Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [B]Alternativen zum Arztberuf



Seiten : 1 2 3 4 5 [6] 7 8 9 10 11 12

MatzeXXL
31.10.2007, 19:20
Das ist doch mal eine schöne Zusammenfassung der alternativen Arzttätigkeiten:

http://www.rationelle-arztpraxis.de/Prospekte/Publikationen/Meine%20Chance%20als%20Arzt.pdf

Wobei ich mich immer noch frage, was ein Arzt in der Medizintechnik soll....

Vertrieb? (bäh!)

Gibts hier noch Leute, die Erfahrungen in der Pharmaindustrie gesammelt haben?

MrPink
26.11.2007, 18:05
Oh man,

ich hab jetzt auch so ein Examen in der Hand und weiss noch immer nicht wo ich jetzt hin soll!

Es hilft einfach alles nix!

Will raus aus der Medizin aber find keinen Weg.
Ist echt fürchterlich!

:-kotz

MatzeXXL
26.11.2007, 20:14
Wohin willst du denn, was könntest du dir vorstellen, was dir gefallen könnte? Wo hast du dich schon für alternative Jobs beworben? Warum willst du denn aus "der Medizin" raus? Meinst du damit, Krankenhaus ist blöd oder hast du auch keine Lust auf ne schöne Gemeinschaftspraxis?

Geh doch mal auf Bioberufe.de und monster.de oder auf aerztestellen.de, gib "Medizin" oder "Humanmedizin" ein und schau mal, was für Jobs es

1. in der Industrie (Medical Advisor, Pharmacovigilance, Safety Officer, Regulatory Affairs, CRA)
2. in nichtkurativen Bereichen (Laboratoriumsmedizin, Pathologie, Rechtsmedizin, Pharmakologie und Toxikologie etc.)
3. beim Gesundheitsamt, bei Krankenkassen

gibt...


So wie ich es den Stellenangeboten für Nichtkrankenhausstellen entnehme, ist auch hier immer von geforderten 1-3 Jahren klinischer Erfahrung die Rede, d.h. vielleicht fängst du mit Innerer an und gehst dann in die Pharmabranche?

In den alternativen Jobs scheinen die Anforderungen auch sehr hoch zu sein, wie auf Kongressen Vorträge halten, Kontakte zu Meinungsbildnern verbessern etc., alles Dinge, wofür man ordentlich was drauf haben sollte (sei es jetzt fachlich oder rhetorisch).

MrPink
26.11.2007, 20:21
Warum? Naja, das ist schwer kurz zu fassen, aber es ist einfach nix für mich!

Praxis ginge evtl noch, aber auch nur ganz spezielle, aber KH geht gar nicht!


Pharma interessiert mich eigentlich auch nicht, und Journalismus ist auch nix für mich.

Also am liebsten würde ich irgendwie in der Sportartikelindustrie unterkommen. Aber keine Ahnung wie man da rein kommen soll :-oopss

Hab hier wirklich schon jeden "Link" verfolgt, aber irgendwie finde ich nichts "Neues". Das ist im Endeffekt immer fast das selbe, hat nur andere, meist englische Namen...

Am ehesten klingt das was du da in Spalte 1 stehen hast ganz interessant.

Was macht ein "Safety Officer" ?

Das klingt doch ganz nett :-))

MatzeXXL
26.11.2007, 20:27
Z.B. sowas:

http://www.merz.de/jobs/jobboerse/Drug%20Safety%20Officer

Sportartikelindustrie? Hm, da würde denke ich ein wirtschaftlicher Aufbaustudiengang am besten passen, während du deinen FA für Orthopädie in einer Sportklinik machst (falls das überhaupt geht) und währenddessen schon Kontakte zu potentiellen Arbeitsgebern aufnimmst.
Nur in was für einer Position man als Arzt in der Sportindustrie arbeiten kann. Vielleicht so ne Arzt Supervisor oder Berater oder Sicherheitsbeauftragter. Gibts sicher extrem selten, solche Stellen.

Beschreib doch mal kurz, was dich am KH abtörnt? Die Verantwortung, gepaart mit dem Stress? Wie war dein PJ?

