Hammerexamen einfacher als im Herbst?
MEDI-LEARN berichtet vom Hammerexamen Frühjahr 2007
MEDI-LEARN
Erste Hochrechnungen (N = 228) lassen erwarten, dass die durchschnittlichen schriftlichen Leistungen der Studenten gegenüber dem ersten Hammerexamen im Herbst 2006 deutlich höher liegen und sich den Leistungen des „alten 2. Staatsexamens“ annähern. Dies betrifft sowohl die für die Bestehensgrenze maßgeblichen Leistungen der Referenzgruppe, als auch die durchschnittlichen Leistungen aller Studenten.
Die Frage, ob nun das Examen leichter geworden ist oder die Studenten besser vorbereitet sind, bleibt offen (redaktionelle Ergänzung 23.04.).
Während im Herbst 2006 die durchschnittlichen Leistungen der Referenzgruppe bei 220 Punkten lagen, erwarten wir in diesem Examen einen Referenzschnitt von mehr als 240 Fragen. Auch der Gesamtschnitt wird in gleichem Maße steigen: von 206 Punkten im Herbst 2006 auf wahrscheinlich etwas mehr als 225 Fragen.
Aufgrund unserer vorläufigen Statistiken haben wir erste Hinweise darauf, dass der Anteil der Referenzstudenten gegenüber dem „Alten Zweiten Staatsexamen“ gestiegen ist. Das hieße, dass mehr Studenten das Studium nach Regelstudienzeit beenden. Sollte sich diese Hochrechnung durch die offiziellen Statistiken bestätigen und die nächsten Jahre anhalten, so hat die Reformierung der AO, neben allem Ärger für die betroffenen Studenten in der Übergangszeit und besonders für die ausführenden Organe (Dekanate, IMPP; Prüfungsämter), möglicherweise doch zu einer Studienverkürzung beigetragen.
Wie im Herbst 2006 wurden wieder jeden Tag zunächst Einzelfragen und dann fallbezogene Fragen gestellt. Hierbei hat sich jedoch das Gewicht zu Gunsten der Fallfragen verändert. Während im Herbst 2006 150 Einzel und 170 Fallfragen gestellt wurden, mussten die Studenten im Frühjahr 2007 nur noch 140 Einzelfragen, dafür aber 180 Fallfragen lösen.
Auch in diesem Examen werden die durchschnittlichen Leistungen der Fallfragen wieder ca. 5% unter denen der Einzelfragen liegen (Einzelfragenschnitt: 77% zu Fallfragenschnitt 72%). Zu jedem der genannten Fälle wurden jeweils 15 Fragen gestellt. Während man im Herbst 2006 bei vielen Fallfragen die Fallschilderungen nicht unbedingt lesen musste, waren es diesmal nur sehr wenige Fragen, die auch ohne Kenntnis des über mindestens 1,5 Seiten geschilderten Falles zu lösen waren.
Es wurden folgende durchschnittliche Leistungen erzielt: