Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviel Miete zahlt ihr als Assistenzarzt?
Ich hab damals (2011-2018) mitten in Frankfurt (Westhafen, 5 Minuten zu Fuß vom Hbf, 7 Minuten zur A5) für eine 110m2 Wohnung plus Garten 860 warm gezahlt. Mein Ex-Mann wohnt noch dort, die Miete wurde jetzt zum September wegen der erhöhten NK auf 886 Euro erhöht. Bei neuem Mietvertrag würde die Miete knapp 1050 Euro laut Vermieter betragen.
Moorhühnchen
11.09.2022, 21:17
Geile Sache, die Wohnung hätte ich ja echt gerne mal gesehen!! :-))
Feuerblick
11.09.2022, 21:17
Für Ffm geschenkt!
Endoplasmatisches Reticulum
11.09.2022, 21:18
Hier in der großen bösen Großstadt habe ich neulich ein Inserat für ein WG-Zimmer gesehen. 18 Quadratmeter, 900 € warm. Läuft!
Geile Sache, die Wohnung hätte ich ja echt gerne mal gesehen!! :-))
Ist leider nicht optimal geschnitten, aber eine coole Wohnung. Der Garten ist auch recht groß, zur Alleinnutzung und kann nur durch die Wohnung betreten werden. Für FFM ist die Größe, Lage und Preis unschlagbar, weswegen mein Ex-Mann auch noch nicht ausgezogen ist :-))
Für Ffm geschenkt!
Definitiv!
Holthusen
11.09.2022, 22:36
Ich hab damals (2011-2018) mitten in Frankfurt (Westhafen, 5 Minuten zu Fuß vom Hbf, 7 Minuten zur A5) für eine 110m2 Wohnung plus Garten 860 warm gezahlt. Mein Ex-Mann wohnt noch dort, die Miete wurde jetzt zum September wegen der erhöhten NK auf 886 Euro erhöht. Bei neuem Mietvertrag würde die Miete knapp 1050 Euro laut Vermieter betragen.
das ist ja immer noch sehr wenig. Das Frankfurter Bahnhofsviertel soll ja nicht der Hit sein mit seinen ganzen Obdachlosen, Kriminellen und Drogenabhängigen, aber es soll trotzdem recht teuer sein.
Hier ist man bei 110qm und 4 Zimmern gern bei 1500€ kalt in besseren Lagen. 80 qm / 3 Zimmer gerne 1200-1400 kalt.
Bei den Mietpreisen wird auch so schnell kein Abflauen zu erwarten sein. Bei den Wohnungspreisen in den Metropolen kann sich das ja wirklich kaum mehr jmd leisten, wenn es bald 4 oder mehr % Zinsen zu zahlen sind.
Jetzt sind die Schnapper in München & Co zu haben. 3 Zimmer nur noch 690 Tsd statt 750 Tsd.
https://www.idowa.de/inhalt.seltenes-phaenomen-muenchner-immo-markt-steht-unter-schock.1c6010da-8234-4675-8a64-8f695d729fd3.html
Der angehobene Leitzins sorgt schon für deutlich niedrige Renditeerwartungen bei institutionellen Investoren oder Großinvestoren. Am Ende versuchen die dann halt, über noch höhere Mietpreise die Rendite wieder zu erhöhen. In anderen Metroplen (New York, Paris etc.) wohnen auch Gutverdiener in WGs oder 20qm-Einzimmerappartements. Da ist in deutschen Großstädten noch Luft nach oben.
Holthusen
12.09.2022, 10:21
In anderen Metroplen (New York, Paris etc.) wohnen auch Gutverdiener in WGs oder 20qm-Einzimmerappartements. Da ist in deutschen Großstädten noch Luft nach oben.
Die deutschen Metropolen München, Hamburg, Köln, Berlin, FFM im Vergleich zu New York und Paris. Ist das wirklich vergleichbar?
Wenn man da preislich gleichziehen will, ist noch gewisser Ausbau notwendig.
Christoph_A
12.09.2022, 11:04
Inwiefern? Was fehlt Dir jetzt persönlich an München so? Wie lange lebst du da schon? :-D
Oder meinst du jetzt, was die Kriminalitätsrate betrifft, da wäre im Vergleich zu Paris oder New York schon noch Luft nach oben.
Ansonsten sagt die Größe einer Stadt alleine noch nix über das Mietniveau aus, sonst müssten Oslo oder Bern ja echte Schnapper auf dem Wohnungsmarkt sein :-blush
Holthusen
12.09.2022, 11:26
Die Kriminelle brauchen Aktion, nix tun und langweilen machen sie im Knast oder nach ihrem Ableben.