Grüße

Evil
27.11.2007, 12:42
Klageweib für Trauerfeiern, da werden immer Leute zum Heulen gesucht :-top

MrPink
27.11.2007, 12:46
Hey Matze,

echt nett dass du Dich dafür interessierst/ bzw mir versuchst zu helfen! :-top


Naja, ist nicht so dass ich jetzt das erste mal drüber nach denk, sondern mir war das schon das ganze Studium klar. Nur wurde ich da nie für voll genommen, u.a. auch in diesem Threat schon weiter vorne "... mach erst mal fertig..." (soll jetzt nicht beleidigt klingen, sondern nur erklären dass ich mir da schon ausgiebig Gedanken zu gemacht hab. Leider bisher ohne Erfolg)



.....

Beschreib doch mal kurz, was dich am KH abtörnt? Die Verantwortung, gepaart mit dem Stress? Wie war dein PJ?

.....
Also die Verantwortung an sich ist es nicht. Ich hab eigentlich kein Problem damit Verantwortung zu übernehmen. Aber der "undank" dafür, der stört mich!

Was in der Klinik nicht geht?

Ist wirklich unangenehm zu sagen, bitte versteht das nicht falsch, aber ich kann mit den "Medizinern" von Ihrer Art her nicht so gut. Auch mit der Pflege.

Ausserdem interessiert es mich nicht wirklich.
Bin ehr der "Handwerker", daher auch bisher v.a. in der Chirurgie/ Ortho gearbeitet, aber es "erfüllt" mich nicht wirklich jeden Tag 3 TEP`s zu zementieren...

Und bitte entschuldigt den hohen Anspruch, aber ich will keinen Job wo ich mir morgens denke "hoffentlich ist der Tag bald rum", sondern ich will morgens aufwachen und mich wenigstens ein bisschen auf den Tag freuen.
Sei es weil der Job mir Spass macht, oder wegen den Kollegen.

Aber in der Medizin hab ich keines von beidem bisher in ausreichendem Masse gefunden.

PJ hab ich bis auf mein Wahlfach (Ortho) im Ausland verbracht, Schweiz und Italien. War ganz nett, aber auch nur wegen dem drum rum. KH Atmosphäre hat mir auch dort keinen Meter weit getaugt.


Hab mich jetzt gerade erstmal für Zahnmedizin eingeschrieben, aber selbst wenn ich da einen Platz bekom, so wirklich sicher bin ich mir auch da nicht ob es das Richtig für mich ist.
Die Atmosphäre ist da halt schon mal eine andere, aber ob es das Richtige ist?

Ich mein in der Zeit könnte ich eventl. auch einen technischen Studiengang abschliessen und wäre wenigstens ganz raus aus der Medizin...

Auf welchem Gebiet arbeitest du wenn ich fragen darf?

Thomas

MatzeXXL
27.11.2007, 13:58
Hi,

also war es bisher bei keinem einzigen KH-Praktikum so, daß es dir gefallen hat?
Habe auch schon einige KHs kennengelernt und kann nur von wenigen berichten, bei denen es mir gefallen hat, und das hing dann auch sehr, wie bei dir, von den Umständen ab (z.B. teils wirklich tolle Ärzte auf der Station). Aber leider war es oft unschön zu sehen, wie gestresst sich die Ärzte fühlen. Es gab auch ein paar ganz ausgeglichene Genossen, die sind dann aber dementsprechend länger dageblieben.

Zum Thema Ärzte und Pflege: Ich fand die Leute auch oft etwas komisch.
Ärzte oft unnahbar, versuchen, eine souveräne Fassade aufzusetzen und perfekt zu sein, was "echte" Kommunikation verhindert.
Das Pflegepersonal war leider oft etwas kauzig oder Kaffetratschen, natürlich gab es aber auch einige Lichtblicke.
Im Allgemeinen war es leider eine Atmosphäre in der Art, daß man versucht, sich im täglichen Hickhack in eine möglichst gute Position zu bringen. War das auch dein Eindruck?

Vielleicht kannst du noch etwas näher beschreiben, warum dir die Atmosphäre im KH nicht getaugt hat.

Zum Thema spannende Arbeit: Kann ich voll und ganz nachvollziehen, daß es mit der Zeit langweilt. Es gibt sicher verdammt viele spannende Fälle in der Gesamtmedizin, aber letztendlich wird man halt FA für Irgendwasmedizin, evtl noch mit Spezialisierung. Die Fälle liegen zwar immer ETWAS anders, aber die Frage ist, ob die Differentialdiagnosen nicht doch immer sehr ähnlich ausfallen.
Vielleicht bist du eher der Typ für längerfristige Arbeit in Form von Projekten, da ist man dann länger an was dran; sowas würdest du halt eher in der Wirtschaft finden ODER in der Wissenschaft (dafür hättest du ja ein passendes Studium bereits absolviert).

