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test
02.06.2004, 21:58
Hyperventilation macht Alkalose also Protonenkonzentration sinkt. PRotonen sind normalerweise an Protein gebunden und verdecken so negative Ladungen. Jetz sind diese negativen Ladungen frei und Ca2+ wird an ihnen gebunden, dadurch sinkt die Ca2+ Konzentration, an der Außenseite der Membran werden so negative Ladungen frei, die normalerweise ihrerseits von Ca2+ verdeckt würden, was die transmembranären Proteine nicht mehr das volle Potential spüren lässt- sprich Depolarisation! also kommt es zur Tetanie.

Ein zweiter Mechanismus ist die Vasokonstriktion cerebraler gefäße bei Hyperventilation aber die führt denke ich eher zu Schwindel als zu Tetanie.

notre
02.06.2004, 22:02
Original geschrieben von Froschkönig
Auch nochmal ne einfache :
Warum kommt es bei Hyperventilation zur Tetanie ?

Oho das war was mit den ionen:

irgendwie kommt es bei der hyperventilation zum abatmen von CO2 und einer daraus Resultierenden respiratorischen :-D Alkalose.

durch den gestiegenen ph (glaub ich) kann mehr Calcium molekular an Trägerproteine gebunden werden und die Konz. des freien Ca2+ nimmt ab. Dadurch kommt es zum Muskelkrampf.

oder?

test
02.06.2004, 22:04
guck einen beitrag nach oben :-D :-))

test
02.06.2004, 22:15
So stell ich auch mal ne Frage :-))

Also warum haben wir im EKG bei der PQ Strecke ne Nulllinie obwohl wir eigentlich einen kräftigen Dipol haben Kammer vollständig unerregt, Vorhöfe vollständig erregt ;-)
Ist zwar keine so hammerfrage aber mir fällt gerade nix besseres ein :-))

notre
02.06.2004, 22:20
Original geschrieben von test
So stell ich auch mal ne Frage :-))

Also warum haben wir im EKG bei der PQ Strecke ne Nulllinie obwohl wir eigentlich einen kräftigen Dipol haben Kammer vollständig unerregt, Vorhöfe vollständig erregt ;-)
Ist zwar keine so hammerfrage aber mir fällt gerade nix besseres ein :-))

Vielleicht...

weil alle Zellen der Vorhöfe in diesem Zustand verharren und es nicht zu einer Ladungs/Elektronen/Energie-verschiebung kommt? Wenn nix fließt, wird nix abgeleitet.

Iss ja auch dasselbe mit der ST-Strecke, da sinds halt die Kammern, die Vollständig erregt sind.

gruß
notre

test
02.06.2004, 22:22
Original geschrieben von notre


Vielleicht...

weil alle Zellen der Vorhöfe in diesem Zustand verharren und es nicht zu einer Ladungs/Elektronen/Energie-verschiebung kommt? Wenn nix fließt, wird nix abgeleitet.

Iss ja auch dasselbe mit der ST-Strecke, da sinds halt die Kammern, die Vollständig erregt sind.

gruß
notre

ja genau bei der ST Strecke ist es das gleiche, aber das hat einen ganz bestimmten Grund, den du noch nicht genannt hast ;-) Du leitest immer nur einen Dipol ab und den solltest du auch haben wenn gerade alle Zellen im Vorhof sozusagen erregt sind und alle in der Kammer unerregt. Aber es kommt noch etwas dazu was eben dazu führt das man diesen Dipol nicht ableitet. :-notify

Froschkönig
02.06.2004, 22:25
Original geschrieben von test
So stell ich auch mal ne Frage :-))

Also warum haben wir im EKG bei der PQ Strecke ne Nulllinie obwohl wir eigentlich einen kräftigen Dipol haben Kammer vollständig unerregt, Vorhöfe vollständig erregt ;-)
Ist zwar keine so hammerfrage aber mir fällt gerade nix besseres ein :-))

weil das EKG Vektoren darstellt und somit ErregungsAUSBREITUNG und nicht die vorhandene Erregung respektive Muskelspannung selbst....

Die Vorhöfe sind erregt und die Erregung braucht ne weile um über den AV-Knoten drüberzukommen und das Kammermyokard zu erregen (also dann QRS-Komplex)....und die dabei stattfindende Rückbildung der Vorhoferregung wird vollständig vom QRS-Komplex überdeckt, weswegen man sie im EKG gar nicht sieht.....

Äh...oder so :-)

test
02.06.2004, 22:29
Ihr meint vermutlich das richtige. ;-) Es kann kein Dipol abgeleitet werden, da Vorhöfe und Kammer elektrisch voneinander isoliert sind durch das membranäre Herzskelett, das eben abgesehen vom AV-Knoten nicht leitet.

Die Niere
02.06.2004, 22:31
Das EKG zeigt ja einfach die Summenvektoren der einzelnen Zellen in der Ausbreitung an...die Einzelvektoren sind aber bei vollständig erregten Zellen alle auf Null...dementsprechend auch Nulllinie

Froschkönig
02.06.2004, 22:33
Original geschrieben von test
Ihr meint vermutlich das richtige. ;-) Es kann kein Dipol abgeleitet werden, da Vorhöfe und Kammer elektrisch voneinander isoliert sind durch das membranäre Herzskelett, das eben abgesehen vom AV-Knoten nicht leitet.

