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clyde_frog
27.12.2021, 14:06
Ich bin kurz davor mein PJ abzuschließen und mich ziehr es in die Pathologie. Wie ist derzeit die Situation auf dem Arbeitsmarkt? Ich konnte nicht sehr viele Stellenausschreibungen für eine Weiterbildung in der Patho finden. Soll ich am besten Initiativebewerbungen an Institute schicken?

clyde_frog
27.12.2021, 14:18
Ich bin kurz davor mein PJ abzuschließen und mich ziehr es in die Pathologie. Wie ist derzeit die Situation auf dem Arbeitsmarkt? Ich konnte nicht sehr viele Stellenausschreibungen für eine Weiterbildung in der Patho finden. Soll ich am besten Initiativebewerbungen an Institute schicken?

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich in keinster Weise örtlich gebunden bin.

milz
27.12.2021, 16:26
Generell sieht es gut aus und viele Stellen werden einfach nicht ausgeschrieben. Daher einfach Initiativbewerbungen abgeben.

clyde_frog
27.12.2021, 16:59
Vielen Dank für die Info :)

Roadkiller
10.01.2022, 08:51
Clyde_frog, bei uns wird demnächst eine Assistentenstelle frei. Keine Unipathologie. NRW. Habe jetzt keinen aktuellen Einblick in die Bewerbersituation, aber fall du Interesse hast, kurze PM.

Johny7
18.02.2022, 15:03
Hallo zusammen, suche nach längerer Pause vom Arztdasein eine Pathologie- Stelle. Hat jemand einen Tipp, wo der Einstieg gut gelingen könnte? Vielen Dank schonmal...ich habe schon Erfahrung mit Neurologie, habe aber später gemerkt, dass es nicht so richtig meins ist....

shikou
19.02.2022, 17:14
Hi Johny7, bei uns wird eine Stelle frei, wenn du Interesse hast kannst du gerne eine PN schicken:)

Roadkiller
19.02.2022, 19:42
Bei uns auch. Nicht universitär gesamtes Spektrum. Ruhrgebiet. Falls Interesse bestehen sollte, gern per PN.

medica72
19.02.2022, 19:58
Hallo liebe Kollegen, weiß jemand, wo ich Protokolle für die FA-Prüfung in Bayern finden kann? Die Protokolle hier im Forum sind eher älter und keine aus Bayern. LG an alle

Johny7
20.02.2022, 13:02
Hi Shikou, danke für deinen Post, ja ich habe definitiv Interesse, kann dir leider keine PN schicken. Vlt kannst du mir eine senden? VG Johnny7

Johny7
20.02.2022, 13:08
Hi Roadkiller, ich suche leider im Raum München, aber danke für deinen Post!

Toni321
06.04.2022, 13:10
Hallo, hat jemand Erfahrung mit einer Weiterbildung in Teilzeit? Wäre dankbar für input wie es in der Praxis umgesetzt werden kann ohne dass Vollzeitkollegen liegengebliebene Arbeit machen müssen.
Lg Toni

KetaminKyle
23.05.2022, 23:10
Noch ein paar Fragen mehr an die Pathologen:

1. Ich arbeite sehr gut und effektiv mit klassischer Musik im Ohr, was ja im Stationsalltag nur wenig möglich ist. Wie sieht das in der Patho aus? Theoretisch müsste das ja am Mikroskop kein Problem sein, richtig?

2. Wie sieht es denn im europäischen Ausland aus? Als Facharzt in die Schweiz, Niederlande, Frankreich, Spanien? (Vorausgesetzt die Sprachkenntnisse sind da)? Ist die Pathologie eine gute Fachrichtung um ins Ausland zu gehen?

3. Wenn die Stellensituation generell gut ist sollte es ja eigentlich auch möglich sein bezahte Überstunden/Freizeitausgleich durchzusetzten, oder ?

4. Vereinsamt man in der Patho oder kommt man durch telefonische Rücksprache mit klinischen Kollegen etc auf seine (sozialen) Kosten?


