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PJ- Bericht (Südtirol – Bolzano)

Chirurgie II - Allgemein. Regionalkrankenhaus Bozen - August – November 2000

Redaktion (MEDI-LEARN)

 

So so, Ihr interessiert Euch für ein PJ-Tertial in Italien, in Südtirol, in Bozen.

Da kann ich Euch nur gratulieren, Ihr habt Euch einen guten Standpunkt ausgesucht, sowohl im Sommer als auch für den Winter. Im Sommer das schöne Wetter mit viel Sonne, die schöne Umgebung mit den zahlreichen Bergen zum Erklimmen und die umliegenden Seen, die zum Abkühlen einladen. Wer auch ganz sportlich ist, sollte sein Rennrad aus dem Keller herausholen und kann die „Tour de France“ bzw. il „Giro d´Italia“ versuchen nachzuahmen.Im Winter sollte man seine Skier für die Ausflüge in die Skigebiete nicht vergessen. Weiterhin liegt Bozen sehr zentral, so kann man mit einigermaßen wenig Aufwand verschiedene Städte wie Meran, Brixen, Innsbruck, Verona und Mailand erreichen.Auch ein verlängertes Wochenende nach Venedig und zum Gardasee sind empfehlenswert.

Sollte jemand nun Zweifel bekommen, da er kein Italienisch kann, so kann ich ihn beruhigen. Obwohl Italienisch die Amtssprache ist, wird auch viel Deutsch gesprochen.So muss zB. jeder Italiener, der in dieser Region arbeitet, Deutsch können.  Zur Wohnungssituation ist folgendes zu sagen: Es besteht einerseits die Möglichkeit, als Mädchen im Mädchenwohnheim oder als Junge im Männerwohnheim ein Zimmer für ca. 600 DM im Monat zu beziehen. Anderseits könnt Ihr auch vor Ort versuchen, etwas Günstigeres zu finden.

Dienstzeiten und Co.

Arbeitszeiten sind von morgens ca. 7.45 bis nachmittags ca. 17.00 Uhr. Nun keinen Schreck bekommen, so schlimm, wie es sich anhört, ist es nicht; denn nach dem ausgiebigen Essen in der Kantine treffen sich die deutschen PJ-ler und die italienischen Tirocinanti ( dies sind fertige Medizinstudenten, die ein 6-monatiges Praktikum absolvieren müssen ) draußen im Freien, um sich auf Parkbänken zu sonnen oder im Schatten zu relaxen. Dabei findet ein reger Gesprächsaustausch über medizinische Erfahrungen, über die Stationsarbeit und nicht zu allerletzt über Freizeitaktivitäten und Verabredungen statt. Schließlich geht man nach einiger Zeit wieder auf Station oder teilweise auch schon nach Hause.
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