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Hi DoomSE, hab mir gerade Deinen Beitrag
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showpost.php?p=452017&postcount=27
ausgedruckt und dann gelesen. War mir am Bildschirm etwas zu mühsam.
Das ist alles nachvollziehbar, bis auf die starke Zunahme der Fallzahlen im KH. Soweit ich mich erinnere, gabs da mal von einem Jahr zum anderen einen großen Sprung, weil die Zählweise umgestellt worden war. Ich hab das vor längerer Zeit mal in einer Tabelle bei destatis gesehen. Es ist mir aber im Moment zu aufwändig, die zu suchen.
Welche Reformvorschläge hättest Du denn?
Gruß, Okulix
Edit.: Ich hab den Link über Fallzahlen, Verweildauer usw. wieder gefunden, aber er ist inzwischen aktualisiert worden. Über den geänderten Berechnungsmodus steht jetzt nichts mehr drin.
Was auffällt, ist ein leichter Rückgang der Fallzahlen in den letzten Jahren.
http://www.destatis.de/basis/d/gesu/gesutab29.php
Dort gibts auch einen Link zum kostenlosen download einer Datei mit 85(?) Seiten zu Krankenhaus-Daten.
Ehemaliger User 20130505
15.01.2007, 11:34
Hallo,
ja ich kann den letzten Beiträgen nur beipflichten....
ich hatte mich schon geärgert (auch darüber, dass ich überhaupt was zum Thema geschrieben habe) und eigentlich wollte ich mich hier schon wieder verabschieden, weil der das meiste hier zwar wichtig ist aber absolut offtopic...
na mal schauen wie es weiter geht, werde es jedenfalls verfolgen...
GrussIch verstehe auch nicht, warum die Mods die beiden Themen nicht trennen. Beides ist interessant: sowohl die beruflichen Alternativen nach einem Medizinstudium als auch die Vorschläge für Reformen im Gesundheitswesen. Ich hab jedenfalls meinen Beitrag dazu aus diesem Thread rausgenommen und einen neuen eröffnet:http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?p=453264#post453264
Die Mods könnten ja auch die anderen offtopic-Beiträge dort hin verschieben.
Dr. Nickschepp
15.01.2007, 11:56
Ich habe grade einen Artikel aus dem Ärzteblatt gefunden, zwar von 2004 aber dennoch interessant...und passend zu Thema:
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=43740
Hey Dr. Nickschepp, danke für den Link.
Wäre dir übrigens sehr dankbar für einen kurzen Bericht wie dein Arbeitsalltag als Arzt in einem alternativen Berufsfeld aussieht, und wo du selbst die Vor und Nachteile siehst?
Wie lange dauert bzw was ist an Kenntnissen und Kursen nötig für solch einen umstieg?
Gruss Thomas (der ernsthaft auf der Suche nach einer interessanten, nichtmedizinischen Tätigkeit ist)
Hmmmmm, eigentlich ging es hier um alternative Berufsfelder, was dann irgendwie verlorengegangen ist....
Zu Dr. Nickschepp: herzlichen dank für die beantwortung meiner frage...das problem in meinem fall ist leider nur, daß ich nach dem PJ (noch 160 tage) vollends aus dem krankenhaus raus möchte. man kommt irgendwie überall unter (öffentlicher dienst etc...), aber es wird eben auch immer klinische erfahrung verlangt, bzw. am besten gleich der facharzt. ich schließe für mich jedoch die arbeit im krankenhaus komplett aus, und sei es auch nur für ein jahr....da bleibt dann leider nicht mehr viel übrig.
Und ja, ich stimme dir ganz und gar zu: es ist traurig, daß sooooo unglaublich viele junge, motivierte und intelligente leute nach einem langen studium (aber eben auch dem interessantesten studium, das ich mir vorstellen kann), den zuständen in den krankenhäusern den rücken kehren. ich konnte das immer nicht verstehen, aber seit dem PJ ist alles komplett anders. und auch die ärzte auf meiner station sind nicht wirklich glücklich.
Aber es bleibt weiterhin die frage: WELCHE alternativen gibt es noch, wenn man direkt nach dem PJ ohne klinische erfahrungen irgendwo anfangen möchte.