LG aus dem PJ

Aloya
24.05.2022, 16:01
Da schließe ich mich an. Habe auch den Plan nach dem PJ in der Pathologie anzufangen.

5. wie verhält es sich (ungefähr) Gehaltstechnisch als angestellter FA später in der Niederlassung? Ist mit einem tarifähnlichem Lohn zu rechnen oder gibt es auch die Möglichkeit ähnlich wie die Kollegen der Radiologie 120k+ zu verdienen?

6. Macht euch der Job Spass bzw. würdet ihr wieder die Pathologie wählen?

milz
24.05.2022, 20:04
1. Ich arbeite sehr gut und effektiv mit klassischer Musik im Ohr, was ja im Stationsalltag nur wenig möglich ist. Wie sieht das in der Patho aus? Theoretisch müsste das ja am Mikroskop kein Problem sein, richtig?

Theoretisch möglich, habe es auch schon bei anderen erlebt, kommt aber darauf an wo man landet, wie oft jemand etwas von einem will (Telefon, Schnellschnitt, Kollegen) und diktieren ist dabei auch etwas schwierig. Klappt eher abends, wenn alle anderen weg sind...

2. Wie sieht es denn im europäischen Ausland aus? Als Facharzt in die Schweiz, Niederlande, Frankreich, Spanien? (Vorausgesetzt die Sprachkenntnisse sind da)? Ist die Pathologie eine gute Fachrichtung um ins Ausland zu gehen?

K.A. Aber Pathologen werden eigentlich überall gebraucht.

3. Wenn die Stellensituation generell gut ist sollte es ja eigentlich auch möglich sein bezahte Überstunden/Freizeitausgleich durchzusetzten, oder ?

Es hängt denke ich von der Abteilung ab. Kann man im Vorstellungsgespräch fragen oder noch besser mal jeweils einen Tag in den 3 Abteilungen der engeren Auswahl hospitieren und die Mitarbeiter ausfragen. Dann kauft man nicht ganz die Katze im Sack. Ich dachte aber auch dass der Marburger Bund die generelle Pflicht zur Arbeitszeiterfassung zwischenzeitlich durchgesetzt hätte, man mag mich korrigieren.

4. Vereinsamt man in der Patho oder kommt man durch telefonische Rücksprache mit klinischen Kollegen etc auf seine (sozialen) Kosten?

Es ist sicher weniger Kontakt als auf Station und man verbringt viel Zeit alleine am Mikroskop, aber man hat auch viel mit Kollegen versch. Berufsgruppen zu tun innerhalb und außerhalb (Tumorkonferenzen) des Instituts. An der Uni kommen noch die Lehr- und Forschungsveranstaltungen dazu. Würde aber schon sagen, dass man als Introvertierter etwas mehr Spaß daran hat sich alleine zu beschäftigen.

5. wie verhält es sich (ungefähr) Gehaltstechnisch als angestellter FA später in der Niederlassung? Ist mit einem tarifähnlichem Lohn zu rechnen oder gibt es auch die Möglichkeit ähnlich wie die Kollegen der Radiologie 120k+ zu verdienen?

Abhängig von der lokalen Marktsituation und dem eigenen Verhandlungsgeschick und natürlich ob man Angestellter ist oder selbstständiger Praxisinhaber.

6. Macht euch der Job Spass bzw. würdet ihr wieder die Pathologie wählen?

Es gibt viele Vor- und Nachteile. Humane familienfreundliche Arbeitszeiten und Spaß an der Histologie waren für mich ausschlaggebend. Könnte mir mittlerweile aber auch z.B. Mikrobiologie oder Rechtsmedizin als Alternative vorstellen, da sind die Karrieremöglichkeiten aber sicher deutlich eingeschränkter. Alternative für Histo- und Klinik-Begeisterte, die sich nicht entscheiden können, wäre z.B. auch Derma an der Uni, die machen ihre Histo oft selbst.