Ich frage mich, was bei Zahnmedizin am Arbeitsalltag besser sein soll als bei Humanmedizin (abgesehen von Arbeitsbedingungen); wenn dir die Orthopädie-Routine nicht zusagt, wird es in Zahnklinik-/Praxis kaum anders sein. Karies/Füllungen, abgebrochene Zähne schleifen, Zahnspangen.... Oder meinst du, das es dort mehr Abwechslung gibt?

actin
27.11.2007, 15:34
Und bitte entschuldigt den hohen Anspruch, aber ich will keinen Job wo ich mir morgens denke "hoffentlich ist der Tag bald rum", sondern ich will morgens aufwachen und mich wenigstens ein bisschen auf den Tag freuen. Ich finde, das hast Du sehr gut formuliert. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Aspekt. Wenn morgens beim Aufwachen der erste Gedanke lautet: "Hoffentlich ist der Tag bald rum.", muss man seine Situation dringend ändern.



....bitte versteht das nicht falsch, aber ich kann mit den "Medizinern" von Ihrer Art her nicht so gut. Auch mit der Pflege....

....Naja, ist nicht so dass ich jetzt das erste mal drüber nach denk, sondern mir war das schon das ganze Studium klar....

Bin ehr der "Handwerker" .... Was ich aber nicht verstehe ist, weshalb Du nicht spätestens nach dem Physikum das Fach gewechselt hast, obwohl Du schon so früh gemerkt hast, dass Dir der Krankenhausbetrieb nicht liegt und auch bei vielen Alternativen zur kurativen Tätigkeit ein paar Jahre Kliniktätigkeit vorausgesetzt werden.

Wenn Du Dich eher als "Handwerker" fühlst, warum hast Du nicht nach dem Physikum zu einer Naturwissenschaft wie Chemie, Biochemie, Biotechnologie oder einer Ingenieurswissenschaft gewechselt?
Mir hat an der Chemie gerade die Kombination aus Kopfarbeit und Handwerk immer Spaß gemacht, und auch das gemeinsame Arbeiten und Feiern mit meiner Arbeitsgruppe war ein Grund, mich jeden Morgen aufs Labor zu freuen.

Ich weiß ja nicht wie alt Du bist, aber falls Du vor dem Medizinstudium noch keine andere Ausbildung gemacht hast, könntest Du tatsächlich über ein Zweitstudium nachdenken. Das wäre immer noch besser als die nächsten dreißig Jahre jeden Morgen zu hoffen, der Tag möge möglichst bald rum sein.

Ich hab mich mal bei Matzes Link umgesehen. Den Safety Officer fände ich (wenn ich Mediziner wäre) übrigens gar nicht mal sooo schlecht, wäre aber halt ein Schreibtischjob.

[Mir (als Naturwissenschaftlerin) hätte eher so etwas (http://www.merz.de/jobs/jobboerse/wiss.MA_22.11.07) gefallen. ;-)]
(http://www.merz.de/jobs/jobboerse/wiss.MA_22.11.07)

medijan
27.11.2007, 15:46
Hey Mr.Pink (cooler Name übrigens, da schwinkt die Coolness so im Subtext mit;-))

Du willst in die Sportartikelindustrie?

Ganz klar: Bachelor in Sportwissenschaften! Die Praxis schafft jeder, der sich wirklich anstrengt, falls du Dir darum sorgen machen solltest und die Theorie ist zumindest was Trainingslehre und Spomed angeht mit deiner Vorerfahrung auch nicht schwer. Ich kenne mehrere Kommilitonen, die Während des Studium Praktika bei Nike, Adidas, Puma usw. gemacht haben und dort Jobangebote bekommen haben. Nebenbei machst du noch so zwei drei Scheine in BWL als Zweitstudent, oder so. Dann bist du bestens qualifiziert.