GIBT ES DA IRGENDWO KLINISCHE MONITORE, die was über ihren arveitsalltag berichten können?????
Ich habe leider bei den Alternativen festgestellt, dass man häufig eine abgeschlossene Facharztausbildung vorweisen muss. Mal sehen...habe einen Termin beim Arbeitsamt, um mich näher beraten zu lassen...
Dr. Tuana A.
Genau das ist eben auch mein problem.... ich wollte auch mal zum arbeitsamt, allerdings sitzen da, glaube ich , eher ziemliche idioten, so daß ich nicht glaube, daß die einem wirklich weiterhelfen können. weiß jemand, wo man sich als mediziner mal so richtig gut beraten lassen kann???? ärztekammer? berufsberatung, die vielleicht von den unis angeboten wird ????
Außerdem ist die Zahl der Akutbetten in Somatik wie Psychiatrie derartig luxuriös hoch, daß diese Betten nur mehr mit Betrug und viel "Wohlwollen" zu füllen sind - als Grüßaugust braucht man aber Ärzte, die irgendwie den Kopf hinhalten.(.......)
Krankenhäuser und Kliniken dienen einfach (Kommunismus) dem Arbeitsplatzerhalt für Pflege, Verwaltung und ein paar Ärzte. Siemens und Co sind natürlich als Lobby auch daran interessiert, daß dies nicht weniger wird und von der Pharmaindustrie möchte ich nicht sprechen.[.....)Und das sind die Auswirkungen solcher Überkapazitäten (http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/10/19/187a0601.asp):
Überkapazitäten bei den Kliniken der Hauptstadt zwingen zur Zentralisierung und Schwerpunktbildung, um Kosten zu drücken. Vor allem beim Personalaufwand, dem Hauptkostenblock, wird der Rotstift angesetzt.
Um das Leistungsspektrum der Klinik zu halten, entschied sich das Management gegen einen Stellenabbau. Die Kehrseite der Medaille: die Mitarbeiter sollen für weniger Geld arbeiten.(......)
San Pellegrino
17.01.2007, 14:36
Alternative: Gleich nach dem Studium NICHT in irgendeiner Klinik auftauchen...
Ich kenne ein kommunales KH, das es auch so gemacht hat: es hat auch eine Zeitarbeitsfirma gegründet, um Stellen outzusourcen.
Allerdings ist mir auf Nachfrage von der Personalabteilung gesagt worden, sie hätten WB-Assistenten von diesem Verfahren ausnehmen müssen, weil sie sonst Probleme mit der WB oder WB-Ermächtigung(?) bekämen. ???? Diese Begründung habe ich nicht verstanden.
Wäre mal interessant zu wissen, ob das an diesen Caritaskliniken nun wirklich so gemacht wird. Der verlinkte Artikel aus der Ärztezeitung ist ja schon etwas älter.
San Pellegrino
17.01.2007, 14:55
Nennen wir ruhig auch eine andere Klinik, die so agiert: Klinikum Eichstätt. und das OHNE konfessionelle Trägerschaft.
Ich weiß das definitiv von der Klinik meines Wohnorts (nicht meines Arbeitsorts). Ist auch nicht in kirchlicher Trägerschaft. Und sie liegt nicht im Osten, sondern in einer relativ 'reichen' westlichen Gegend.
Wir haben hier übrigens auch eine Überversorgung im Bereich der Niedergelassenen. Z. B. reichlich Internisten, deren teure Geräte kaum ausgelastet sind.
Und wenns dann bei einer Gastroskopie beim Vetragsarzt mangels Übung trotzdem nicht richtig klappt, werden die Patienten doch ins KH geschickt. Die Kasse zahlt dann zweimal: Einmal für den Fehlversuch beim Vertragsarzt, und dann noch für die Gastroskopie im KH. Und für den Patienten gehen statt eines Tags zwei Tage drauf, an denen er nicht zur Arbeit gehen kann.
San Pellegrino
17.01.2007, 15:13
Naja, nachdem es in Deutschland ohnehin immer weniger zu tun gibt, gehen einem die Kranken nicht ab.
Alternative: Gleich nach dem Studium NICHT in irgendeiner Klinik auftauchen...
