühl dass die Studenten willkommen sind und nicht als Störfaktor wahrgenommen werden - dasselbe gilt auch an der Uni. Dadurch dass die Stadt so klein ist läuft man in der Innenstadt fast jedes Mal irgendwelchen Leuten die man kennt über den Weg. Diese familiäre Atmosphäre herrscht also nicht nur in den Lehrveranstaltungen.

Die Stadt ist also sicher nicht die schönste, aber als Studienort ist sie empfehlenswert. Die Wohnungssituation ist am Semesteranfang immer etwas schwierig, aber irgendwie findet dann doch jeder etwas.

Bin, wie man wohl merkt, bisher wirklich sehr zufrieden.

ehem-user-08-01-2026-1952
23.11.2013, 13:44
Vielen Dank für deine Eindrücke, davo!

Nurbanu
23.11.2013, 17:24
Irgendwer schrieb mal - und viele andere haben es auch gesagt: "Man gewöhnt sich sehr schnell an das Lernen und die große Menge Lernstoff." Nach 3 Prüfungen in 5 Wochen kann ich sagen: Es stimmt.

davo
23.11.2013, 17:34
Wobei das leider nicht auf jeden zutrifft. Ich kenne leider auch einige Kommilitonen die ordentliche Probleme haben mit den Stoffmengen umzugehen... ich hoffe dass sie es packen werden.