Norwegen und die Schweiz haben ein anderes Lohnniveau. Oder kriegen alle den München Zuschlag...damit sie sich die 3 Zimmer für jetzt nur noch 690k leisten können
Christoph_A
12.09.2022, 11:35
Naja, habe persönlich nix dagegen, wenn die Kriminellen das weiter so sehen. Braucht man ja auch nicht unbedingt vor der Haustür. Was abseits aller Ironie ein wirkliches Problem ist, ist der fehlende Anteil an verbilligten Mietwohnungen, da sowohl der Freistaat (CSU) als auch die Stadt (SPD geführt seit Jahrzehnten) hier ihr Tafelsilber fast vollständig verscherbelt haben. Ist der große Unterschied zum Beispiel zu Wien, um eine ähnlich große wie begehrte Stadt im Mietvergleich heranzuziehen.
Ansonsten kennst Du München eher schlecht, 690 TEUR für ne 3 Zimmer Wohnung ist eher mittlere Preisrange hier, da würdest meine nicht dafür kriegen, fürchte ich. Und offensichtlich können sich noch genügend Leute eine Wohnung hier leisten, siehe die Einwohnerentwicklung der letzten 25 Jahre. Den großen Trend zur Stadtflucht konnte ich da bisher nicht ausmachen.
Holthusen
12.09.2022, 12:29
Naja vorher waren's ja 750k.... aber dafür will's keiner bzw . Kann sich niemand leisten mit 3-4% Zinsen.
Also in den 80er und 90er Jahren hatte München auch Mal abnehmende Bevölkerung. Es ist angesichts Demographie und wirtschaftlicher Entwicklung kein Selbstläufer, dass immer mehr Leute hinzuziehen.
Wien hat sicherlich einiges richtig gemacht bzgl. Wohnraum. Insgesamt ist da für jedes Portemonnaie was dabei. So sollte es sein.
Christoph_A
12.09.2022, 12:45
Naja, in den 80ern stand auch mal die Berliner Mauer, ist schon etwas her. Weder Demographie noch Ökonomie sprechen grade dafür, daß München kleiner wird, die Stadtplaner rechnen eher damit, daß spätestens 2035 die 2 Mio Marke geknackt wird. Versteh mich nicht falsch, mir wärs ja Recht, wen did Stadt so bleiben würde, wie sie ist, aber die Realität sieht anders aus.
Deinen Satz zu Wien unterschreib ich sofort! So sollte es sein.
Holthusen
12.09.2022, 13:24
Wieso spricht die Demographie für eine wachsende Stadt? Du kennst die Bervölkerungsbirne. Wir sind eine Republik der Alten und Betagten. Die meisten leben mit 1-2 Personen in großen Häusern, die Kinder sind weg.
Wenn wir natürlich massiv Einwanderung bekommen, die auch bleibt, schaut's anders aus.
Bonnerin
12.09.2022, 13:39
Wieso spricht die Demographie für eine wachsende Stadt? Du kennst die Bervölkerungsbirne. Wir sind eine Republik der Alten und Betagten. Die meisten leben mit 1-2 Personen in großen Häusern, die Kinder sind weg.
Wenn wir natürlich massiv Einwanderung bekommen, die auch bleibt, schaut's anders aus.
Weil der Trend zum Leben in der Stadt geht. Die ländlichen Regionen werden immer unbeliebter, das sollte man als Arzt ("Landarztquote") eigentlich wissen.
Einwanderung ist bei der Entwicklung völlig nebensächlich. Langfristig in der Eifel, Meck-Pomm-Seenplatte oder den bayerischen Grenzgebieten zu Tschechien wollen heute schon weniger Leute wohnen.
Ein mir bekanntes Krankenhaus in der Eifel wirbt z.B. damit, dass es Parkplätze und Spritzuschuss gibt und die Leute dann aus Aachen, Bonn oder Köln pendeln könnten.
Christoph_A
12.09.2022, 13:39
Dann schau mal die Zuwanderung nach München an, der Einzugsradius ist pi mal Daumen 200km. Und ja, fast alle großen Städte werden wachsen, auch, wenn die Gesamtbevölkerung abnimmt. Auch das kann man aus demographischen Daten prognostizieren.
Der sinkende Wohnraum pro Person, der sich aus dem Wachsen der Stadt und den hohen Mieten ergibt, ist ja auch beruhigend für unsere grünen Freunde, mit Eigenheimen habens die eh nicht so. Lieber der schön kuschelige wohnraumverdichtete Vogelkäfig. Läuft also auch in dieser Richtung.....
