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LotF
18.02.2013, 22:54
alles belegen, ohne Ausnahme. Quellen dann als Kopie im Anhang anbei. Wieso befürchtest du, dass das ausufern könnte? Du musst eine Begründung darlegen, die jeglichen Zweifel an deinen Worten aus dem Weg räumt. Du schreibst doch auch keinen Artikel ohne Quellennachweise...

dahema
19.02.2013, 07:28
alles belegen, ohne Ausnahme. Quellen dann als Kopie im Anhang anbei. Wieso befürchtest du, dass das ausufern könnte? Du musst eine Begründung darlegen, die jeglichen Zweifel an deinen Worten aus dem Weg räumt. Du schreibst doch auch keinen Artikel ohne Quellennachweise...

Dem würde ich zustimmen. Mach es HSS so einfach wie möglich, deine Argumentation nachzuvollziehen. Sie können ja immer noch entscheiden, ob sie die beigefügten Artikelkopien tatsächlich in die Hand nehmen wollen oder nicht.

LotF
19.02.2013, 09:39
damit hat HSS ja nichts zutun. Aber je nach Uni hast du da eine Person sitzen die keine Ahnung von Medizin und deinem Themengebiet hat. Daher muss das alles hieb und stichfest sein.

advomed
19.02.2013, 10:01
Hallo erstmal,

ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen. Lieber ein paar Zettel zu viel als zu wenig. Du kannst hier im Forum von genug Beispielen lesen, die auch einen Antrag weggelassen oder eine Begründung nicht so ganz vollständig ausgearbeitet haben und die es anschließend ihren Studienplatz gekostet hat. Das Risiko würde ich nicht eingehen wollen. Was sind schon ein paar Belege mehr gegen ein Jah länger warten?

LG advomed

Schubbe
19.02.2013, 10:03
Ich sehe das Problem eher in der genaueren Auswahl der Quellen. Es gibt ja meistens mehr als man eigentlich braucht. :D

Meine Begründung sieht momentan so aus, dass ich z.B. zeigen möchte, dass in absehbarer Zukunft Ärzte (auch in der Forschung) mit hohen physikalischen Hintergrundwissen sehr nützlich werden, in der Forschung sogar gebraucht. Und genau dafür gibt es tausende Quellen, sei es ausgehend von der Laserphysik (z.B. Dermatologie/Ophthalmologie) bishin zur Teilchen-Teilchen-Wechselwirkung (z.B. Onkologie/Radiologie).

Da könnte man den entsprechenden Sachbearbeiter regelrecht mit Informationen erschlagen (leider nicht mit Jobangeboten). Hat da irgendjemand einen Vorschlag, wie man das in den Griff bekommt, bzw. schon Erfahrung mit einer solchen Argumentation gemacht?

dahema
19.02.2013, 11:26
damit hat HSS ja nichts zutun. Aber je nach Uni hast du da eine Person sitzen die keine Ahnung von Medizin und deinem Themengebiet hat. Daher muss das alles hieb und stichfest sein.

Das wusste ich gar nicht. Ich dachte, HSS prüft die Bewerbung dann auch nochmal separat, wenn ein befürwortendes Gutachten vorliegt.

gepp
19.02.2013, 16:35
Also meine persönliche Erfahrung (an meiner Uni) ist eine andere:
Das ganze wird nicht von einem Sachbearbeiter oder dergleichen begutachtet, sondern die Empfänger im Studentensekretariat suchen einen oder zwei Gutachter aus dem wissenschaftlich angeschnittenen Gebiet im eigenen Hause. Wenn du also beispielsweise irgendwas z.B. zum Thema Herz bearbeitet hast, wird deine Bewerbung bei einem der Profs oder anderen Experten in der Kardiologie landen.
Meiner Meinung nach wirst du dir mit tausenden von Quellen dort keine großen Freunde machen. Denn die Leute haben was besseres zu tun als viel Zeit in deine Bewerbung zu stecken. Dort zählt die Relevanz deiner Arbeit für das Forschungsgebiet und nicht, ob du vielleicht irgendwann mit einer Doppelqualifikation gebraucht werden könntest wenn...

Ich denke der Schlüssel zum Glück ist eine gute wissenschaftliche Idee, gepaart mit Erfahrung in selbigem Bereich und Empfehlungsschreiben von relevanten bzw. angesehenen Fürsprechern die das ganze untermauern.

Also meine Bewerbung hatte als Quellen eine Arbeit von mir angegeben und beigelegt und 3 weitere relevante Paper angegeben. Neben dem üblichen hatte ich noch zwei Empfehlungsschreiben beigelegt, mehr nicht.
Und damit war ich recht erfolgreich...
Also ich würde sagen, dass bei einer wissenschaftlichen Begründung weniger mehr ist und es um den Inhalt geht. Bei einer beruflichen Begründung sieht das natürlich anders aus.

