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Haematopoesie
18.12.2019, 20:07
Um diesem Thread mal wieder etwas Leben einzuhauchen: Der BVMD hat heute auf allen Kanälen geteilt, dass wohl die ganzen geplanten Änderungen der Approbationsordnung erst ab 2025 gelten werden! :) :)

gottseidank, die ganzen Änderungen hören sich nämlich ehrlich gesagt maximal nervig an.

Allein die 6 Blockpraktika Allgemeinmedizin und das verpflichtende Allgemeinmedizin PJ ist ne Zumutung.... dann noch ein Physikums OSCE, nein danke.

tup74
18.12.2019, 20:58
Weiß jemand, ob die Änderungen für M3, die im Zusammenhang mit dem Masterplan 2020 erwähnten wurden, ebenfalls erst ab 2025 gelten werden?

https://www.impp.de/informationen/stexprobelauf.html

Edit: Hat sich erledigt, laut bvmd-Informationen kommt das OSCE zum M3 zusammen mit der neuen AppO.

davo
19.12.2019, 06:53
Ja, dass es jetzt wirklich Allgemeinmedizin im PJ sein muss statt eines ambulanten Tertials, was ja auch lange Zeit im Gespräch war, ist schon überraschend. Das wird meines Erachtens zu vielen Engpässen bei der Vergabe führen. Da werden sicher viele Leute dann weit fahren müssen zu ihrer Praxis.

Ebenfalls sehr interessant, aber nicht im bvmd-Facebook-Beitrag erwähnt (und noch nicht endgültig, aber das gilt für alles andere ja eigentlich auch) fand ich auch, dass die Unis in Zukunft als Studienversuch im Rahmen einer sogenannten Innovationsklausel das Studium auf fünf Jahre verkürzen können, und zwar indem man, wenn ich mich richtig erinnere, das neue wissenschaftliche Modul und das PJ verkürzt. (Der MFT ist natürlich dagegen :-p) Das mit den fünf Jahre finde ich toll und halte ich für überfällig (entspricht ja auch den EU-Richtlinien und wird von der PMU schon seit einigen Jahren so gemacht), aber ich hätte es deutlich sinnvoller gefunden, das zu gewinnende Jahr in der Vorklinik und bei den klinisch-theoretischen Fächern einzusparen.

(Außerdem wäre es äußerst sinnvoll gewesen, für das PJ verbindliche Lernziele und eine viel stärkere Strukturierung einzuführen, aber es ist logisch, dass die Unis das nicht wollen - da sie ja wissen, wie sehr ihre Kliniken personell am Limit sind. Denn die Dauer des PJ ist eigentlich sekundär, aber in seiner derzeitigen "Qualität" ist das PJ für viele Studenten völlig sinnlos vergeudete Zeit, vor allem in den zwei Pflichtfächern.)

ehem-user-31-01-2020-1555
19.12.2019, 08:02
Denn die Dauer des PJ ist eigentlich sekundär, aber in seiner derzeitigen "Qualität" ist das PJ für viele Studenten völlig sinnlos vergeudete Zeit, vor allem in den zwei Pflichtfächern.)

Da stimme ich absolut zu. Und Quartale im PJ finde ich auch besser. Dann muss man zumindest in dem Fachbereich in dem man nichts lernt und maximal ausgenutzt wird, nicht ganz so lange bleiben.
In einer Hausarztpraxis ist die Betreuung oft besser. Ich habe da mehr gelernt als in KH-Famulaturen und der Arbeitstag ist meist nicht ganz so lang, so dass mehr Zeit zum Lernen für das M3 übrig bleibt. Das das nicht zur Stärkung der Allgemeinmedizin taugt, ist mir klar

FuchsiBuchsi
19.12.2019, 09:36
Die Motivation das Studium zeitnah zu beenden könnte nie größer sein bei mir:-dance:-p

Die Einteilung des PJ in Quartale begrüße ich hingegen auch.
Weniger Chirurgie hätte mir schon geschmeckt :-)):grins:

Aber so in Summe bin ich doch ganz erleichtert, dass mich die Änderungen mit einem guten Zeitpuffer nicht mehr betreffen werden.:love::love::love:

davo
19.12.2019, 10:23
Kleine Anmerkung am Rande:


...und der Arbeitstag ist meist nicht ganz so lang, so dass mehr Zeit zum Lernen für das M3 übrig bleibt.

Ganz ehrlich, ich kenn niemanden, der während des PJ fürs M3 gelernt hat. Das ist völlig unnötig. Einfach die Freizeit genießen und gut ists. Wenn man sich die Fehltage intelligent aufteilt, hat man am Ende mindestens vier Wochen zum Lernen, und das reicht dann auch vollkommen.

Aber das Ziel des Studiums sollte ja im Idealfall eben sein, dass man tatsächlich kontinuierlich etwas lernt, und das auch in realen Situationen, nicht nur wegen irgendeiner doofen Prüfungsvorbereitung. Wenn man das erreichen will, muss man das Chirurgie- und das Innere-Tertial an den meisten Unikliniken enorm reformieren.

ehem-user-31-01-2020-1555
19.12.2019, 13:00
Kleine Anmerkung am Rande:



Ganz ehrlich, ich kenn niemanden, der während des PJ fürs M3 gelernt hat. Das ist völlig unnötig. Einfach die Freizeit genießen und gut ists. Wenn man sich die Fehltage intelligent aufteilt, hat man am Ende mindestens vier Wochen zum Lernen, und das reicht dann auch vollkommen.

Aber das Ziel des Studiums sollte ja im Idealfall eben sein, dass man tatsächlich kontinuierlich etwas lernt, und das auch in realen Situationen, nicht nur wegen irgendeiner doofen Prüfungsvorbereitung. Wenn man das erreichen will, muss man das Chirurgie- und das Innere-Tertial an den meisten Unikliniken enorm reformieren.

Es habe hier ja schon einige geschrieben, dass es auch eben nicht das „Gespräch unter Kollegen“ sein kann. Und eine Userin schrieb, was man tun müsste um ein mangelhaft zu erreichen. Zwar glaube ich nicht, dass mir oder den meisten anderen das passieren wird, aber wenn man mit PJ-Stellen aufgrund schlechter Startzeit Pech hat und nichts lernt, am Ende aber viel Praxis geprüft wird, ist es schon blöd. Ich versuche da das beste rauszuholen. Wird aber schon irgendwie klappen

hanlenk
19.12.2019, 15:50
Betreffen die Änderungen alle Studenten ab 2025, oder nur die, die im WS 2025/2026 ihr Studium antreten werden?
Ich studiere seit diesem WS Medizin und trete mein PJ demnach (wen alles nach Plan läuft) im Oktober 2025 an. Heißt das für mich schon PJ-Quartale?

belanglosigkeiten
19.12.2019, 16:04
Laut Instagram des BVMD treffen die Änderungen jeweils ab dem Stichtag 01.10.2025 zu. Die neue Approbationsordnung in Gänze gilt erst für die, die ihr Studium nach dem Stichtag beginnen.

Für alle anderen gibt es Übergangsregelungen: Wer ab dem Tag in die Klinik kommt, kriegt in die neue Klinik, wer ab Herbst '25 ins PJ kommt, kriegt das neue (oder ein Übergangs-) PJ.


Edit: Vielleicht irre ich mich gerade, aber solltest du nicht Herbst 2024 ins PJ starten, sofern du keine Auszeit planst?