Holthusen
12.09.2022, 18:52
Bei 10 Jahre+ Prognose ist das ganze doch eine Glaskugel. Schau dir mal die alten Bevölkerungsprognosen an, ziemlich oft daneben. Da kann man sich auch die Karten legen lassen. Corona? Kannte man vor 3 Jahren eher als Bier, Krieg in der Ukraine und teures Gas , hatte man vor kurzem noch andere Illusionen, unbeschränkter Einlaß von Personen wie 2015...war auch nicht unbedingt vorrauszusehen.
Der Wohnraum pro Person wächst stetig, dank zunehmend vieler kleiner Haushalte und das wird auch mit abnehmender Bevölkerung so bleiben. Wie gesagt gerade in München leben viele 60+ Personen in sehr großen Häusern. Wer verlässt auch das traute Heim nur weil die Kinder raus sind und zieht in eine 2-3 Zimmer Wohnung mit 1-2 Personen. Kann man verstehen. Diese Boomer werden aber weiter altern und irgendwann die großen Häuser verlassen und dann wird einiges frei werden an Wohnraum. Aktuell haben wir auf jeden Fall etwas fallende Preise in München auf hohem Niveau dank Zinswende. Ob es jetzt -5 % oder -20% sind, weiß auch niemand zu 100%.
Wo man leben möchte, kann jeder selbst entscheiden. Genug leerstehende Häuser gibt's bereits auf dem Land. Bei der Debatte damals ging's um Bebauungspläne von Innenstadtnahen Vierteln. Also auf dem Times Square wirst du auch in den USA leider nicht dein Einfamilienhaus mit Garten errichten können. Passt nicht so ganz in den verdichtete Bebauung dort. Es muss doch alles seine Ordnung haben. Man kann ja auch in vielen deutschen Städten (z.B. München) nicht Hochhäuser beliebiger Höhe errichten. Dabei wäre das an zentralen Lagen und wenn es gut ausgeführt und geplant ist, durchaus sinnvoll um die Wohnungsnot zu lindern.
Christoph_A
12.09.2022, 22:50
Der Wohnraum pro Person wächst ständig? Prinzipiell sinkt er im Vergleich zu vor 25 oder 30 Jahren innerstädtisch ab, da die hohen Mietpreise nicht mehr zulassen und der Zuzug die aussterbende Boomergeneration bei weitem übertrifft.
Die Anzahl Miet-/Eigentumswohnungen in deutschen Großstädten sollte Dir ja bekannt sein.
Was die Bevölkerungsentwicklung angeht, ich lebe seit fast 25 Jahren in München und die Prognosen zu Beginn meiner Studienzeit haben sich eigentlich im wesentlichen bewahrheitet, insgesamt ist die Stadt sogar noch etwas mehr gewachsen als z.B 2000 prognostiziert. Alle von Dir beschriebenen Krisen haben daran nix geändert und auch in Zukunft sehe ich hier keine große Gefahr, außer Onkel Waldemar leitet die nukleare Transformation Europas in einen rauchenden Parkplatz ein....
Bei dem unleidigen Eigenheimvorstoß ging es auch mitnichten um eine Innenstadtlage sondern ein klassisches Wohnviertel mit bereits lang bestehendem Bestand an Einfamilienhäusern, die Polemik mit dem Times square ist also nicht wirklich zielführend.
Wenn Du im Umkreis von 100km um München viele leerstehende Häuser findest, gib mir bitte Bescheid, da geh ich spontan mir ein zweites Wochenendhaus zulegen oder vermiete es dann gleich weiter.
Ansonsten ein kleines Beispiel zur Preisentwicklung: Ich habe meine Wohnung 2009 für 250Teur gekauft, mittlerweile kann ich fast das 4 fache verlangen. Daß das nicht ewig so weitergehen kann, sollte jedem klar sein. Selbst wenn die Preise jetzt stagnieren, ist das Niveau so abartig hoch, daß sich Immobilienerwerb hier nur mehr in Ausnahmefällen lohnt. Und diese Entwicklung ist meiner Meinung nach nicht gut für die Allgemeinheit.
Holthusen
12.09.2022, 23:11
Alle von Dir beschriebenen Krisen haben daran nix geändert und auch in Zukunft sehe ich hier keine große Gefahr, außer Onkel Waldemar leitet die nukleare Transformation Europas in einen rauchenden Parkplatz ein....
Das hast du missverstanden. Es sollte sagen, es gibt unvorhersehbare Faktoren wie z.B. unkontrollierte Einwanderung uvm. die kein Algorithmus.
Bei dem unleidigen Eigenheimvorstoß ging es auch mitnichten um eine Innenstadtlage sondern ein klassisches Wohnviertel mit bereits lang bestehendem Bestand an Einfamilienhäusern, die Polemik mit dem Times square ist also nicht wirklich zielführend.
