Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Dunkelkammer - Treffpunkt für Radiologen
GelbeKlamotten
17.07.2021, 20:06
Ist aber immer eine Frage, was man möchte. Gibt genug Kollegen, die gar nicht interventionell tätig sind, aber auch solche, die z.B. fast nur Angiographien machen. Wenn man das unbedingt will, kann man sich in beide Richtungen entwickeln.
Mir ist es inzwischen lieber ich stehe 4 Stunden in einer Intervention, die danach eben dann einfach beendet ist bzw. wo man dann nur noch kurz einen Befund schreiben muss, als dass ich in den 4 Stunden 25 CTs abbekomme, die ich dann zur Hälfte abends unbezahlt in meiner Freizeit befunden muss. Aber ist natürlich auch wieder von der Abteilung abhängig.
galathea1
18.07.2021, 11:28
Kann jemand eine gute Abteilung im östlichen Ruhrgebiet/westliches Westfalen empfehlen? Gerne auch per PN
Die Hälfte der Zeit mit Interventionen verbringen ist schon viel, hätte ich nicht gedacht...
Umfasst das dann das gesamte Spektrum oder gibt es hier auch Abstufungen nach Schwierigkeitsgrad, z.B. bestimmte Sachen die man erst nach dem FA oder als OA macht?
Ach komm. Die Frage ist doch nicht ernstgemeint, oder? Natürlich gibt es Abstufungen nach Schwierigkeitsgrad! Wie bei allen Eingriffen. Und natürlich machen manche Dinge eher die Erfahrenen und andere eher die Unerfahrenen.
Beispiel?
Diagnostische Angio ist mal der Einstieg. Stenosen oder kurze Verschlüsse AFS/Apop/AIE sind dann das Nächste, AIC kann schwieriger werden vor allem wenn bifurkationsnah. Und dann wird es halt schwieriger wenn die Verschlusslänge länger wird, die Gefäße verkalkter und kleiner, viszerale Gefäße dazu kommen wo es bei Komplikationen sehr viel schwieriger wird etc.
Ist ungefähr wie in der Chirurgie. Erstmal Appendix/Galle/Hernien operieren, später Darm, später Leber/Pankreas/Ösophagus.
Erzähl doch sowas nicht anignu. See one, do one, teach one ist hier die Devise. Spinale AVMs sollte man in der zweite Woche weitgehend alleine machen können!
Für Nichtradiologen ist es schwierig zu beurteilen was wie schwierig ist. Und entsprechend wann was beigebracht wird im Normalfall. Deshalb hat es mich interessiert, normalerweise meldet man die Sachen ja nur an und kommt sonst nicht wirklich damit in Berührung.
Naja, bei jedem Betrieb (egal ob Bank oder Wasser, Gas Heizung) ist es nicht viel anders. Schwierige Aufgaben macht nicht der Azubi im ersten Jahr. Insofern kann man die Verwunderung über die Frage von MBS verstehen.
Kennt jemand gute Online-Lernangebote für Radiologie? Idealerweise etwas mit interaktivem Anteil/Übungsaufgaben.
Darf auch englischsprachig sein, und wenn es ein bisschen was kostet wäre es auch okay.
Vielen Dank im Voraus!
Nefazodon
20.08.2021, 22:54
Kennt jemand gute Online-Lernangebote für Radiologie? Idealerweise etwas mit interaktivem Anteil/Übungsaufgaben.
Darf auch englischsprachig sein, und wenn es ein bisschen was kostet wäre es auch okay.
Vielen Dank im Voraus!
Weiß nicht ob das in die Richtung geht, die Du suchst, aber kennst Du schon
http://www.learningradiology.com/ ???
Die Page ist kostenlos.
Ein Kollege hat zum wiederholten Male berichtet, dass er vor einiger Zeit eine Publikation gelesen hat, aus der hervorgeht, dass es die kontrastmittelinduzierte Nierenschädigung quasi nicht gibt. Er findet die Publikation leider nicht wieder. Ich konnte ebenfalls keine Publikation finden, aus der dies hervorgeht.
Kennt ihr eine entsprechende Publikation? Wie seht ihr das bezüglich Kontrastmittelgabe bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion?
