Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [B]Alternativen zum Arztberuf



Seiten : 1 2 3 4 [5] 6 7 8 9 10 11 12

MrPink
23.01.2007, 08:11
Womit wir wieder beim Problem wären. Alternativen zum "normalen Werdegang" werden meist erst dann attraktiv, wenn man schon eine FA-Qualifikation vorweisen kann.
Zumindest war es bei den Bereichen, die ich attraktiv finde so.

Welche Bereiche waren das bei dir, wenn ich fragen darf?
Was kann man als Facharzt so an Alternativen einschlagen?

(Wobei ich ehrlich glaube, wenn ich mal Facharzt bin, dann werd ich die Richtung auch nicht mehr raus aus der Medizin wechseln... :-nix )

asam
24.01.2007, 15:29
Hi MrPink,

darf ich fragen, in welchem semester du bist bzw. über welche alternativen du dir bereits gedanken gemacht hast/dir informationen geholt hast?

MrPink
25.01.2007, 08:39
klar Asam.

Ich bin im 12.Semester, bzw im 2.Tertial meines PJ.

Wegen den Alternativen ist es nicht so leicht.
Ich hab mir wirklich schon jede Alternative überlegt die mir eingefallen bzw vorgeschlagen wurde.
Informationen hab ich mir natürlich nur zu denen geholt die für mich auch interessant klingen.

Für mich ist die Hauptentscheidung gerade ob ich nach dem Examen erstmal medizinisch einsteige (woran ich eigentlich wirklich keine Interesse habe), oder ob ich gleich was Alternatives suche.

Ich möchte auch nichts halbes. Entweder ich will richtig aus der Medizin raus, oder eben wirklich als Arzt arbeiten.
Was ich mir überlegt habe war vorallem noch BWL oder einen MBA dran zu hängen, oder eben Richtung Medizintechnik. Ernährungswissenschaften würde mich persönlich auch sehr interessieren, aber scheint ja nicht wirklich gut mit einem Medizinstudium zu kombinieren.

Journalismus und Forschung möchte ich auf jedenfall nicht.

asam
28.01.2007, 09:12
Hi MrPink,

dann geht es dir genauso wie mir, bin auch im 2. PJ-Tertial (Innere), möchte ebenfals nach dem Studium auf keinen Fall in die Kliník, weil ich jetzt schon weiß, daß das nicht gutgehen wird und daß ich dem Ganzen nicht wirklich gewachsen bin...
Wieso meinst du, ist Ernährungsberatung nicht gut geeignet? Soweit ich weiß, kann man das als Mediziner durchaus machen, man ist überqualifiziert, aber das ist mir mittlerweile auch schon egal, solange ich mit meiner Entscheidung glücklich bin. ...
Hast du dich schon mal über "Klinisches Monitoring" schlau gemacht? Ich meine, daß das eine echte Alternative ist, wenn man keine klinischen Erfahrungen hat. Kannst ja mal das Anforderungsprofil googeln, bzw. unter www.monster.de nachlesen.... ich werde mich nach dem Examen erstmal dafür beweben, falls das nichts wird, dann Ernährungsberatung, als letzte Alternative, wenn gar nichts geht, Radiologie.

Relaxometrie
28.01.2007, 09:46
Wieso meinst du, ist Ernährungsberatung nicht gut geeignet? Soweit ich weiß, kann man das als Mediziner durchaus machen, man ist überqualifiziert
An dem hier besprochenen Thema habe ich auch großes Interesse, denn der Klinikstreß ist etwas, was ich mir nicht bis ans Ende meiner beruflichen Tätigkeit antun möchte.
Aber die Aussage, daß man für die Ernährungsberatung überqualifiziert ist, halte ich für sehr gewagt. Natürlich haben wir in unserem Studium viel gelernt, aber was die Ernährung angeht, so ist dieses Thema wohl eher untergegangen. Da müsste man sich ganz schön heftig fortbilden, um da wirklich kompetent auftreten zu können.
Oder könntest Du jetzt so aus dem Stehgreif und ohne Nachlesen in irgendwelchen Büchern einen ausgewogenen Ernährungsplan für Patienten mit z.B. Diabetes, Zöliakie, Histaminunverträglichkeit, Laktoseintoleranz oder Fructoseintoleranz erstellen?
Ich könnte einem solchen Patientne ein paar grobe Angaben machen, was er nicht essen darf. Aber für eine richtige Ernährungsberatung reicht mein derzeitiges Wissen nicht aus.