Also alles in allem kann man schlecht verallgemeinern, es hängt viel von der konkreten Arbeitsstelle, der eigenen Position in der Hierarchie, den eigenen Fähigkeiten usw. ab und man sollte da durchaus kritisch prüfen. Viel ackern und sich am Anfang durchkämpfen muss man aber überall...

mbs
24.05.2022, 20:22
Ich hatte Pathologie als alternatives Berufsfeld auch schon überlegt, mir aber keine Chancen eingeräumt dort wirklich eine Stelle zu finden. Es passt nicht wirklich in meinen Lebenslauf; die Promotion bewegte sich im Bereich Datenanalyse, war zwar ein anspruchsvolleres Thema, aber ich habe eben keine Zellkulturen angezüchtet oder dergleichen.

Vermutlich bereitet man die Präparate ja auch auf, zumindest teilweise. Oder täusche ich mich und man verbringt gar nicht so viel Zeit mit Laborarbeit?

Wie ist es außerdem mit dem makroskopischen Teil, also Obduktionen etc.? Kann man sich das so vorstellen, dass es dort ähnlich wie in der Chirurgie zugeht, nur eben mit anderem Ziel und totem Gewebe? Welchen Anteil nimmt das ein?

Und hätte ein Quereinsteiger Mitte dreißig in dem Bereich überhaupt Chancen? So viele Stellen scheint es ja nicht zu geben, nur vereinzelte Ausschreibungen, aber es dürften sich auch relativ viele dafür interessieren da man sich die Nachteile die man in der Klinik hat von Anfang an sparen könnte.

mbs
02.06.2022, 20:32
Habe mir das Fach zwischenzeitlich in einer Hospitation angesehen und war doch ziemlich überrascht: Was die Weiterbildungsassistenten dort machen gleicht Akkordarbeit. Sie haben nur Präparate zugeschnitten und in die entsprechenden Behältnisse gebracht, und es kam ein Wagen voller Präparate nach dem anderen reingefahren. Egal wie schnell diejenigen waren, es hatte nie ein Ende, und der Druck schnell zu sein war enorm. Fast so wie bei Fließbandarbeitern in einer Fabrik.
Die Fachärzte haben praktisch einen komplett anderen Beruf ausgeübt, saßen den ganzen Tag am Mikroskop und haben Befunde im Akkord runterdiktiert.
Und die Schutzkleidung war fast ausufernder als im OP. So als ob das alles hochinfektiös wäre. Dabei wäre es in dem Fall - abgesehen vom Eigenschutz - eigentlich egal was man trägt. Hatte eher mit einem Schreibtischjob gerechnet.
Fortbildung oder was während der Arbeit nachlesen schien nicht drin zu sein, das war dann offenbar eher das Feierabendprogramm. Und obwohl nur extrem wenige Stellen ausgeschrieben sind scheint es in dem Fach auch einen ziemlichen Mangel zu geben, was irgendwie nicht so ganz zusammenpasst.

KetaminKyle
03.06.2022, 03:43
Hi mbs, cool, dass du so schnell die Zeit gefunden hast dir Patho anzusehen: Ich hätte ein paar Fragen an dich. Dürfte ich dir eine Privatnachricht schicken?

milz
03.06.2022, 06:54
Fliesbandmedizin ist heute wahrscheinlich überall angesagt. Wie sagte der Physiklehrer: Leistung ist Arbeit pro Zeit. Und jeder Fall spült Geld in die Kasse. Das bringt andererseits auch Skalen- und Lernkurveneffekte.
Fortbildungen samstags, mittlerweile zum Glück auch online: https://www.iap-bonn.de/veranstaltungen/

][truba][
03.06.2022, 16:44
mbs, hast du denn wirklich geglaubt, außerhalb der Chirurgie drehen die Kollegen Däumchen?
Gerade Patho ist doch super anstrengend. Unsere Pathologie hat jetzt noch ein oder zwei Häuser zusätzlich bekommen aber gar keine neue Stelle. Und dann wundert man sich, warum alles länger dauert etc.

Arbeitsverdichtung gibt es eben überall. Immerhin gibt es keine Dienste/Nächte/Wochenende. Vermutlich macht es das so attraktiv (für jemanden der Patho mag).