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Famulatur in Santander/Spanien

Marques de Valdecilla Hospital August 2000

Nicolin Datz

 

Sprachprobleme und Soziales

Die allgemeine Verständigung mit den Ärzten und anderem Personal war keingroßes Problem, zu einem Gespräch mit Patienten ist es ja nicht großgekommen, da der Oberarzt in erster Linie die Konversation geführt hat. DieKrankheitsbilder und die Erklärungen der Ärzte dazu waren relativ gut zuverstehen, da die Ausdrücke unseren lateinischen Bezeichnungen sehr ähnlichsind. Die Schwierigkeiten lagen in den Details und insbesondere darin,selbst etwas zu formulieren. Aber waren die Hemmungen vor Fehlern ersteinmal überwunden, lief es ganz gut.

Soziale Kontakte und Organisation:
Ich hatte mich mit einer Freundin zusammen für eine Famulatur in Spanienbeworben, und wir hatte auch beide die Zusage erhalten. Zunächst schienalles bestens organisiert zu sein. Die Zusage aus Spanien erhielten wir imMai und der weitere Kontakt lief über e-Mails. Leider liefen bei derinternen Organisation dort einige Dinge schief. Z.B. wechselten sie, einenTag vor unserer Abreise die uns betreuenden Studenten, wovon wir nichts mehrerfuhren, da die e-Mails uns nicht mehr erreichten. Diesen Studentenwiederum ist scheinbar nicht bekannt gewesen, wann wir in Santanderankommen, so dass letztendlich niemand dort war, um uns in Empfang zu nehmenund uns zu unserer Wohnung zu bringen. Ein paar glückliche Umstände führtenschließlich dazu, dass wir von einer anderen Studentin abgeholt wurden undbei ihren Eltern übernachten konnten, da in unserer Wohnung an dem Abendniemand zu Hause war, und auch kein Schlüssel aufzutreiben war.
Am nächsten Tag konnten wir dann in die Wohnung einziehen. Es stellte sichheraus, dass dort zusätzlich zu uns beiden noch 5 andere Studenten wohnensollten. Es hier noch die eine und andere Diskussion, da eigentlich nichtgenügend Platz für 7 Personen war.
Insgesamt haben wir uns jedoch alle dort gut verstanden und auch vieleszusammen unternommen. Außerdem hat sich eine Gruppe von spanischenStudenten wirklich rührend um uns gekümmert. Wenn wir sie nicht gehabthätten, hätten wir sicherlich nur halb so viel von der Gegend und den Leutenkennen gelernt. Wir sind abends zusammen essen gegangen, haben Ausflüge indie Umgebung gemacht, waren zu Partys miteingeladen, usw.
 

Ausbildung in Spanien

Die spanischen Medizinstudenten studieren 5 Jahre und machen anschließendein PJ im Krankenhaus. Famulaturen gibt es auf freiwilliger Basis, sie sindjedoch nicht verpflichtend.
Am Ende seines Studiums mss jeder Student ein Examen (MIR) machen, welchesüber seine späteren beruflichen Möglichkeiten entscheidet. Nur die bestenbekommen die Möglichkeit die gewünschte Facharztausbildung zu beginnen undgehen als Residents in die Krankenhäuser.

Santander:
Santander liegt an der Nordspanischen Küste, etwa 100 km westlich vonBilbao. Es ist die Hauptstadt der autonomen Gemeinschaft von Kantabrien undhat 185.000 Einwohner. In und um Santander findet man ziemlich vielIndustrie, wie an der ganzen Nordküste Spaniens. Aber Santander hat auchseine schönen Seiten: viele Sandstrände, die Festivals im Sommer, dieSommeruniversität, ein Casino und Promenaden auf der Halbinsel LaMagdalena.
Im Mittelalter reifte Santander von einem kleinen Fischerhafen zu einerHafenstadt heran. Das spanische Königshaus machte Santander Ende des 19.Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts zur Sommerresidenz. 1941 wurdeviel historisches Stadtbild durch ein großes Feuer zerstört. Zu den heutigenSehenswürdigkeiten zählen die Plaza Porticada, das Rathaus, die Markthallen,das Städtische Museum, die gotische Kathedrale, die Halbinsel La Magdalena,und der Palacio de la Magdalena.
Santander bietet außerdem einen guten Ausgangspunkt für Abstecher in dieUmgebung. Zu empfehlen ist es, sich für ein eventuell verlängertesWochenende ein Auto zu leihen und die Gegend zu erkunden. Man kann z.B.einfach an der Küste entlang in Richtung Westen aufbrechen und sollte sichdabei Orte wie Santillana del Mar, Comillas, Llanes und Oviedo anschauen.Auch ein Ausflug in die Berge ist unbedingt zu empfehlen. In Richtung Ostenkann in Bilbao das Guggenheimmuseum besuchen und auch San Sebastian ist indieser Richtung eine Reise wert.
Zum Klima lässt sich sagen, dass die Temperaturen im August nicht unter 24Grad gesunken sind, die Sonne sich allerdings ziemlich häufig vom Regen hatverdrängen lassen. Es ist also ganz angebracht imme Regekleidungdabeizuhaben.
 
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