Wo soll er denn z.B. auftauchen? Dazu sucht er doch gerade Anregungen. Pharmafirmen fielen mir ein. In Bochum wurden mal Medizinstudenten von Pharmafirmen regelrecht abgeworben. Manche sind nicht mal ins PJ, sondern nach dem damaligen 2. Stex direkt in die Pharmaindustrie. Keine Idee, wie das heute ist. Aber vielleicht hast du ein paar Vorschläge, San Pellegrino?
San Pellegrino
17.01.2007, 15:44
Ideen ? Gleich garnicht Medizin studieren ist schon mal ein guter Anfang....
Diese Idee meinte ich nicht ;-) Hier haben ja einige PJs gefragt, und für die ist es zu spät für "gar nicht erst anfangen". Wie wäre es mit etwas konstruktiverem?
Francamour
17.01.2007, 18:27
Hallo,
warum wollt ihr denn alle aus der Klinik weg? Ich kann verstehen, daß man die Arbeit dort nicht fünf oder sechs Jahre machen möchte, aber zwei Jahre durchziehen und dann in ein alternatives Fach (Arbeitsmedizin/Allgemeinmedizin, da sind nur zwei Jahre Innere vorgesehen, den Rest kann man ambulant mit Förderung absolvieren.) wechseln, oder mit klinischer Erfahrung in die Pharmaindustrie, Medizinjournalismus etc.
Vielleicht mal zwei Jahre Zähne zusammenbeißen (mußte ich auch) und dann raus aus dem Hierarchieladen...
Bedenkt immerhin: Ihr habt dieses Sch....-AiP nicht mehr abzuleisten, sondern verdient statt mickrigen € 900 netto pro Monat immerhin direkt Assi-Gehalt, das ist ein Fortschritt, glaubt mir!!
Außerdem: Bald gilt das ökonomische Gesetz von Angebot und Nachfrage: Es wird eine enorme Anzahl klinisch tätiger und fachärztlich vorgebildeter Ärzte gesucht werden, in fast allen Fächern, da Überalterung und Wegbrechen des Nachwuchses. Da kann man für das Bereitstellen seiner Arbeitskraft sicherlich auch einige monetäre und andere Bedingungen (Stichwort Arbeitszeit) stellen (siehe England)! Da werden dann keine Ärzte gesucht werden, die nie klinisch tätig waren, sich dafür aber in einer Pharmafirma verdingt haben.
KV-Zulassungen werden einem dann bestimmt nachgeschmissen, ohne dafür überhaupt Geld verlangen zu können, etc.
Die werden uns noch die Füsse küssen...
Also, wenn man wirklich noch Spaß an der direkten Patientenarbeit hat, dann vielleicht zwei Jahre Augen zu und durch, auch wenn es schwierig ist. Es ist im Vergleich zu meinen Anfangszeiten (2002) in Bezug auf Bezahlung, Stellenangebote und Arbeitszeiten schon bedeutend besser geworden.
Salut, francamour
Hier haben ja einige PJs gefragt, und für die ist es zu spät für "gar nicht erst anfangen". Wie wäre es mit etwas konstruktiverem?
:-meinung
Hey Francamour,
mir geht es eben gerade genau um die von dir erwähnte Entscheidung:
Entweder Augen zu und durch für absehbare Zeit, und dann auf bessere Zeiten hoffen, da ich eigentlich nicht auf lange Sicht ins Ausland will, noch hier unter diesen Bedingungen arbeiten (finanziell und zeitlich), oder eben sofort was anderes.
Letzteres wäre mir auch das liebste, nur hab ich eben bisher nichts gefunden was zu mir passen würden.
Möchte einfach was wo ich wenigstens ein bisschen Spass dran habe.
Am liebsten würde ich was in Richtung Sport machen, aber damit mein ich eben nicht nur Sportverletzungen versorgen....
Womit wir wieder beim Problem wären. Alternativen zum "normalen Werdegang" werden meist erst dann attraktiv, wenn man schon eine FA-Qualifikation vorweisen kann.
Zumindest war es bei den Bereichen, die ich attraktiv finde so.
SORRY , HABE MICH VERLAUFEN ... ups
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