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Roadkiller
19.03.2021, 16:41
Initiativbewerbungen machen Sinn. Viele Institute schreiben Stellen gar nicht aus, Chancen stehen recht gut, noch viel besser nach der FA-Prüfung, es herrscht Pathologenmangel (an guten Pathologen), wobei zu erwähnen ist, dass man die ersten Monate mehr Arbeit verursacht als man nützt, weil die Einarbeitung nicht easy intuitiv ist und man nicht einfach loslegen kann wie mit dem Blutabnehmen auf Station. Work-Life Balance ist institutsabhängig, aber wirklich gut und routiniert wird man mit 3h am Tag auch nicht... Ich habe ein tolles Institut (öffentlicher Dienst) erwischt mit 40-45h-Woche und voll bezahlten Überstunden bei ausgeglichener Belastung. Einfach mal machen, Augen und Ohren offen halten bei der Hospitation würd ich empfehlen. Ich bereite mal wenn ich Zeit und Lust habe eine FAQ-Liste fürs Pathoforum vor. Vllt hat ja noch jemand Fragen oder Lust etwas beizutragen.

nari88
19.03.2021, 19:32
wobei zu erwähnen ist, dass man die ersten Monate mehr Arbeit verursacht als man nützt, weil die Einarbeitung nicht easy intuitiv ist und man nicht einfach loslegen kann wie mit dem Blutabnehmen auf Station.

Ja, das ist mir klar. Aber irgendwo müssen ja alle anfangen... Man kann nicht immer nur erfahrene einstellen..hoffe ich mal


Work-Life Balance ist institutsabhängig, aber wirklich gut und routiniert wird man mit 3h am Tag auch nicht... Ich habe ein tolles Institut (öffentlicher Dienst) erwischt mit 40-45h-Woche und voll bezahlten Überstunden bei ausgeglichener Belastung.

Das hört sich ja ziemlich gut an. Woher weiss ich denn das es sich um eine Stelle im öffentlichen Dienst handelt? Ist das dann im KH oder Praxis?
Ich versuch mir erstmal ein Bild übers Internet zu machen..wir möchten nähmlich nach Süddeutschland ziehen ( aus NRW) und in den Regionen wo ich am liebsten leben würde sind eher Praxen mit voller Weiterbildungsbemächtigung. Was mich etwas verunsichert..



Ich bereite mal wenn ich Zeit und Lust habe eine FAQ-Liste fürs Pathoforum vor. Vllt hat ja noch jemand Fragen oder Lust etwas beizutragen.

Das würde ich super finden!
Danke für die Antwort

Reisender
24.04.2021, 08:41
Hallo zusammen,

arbeitet hier jemand im universitären Bereich im norddeutschen Raum und kann von den Arbeitsbedingungen etwas berichten? Oder gute Adressen empfehlen?

Aloya
30.04.2021, 11:48
Würde mich auch interessieren. Auch im Hinblick auf Zukunftsaussichten :)

mbs
06.05.2021, 20:12
Sind Quereinsteiger eigentlich einigermaßen üblich oder eher die Ausnahme? Angenommen man will als nicht-FA spät (d.h. in den Dreißigern) aus der unmittelbaren klinischen Patientenversorgung inklusive des damit verbundenen Dienstsystems raus - wie sollte man einen möglichen Wechsel strategisch am geschicktesten angehen? Lange Hospitation? Wenn man liest was gesucht wird wollen die in der Regel ja Erfahrene bzw. Fachärzte. Theoretisch müsste man sich aber viel schon vorweg selbst autodidaktisch beibringen können um eben am Anfang nicht die besagte "Belastung" zu sein - zumindest sollte es einfacher sein als sich z.B. selbst operieren beizubringen. Wahrscheinlich lernt man ja auch schon einiges wenn man länger hospitieren würde als nur ein paar Tage...

Anne1970
08.05.2021, 07:45
Weiterbildung ist Teil der Weiterbildungszeit. Dafür gibt es Weiterbilfungsermächtigte die Leute einstellen, um die weiterzubilden. Wieso sollten sie eine „Belastung“ sein? Hospitation ist dazu da, die mögliche künftige Arbeitsstelle kennenzulernen. Wird daher auch nicht bezahlt; irgendwelche Tätigkeiten wären auch ein Versicherungsproblem. Dieser Ductus, man sei eine Belastung, wenn man sich im Rahmen der vertraglichen Tätigkeit weiterbildet, ist kontraproduktiv. Für alle. Dass man zusätzlich ein Lehrbuch lesen sollte, ist klar. Aber sich „autodidaktisch vorab etwas beibringen“ zu wollen ist ein erstaunlicher Ansatz.

daCapo
08.05.2021, 11:22
Sind Quereinsteiger eigentlich einigermaßen üblich oder eher die Ausnahme? Angenommen man will als nicht-FA spät (d.h. in den Dreißigern) aus der unmittelbaren klinischen Patientenversorgung inklusive des damit verbundenen Dienstsystems raus - wie sollte man einen möglichen Wechsel strategisch am geschicktesten angehen? Lange Hospitation? Wenn man liest was gesucht wird wollen die in der Regel ja Erfahrene bzw. Fachärzte. Theoretisch müsste man sich aber viel schon vorweg selbst autodidaktisch beibringen können um eben am Anfang nicht die besagte "Belastung" zu sein - zumindest sollte es einfacher sein als sich z.B. selbst operieren beizubringen. Wahrscheinlich lernt man ja auch schon einiges wenn man länger hospitieren würde als nur ein paar Tage...

