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Interview mit einem Berliner PJ-Studenten

Gute Ausbildung und selbstständige Arbeit

MEDI-LEARN (Redaktion)

 

Wie hat dir das Arbeitsklima während deines Tertials gefallen?

Das Arbeitsklima war sehr angenehm. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich die meisten Mitarbeiter untereinander duzen. Auch meine Chefin war wirklich toll – ich hoffe, dass ich in Zukunft immer so nette und geduldige Vorgesetzte haben werde! Was mir nicht so gefallen hat, war, dass die Mühlen in unserer Abteilung manchmal sehr langsam liefen und alles dreimal diskutiert wurde. Außerdem bestand auch dort der übliche Machtkampf zwischen Hebammen und Ärzten.

Hattest du Möglichkeiten zur Weiterbildung?

Die Fortbildungsmöglichkeiten für Studenten am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe sind vielfältig und sehr gut. Zweimal wöchentlich findet in kleiner Runde PJ-Unterricht statt, außerdem gibt es einen EKG-Kurs. Vielen Studenten bereitet das EKG-Lesen Schwierigkeiten und im Studium bleibt nicht besonders viel Zeit dafür, sich intensiv damit auseinanderzusetzen. Als Arzt oder Ärztin kommt man später aber nicht drum herum und auch im Examen muss man ein EKG interpretieren können. Deshalb finde ich es toll, dass dieser Kurs angeboten wird. Eine Besonderheit in Havelhöhe sind die anthroposophischen Fortbildungen, an denen ich auch teilnehmen konnte. Neben denen fanden noch abteilungsinterne Fortbildungen statt.

Wird in der Abteilung auch geforscht?

In Havelhöhe werden verschiedene Studien zur Misteltherapie betrieben. Ansonsten wird nicht geforscht. Das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe ist zwar ein akademisches Lehrkrankenhaus, aber für Forschung in großem Umfang ist dann doch eher die Charité selbst zuständig!

Wie sahen deine Arbeitszeiten während des Gynäkologie-Tertials aus?

Insgesamt habe ich während des Tertials ziemlich viel gearbeitet. Ab und zu bin ich mal etwas früher nach Hause gegangen, das war dann überhaupt kein Problem. Meistens bin ich aber aus verschiedenen Gründen länger geblieben: Zum einen waren viele Dinge für mich einfach sehr interessant und ich habe die Chance genutzt, so viel wie möglich zu lernen, zum anderen waren manchmal einfach noch nicht alle Aufgaben erledigt. Letzteres kam allerdings seltener vor. Da es nur eine Vollzeitstelle unter den Assistenten in der Abteilung gibt, war es für mich schwierig, auch in Bezug auf meine Arbeitszeiten einen permanenten Ansprechpartner zu finden.

Wurdest du als PJler bezahlt?

Als ich mit dem Innere-Tertial begann, gab es für mich noch Essensmarken. Leider wurden die bald darauf wieder abgeschafft. Wie in vielen anderen Häusern muss auch am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe gespart werden. Mittlerweile wird das PJ ja an vielen Kliniken und Lehrkrankenhäusern vergütet. Diese Entwicklung kommt für mich leider etwas zu spät!
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