Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Dunkelkammer - Treffpunkt für Radiologen
Bei uns 4-5 (in Ausnahmefällen mal 6) 24h Diensten mit folge Tage frei.
Wir haben aber auch recht schnell von Rufbereitschaft auf Bereitschaftsdienst gewechselt weil das am nächsten Tag weiter arbeiten einfach nicht mehr umsetzbar war.
Normalerweise plane ich für meine Kollegen 1 Dienst die Woche und insgesamt 2 Wochenend Dienste im Monat. In den Urlaubszeiten (vor allem Sommer mit vielen schulpflichtigen Kindern) hat man aber auch mal 2 Dienste innerhalb von sieben Tagen.
Absolut vertretbar in meinen Augen.
Danke für die Rückmeldung.
Bei uns ist es meistens so geregelt, dass wir 3-4 Dienste am Stück unter der Woche (24h, nachts teleradiologisch), sowie ein Wochenende, wo wir trotzdem Sa und So für jeweils 2-3 h reinkommen müssen, um Befunde wegzudiktieren (haben kein Diktiergerät für zu Hause).
Finde das etwas viel. Freizeitgestaltung ist nicht mehr möglich, da Befund logischerweise innerhalb kurzer Zeit übermittelt werden muss. Vor allem wurde bei der Bewerbung von max. 5 Diensten im Monat gesprochen :'D
FirebirdUSA
19.06.2021, 13:32
Nach RB muss AG 9h Pause am Stück sicherstellen eigentlich.
Vordergrund bei uns ca 4 BD Dienste im Monat, als OA dann RD Hintergrund 1 Woche am Stück/Monat
Wir können wenn wir nachts raus müssen auch flexibel etwas später kommen, allerdings summieren sich da eine Menge Überstunden an.
FirebirdUSA
19.06.2021, 13:41
Ich meine Minus-Stunden.
Ja, das stimmt leider... deswegen wäre BD vermutlich für euch attraktiver
GelbeKlamotten
19.06.2021, 14:26
Bei uns im Schnitt 4 Nachtdienste und 2 WE Dienste im Monat. Der eine macht mehr, der andere weniger.
Jeweils 12 Stunden, Folgetag nach Nachtdienst ist frei.
Dafür im Dienst reine Akkordarbeit, 40+ CTs pro Nacht, zusätzlich Röntgenbilder und Ultraschall. Oft dann nach der ohne Pause durchgearbeiteten Nacht noch 1-2 unbezahlte Überstunden.
Arbeitsdichte im Dienst wesentlich höher als in der normalen Arbeitszeit. Wäre so auch nicht möglich, wenn man alle CTs noch mit OA besprechen müsste.
4 bis max. 6 BD-Dienste pro Monat, davon bis zu 2 am WE jeweils 24h und Folgetag frei.
galathea1
20.06.2021, 16:30
Nach 2 Jahren klinischer Tätigkeit in einem operativen Fach habe ich langsam gemerkt, dass ich das nicht mein Leben lang machen möchte.
Ich bin dann auf die Radiologie aufmerksam geworden und würde da gerne hospitieren.
Macht es als Anfänger Sinn in einem MVZ (diverse Standorte an mittleren und kleinen Häusern und ein paar Praxen ohne Krankenhausanbindung) anzufangen oder sollte man an eine krankenhauseigene Radio gehen? Von letzteren gibt es in meiner Region fast nur universitäre Einrichtungen.
FirebirdUSA
20.06.2021, 18:51
Nach 2 Jahren klinischer Tätigkeit in einem operativen Fach habe ich langsam gemerkt, dass ich das nicht mein Leben lang machen möchte.
Ich bin dann auf die Radiologie aufmerksam geworden und würde da gerne hospitieren.
Macht es als Anfänger Sinn in einem MVZ (diverse Standorte an mittleren und kleinen Häusern und ein paar Praxen ohne Krankenhausanbindung) anzufangen oder sollte man an eine krankenhauseigene Radio gehen? Von letzteren gibt es in meiner Region fast nur universitäre Einrichtungen.
Letzteres
Soweit ich weiß braucht man eine gewisse Zeit in der Klinik auch für den Facharzt. Abgesehen davon kenne ich kein MVZ an dem man Interventionen lernen könnte. Die auch für den Facharzt gefordert werden.
Warum ist es denn ein "Problem", das es fast nur universitäre Einrichtungen in der Region gibt? Dass die Chancen als Quereinsteiger eine Stelle zu kriegen geringer sind? Glaube dass man als Quereinsteiger immer mehr Probleme haben wird eine Stelle in einem Fach wie Radiologie zu finden und sowieso örtlich flexibel sein muss wenn man überhaupt eine Chance haben will.
galathea1
24.06.2021, 17:07
Man braucht laut WBO keine Klinikzeit, besagte MVZ haben die volle Weiterbildungsberechtigung, u.a. weil sie teils outgesourcte Krankenhausradiologien sind und auch Interventionen machen.
Uniklinik ist kein Problem per se, aber Forschung und Lehre brauche ich auch nicht unbedingt.
Phospholamban
30.06.2021, 19:37
Ist in der Radiologie das Teilzeitmodell eigentlich so üblich wie in der Strahlentherapie, wo sogar an der Universitätsklinik viele AÄ und OÄ in Teilzeit arbeiten? Oder ist Teilzeit eher die Ausnahme und bspw an der Universitätsklinik garnicht üblich?
Bei den Fach- und Oberärzten bei uns (große Uni) vielfach vertreten, AssÄ kaum. Das liegt aber nicht an der fehlenden Möglichkeit, sondern eher daran, dass die Leute den FA in Regelzeit machen wollen.
Partyarthy
14.07.2021, 20:23
Ich habe mal eine Frage bzgl. Rufbereitschaft in der Radio.
Spielt der Wohnort bzw. die Entfernung zur Arbeit eine Rolle? Gibt es eine max. Entfernung, damit man im Notfall innerhalb einer bestimmten Zeitspanne vor Ort sein kann?
Nefazodon
14.07.2021, 20:40
@Partyarthy: Ich glaube, es gibt keine allgemeingültige, festgeschriebene Vorgabe, wie schnell man seine Arbeit aufnehmen können muss:
Mein Internet:D sagt dazu this:
Wie schnell muss ein Mitarbeiter in Rufbereitschaft einsatzfähig sein?
Es gibt keine klaren Vorgaben, wie schnell Mitarbeiter in Rufbereitschaft einsatzfähig sein müssen, weshalb sich immer wieder Gerichte damit beschäftigen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) sieht im Urteil vom 09. März 2021 eine Zeitspanne von 20 Minuten als zu gering an. Dies allerdings auch unter der Besonderheit, dass der Arbeitnehmer als Feuerwehrmann seine Ausrüstung bei Dienstantritt bei sich zu tragen hatte und mit dem Feuerwehrfahrzeug die Dienstelle erreichen musste.
Eine klare Zeitspanne hat der EuGH in diesem Urteil allerdings nicht bestimmt. Vielmehr muss im Einzelfall der Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, seinen sozialen und persönlichen Interessen nachgehen zu können.
„Die Grenze zwischen Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst ist schwammig, aber es gibt Richtwerte“, so die Anwältin. „Wenn ein Arbeitnehmer in 10 bis 20 Minuten an seinem Arbeitsplatz sein muss, spricht es für einen Bereitschaftsdienst.“ Bei einer Rufbereitschaft sei es laut einem BAG-Urteil aus dem Januar 2004 (Aktenzeichen: 6 AZR 643/02) aber hinnehmbar, wenn der Arbeitnehmer innerhalb von 45 Minuten am Arbeitsplatz erscheinen muss.
Im Zweifel solltest Du zuerst in dem für dich geltenden Tarifvertrag nachschauen, ob dort eine explizite Regelung über die Zeit, die Du brauchst (brauchen darfst) um deine Arbeit aufzunehmen, getroffen wurde.
Mein persönliches Gefühl sagt mir, dass 20-30 Minuten bis zum Arbeitsplatz vertretbar wären, eine Stunde aber zu lange wäre, wenn wir von einem medizinischen Bereich sprechen. Aber das ist nur mein Gefühl.
Bis 45 Minuten. Gibt zahlreiche Infos über die Google Suchmaschinen bzgl. Arbeitsrecht.
Wann habt ihr eigentlich mit Interventionen angefangen und welchen Anteil nehmen diese bei eurer täglichen Arbeit ein?
GelbeKlamotten
17.07.2021, 00:46
Wann habt ihr eigentlich mit Interventionen angefangen und welchen Anteil nehmen diese bei eurer täglichen Arbeit ein?
So richtig erst im dritten Jahr. Inzwischen nehmen sie etwa die Hälfte meiner Arbeitszeit ein.
FirebirdUSA
17.07.2021, 10:08
So richtig erst in der Spezialisierung. Inzwischen ca 30% meiner Arbeitszeit.
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