Ich verstehe wirklich nicht wie du denkst. Erklärt sich da manches nicht von selbst mit etwas Nachdenken? Oder?
a) es gibt Stellenanzeigen von Pathologen: Entweder mit Gesuch nach einem Facharzt oder nach einem Arzt in Weiterbildung. Wenn es mehr Stellen für FÄ gibt, dann weil dort mehr Bedarf ist. So ist es eben. Einfach bewerben bei Interesse an Patho.
b) Als Quereinsteiger würde man sich natürlich auf die WB-Stelle bewerben. Wo auch sonst?
c) Lange Hospitation oder Praktikum. Wenn dir das zusätzlich hilft rauszufinden, dass das Fach etwas für dich ist. Letztendlich hatte zumindest wir sehr viele Pathologiepraktika in der Uni.
d) Wenn das Institut einen Arzt in WB sucht, weiß es ja, dass jmd. ohne Erfahrung kommt. Ein Arzt in WB ist keine Belastung. Viel Hintergrundwissen wird man sich anlesen müssen wie in allen Fächern, um es dann im Job praktisch anwenden.

milz
08.05.2021, 21:04
Es spricht überhaupt nichts gegen Quereinsteiger. Klinische Erfahrung ist sogar von Vorteil und 1 Jahr kann auf den FA angerechnet werden. Ansonsten sind derzeit gute Deutschkenntnisse und ein vernünftiges Auftreten schon die halbe Miete. Vorlernen bringt wahrscheinlich nicht viel, schadet aber auch nicht.

mbs
30.05.2021, 20:35
Bis wann macht ein Quereinstieg denn noch Sinn wenn man sinnvoll in der Branche Fuß fassen will?

_calendula_
30.05.2021, 20:47
Wenn es dein echter Wunsch ist - zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
Es gibt nur wenige Fächer bei denen man überlegen soll, ob das noch Sinn macht (Quereinstieg Herzchirurgie als Labormediziner in fortgeschrittener Weiterbildung z.B.)

daCapo
30.05.2021, 22:30
Quereinstieg Herzchirurgie als Labormediziner in fortgeschrittener Weiterbildung z.B.)

Wahrscheinlich würde man eine Stelle zur Weiterbildung in der Herzchirurgie bekommen...es wäre allerdings wirklich der allergrößte Quatsch.


Bis wann macht ein Quereinstieg denn noch Sinn wenn man sinnvoll in der Branche Fuß fassen will?

Empfehlung: Schau dir wirklich die Fächer, die in Frage kommen gut an (Hospitationen usw.). Dabei kannst du auch in die Waagschale werfen, wieviel du dir von deiner bisherigen Weiterbildung anrechnen lassen kannst.

Eulentier
09.08.2021, 14:40
Hat sich jemand schon mal nach längerer Weiterbildungszeit getraut für eine gewisse Zeit in die unmittelbare Patientenversorgung zu rotieren?

Und falls ja, welches Fach und wie war die Erfahrung?

JumpRopeQueen
10.08.2021, 10:37
Hallo an alle.
Ich spiele mit den Gedanken eine Hospitation in Patho zu machen, weil mir Histologie, ehrlich gesagt, am meisten Spaß macht, was Medizin betrifft. Die größte Hürde für mich sind allerdings die Obduktionen. Bitte nicht lachen.
Ich hatte im Studium nur eine rechtsmedizinische Obduktion erlebt und fand sie ziemlich unheimlich, v.a. wegen dem Geruch (habe sehr empfindliche Nase). In Patho gabs bei uns nur Unterricht am Mikroskop.
Nun ist es mir klar, dass ich ohne die erforderlichen Obduktionen nicht an Histo komme.
Hatte vielleicht jemand ähnliche Ängste vor dem Berufseinstieg in Patho gehabt? Oder habt ihr Tipps? Klar, kann man sich mit der Zeit an vieles gewöhnen, aber allein der Gedanke an eine Obduktion schreckt mich sehr ab. Auf der anderen Seite finde ich es auch bitte alleine deswegen nicht das zu machen, was mir Spaß macht (Histo)...

flowone93
10.08.2021, 18:01
Dermatohistopathologie. Ist ne Zusatzbezeichnung für den FA Dermatologie. Da gibts keine Obduktionen. Der Weg dorthin ist aber lang und gibt nur wenige Zentren, wo man das so richtig lernen kann. Und natürlich ist es "nur" die Haut.

milz
10.08.2021, 19:20
Hallo an alle.
Ich spiele mit den Gedanken eine Hospitation in Patho zu machen, weil mir Histologie, ehrlich gesagt, am meisten Spaß macht, was Medizin betrifft. Die größte Hürde für mich sind allerdings die Obduktionen. Bitte nicht lachen.
Ich hatte im Studium nur eine rechtsmedizinische Obduktion erlebt und fand sie ziemlich unheimlich, v.a. wegen dem Geruch (habe sehr empfindliche Nase). In Patho gabs bei uns nur Unterricht am Mikroskop.
Nun ist es mir klar, dass ich ohne die erforderlichen Obduktionen nicht an Histo komme.
Hatte vielleicht jemand ähnliche Ängste vor dem Berufseinstieg in Patho gehabt? Oder habt ihr Tipps? Klar, kann man sich mit der Zeit an vieles gewöhnen, aber allein der Gedanke an eine Obduktion schreckt mich sehr ab. Auf der anderen Seite finde ich es auch bitte alleine deswegen nicht das zu machen, was mir Spaß macht (Histo)...

Ich bin auch super empfindlich, bin mit den Obduktionen aber ganz gut klar gekommen. Man gewöhnt sich dran und in der Patho sind die Leichen ja meist frisch, anders als in der Rechtsmedizin. Und bei den Lebenden kann es einem ja auch mal den Magen umdrehen, finde ich ehrlich gesagt noch unangenehmer. Ansonsten einfach mal "reinschnuppern".

Vimentin
30.08.2021, 16:45
Hallo allerseits,
Aus familiären Gründen bin ich auf der Suche nach einer Fach- oder Oberarztstelle in der Pathologie, um aus Großbritannien zurückzukehren.
Habe Interesse an Teilzeit und lege Wert auf ein gutes Arbeitsklima.
Wäre für Empfehlungen sehr dankbar.

Ernald
08.11.2021, 11:49
Hallo an alle,

ich suche derzeit nach möglichen Pathologie Stellen kommendes Jahr (mache gerade mein 3. Stex). Da ich absolut forschungsaffin bin (mit Lust auf Post-Doc etc.), suche ich derzeit eine Uniklinik Patho. Vielleicht hat ja einer von euch eine Empfehlung, welche besonders forschungsstark ist. Am liebsten in der Richtung Immuno- und Hämatopathologie. Durch viel Herumschauen auf den Homepages habe ich bis jetzt nicht viel Überzeugendes finden können. Köln hatte interessant gewirkt und Amsterdam auch.

LG!

][truba][
06.12.2021, 19:55
Moin, ich würde gern mal folgendes von Pathologen wissen.
Wir machen als Zentrum in einer Studie mit. Dabei soll der Schnittrand des Präparates mit Tusche markiert werden.
Wir haben gar keine Tusche und mein Chef meint, "wir können das einfach mit blau anfärben" (hat auch RF mit Studienkoordinator gehalten, dass es nicht unbedingt Tusche sein muss).
Dazu muss gesagt sein, dass wir lediglich Methylenblau in flüssiger Form haben.

Kann man damit wirklich ein Präparat so anfärben, dass man dabei gut den Schnittrand (Frage Lymphangionvasion, R Status etc. beurteilen kann ?).

anignu
06.12.2021, 23:28
Spannend. Da bin ich mal gespannt was die Profis sagen. Ich hab das immer so verstanden dass Methylenblau in Zellen eindringen kann und Tusche mit den Farbstoffen außen drauf bleibt. Könnte also sein das Methylenblau die nachfolgenden Färbungen schwieriger macht...
Aber anderes Thema: ist Tusche sooooo teuer?

Parotis
07.12.2021, 08:06
Also man kann da definitiv kein Methylenblau nehmen. Das Problem daran ist, dass das stark wasserlöslich ist und nach der Prozessierung überall verlaufen und sich verteilen würde, während die Tusche, wenn man sie denn auf den Präparaterand aufträgt dort auch normalerweise bleibt. Die kann auch etwas verlaufen, aber eben längst nicht so stark.

Normalerweise ist die Tuschemarkierung eines Präparaterandes etwas, das die Pathologen selber machen. Bei uns kommt das tagtäglich zigmal vor. Insofern sollte die Pathologie auch Tusche vorhalten. Wenn die Markierung explizit von den Chirurgen vorgenommen werden sollte, dann sollte es aber tatsächlich Tusche sein. Im Zweifelsfall würde ich die pathologischen Kollegen da mal drauf ansprechen. Die geben bestimmt auch ein wenig davon ab.