Mein (Nephro-)Oberarzt verweist in dem Zusammenhang immer auf einen Artikel, der in „Der Radiologe“ erschienen ist. Hab ihn leider auch spontan nicht parat. Müsste morgen mal auf meinen Klinikrechner schauen, das müsste er irgendwie rumliege.
Hab aber stattdessen einen anderen Artikel gefunden… hab ihn nur kurz überflogen, scheint aber recht aufschlussreich zu sein: https://www.google.de/amp/s/dasfoam.org/2018/06/30/nierenversagen-durch-kontrastmittel-gibts-nicht/amp/
Ich danke dir!
Den Link schaue ich mir gleich an. Ich wünsche dir einen ruhigen Dienst morgen.
Beim MR haben die Typ II KM Mittel inzwischen nur noch ein sehr geringes Risiko für eine NSF.
https://radiopaedia.org/articles/nephrogenic-systemic-fibrosis
FirebirdUSA
11.09.2021, 20:32
Beim MR haben die Typ II KM Mittel inzwischen nur noch ein sehr geringes Risiko für eine NSF.
https://radiopaedia.org/articles/nephrogenic-systemic-fibrosis
Und was hat das mit seiner Frage zu tun? Es ging um Nierenprobleme...
@nie: Danke, klasse Artikel
Hat jemand Erfahrung mit den Video-Vorlesungen von Radiopedia? Zum Black Friday gibts gerade 20% auf den All-Access-Pass. Bin relativ neu in der Fachrichtung und betreutes Befunden gibts bei uns nicht, ich verbringe also viel Zeit mit selbstständiger Recherche, Learning by doing und Youtube. Sind die Radiopedia-Vorlesungen eine gute Grundlage oder findet man im freien Internet genug Material?
*Ganglion Stellatum*
29.11.2021, 10:28
Kann dir die DRG mit der Conrad-Lernplattform sehr ans Herz legen.
Für Neulinge sind vielleicht auch die "hellsten Köpfe" interessant.
VG
querfeldein
29.11.2021, 10:38
Ich fand die gut :-) Jetzt nicht allumfassend, je nach eigenem Bedürfnis manchmal falscher Schwerpunkt usw. Aber viele gute Punkte und Tips, hilft beim Einordnen und regt an zum weiteren Lesen. Man findet im freien Internet auch massig Material, aber das musst du dir halt immer erst zusammensuchen. Gibt viele gute Artikel (Radiographics u.ä.) Auf deutsch kann ich auch die zweiwöchentlichen Vorträge bei Akademie Online der DRG empfehlen.
ehem-user-25-04-2022-1131
06.01.2022, 10:17
Mal eine kollegiale Frage im Rahmen einer kleinen Sinnkrise. Hattet ihr während der Weiterbildung (bzw. darüber hinaus) auch mal einen Tiefpunkt und und habt eure Fachrichtungs-Wahl i.R. der Radiologie in Frage gestellt oder sogar überlegt das Fach zu wechseln/die Stunden zu reduzieren oder etc.?
Wenn ja wie seid ihr aus diesem Mind-Set wieder raus gekommen oder welche Dinge haben euch da geholfen?
LG !
flopipop
06.01.2022, 11:44
Mal eine kollegiale Frage im Rahmen einer kleinen Sinnkrise. Hattet ihr während der Weiterbildung (bzw. darüber hinaus) auch mal einen Tiefpunkt und und habt eure Fachrichtungs-Wahl i.R. der Radiologie in Frage gestellt oder sogar überlegt das Fach zu wechseln/die Stunden zu reduzieren oder etc.?
Wenn ja wie seid ihr aus diesem Mind-Set wieder raus gekommen oder welche Dinge haben euch da geholfen?
LG !
ja, die hat in der regel jeder mal, aus unterschiedlichsten gründen. mich z.b. störten die vordergrunddienste, die ganzen aufklärungen, nadeln und das stundenlange stehen mit schürze in der angio. aber ich habe daran gedacht, dass in ein paar jahren eh alles vorbei sein und ich in ruhigere gewässer wechseln würde, was ich auch tat. die weiterbildungszeit ist eben kein ponyhof, da muss man sich durchbeissen und als es endlich vorbei war, war wieder alles gut.
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