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Dr. med. Robin Banerjee im Gespräch

Ärzte-Interviews zum Berufsstart

MEDI-LEARN

Stellensuche, erster Arbeitstag, der erste eigenverantwortliche Bereitschaftsdienst: Der Start ins Berufsleben als Arzt gleicht für viele einem Sprung ins kalte Wasser.

Um euch die ersten Schritte in der Arbeitswelt Krankenhaus zu erleichtern, bieten wir euch an dieser Stelle Interviews mit Ärzten, die über ihre Erfahrungen berichten.

Dr. med. Robin Banerjee war freundlicherweise bereit, unseren Fragenkatalog zu beantworten.

Interview zum Arztberuf mit Dr. med. Robin Banerjee


Wo und wann hast Du Dein Medizinstudium absolviert?

Ich habe in Bochum an der Ruhr-Universität von 1995 bis 2002 studiert.


In welchem Fachgebiet bist Du heute tätig und wie sieht der normale Arbeitsalltag aus?

Ich arbeite von Anfang an in der HNO-Heilkunde und bin inzwischen im 3. Ausbildungsjahr. Der normale Arbeitsalltag fängt um 7:45 mit der Frühbesprechung an. Hier werden alle neu aufgenommenen Patienten des Notdienstes vorgestellt. Dann teilt man sich auf. Entweder man geht in die Ambulanz/auf die Station oder in den OP zum operieren. Am Vormittag wird die Visite bzw. die Ambulanzsprechstunde erledigt. Die Patienten werden dann aufgenommen, damit sie bei der Oberarztvorstellung (OP-Planung) vorgestellt werden können. Dann folgt noch der Papierkram. Zwischendurch wird dann noch operiert, je nachdem wann man auf dem OP-Plan steht. Feierabend hat man dann offiziell gegen 16:45. Das klappt natürlich nicht immer so. Außerdem kommen noch die Dienste hinzu.

Welche Fächer aus dem Medizinstudium sind für Deine Tätigkeit als Arzt im täglichen Alltag immer wieder notwendig, so dass Du jüngeren Studenten empfehlen möchtest: "Bei diesen Fächern solltet ihr gut aufpassen, braucht man später immer wieder"?

Generell kann man von vielen Fächern aus dem Studium zehren. Man wird immer wieder im Laufe der ärztlichen Tätigkeit mit Situationen konfrontiert, die man auch als fachfremder Arzt beantworten muss, wobei man dann auch gerne einen Arzt vom jeweiligen Fachgebiet fragen kann. Sehr wichtig in operativen Fächern ist die Anatomie, die ich mir auch jetzt noch immer wieder anschaue. Die Innere Medizin ist besonders bei Visiten sehr nützlich. Und natürlich das jeweilige Fachgebiet, in dem man arbeitet.


Wie bist Du an Deine erste Stelle gekommen und wie lange hat Deine Bewerbungsphase gedauert? Welche Tipps gibst Du den Bewerbern für das Bewerbungsgespräch und die Stellensuche mit auf den Weg?

Ein Bekannter von mir gab mir die Information, dass in meiner jetzigen Klinik eine AiP-Stelle frei sei. Ich habe mir die Klinik an einem Tag angeschaut, an dem ich „mitgelaufen“ bin. Da zur Zeit viele Stellen angeboten werden und man so mehr Auswahl hat, kann ich so einen Einführungstag nur empfehlen, da man einen kleinen Einblick in die Klinik und das Arbeitsklima erhält. Man sollte sich auch auf sein „Bauchgefühl“ verlassen. Die Bewerbungsphase lief parallel zum Lernen für das 3. Staatsexamen und war recht kurz.

Was ist Dir am Abend vor Deinem ersten Arbeitstag durch den Kopf gegangen? Worauf hast Du Dich am meisten gefreut? Wovor hattest Du die meiste Angst?

Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern. Es ist schon aufregend, da unter Umständen alles Neu ist. Bei mir waren es neue Mitarbeiter (Ärzte und Schwestern/Pfleger), neue Räumlichkeiten und vor allen Dingen neue Vorgehensweisen, da jedes Haus einige Kleinigkeiten anders macht.

Der erste Arbeitstag: wurdest Du „an die Hand genommen“ oder glich der Start ins Berufsleben eher einem Sprung ins kalte Wasser?

Ich wurde zum Teil an die Hand genommen, da ich meine erste Visite mit meiner Oberärztin gemacht habe. Den Rest des Tages (Aufnahmen und Gespräche) dann aber auch alleine gemacht habe. Durch die Vorbereitung im PJ, die bei mir sehr gut war, empfand ich es nicht wie einen Sprung ins kalte Wasser.
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