MatzeXXL
27.11.2007, 16:18
actin, dein Link verweist allerdings ganz klar auf einen Job für Biologen/-technologen. Ich denke, als Mediziner kann man da nur (auch schwierig) unterkommen, wenn man sich schon während des Studiums oder spätestens gleich danach ganz in die Grundlagen der Biologie stürzt. Man kann ja ausser Teilen des Grundstudiums für einen solchen Job nix gebrauchen; die Biologen hingegen beschäftigen sich ja NUR mit sowas (bzw. Ähnlichem).

Die Pharmajobs für Mediziner sind fast ausschliesslich Schreibtischjobs, bei denen auch oft Dienstreisen wegen der Überwachung klinischer Studien anstehen. Viel Organisatorisches, Risk Management, Präsentationen, Anfragen beantworten. Alles kleine Managerjobs.

actin
27.11.2007, 17:14
actin, dein Link verweist allerdings ganz klar auf einen Job für Biologen/-technologen......und für Chemiker! (Ich bin Chemikerin.)


Ich denke, als Mediziner kann man da nur (auch schwierig) unterkommen, wenn man sich schon während des Studiums oder spätestens gleich danach ganz in die Grundlagen der Biologie stürzt. Man kann ja ausser Teilen des Grundstudiums für einen solchen Job nix gebrauchen; die Biologen hingegen beschäftigen sich ja NUR mit sowas (bzw. Ähnlichem).Das ist klar. Mein Beitrag war als Anregung für Mediziner/Medizinstudenten gedacht, die sich absolut sicher sind, dass sie niemals auch nur für ein paar Jahre im Krankenhaus arbeiten werden wollen, sich aber für naturwissenschaftliche Zusammenhänge interessieren, die auch in der Medizin von Bedeutung sind, und auch ein bisschen "handwerklich" arbeiten wollen.
Die sollten meiner Meinung das Medizinstudium möglichst rechtzeitig abbrechen und ein Fach aus dem Bereich der Lifesciences studieren.

Aber selbst dann, wenn ich ein Medizinstudium bereits beendet hätte und für keinen Preis der Welt danach auch nur ein paar Jahre lang im Krankenhaus arbeiten wollte, würde ich lieber noch ein zweites Studium oder eine andere weitere Ausbildung dranhängen, egal, wie hart das wäre, als mein ganzes Berufsleben lang jeden Morgen mit dem Gedanken "Hoffentlich geht der Tag schnell vorbei." aufwachen zu müssen.

MrPink
29.11.2007, 21:46
@Matze:

Das mit den "Medizinern" ist genau so wie du es beschreibst!
Klar, ich hatte auch eine Menge Ärzte kennen gelernt mit denen ich sehr gut konnte, und ich hatte auch schon eine super Pflege mancherorts. Aber meist ist trotz alledem die Grundstimmung in der "Menge" untergegangen. Kein Vergleich zu dem was ich in anderen Berufsgruppen kenne. (Ganz zu schweigen davon wenn man mal mit den Medizinern abends weg geht. Die können von NICHTS anderem reden. Kumpel von mir in einem Ingenieurstudium hatte dagegen ein "Phrasenschwein". Wer ausserhalb der Uni einen Spruch gemacht hat musste ordentlich zahlen. Und davon wurden dann die Feten finanziert!)



ch frage mich, was bei Zahnmedizin am Arbeitsalltag besser sein soll .... Oder meinst du, das es dort mehr Abwechslung gibt?

Hast du natürlich recht. Nur bin ich inzwischen schon so weit dass ich mich eventl mit einem langweiligen Arbeitsalltag abfinden würde (v.a. ist es natürlich auch schwer bis unmöglich was zu finden was auf dauer nicht eintönig wird), solange die Arbeitsbedingungen und die Atmosphäre dafür passen. Und ich finde beides in den meisten Zahnarztpraxen doch etwas besser, wobei das sicher nicht pauschal zutrifft.

Was mir bei Zahnmedizin auch gefällt ist dass es so speziell ist das ich mir vorstellen kann dass man wirklich "gut" sein kann ohne es sich zum Vollzeit-hobby machen zu müssen.
Wenn ich Arzt bin will ich auch gut sein.

@actin

....weshalb Du nicht spätestens nach dem Physikum das Fach gewechselt hast, obwohl Du schon so früh gemerkt hast, dass Dir der Krankenhausbetrieb nicht liegt...

