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Interview mit einer Assistenzärztin

Vor meinem ersten Nachtdienst habe ich nicht geschlafen und hab geheult

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Interview mit einer Assistenzärztin

© / Istockphoto

1. Warum hast du den Beruf des Arztes ergriffen?

Aus Selbstschutz! Ich wollte die Zusammenhänge verstehen und auch die Wirkweise von Medikamenten u.ä., vor dem Studium fühlte ich mich manches mal schlecht behandelt - im fachlichen Sinne -und im Nachhinein trug der Anschein nicht.....

2. Was macht dir besonders viel Spass im Job, was gefällt dir überhaupt nicht?

Herauszufinden was der Patient wirklich hat und ihm dann zu helfen, dass es ihm besser geht, macht wirklich Spaß.
Dieses ewige argumentieren bei den Kostenverlängerungsanträgen "kotzt" mich wirklich an und verschlingt sehr viel Zeit. Manchmal muss man während eines Aufenthaltes noch einen Zwischenbericht von mehreren Seiten verfassen.

3. Welche Fachrichtung möchtest du später einmal einschlagen? Gib es hier eine feste Wahl oder hältst du das eher offen?

Vermutlich geht es Richtung Fachärztin für Psychiatrie + Psychotherapie. Eventuell mache ich alternativ den Nervenarzt, aber dafür könnte die Zeit knapp werden.

4. Wie viele Stunden arbeitest du pro Monat durchschnittlich?

Etwa 240 Std. im Monat – wenigsten 190 Std.

Gelauscht (Foren)

Assistenzarzt
 

5. Wie würdest du den Arbeitsalltag/Arbeitsatmosphäre im Krankenhaus kennzeichnen?

Wir sind ein ländliches Krankenhaus, man kennt sich untereinander und oft auch die Patienten, das ist in mancher Hinsicht sehr vom Vorteil, besonders in den Diensten.
Des Weiteren haben wir Glück einen freundlichen Chef zu haben und mit den Kollegen herrscht ein recht gutes Klima.
Diese Punkte sind die Ausschlaggebenden, weiter im Gesundheitssystem zu bleiben, obwohl die Vorraussetzungen ansonsten für den Job eher schlecht sind. Fortbildung muss überwiegend in der Freizeit gemacht werden, außerdem muss man diese auch teuer bezahlen. Die Bezahlung ist eher ein Schmerzensgeld in Anbetracht des langes Studiums und der verantwortungsvollen Aufgabe. Die Besoldung der Dienste (Wochenende und Nächte) ist ein Hohn.

6. Welches sind die häufigsten Tätigkeiten auf Station und wie viel Zeit verbringst du damit?

Morgens Blutabnahme, Information was in der Nacht noch war - halbe Stunde Frühbesprechung 1/2 bis 3/4 Std., evtl. 1/4 assistentenrunde, Arbeit auf Station, 2xpro Woche Visite von 10-13Uhr30-Mittaessen 1/2 Std. - wenn keine Visite :von 10 bis 13Uhr30 Ausfüllen von Kostenverlängerungsanträgen, Briefe diktieren, mit Krankenkassen und Angehörigen telefonieren, mit Sozialarbeitern kurz schließen, u.U. auch den Hauspieper übernehmen und in der Notaufnahme Patienten ansehen, zuweisen, oder alternativer Behandlung zuführen (Innere, Chirurgie o.Ä.) 14-15Uhr30 dienstags Fortbildung, ansonsten Patienten aufnehmen (dauert auf psychiatrisch etwas länger), Angehörigengespräche, bei der pflegerischen Übergabe beiwohnen, um Veränderung frühzeitig mitzubekommen etc.
15Uhr30 bis 16Uhr30 evtl. obiges weiterführen, Laborwerte kontrollieren, Anordungen der Visite abarbeiten (Eingabe von Röntgen etc), Konsile durchlesen, evtl. Folgekonsile ausfüllen, evtl. Nachbesprechung mit OA
16Uhr30 bis x Dringliche Dinge erledigen, weil man jetzt nicht mehr zur Rate gezogen wird und endlich ungestört Briefe diktieren kann oder weil der OA mal wieder nach halb 5 kommt und noch einiges besprechen will.....blödblödblöd

7. Magst du uns dein schönstes und auch dein unangenehmstes Ereignis als Arzt schildern?

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