asam
28.01.2007, 10:27
Hi Relaxometrie,

sorry, das war gar nicht so gemeint...ich hätte ebenso wenig ahnung, wie ich jemanden ernährungstechnisch gut beraten könnte, da muß man sicherlich noch eine menge lernen....ich weiß nur, daß man ernährungsberater auch ohne abitur machen kann, darauf war die "überqualifikation" mit 6 jahre studium, doktorarbeit etc gemeint, vielleicht nur falsch ausgedrückt. :-party

Tuana
30.01.2007, 17:49
Hallo Leute,
war beim Arbeitsamt-extra Sprechstunde für Akademiker. Habe erzählt, dass ich zwei Jahre in der Klinik gearbeitet habe und definitiv nicht mehr im Klinikalltag arbeiten möchte.
Es kann doch echt nicht sein, dass man mit diesem Studium außerhalb der Klinik nur noch Pharmareferent oder Journalist werden kann.
Tuana

MatzeXXL
30.01.2007, 19:49
Was findet ihr an der Klinikarbeit denn so schlimm?

MrPink
31.01.2007, 12:05
Was findet ihr an der Klinikarbeit denn so schlimm?

Siehe Extra-threat!

docmoechtegern
03.02.2007, 11:14
Das klingt ja hier alles ganz schön frustriert und frustrierend. Da frage ich mich, ob ich nicht doch lieber Biomedizin statt Medizin studieren soll. Da soll der NC zwar noch höher liegen als für Medizin, aber ich weiß von einer Freundin, die das studiert, dass es da auch eine Art AdH gibt und die Fächer, in denen man das Abitur gemacht hat, bei der Auswahl mit berücksichtigt werden.


...in fast jedem Beruf gibt es Richtlinien-nur leider werden sie bei uns so gut wie nie eingehalten...und das bei einem so teuren Studiengang...echt traurig...!Welche Richtlinien sind das denn? Und warum werden sie ausgerechnet bei den Ärzten nicht eingehalten?

test
03.02.2007, 15:58
Hallo Leute,
bin echt total frustriert. War beim Arbeitsamt-extra Sprechstunde für Akademiker. Habe erzählt, dass ich zwei Jahre in der Klinik gearbeitet habe und definitiv nicht mehr im Klinikalltag arbeiten möchte.
Habe gesagt, dass ich gerne im Bereich Medizin-Kosmetik was machen würde...nach langem hin und her hieß es wieder: nun versuchen sie es doch nochmal. Machen sie doch erst mal ihren FA. Am besten Derma. Dann haben sie viel mehr Chancen.
Verdammt ich will aber nicht noch drei Jahre in der Klinik Arbeiten machen, die mir gar keinen Spaß machen. Es kann doch echt nicht sein, dass man mit diesem Studium außerhalb der Klinik nur noch Pharmareferent oder Journalist werden kann.
Das alles macht mich echt traurig!

Tuana

Naja ich weiß ja ehrlich gesagt nicht, wie du dir ohne BErufserfahrung in der Derma (oder hast du 2 Jahre Derma gemacht?) eine Karriere in der medizinischen Kosmetik versprichst?? Viel mehr Kenntnisse und Erfahrung als eine anfangende Kosmetikerin hat man in dem Bereich ja nun wirklich nicht im Studium und Klinikalltag beigebracht bekommen.
Falls du Derma gemacht haben solltest, kannst du doch einen großen Teil deiner verbleibenden Zeit in einer PRaxis machen, falls dir die Klinik so gar nicht liegt. Da kannst du auch eher kosmetische Dinge lernen als in den meisten Kliniken.

MrPink
07.02.2007, 11:16
Naja ich weiß ja ehrlich gesagt nicht, wie du dir ohne BErufserfahrung in der Derma (oder hast du 2 Jahre Derma gemacht?) eine Karriere in der medizinischen Kosmetik versprichst?? Viel mehr Kenntnisse und Erfahrung als eine anfangende Kosmetikerin hat man in dem Bereich ja nun wirklich nicht im Studium und Klinikalltag beigebracht bekommen.

Genau das ist eben das Problem in der Medizin. Im Studium lernt mal alles, können sollte man alles, aber wirklich können tut man nix!

test
07.02.2007, 15:15
Genau das ist eben das Problem in der Medizin. Im Studium lernt mal alles, können sollte man alles, aber wirklich können tut man nix!