HSS prüft sicher nochmal, dass dort kein Schmu getrieben wurde, aber eine gute Begründung wird auch durchgehen.

LotF
19.02.2013, 17:20
Also meine persönliche Erfahrung (an meiner Uni) ist eine andere:
Das ganze wird nicht von einem Sachbearbeiter oder dergleichen begutachtet, sondern die Empfänger im Studentensekretariat suchen einen oder zwei Gutachter aus dem wissenschaftlich angeschnittenen Gebiet im eigenen Hause.

das ist aber nunmal nicht überall so. In Münster wurde es Jahrelang nur vom Leiter des Studierendensekr. gemacht.


Meiner Meinung nach wirst du dir mit tausenden von Quellen dort keine großen Freunde machen. Denn die Leute haben was besseres zu tun als viel Zeit in deine Bewerbung zu stecken.


eben und daher packe ich lieber die Quellen direkt bei, FALLS sie gelesen werden möchten, sodass die Leute nicht erst noch in der Bib evt. über Fernleihe sonstwas bestellen müssen.


Ich denke der Schlüssel zum Glück ist eine gute wissenschaftliche Idee, gepaart mit Erfahrung in selbigem Bereich und Empfehlungsschreiben von relevanten bzw. angesehenen Fürsprechern die das ganze untermauern.

und nichtmal das reicht an jeder Universität aus.


HSS prüft sicher nochmal, dass dort kein Schmu getrieben wurde, aber eine gute Begründung wird auch durchgehen.

richtig, HSS erkennt auch manche positiven Gutachten nicht an, andersrum hingegen (Gutachten negativ, Begründung aber für HSS eigentlich doch wissenschaftl.) erfolgt dies nicht. Also ja Dahema, insofern hast du Recht.

gepp
19.02.2013, 17:57
Meine Meinung beruht auch nur auf der persönlichen Erfahrung sowohl als Zweitstudienbewerber, als auch als an der Studentenauswahl beteiligter Mitarbeiter an ein und der selben Uni...

Ich denke jeder muss für sich eine passende Lösung finden, ich will nur die andere Seite beschrieben - das Verfahren ist eben sehr individuell...


Wenn man vom Fach ist, kennt man die relevante Literatur bzw. hat Zugriff darauf. Außerdem reicht bei so einem Gutachten eigentlich schon ein Blick darauf wo das veröffentlicht wurde, das Abstract bzw. wer die Co-Autoren sind um die Qualität beurteilen zu können. Deswegen ist meiner Meinung nach weniger mehr...

LotF
19.02.2013, 18:01
gepp,

die Sachbearbeiter an so mancher Uni halten sogar Dissertationen an der Medizinischen Fakultät ihrer eigenen Uni für "medizinisch nicht relevant" und behaupten in ihren Gutachten Publikationen seien "nichts wert", da sie nicht in peer-review-Journals erschienen seien und das entspricht nichteinmal der Warheit. Dementsprechend verzeihe mir, wenn ich lieber 1-2 Seiten mehr dazu lege, die man lesen kann, wenn man möchte, als mir nachher vorwerfen lassen zu können "auf das Journal hatten wir ja keinen Zugriff, sie hätten uns sowas zur Verfügung stellen müssen".

gepp
19.02.2013, 18:07
Ja, es kommt immer darauf an mit wieviel Augenmaß die verantwortlichen Leute handeln.
Hier ist es jedenfalls so, dass die Universität Interesse an spannenden und vielversprechenden Studenten hat und dementsprechend sich nicht hinter Formalitäten versteckt.
Und es tut mir Leid, eine Bewerbung die die das doppelte meiner üblichen Arbeitszeit braucht und aus 100 Seiten besteht bekommt bei mir definitiv einen Minuspunkt...

LotF
19.02.2013, 18:11
Hier ist es jedenfalls so, dass die Universität Interesse an spannenden und vielversprechenden Studenten hat und dementsprechend sich nicht hinter Formalitäten versteckt.

ja und andere Unis sagen dir: "ja dann klagen sie doch!"


Und es tut mir Leid, eine Bewerbung die die das doppelte meiner üblichen Arbeitszeit braucht und aus 100 Seiten besteht bekommt bei mir definitiv einen Minuspunkt...

also ich kann immer noch nicht nachvollziehen, wo dein Problem mit den 100 Seiten ist. Du bekommst 4 Seiten zu lesen und 10 Quellen, ob du die anderen 10 Quellen, also 96 Seiten, nun liest oder nicht, ist doch ganz allein deine Entscheidung und verursacht keinerlei Mehraufwand wenn du es eben nicht tust. Allerdings zu sagen "hey moment mal, wo hat er/sie das denn genau her?" und erstmal auf Publikationssuche zu gehen würde mich da wesentlich mehr stören.

