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Kein Studienplatz erhalten - und jetzt?

Redaktion (MEDI-LEARN)

Gelauscht (Foren)

Analog zum Ungarn-Forum findest du online auch Foren zum Studieren in Österreich und der Schweiz:

Österreich und die Schweiz

Bisher galt für Österreich folgendes: Wer dort als Deutscher Medizin studieren wollte, musste auch in Deutschland einen Studienplatz in der Medizin vorweisen können. Das hat sich geändert: 2005 entschied der Europäische Gerichtshof, dass die geltenden Bestimmungen eine Diskriminierung Studien-williger aus anderen EU-Ländern darstellen und damit gegen EU-Recht verstoßen.

Dies hatte den Effekt, dass in jenem Jahr noch so mancher deutsche Student an den Medizin-Unis in Innsbruck, Graz oder Wien einen Platz ergattern konnte. Schnell wurde in Österreich daher eine Quotenregelung eingeführt, nach der 75 % der Studienplätze Österreichern vorbehalten sind. 20 % gehen an EU-Ausländer und die restlichen an 5 % Nicht-EU-Ausländer. Diese umstrittene Regelung gilt vorläufig und ist noch in der recht-lichen Prüfungsphase. Wer in Österreich Medizin studieren will, muss in Wien und Innsbruck außerdem den Eignungstest Medizin (EMS) bestehen, der dem ehemaligen Medizinertest ähnelt. In diesem Test werden unter anderem Gedächtnistests durchgeführt, konzentriertes Arbeiten und medizinisch-wissenschaftliches Grundverständnis geprüft. Um sich über die aktuelle Vergabe-praxis österreichischer Universitäten auf dem Laufenden zu halten, lohnt also der Blick auf die Internet-Seiten der Unis jenseits der Alpen. Wie ist es im Nachbarland Schweiz um einen Studienplatz bestellt? In der Schweiz als Nicht-EU-Land können ausländische Studenten nur dann ein Medizinstudium aufnehmen, wenn sie schon mindestens fünf Jahre wohnhaft in der Schweiz sind. An den Medizin-Unis der deutschsprachigen Schweiz in Basel, Bern, Fribourg (Freiburg) und Zürich wird ebenfalls der EMS (Eignungstest Medizinstudium) durchgeführt, in der französischsprachigen Schweiz (Genf, Lausanne und Neuchâtel) gilt der Notenschnitt des Schweizer Abiturs. Die Schweiz ist wegen dieser strengen Regelung für deutsche Studien-anfänger nicht besonders interessant. Zum Praktischen Jahr (PJ) ändert sich das: Viele deutsche Medizinstudenten absolvieren einen der drei Abschnitte dieses Praktischen Jahres (ein Tertial) in der Schweiz, unter anderem weil sie hier eine recht gute Bezahlung dafür bekommen und mehr Verantwortung übernehmen dürfen als in Deutschland. Im MEDILEARN Onlinebereich zum Praktischen Jahr findest du viele Erfahrungsberichte und Informationen zum Thema PJ in der Schweiz. 

Surftipp

Nachbarland Schweiz
Zum Studieren in der Schweiz findest du online folgende Erfahrungsberichte:
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