Ich wollte im ersten Semester gleich aufhören als ich das erste mal meine Kommilitonen gesehen hab und gemerkt hab dass da unter 150 Menschen höchsten 2-3 sind mit denen ich abends Lust hätte ein Bier trinken zu gehen.
Nur konnten mich dann genau diese 3Mediziner abends beim Bier immer davon abhalten doch lieber Sport oder Maschinenbau zu studieren... (jetzt bin ich der einzige von den 3 der es bisher durchgezogen hat)
Und nach dem Physikum war dann genau die Zeit wo ich am wenigsten Zweifel hatte. Immerhin stand dann das erste mal "Praxis" auf dem Programm wo ich dachte dass macht dann endlich mal mehr Spaß als die Theorie.


@Medijan
Ganz klar: Bachelor in Sportwissenschaften!

Das klingt eigentlich sehr gut!
Ist eigentlich ein bisschen ein wunder Punkt da ich das schon immer machen wollte, aber nie gemacht hab. Viele meiner Kumpels sind gerade mit Sport fertig geworden.
Ist soweit gegangen dass ich meinen kleinen Cousin der 4Semester nach mir mit Medizin angefangen hat dazu überreden konnte beides parallel zu studieren... (der Glückliche!)

Ist schon eine Überlegung! Müsste aber schon vorher erst abklären wie das bei den Firmen dann aussieht. Kenn da auch ein paar. Werd die mal Fragen.
Oder eventl BWL als "Hauptstudium", und Sport noch nebenbei. Wobei dass dann wohl fast bisschen viel wird. (will vielleicht auch noch bisschen Geld nebenbei verdienen, damit ich nicht ganz auf meine Eltern leb...)




Ich weiß ja nicht wie alt Du bist... 25. Also 2.Studium wäre von daher schon noch drinnen.

Will mir eigentlich schon noch dieses Jahr darüber im klaren werden wie es weiter geht. Ist alles andere als ein schönes Gefühl so "ziellos" in den Tag zu starten.

Bin euch sehr dankbar für eure Tipps!
Wurde bisher nie so Ernst genommen. Ihr helft mir wirklich weiter! THX.

Berufsberater
30.11.2007, 08:12
@alle frustrierten Medizinstudenten:


Wie wäre es mit einem Ingenieurstudium als Alternative zur Medizin?

Angenehmere Arbeitszeiten und, wenn man Glück hat, ist das Einstiegsgehalt kaum niedriger als das Einstiegsgehalt in der Medizin. Wenn man ganz großes Glück hat, ist das Einstiegsgehalt sogar höher als in der Medizin.:-top




Goldene Zeiten für Ingenieure

Überall Stellenanzeigen, dazu Kopfprämien und Handgelder: Ingenieure sind gefragt wie seit langem nicht. Und können sich über hohe Einstiegsgehälter freuen. (....)

Großen Einfluss auf die Höhe des Gehalts hat die Tätigkeit selbst. So starten Ingenieure, die in der Produktion arbeiten, mit einem Gehalt von rund 43.200 Euro jährlich. Wer in die Instandhaltung oder in die Konstruktion geht, verdient am Anfang seiner Karriere rund 39.600 beziehungsweise 39.000 Euro im Jahr.

Mehr auf dem Gehaltszettel haben Ingenieure, die keine klassische ingenieurwissenschaftliche Tätigkeit ausüben: Über alle Branchen hinweg ist zu beobachten, dass vor allem Ingenieure im Vertrieb sehr gut verdienen können - in Konzernen liegen die Anfangsgehälter von Vertriebsingenieuren bei rund 47.500 Euro.


Im Schatten der klassischen Ingenieurberufe und am unteren Ende der Gehaltsskala stehen dagegen nach wie vor die Bauingenieure: Sie starten mit gerade einmal 32.400 Euro ins Berufsleben. Ein Viertel der Bauingenieure, deren Daten PersonalMarkt ausgewertet hat, verdient sogar weniger als 28.700 Euro jährlich.(...) http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,514203,00.html

Berufsberater
30.11.2007, 10:45
Und hier wäre zum Beispiel ein Job beim Gesundheitsamt, bei dem man zwar als Arzt arbeitet, aber eine 40h/Woche und keine Nacht- und WE-Dienste hat. Sie verlangen zwar Berufserfahrung, aber keinen Facharzt:

Zitat:

>Ihre Aufgabe ist es, nach Untersuchungen, Hausbesuchen und Aktenlage ärztliche Gutachten und Stellungnahmen abzugeben. Die Gutachten beziehen sich insbesondere auf Fragestellungen des Schwerbehindertenrechts (SGB IX). Hinzu kommen Aufgaben zur Qualitätssicherung im Gutachtenwesen.