Wenn du viele Leute in HH unterbringen möchtest, dann nicht mit 2 Mio teuren EFH, sondern eher mit MFH, die leider nunmal mehr Platz bieten. Der Stadtstaat hat eine begrenzte Fläche. In Singapur oder Hongkong kommt man auch nicht auf die Idee EFM zu bauen, um möglichst vielen Menschen ein Leben nahe dem Stadtzentrum zu ermöglichen. Sonst machst du das nur für die Leute, die 2-3 Mio € zahlen können. Ich weiß auch garnicht, wo das Problem liegt : Buxtehude, Pinneberg...pflanz dein Einfamilienhaus hin und gut ist. Die Strecke geht in der S-Klasse ganz smooth.
Wenn Du im Umkreis von 100km um München viele leerstehende Häuser findest, gib mir bitte Bescheid, da geh ich spontan mir ein zweites Wochenendhaus zulegen oder vermiete es dann gleich weiter.
Jetzt nicht, aber schau dir mal die ehemalige Alterspyramide an, die jetzt ein Birne ist, mit den Boomern ganz oben.
Also wie sieht die Birne in 10-20 Jahren aus. Die 60 Jahre alten Boomer leben jetzt in ihrem günstig erworbenen EFM oder Wohnung mit 3-4 Zimmern.
Ansonsten ein kleines Beispiel zur Preisentwicklung: Ich habe meine Wohnung 2009 für 250Teur gekauft, mittlerweile kann ich fast das 4 fache verlangen. Daß das nicht ewig so weitergehen kann, sollte jedem klar sein. Selbst wenn die Preise jetzt stagnieren, ist das Niveau so abartig hoch, daß sich Immobilienerwerb hier nur mehr in Ausnahmefällen lohnt. Und diese Entwicklung ist meiner Meinung nach nicht gut für die Allgemeinheit.
Das wäre ja maximal unrealistisch, dass es nochmal auf 250Tsd zurückgeht. Wenn es Ende 2021 1 Mio waren, sind es vllt jetzt 950Tsd? 900Tsd? Käufer finden sich auf jeden Fall weniger, wie dir die windigen MUC-Makler klagen werden.
Die Entwicklung ist gesellschaftlicher Sprengstoff und überhaupt nicht gut, da sind wir mal einer Meinung.
Also wir bräuchten da schon das norwegisches oder schweizer Lohnniveau für diese Preise. Leider haben wir nicht die Rohstoffe Norwegens und keine über jahrzehnte betriebene Geldwäscherei (wobei inzwischen weniger) wie in der Schweiz.
Die Devise müsste wie in Wien lauten ein guter Mix aus viel sozialen und freien Wohnungsbau. Luxuswohnung gibt's genug, das untere PReissegment müsste gefördert werden. Aber das hat man (nicht nur in München) etwas verschlafen. Was bringen uns leerstehende Luxuswohnungen in Metropolen: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/grand-tower-in-frankfurt-mehr-als-zwanzig-leerstehende-wohnungen-17305762.html
Christoph_A
13.09.2022, 00:00
Prinzipiell sollte die Frage lauten, wie man die Urbanisierung etwas eindämmen kann. Bebauungspläne so zu verändern, daß Einfamilienhäuser gar nicht mehr möglich sind, halte ich für den falschen Weg. Sorry, aber Deine Vergleiche hinken heute etwas, Hamburg ist mitnichten Singapur oder Hongkong, da sind schon noch Grundstücke in Stadtvierteln für Einfamilienhäuser drin, ohne, daß gleich alles voll ist. Zumal diese ja, aufgrund der hohen Baupreise eh nur ein kleiner Teil des städtischen Baumix sein dürften. In München würdest Du Dich mit dieser Idee politisch ziemlich angreifbar machen, aber deshalb tut das hier ja auch keiner.
Was den sozialen Wohnungsbau angeht, gab es den ja durchaus, der wurde nur der Profitgier der Regierenden von Stadt und Freistaat geopfert, auch und gerade von grünen und roten Poitikern. Der 60er Hep ist jedem Münchner da ein mahnendes Beispiel grüner Doppelmoral. Von den üblichen Deals der schwarzen Granden brauchen wir hier gar nicht anfangen, der Freistaat hat auch sein Säckel auf Kosten der Ärmeren gefüllt.
Insgesamt müsste massiv neuer, bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, Ansätze hierzu gibt es ja auch, siehe z B Aubing, aber solange man in dieser Stadt überspitzt formuliert jedes Dixieklo für 400 Euro kalt vermietet kriegt, ist da nicht genug Anreiz da.
Und die nächsten 20 bis 30 Jahre wird, aufgrund der Wirtschaftskraft des Südens der Zuzug den Schwund übertreffen. Ist ja in Stuttgart genauso, da sind die Mieten sogar noch mehr explodiert. Alles in allem eine verfahrene Situation.
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