Naja ich denke nicht, dass es das Ziel des Studiums ist sich mit Kosmetik groß auszukennen und in dem Bereich arbeiten zu können.
Dafür bedarf es einfach noch der Fortbildung in dem Bereich, die man mit der Grundlage einer Dermaweiterbildung sicher gut legen kann.
Wenn man von vornherein in den kosmetischen Bereich will ohne jemals klinisch arbeiten zu wollen ist ein Medizinstudium meiner Meinung nach sicher nicht erste Wahl als Ausbildungsweg. :-meinung

MrPink
08.02.2007, 16:40
Wenn man von vornherein in den kosmetischen Bereich will ohne jemals klinisch arbeiten zu wollen ist ein Medizinstudium meiner Meinung nach sicher nicht erste Wahl als Ausbildungsweg.

Von vornherein wollte er sicher nicht in den kosmetischen Bereich, höchstens vielleicht als Plastischer, sonst hätte er wohl nicht Medizin studiert.
Aber vom Prinzip her hast du natürlich recht, mit einem Medizinstudium hat man so gut wie nichts für die Kosmetik gelernt, hat aber hervorragende Grundlagen für jeglich Art von Ausbildung.

Ist ja denk ich hier bei allen die sich unter dem Titel des Threats hier versammeln das Selbe dass man sich den Arbeitsalltag wärend/ vor dem Studium einfach anders vorgestellt hat, und jetzt nicht unter den vorhandenen Bedingungen hier in D arbeiten will.

Bärchi
08.02.2007, 18:47
Ich denke auch, dass man zu Beginn des Studiums und auch während dessen nicht wirklich weiß, was einen im Berufalltag wirklich erwartet. Von daher kann ich sie Suche nach alternativen Bereichen gut verstehen.

MrPink
13.02.2007, 19:04
Sorry wenn ich jetzt hier mal unqualifiziert frage:

Wie ist es eigentlich als Apotheker?

Sicher nicht die sinnvollste Alternative, da ich annehme man muss noch komplett Pharmazie studieren und bekommt mal garnichts angerechnet, aber trotzdem die Frage, würde das Sinn machen?

Stell ich mir recht entspannt vor den Job.

Keine Hierarchie, entspannte Dienste, sicher keine schlechtes Gehalt...

Vielleicht jetzt bisschen blauäugig gedacht :-dance

MatzeXXL
17.02.2007, 09:48
Eine gute Alternative würde ich sagen.
Man tauscht halt den Arzt-Stress gegen die Apotheker-Langeweile :)

MatzeXXL
09.10.2007, 17:07
Wie stehen denn die Chancen, als Arzt unterzukommen in

-der Medizintechnikindustrie (Stichwort Weiterbildung 4 Semester Medizintechnik z.B. an der Uni München)
-der Medizininformatik
-der Pharmaindustrie

Wobei ich jetzt persönlich solche Stellen total uninteressant finde, in denen man täglich 3 Präsentationen zum tollen eigenen Produkt hält oder sowas wie Account-Manager (d.h. dann wohl: Versuchen, professionell Kontakte aufzubauen, um das Produkt bekannt zu machen/in Umlauf zu bringen).
In der Pharmaindustrie kommen mir auch die Anforderungen ungemein hoch vor (krasse Anforderungen an fachliches Wissen und persönliche Überzeugungskraft/Auftreten). Und sowas wie in einem medizinischen Callcenter zu arbeiten is auch nicht gerade der Kanller.....
Wie seht ihr das? Sind die Anforderungen tatsächlich so extrem oder wird da auch nur mit Wasser gekocht? Oft wird ja sowas wie "exzellente Kommunikations- und Präsentationstechniken" gefordert.

Was soll ein Arzt in der Medizintechnikindustrie? Da gibts sicher nur ganz wenige Schnittstellenpositionen....
Und was in der Medizininformatik? Wahrscheinlich haben hier Leute, die sowas direkt an der FH studieren, 100 mal bessere Chancen.

Aber es interessiert mich als Alternativen zum Arztberuf, wenn man denn mal Medizin abgeschlossen hat.

MarkusM
09.10.2007, 17:58
In die Werbung. Gibt hier in Freiburg z.B. ne Werbeagentur, die speziell Pharmawerbung/-Marketing macht. Chefin is ne Medizinerin. Viele der Mitarbeiter sind promovierte Akademiker - auch Dr. med.'s

MatzeXXL
09.10.2007, 19:05
Was macht man als Mediziner in der Werbung? Ich kanns mir nicht so ganz vorstellen.
Werbeaktionen koordinieren, bei Kongressen Werbung schalten, auf Messen die Besucher zutexten ?
:-))