Wir setzen voraus:

Approbation als Arzt oder Ärztin
Grundkenntnisse im Gutachtenwesen
Erfahrungen auf dem Gebiet der Allgemeinmedizin oder angrenzender Fachrichtungen
Kenntnisse und Fertigkeiten in den MS-Office-Anwendungen
Entscheidungsstärke und selbständiges Arbeiten<

http://www.kreis-warendorf.de/w1/14094.0.html?&tx_jppageteaser_pi1%5BbackId%5D=45

NoDoc
30.11.2007, 14:25
Den Artikel finde ich interessant, doch ist allein der erste Satz schon recht aussagekräftig: " Goldene Zeiten für Ingenieure".
Ist eben gerade ne gute Zeit für diese Berufsgruppe. Noch vor wenigen Jahren hieß es, Finger weg vom Maschinenbau, da man nach Studiumsabschluss recht sicher keinen Job bekäme. Außerdem geht´s gerade in der Wirtschaft auch richtig zur Sache. Mein Onkel arbeitet bei BMW und kommt auch nicht unter eine 65-70h Wochen, arbeitet oft am Wochenende und wenn einmal die Maschinen nachts stehen, wird er angerufen und muss in die Firma (und das passiert nicht zu selten!). Dabei ist er nichtmal Ingenieur. Das liest sich jetzt recht schön im Spiegel, aber so rosig ist es dann wohl doch nicht. Meines Erachtens nach, ist es einfach eine Charakteristik unserer Zeit. Wer studiert, der muss damit rechnen unter harten Arbeitsbedingungen leben zu müssen. Und nur weil man einen kennt, der unter etwas besseren Umständen arbeitet, heißt es noch lange nicht, dass es generell an seiner Berufswahl, sondern wohl eher an seiner Arbeitsstelle liegt. :-meinung

MrPink
07.12.2007, 08:45
Hast du sicher recht Nodoc.

Es gibt immer einen mit einem besseren Job.

Aber bisschen Spass sollte man schon bei der Arbeit haben. Und das hab ich bisher in der Medizin leider noch nicht gefunden.

:-nix

MatzeXXL
07.12.2007, 22:56
Ich kenne selbst Ingenieure, die mit durchaus anspruchsvollen Jobs stets unter 50h/Woche bleiben. Ich denke, diese 65-70h/Woche-Ingenieure sind in höheren Positionen tätig und glaube, daß das die Ausnahme ist.
Das blöde ist: Bei Ärzten ist es wohl die Regel. Man kann sich die Situation auch schönreden, indem man sagt "Woanders ist es auch nicht besser". Aber die Arbeitsbedingungen sind "woanders" tatsächlich besser. Nur sind die Berufe weniger interessant. Irgendein Übel muss man halt hinnehmen.

MrPink: Hi nochmal! Wie wärs denn mit sowas wie Labormedizin?

cero
08.12.2007, 14:15
Meine Cousine ist vor kurzem mit ihrem BWL-Studium fertig geworden und arbeitet jetzt in der Pharmaindustrie... normalerweise schon unter 50h und Verdienst ist auch nicht übel.
Sie wollte ursprünglich auch Medizin studieren, hat aber den NC nicht gepackt. Jetzt nachträglich freut sie sich dass sie in der Schule so faul war. Langweilig findet sie ihren momentanen Beruf nicht...

...hmm, mir wärs trotzdem irgendwie zu inhaltslos, aber das ist wohl Geschmachsache.

Bier
08.12.2007, 14:33
nur so zur Info:

ich für meinen Teil bin nun mit knapp 1,5 Jahren Berufserfahrung in die Pharmaindustrie ausgestiegen. Verdiene ca. 70 K brutto (13 Gehälter plus Gratifikationszahlung) plus evtl. 10 % Leistungszuschlag. Arbeitszeit vertraglich 37,5 h, real ca. 40 - 50 bei vollem Freizeitausgleich. 30 Urlaubstage, Gleitzeit, Arbeit kann zwischen 6 Uhr morgens und 20 Uhr abends erfolgen. Und das gilt für die meisten Mediziner in der Pharmaindustrie (zumindest Big Pharma).

Gruss