Woraus ich gleich mal ne nächste Frage machen könnte :

Bei welchen Erkrankungen gibt es eine zusätzliche Leitung neben dem AV-Knoten und wie kann man sie im EKG diagnostizieren und welche symptome macht es?

test
02.06.2004, 22:33
Das EKG zeigt nur Potentialdifferenzen an, diese wären bei einer leitenden Verbindung zwischen vorhof und kammer in der PQ-Phase normal riesig da der gesamte Vorhof erregt ist also extrazellulär negativer als normal und die gesamte Kammer unerregt also positiv im Vergleich zum Vorhof, nur durch diese fast vollständige Isolierung durch das membranäre Herzskelett kann sich dieser Dipol eben nicht ausbilden.

test
02.06.2004, 22:35
AV-Reentry-Tachykardie, Kammertachykardie aber wies im EKG aussieht :-peng

notre
02.06.2004, 22:35
Frosch, meinst du das WPW-Sydrom mit ner Delta-Welle ?

Froschkönig
02.06.2004, 23:04
Original geschrieben von notre
Frosch, meinst du das WPW-Sydrom mit ner Delta-Welle ?

Stimmt....
Wolf-Parkinson-White Syndrom mit akzessorischem (Kent-)Leitungsbündel....und im EKG gibts ne Deltawelle zu beginn des QRS-Komplexes...aber es gibt noch ein zweites Syndrom aus der gleichen Ecke, da sitzt das Bündel woanders und dankenswerterweise hat´s dann nen anderen namen...Na ? :-)

Alles wird gut
02.06.2004, 23:41
Original geschrieben von Faust601

2. Übernahme von Resistenzgenen ohne Antibiotika-Präsenz.

Kleiner Nachtrag.... grad erst heimgekommen...

War alles richtig aber das Entscheidende ist halt, dass die Enterokokken nicht nur Resistenzen übernehmen, ohne dass Antibiotika in der Nähe sind, sondern auch ihre Plasmide auf Grund ihres speziellen Plasmid-Replikationsmechanismus nicht mehr "rausschmeissen"!

Nebenbei interessant fand ich noch, dass ihre Konjugation Pheromon getriggert ist.

DoktorW
03.06.2004, 06:50
Original geschrieben von Froschkönig


Stimmt....
Wolf-Parkinson-White Syndrom mit akzessorischem (Kent-)Leitungsbündel....und im EKG gibts ne Deltawelle zu beginn des QRS-Komplexes...aber es gibt noch ein zweites Syndrom aus der gleichen Ecke, da sitzt das Bündel woanders und dankenswerterweise hat´s dann nen anderen namen...Na ? :-)


menno, ich weiß es, aber ich komm grad nicht drauf :-???
habs doch erst gestern gekreuzt

katrin1
03.06.2004, 07:50
LGL-Syndrom, mit Weiterleitung übers Mahaim-Bündel. PQ verkürzt, keine Deltawelle.

Faust601
03.06.2004, 10:45
Nochmal zum EKG:

Original geschrieben von test
Es kann kein Dipol abgeleitet werden, da Vorhöfe und Kammer elektrisch voneinander isoliert sind durch das membranäre Herzskelett, das eben abgesehen vom AV-Knoten nicht leitet.
Ich hatte damals Physio-EKG-Praktikum bei einem Physiker und der hat sich tierisch über eben diesen Satz aufgeregt, der in vielen Lehrbüchern steht.

Ich will mal versuchen, seine Argumentation zu rekapitulieren (ist nicht so ganz mein Spezialgebiet...):

Das EKG leitet schlichtweg Spannungen ab. Und nur weil Vorhof und Kammer voneinander isoliert sind, heißt das ja nicht, dass sich keine Spannung zwischen ihnen ausbilden kann.

Im Gegenteil: An einem Kondensator liegt dann die maximale Spannung an, solange kein Strom fließt.

Original geschrieben von Froschkönig
weil das EKG Vektoren darstellt und somit ErregungsAUSBREITUNG und nicht die vorhandene Erregung respektive Muskelspannung selbst....
Auch das kann man so nicht sagen: Der Vektor ist einfach nur eine andere Beschreibung für eine Spannung. Ob die sich nun ändert (ausbreitet) oder nicht, ist doch dem Vektor egal.

Trotzdem geht das in die richtige Richtung. Der Grund ist allerdings vielmehr technischer Natur:

Im EKG ist wohl einfach nur ein Bauteil drin (hab den Namen vergessen), das dafür sorgt, dass das EKG nur auf Veränderungen der gemessenen Spannung reagiert.

Und die paar einzelnen Zellen im AV-Knoten, die während der PQ-Zeit ihren Ladugnszustand verändern, reichen hierfür halt nicht aus.

Pünktchen
03.06.2004, 10:56
Original geschrieben von Faust601
Im EKG ist wohl einfach nur ein Bauteil drin (hab den Namen vergessen), das dafür sorgt, dass das EKG nur auf Veränderungen der gemessenen Spannung reagiert.


hmmm soviel hatte ich aus Physik auch mitgenommen...:-D





was machen lemminge, wenn sie zum Eis wollen und an einen kondensator ankommen *insider* :-D

Faust601
03.06.2004, 13:45
Stimmt ja, Kondensatoren sperren Gleichspannung, also ist mein ominöses "Bauteil" also einfach nur ein Kondensator... :-blush

Den Witz hab ich trotzdem nicht kapiert. :-?