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Chirurgie in den Schweizer Alpen

Wunderbar zum Wandern und Radfahren, Klettern und Bergsteigen

Jennifer Reisen

 

Für mich war von Beginn der Vorklinik an klar, dass ich einen Teil meines PJs in der Schweiz machen wollte. Darum habe ich mich ca. 18 Monate zuvor in mehreren schweizerischen Kliniken beworben. Zu dieser Zeit wurde mir von vielen Spitälern mitgeteilt, dass es für die Berücksichtigung meiner Bewerbung noch zu früh sei. Aber bei einem Spital hatte ich nach einer schriftlichen Bewerbung Glück. So konnte ich mein zweites PJ-Tertial Chirurgie im Spitalzentrum Oberwallis im Sommer 2006 beginnen. Endlich konnte ich mich zurücklehnen in der Gewissheit, dieoft verschriene und gefürchtete Chirurgie in einem Feriengebiet der Schweiz im Kanton Wallis ableisten zu können und mich darauf freuen, neben der Arbeit die Vorzüge und das Angebot der Schweizer Alpen voll auskosten zu können.

Das Wallis, ein großer Kanton der Schweiz, liegt im Süden zwischen oberer Rhône und dem Genfer See. Gesprochen wird im Oberwallis hauptsächlich deutsch, aber auch französisch ist gut vertreten. Italienisch ist aufgrund der geographischen Nähe zu Italien ebenfalls oft zu hören. Brig ist die Hauptstadt im deutschprachigen Oberwallis und liegt inmitten vierer Alpenpass-Strassen auf einer Höhe von 681 m. Im Winter ein ausgesprochenes Ski-Paradies, bietet sich im Sommer das Bergsteigen, Wandern, Radfahren oder auch hier das Skifahren auf ausgewählten, immer verschneiten Skipisten an.

Surftipp

Famulatur Schweiz

Im Spital

Das Spitalzentrum Oberwallis, zu dem das Spital Brig und das Spital Visp gehören, bilden das Gesundheitszentrum der Region Oberwallis. Am Standort Brig liegen v.a. die Schwerpunkte Orthopädie, HNO und Urologie. Als UHU arbeitete man interdisziplinär, so dass ich aus allen Fachgebieten was mitnehmen konnte. In Visp liegt der Schwepunkt im Bereich der Traumatologie und Allgemeinchirurgie. Während man als UHU in Brig die Aufgaben hatte, erster oder zweiter Assistent am OP-Tisch zu sein, präoperative Sprechstunden abzuhalten und die stationären Patienten präoperativ zu „starten“, war in Visp besonders der Einsatz in der Notaufnahme Aufgabe des UHUs und beinhaltete neben dem Starten der Patienten auch die selbstständige Versorgung von Wunden, Entfernung kleinerer Fremdkörper, die Vorstellung des Patienten, das Anordnen von Röntgenbildern usw. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit war man dort für einzelne Patienten selbstständig verantwortlich, vom Eintritt bis zur Entlassung. Natürlich kam zu den interessanten Aufgaben auch der nicht so interessante Teil- Austrittsberichte schreiben. Mehrmals am Tag fanden Visiten mit dem jeweiligen Chef der Abteilung statt, und nachmittags wurden im Rapport Röntgen-, CTs, MRTs sowie Sonographien besprochen. Der Arbeitstag begann um 7.45 Uhr und endete etwa um 17 Uhr, je nachdem, ob die Arbeit erledigt war oder nicht. Nach dem regulären Tagdienst schloss sich immer mal wieder ein Pickett-Dienst an. Nach dem Motto „Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die anderen“ hatte man oft noch bis spät am Abend im Notfall zu tun, wenn dort der Bär steppte oder notfallmässig operiert werden musste. Nicht zu vergessen sind die Wochenenddienste. Man war etwa von 8Uhr bis 18Uhr im Spital, im Anschluss daran folgte der Pickett. Das konnte manchmal ganz schön stressig sein… Neben aller selbstständigen Arbeit war immer jemand im Hintergrund, der für Fragen bereit stand. Da in der Chirurgie auch wir UHUs Medikamente verordnen und verschiedene Diagnostik anordnen durften, war natürlich eine gewisse Absprache Voraussetzung. Nach der Arbeit wurde wöchentlich ein Fortbildungsveranstaltung von den Assistenten und Oberärzten angeboten.
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