Spadix
19.02.2013, 18:21
Da bin ich ja mit meinen 10 Seiten die ich bis jetzt zusammengeschrieben habe wohl etwas zu gut dabei...

LotF
19.02.2013, 18:23
ja, sowas würde mich dann schon eher stören, da ich dann das Gefühl habe derjenige kann es nicht auf den Punkt bringen und das ist meist ein Zeichen davon, dass man es sich eher zusammenreimt als es der Tatsache entspricht. Seine Aussagen allerdings hinreichend zu belegen - wie gesagt, ich kann gepp da nicht verstehen. Aber gut: das muss er ja selbst wissen.

dahema
19.02.2013, 18:50
Ich habe zwar bei meiner letzten Bewerbung keine wissenschaftlichen Gründe geltend gemacht, aber ich stimme LotF voll und ganz zu. Aussagen müssen ordentlich belegt werden - und um es dem Leser einfacher zu machen, würde ich definitiv Kopien der Quellen beifügen. Die Unterlagen kann man ja entsprechend sortieren/beschriften, dass der Empfänger nicht "erschlagen" wird. Davon ausgehen, dass dem Leser alle Quellen zur Verfügung stehen und er auch Lust/Zeit hat, die nachzuschlagen, würde ich sicher nicht.

Spadix
19.02.2013, 18:55
Nur die konkreten Gründe für meine Motivation für das Zweitstudium + Gründe für den Ort + Bezug des Werdegangs auf medizinische Forschung sind knapp 3 Seiten. Ich wüsste momentan nicht was ich davon rauslassen sollte, da es alles Relevanz besitzt und die Begründung im Endeffekt auf dem persönlichen Werdegang aufbaut.

Wenn man noch mit einem wissenschaftlichen Schwerpunkt studiert hat und nur die für die Forschung relevanten Lerninhalte (z.B.Eigene Forschungsprojekte, Funding, methodenkritische Analyse von Studien, Statistik und weiterführende Statistik) und so sind ein paar Seiten zusätzlich drin ohne wirklich ausgeschweift zu sein und sich was zusammenzureimen.

LotF
19.02.2013, 18:59
Spadix, wenn du meinst es ist alles so extrem relevant und nicht kürzer zu fassen ist es doch vollkommen okay. Ist schließlich deine Bewerbung und du musst wissen, wie du sie gestaltest. Jedoch läufst du eben Gefahr ab einer gewissen Seitenanzahl den Leser zu langweilen und das sollte dir bewusst sein.

Spadix
19.02.2013, 19:10
Ja das ist schon klar, dass man einen möglichst hohen und relevanten Informationsgehalt bei möglichst geringer Länge finden muss. Ich habe deinen Kommentar nicht negativ aufgefasst. Finde es sehr interessant wie andere die Dinge sehen. Man kann davon ja auch nur profitieren, wenn man sich konstruktiv auseinandersetzt.

Herzkasperl
20.02.2013, 10:25
Ich würde schon versuchen, mich auf 2-3, allerhöchstens 4 Seiten in nicht enger Schrift zu begrenzen. Mehr als 2 Seiten braucht es nicht, um ein Forschungsthema darzustellen. Wir haben erfolgreiche DFG-Anträge geschrieben, die hatten nur eine Seite. Zu lang ist nie gut. Und zu verschwommen auch schlecht. Klarer Ausgangspunkt, klares Ziel, Methode (u.a. Patientenversuche...), fertig.

Ob man nun seine Quellen und Referenzen beilegt oder sie nur nennt, ist Geschmackssache. Ich würde meine eigenen Veröffentlichungen beilegen, die übrigen jedoch nicht. Eventuell noch eine allgemeine Literaturliste mit einer Zusammenfassung in 5-10 Worten pro Veröffentlichung, falls da jemand ist, der nicht vom Fach ist. Ist aber auch gefährlich - nicht dass man danebenlangt mit den Zusammenfassungen und der am anderen Ende hat doch Ahnung...

gepp
20.02.2013, 14:43
LotF: Das Problem mit 100 Seiten Bewerbungen wirst du erkennen, wenn du das erste mal eine dreistellige Zahl an Bewerbungen auf dem Schreibtisch hast, die innerhalb kürzester Zeit gesichtet, exzerpiert und verglichen bzw. bewertet werden müssen...

Daher kann ich Herzkasperl nur zustimmen: 2-3 Seiten Text und nur relevante Inhalte beilegen!