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Famulatur an der Stone Clinic

Orthopädie in San Francisco- USA

Dr. Christoph Lukas

 

Im Sommer 1998 hatte ich das Glück, eine Famulatur in der Stone Clinic für operative Orthopädie (orthopaedic surgery) und Sportmedizin in einer der schönsten Städte der Welt, in San Francisco, ableisten zu können. Die Clinicist in einem der nobleren Viertel der Stadt gelegen, keine 100 Meter vom Wasser der San Fransisco Bay entfernt, mit Blick auf die Golden Gate Bridge und Alcatraz. Entsprechend sind natürlich auch die Patienten gut situiert und ausreichend versichert. Eine wichtige Tatsache, denn dadurch kommen siein den Genuss von High-Tech Medizin.

Um nicht das gleiche Mißverständnis aufkommen zu lassen, das bei mir entstanden war: Auch wenn die Einrichtung "clinic" heißt, so handelt es sichdoch um eine Praxis! Kevin R. Stone ist der einzige Arzt. Zusammen mitseinem Personal (zwei Physiotherapeuten, einem Röntgenassistent, vierKrankenschwestern und einer Empfangsdame) hat er an zwei Tagen pro Woche Sprechstunde, zwei Tage wird in einem nahegelegenen Surgerycenter operiert,und der Freitag steht für Forschungsprojekte und Spezialaufgaben zurVerfügung.
Neben einem Röntgengerät verfügt die Clinic über ein Arthroscan-Kernspin,ein Gerät, das einerseits Bilder von ausgesprochen guter Qualität liefert undandererseits äußerst komfortabel für die Patienten ist, da nur noch das zu untersuchende Bein in die Röhre muß, während der Patient bequem im Sessel sitzt.

Arbeitsaufteilung, Eindrücke und Erlebnisse

Interessant ist auch die Arbeitsaufteilung der Krankenschwestern. Eine Nurse ist ausschließlich mit Abrechnungsaufgaben und Versicherungsfragenbeschäftigt. Sie bespricht sämtliche Kostenfragen mit den Patienten und hilft bei den Verhandlungen mit den Krankenversicherungen.
Eine weitere Krankenschwester ist hauptsächlich damit beschäftigt, Dr. Stonebei seinen Forschungsarbeiten und beim Schreiben seiner Artikel zuhelfen.
Die Aufgabe der beiden restlichen Schwestern ist es, während der Sprechstunde die Anamnese zu erheben und die erste klinische Untersuchung durchzuführen. Dann wird der Patient kurz vorgestellt und von Dr. Stoneerneut untersucht. Außerdem fungiert eine der Schwestern (nurse practitioner) als erste Operationsassistenz.

B.Lachmann-Test). Spritzen, Nähen etc. war mir als Student trotz ausreichender(5 Millionen $) Haftpflichtversicherung untersagt. Trotzdem war es sehrlehrreich. Interessant war es auch, die vielen, teilweise professionellenSportler beobachten zu können, die Dr. Stone durch seinen guten Ruf anlockt(er ist u.a. Arzt der US-Ski-Nationalmannschaft).
Was bei solch perfekten Reha-Voraussetzungen möglich ist, war wirklichfaszinierend. Da die Physiotherapie in die Praxis integriert ist, wird die optimale Zusammenarbeit Arzt - KG gewährleistet, und mir war es möglich,auch in diesen Bereich hineinzuschnuppern.
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